Ausgabe 
13.3.1918
 
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«üch werden Lei Todesfälle» die Deerbrgüngskofte^ §er' mu] Setzungen die Kosten der Wiederherstellung vergütet. Die Ent» ! Ichädigurrg tritt auch Lei Unglücksfällen, die durch Abwehr Geschütze Vorkommen, ein.

Die Abgeordneten Stvpler, Ulrichs Dorsch, Calmamr, ^ Arüer und Raab treten für eine möglichst rnjche Regelung Her Frage ein. der Antrag findet Annahme.

Der Antrag des Abg. Uebe! und Gen. betr. die Le­bensmittelversorgung und Verteilung, sowie die Vorstellung GeS Lande sausscbnsses des Kriegskonsumentenausschusfvs für Hellen betr. Richtlinen bei Festsetzung von Preisen wird nach Befürwortung des Abg. Eißnert und Widerspruch des Aba. Dorsch der Regierung als Material überwiesen ebenso die Vorstellung des Zentralverbandes deutscher Kon­sumvereine. Der Antrag des Abg. Schott betrübte Er­höhung der Tagesgebühren für die Feldgeschworenen des Grcßberzogtnms wird angenommen. Ter Antrag des Abg. Wiegand betr. die Einrichtung des Mahnver­fahrens für Steuern uiw. durch die Zeitungen wird abge° lehnt. Es werden sodann eine ganze Reihe von Anträgen und Vorstellungen erledigt. Zu dem Antrag Henrich und Raab betr. die Zuweisung von Wein an die Ge­meinden aus den Bestanden der Weinbandomänen für die Versorgung von Kranken nimmt der Ausschuß eine ab­lehnende Stellung ein. Die Beratung darüber wird unter- krochen.

Fortsetzung Mittwoch früh 9 Uhr. Beratung des Haupt- Voranschlags.

Mir streiken nicht!

Bon einem Feldgrauen erhalten wir nachstehendes Gedicht, dem wir gerne Raum geben, da es zeigt, daß die Stimmung im Schützengraben ander- ist, als die Reichstagsmehrheit Glauben machen will.

Wir streiken nicht, und wenn unser Letzter zusammenbrichtk

And legt Ihr die Hand' in den Schoß zu Haus

And setzt Ihr uns sicherem Tode aus

And wollt Ihr nicht Schritt um Schritt mit uns geh'n,

Nicht fleißig schallen und Sieg uns erfleh'n:

Wir ölutim wir sterbe« wir tun unsere Pflicht.

Wir streiken nicht.

Verlaßt Ihr uns vud unser Schwert. k)ann seid Ihr unser nicht mehr werll Hem Feinde wissen wir zu verzeih'«:

Aber Ihr sollt ewig gebrandmarkt sei«?

Wir hielten zur Heimat treu und fest.

dem. der den Krieger im Stiche läßt? jfluch ihm! Dem katschen treulosen Wicht?

Wir streiken nicht.

And müssen wir nackt vor dem Feinde steh'«.

Ohne Schwert, ohne Kuael zum Sturme geh'«

So ringt unser Fletsch gegen Eisen und Blei.

Doch wir streiken nicht, es bleibt dabei!

^sßt Ihr uns verbluten wir tun unsere Pflicht,

Und streiken dennoch nicht.

Asniihnik »an Kritysjmltikk an Mlnms ßait.

Gei den Verkaufen und Versteigerungen aus Bestanden der Heeres- und Marineveilvaltung, die für Kriegszwecke nickst mehr benötigt werden, kann die Zahlung vorzugsweise durch Hingab von Kriegsanleihe geleistet werden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobil­machung zur Abgab an die Bevölkerung frei wird, also ins­besondere auf Pferde. Fahrzeuge und Geschirre, Feldbahn­gerät Motorlokomotiven und Kraftfahrzeuge nebst deren Zubebör, Futtermittel und sonstige Vorräte, landwirtschaft­liche Maschinen und Geräte swie Werkzeug. Fabrikeinrich­tungen und den zugehörigen Maschinen und Geräten, Eisen Stahl und andere Metalle. Holz und sonstiges Baumaterial, Webstoffe rmd Rohstoffe aller Art. - Käufer, welche die Be­zahlung in Kriegsanleihe anbieten, werden bei sonst gleichen Geboten in erster Linie berücksichtigt. Die Kriegsanleihe wird znm vollen Nennbeträge angerechnet und bis zur Höbe des Kauf- und Zuschlagspreises in Zahlng genommen.

Anmeldungen neuer Schüler werden am Mon föft, Den 18. und Dienstag, den 19. März, von £5 U r nachmittags im Amtszimmer der Direktion entge-'engenommen.

* Vei der Anmeldung sind vorzulegen: Standesamt- tttze Geburtsurkunde, Impfschein und Abgangs­zeugnis der bisher besuchten Schule.

Anmeldescheine, die bei der Anmeldung ausgefüllt ab ugeben sind und die auch die wichtigsten Ausnahme­deoingungen enthalten, sind bei dem Schuldienerzu haben.

Die Aufnahmeprüfungen finden am Mittwoch, den 20. März, von nachmittags 2 1 /* Uhr an statt.

A riedberg, den 13. März 1918.

Die Grotzherzogliche Direktion.

Mkir-ZMfillirik Wetters».

Nach Mitteilung der Neichszuckerstelle ist der- benpreis für 1918 auf Mt. 8. per Zentner erhöht worden; für Schnