Ausgabe 
16.3.1918
 
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?nr ilfnjTiirfrnffnnri m frn&feartoffrfif.

Ein möglichst umfangreicher Anbau von Frühkartoffeln \n allen Gegenden, welche sich dazu eignen, ist auch in diesem Jahre ganz besonders geboten. Wie im vergangenen Jahre werden die frühesten Sorten, die in Mistbeeten, Treibhäusern und gar. tenmäßigen Kulturen gezogen sind, von der Festsetzung eines einheitlichen Höchstpreises für das Reichsgebiet und von der öffentlichen Bewirtsch v-ire, ur* bis zum 30. Juni, aus­genommen bleiben. Äit dem imi'i jedoch mit Rücksicht

auf die Lage der Vorrats die Bewirtschaftung der

Frühkartoffeln ernsetzen. Wie bereits früher mitgeteilt, ist da­mit zu rechnen, daß im Monat Juli der Höchstpreis für Früh­kartoffeln nirgends unter 8 Mark für den Zentner festgesetzt wird. Um den großen Verschiedenheiten innerhalb der einzelnen Anbaugebiete in der Ergiebigkeit und in der r ezerr der Früh­kartoffeln gerecht zu werden, ist in Aussicht . - :mmen. die Lan­des- und Provinzialkartosfelstellen wiederum zu ermächtigen, U nach den Verhältnisien in ihrem Amtsbereiche mir Genehmi­gung der Reichskortofkelstelle eine Erhöhung des Zulipreifes wie im Vorjahre bis zur zulässigen Höchstgrenze von 10 Mark vorzunehmen und schon jetzt bekanntzugeben. In gleicher Welse soll vom 1 August ab durch die Vorstände der Landes- und Pro. vinziallartoffelstcllen, in denen Erzeuger, Verbraucher und Händler oertrelen sind (mit Genehmigung der Reichskartofsel- stelle). unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse der Ab­bau der Kartoffelpresse mit der Maßgabe oorgenommen wer­den. daß der Preis für Herbstkartosfeln am 15. September er­reicht ist.

?rrs der fichitti*.

D. Friedberger Vorschuß- und Kredit-Verein. . :.l März

fand rn dem hiesigenRatskeller" die ordentliche Hauptver­sammlung des Vorschuß- und Kredit-Vereins dahier für das Geschäftsjahr 1917 unter dem Vorsitz des Herrn Karl S c r i b a statt. Aus dem Geschäftsbericht, den das Vorstandsmitglied Herr I. Dörr erstartete, geht hervor, daß die Verwaltung in dem abgelaufenen Geschäftsjahr, dem vierten Kriegsjahre, mit wenigen Arbeitskräften eine enorme Arbeit bewältigen mußte, vnd daß der Verlauf und das Ergebnis wiederum recht befrie­digend waren Es wurde ein Umsatz von 99 296 682,65 Mark gegen 61 668 796.49 Mark im Vorjahre, also mehr 37 627 886.16 Mark erzielt. Die Bilanzsumme hat sich ron _5 492 783,73 Mk. auf 6 983 625.23 Mark gesteigert. Nur der Reingewinn ist van 89 686.10 Mark aus 86 396,54 Mart zurückgegangen, was mit der verminderten Zinseneinnahme, welche durch die starke Geld­flüssigkeil hervorgerusen wurde und durch erhöhte Verrvaltungs- kosten, begründet wird. Die Spareinlagen haben sich trotz der sechsten und siebenten Kriegsanleihe um 1 000 ÖOO Mark erhöht. Die Mitgliederzahl ist von 1359 auf 1381 gestiegen und beträgt deren Geschäftsguthuben 653 441.30 Mark. Für gemeinnützige Zwecke wurden 1800 Mark bewilligt und zwar 300 Mark an den vokksbtldungsverein. 100 Mark an den Perschönerungsverein, £50 Mark an die kaufmännische Fortbildungsschule. 200 Mark an die Gewerbeschule. 300 Mark an den Gewerbeverein. 350 Mk. an den Altertumsverein, 300 Mark an die Freiwillige Feuer­wehr. Rach der Berichterstattung kamen der Bericht über die

gesetzliche Revision am 11 September 1917, sowie die Protokolle

des Auffichtsrates Über besten Rrvisionstätigkeit zur Kenntnis der Versammlung, worauf die Genehmigung der Bilanz und die Entlastung des Vorstandes für das letzte Eefchäfljahr ein­stimmig erfolgte. Di« Gewinnverteilung wurde nach dem Vor­schlag des Vorstandes und Aufsichtsrates angenommen: 44 366,84 Mark für 7 Prozent Dividende. 27 958 Mark Zuweisungen zu den Reserven und der Ruhegehaltskaste, 3276.80 Mark Abschrei­bungen auf Haus, und Mobilien-Konto. Die hiesige Zentrale für Kriegsunterftützung soll 2000 Mark und die Volksküche 1000 Mark erhalten. Der Rest mit 4886.09 Mark wird für das Jahr 1918 vorgelragcn. Die gesamten Kriegsuntcrstützuugen be­tragen bis jetzt 12 600 Mark. Die Gesamtreserven des Vereins betragen mit den vorstehenden Ueberweisungen 512 086,09 Mt. und stellen sich auf 8.04 Prozent der gesamten Betriebsmittel und auf 78,36 Prozent der Geschäftsguthaben der Mitglieder. Die eigenen Betriebsmittel des Vereins betragen 1 165 527 Mark, die fremden Gelder beziffern sich 5 711 458 Mark und er­gibt sich ein Verhältni« von 20,40 Prozent. Werden die eigenen Effekten des Vereins in Betracht gezogen, fo stellt sich das eigene Vermögen zu den fremden Geldern auf 32.82 Prozent, was trotz der starken Geldflüffigkeit als eine gute Fundierung anzusehen ist und womit der Verein auch in diesen ernsten Zeiten ruhig der Zukunft enteegensehen kann. Der nächste Punkt der Tages­ordnung: Festsetzung der fremden Betriebsmittel fand feine Erledigung, indem die seither festgesetzte Grenze von 4 000 000 auf 7 000 000 erhöht wurde. Der letzte Punkt der Tagesord­nung: Ergänzungswah! des Aufsichtsrates hatte das Ergebnis, daß die seitherigen Mitglieder W. Vöckel, Hch. Rausch und Carl Scriba wieder- und für den zurückgetretenen Herrn H. Metzen­dorf Herr Heinrich Heß neugewählt wurde

Landes-Htzpothclcnbank. Nach dem soeben erschienenen Geschäftsbericht der Hessischen Landes-Hypothekenbank in Darmstadt für 1917 betrugen die Tilgungs-Hypothekdar­lehen am Ende des Berichtsjahres rund 171 Vo Millionen Mark. Von diesem Bestand sind rund 62% Millionen Mark ?,n etwa 3%% und rund 109 Millionen Mark zu etwa 4*4% verzinslich. Solck^ Tilgungsdc^rlehen sind seitens des Gläubigers unkündbar, sodaß die Schuldner gegen die Ge­fahren einer Kapitalkiindigung oder Ziusstcigerung dauernd geschützt sind. Dieser Vorteil kommt namentlich in so be­wegten Zelten, wie sie der Krieg mit sich gebracht hat, voll zur Geltung. Zum Erwerb von Kriegsanleihen hat die Bank gegen erststellige Verpfändung von Grundbesitz Gelder zu besonderen, günstigen Bedingungen -irr Verfügung ge­stellt. Ein Gleiches wird auch wie wir hören bei der kommenden 8. Kriegsanleihe der Fall sein.

«i*. Hanau. 12. März Zwei schwere Unfälle haben sich lm Eisenbahndienste zugeiragen, der 19 Jahre alte Heizer Bern, hard Bctzem aus Groß-Krotzenburg versuchte bei der Heimfahrt von dem noch im Gange befindlichen Güterzuge abzuspringen. Hierbei geriet er unter die Räder, die ihm beide Beine und einen Arm abquetschten. Der Tod trat ulcbatd ein. Auf dem Bahn­hofe Hanau-Ost beabsichtigte die Hilfsschaffnerin Eckardt aus Frankfurt auf einen sich bereits ln Bewegung befindlichen Per­sonenzug auszuspringen. Sie geriet unter die Räder und wurde totgeiahren.

Mii i i mi m. i - crg w i.' f « n u im «,

Kirchliche Rächet chre».

Sonntag Zudica, 17. Marz 1918.

Gottesdienst in der Burgkii-che.

Vormittags 8 Uhr Militärgottesdienst. Herr TlrektoT

S ch o e l l.

vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer K l e b e r g e r. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pfarrer

D i e h l.

Abends 8'Ä Uhr: Dortrag des Herrn Geh. Kirchenrats v. S ch o e l l überKriegslehren für die Friedensarbeit".

Gotte-dirnst im StoNieil Fauerbach.

Sonntag Zudica, 17. März 1918 .

10 Uhr: Gottesdienst.

UH llhr Iugendgortesdienst.

6 Uh;: Kriegsandacht.

* *

Katholisch, ft'rtirjnfcf.

Passtsns-Ssnniag, 17. März 1918.

Beichtpelsgenbeit am Samstag von 4 Uhr an und Sonn­tag früh von 6 Uhr.

K? Uhr: Frühmesse.

8 Uhr* Militorgottesdienst tSingmesie mit Predigt). Standes-Kommunlon der Frauen.

>410 Uhr: Hochamt mit Legen und Predigt.

Nachmittags 2% Uhr: Sakramentalifche Vruderfchasts.

Andacht mit Segen.

Um 4 Uhr: Versammlung der Iungfrauen-Kongregation. Abends 8 Uhr: Kriegsondacht.

Während der Woche um Y»1 und 7 Uhr hl. Messe.

Freitag abends 8 Uhr: Fasten-Andacht.

Nach dem Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Vorro- mäus-Bücherei.

Geschäftliches.

Der Kampf gegen die dem Saatgut anhaftenden pilzlichen Schädlinge ist auf dem besten Wege. Allgemeingut der deutschen Landwirtschaft zu werden. Es gibt wohl wenige Landwirte, die ihr Wintersaatgut nickst beizen, aber es muß daraus klingewiesen werden, daß auch das Sommersaatgut von Samenoerderbern be­fallen wird. Auch Hafer, Sommergerste. Sommerweizen, Rüben­knäule'. Bohnen und Erbsen sind dankbar Für eine Beizung gegen die verschiedensten Krankheitserreger und hierbei hat sich nach den Erfahrungen der Wisienschaft und Praxis das bekannte U f p u l u n" vorzüglich bewährt.Ufpulun" tötet di« Pilz­keime, fördert die Keim- und Triebkraft und ist bequem anzu­wenden. Von zahlreichen Praktikern sind Steigerungen der Er­trag« infolge der Uspulunbeize festgestellt worden.

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Verantwortlich für den po'itilchen und lokalen Teil: £ f t o Hirsches. Friedberp: für den Anzeiaentei!. N Kenner. Friedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung", A G.. Friedbera l ^

Landwirte baut Sommerölfrüchte zur Milderung der Fetttuappheit. Für das Gros;hcr;osttmn Hessen eignen sich besonders Sommerrübsen,Mohn, Sen? und Lein­dotter zum Anbau. Nähere Auskunft erteilt Landwirtschastskammer Darmstadt

Allee

Ck

Es können auchTeile die er l'o.c oder Tei- parzellenein elnver- pachtet werden.

Bekanntmachung.

Am 1. httsber d. Jo.. werden nachverzeichnete Gutslo^e keib- fallig und sollen von da an. auf weitere l2 ^ahre verpachtet weiden: 2n der Gemarkung Bönstadt die Lo e Nr:

2<'a (Bönstatler Feld) 5 ha 8 18 qm »)b iWinnerseld) 2 1233 ..

21 (Bönstädter Feld) 9048

tmb 22 (Winnersetd) 2 1445

Die unter,eichnete Stelle erteilt Auskunft über das in Betrach: kommende Gelände und die näheren Pachtledm ungen: sie nimmt auch d e Gebote b,s spätesten» zum 1. Vipril d. Zs. ent; egen.

(bleichte Ng wird darauf hin ewie.cn, daß die unter eU.n.te Rentei 'eder.geik Vormerkungen von Pachiiiebhabern von Gelände tn den Gemarkungen Bruchenbrücken. Bon ladt und Erastadl auch schon 3 Jahre vor der Leihsälllgkeit entze ennimmt und die Vor- gemer.ten von dem Termin der endgil igen Verpachtung benachrichtigt Batz-NaoheilS, (Vi-marckpl'tz 1), am 1. März 1918.

FürstUch-Menburqische Rentei.

__ Kis > el, Rechnungs-at.

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Meine diesjährige

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Ist eröffnet und lade die verehrt. Damen hierzu geil. ein. Spezial-Huthaas

Heinrich Kreuder,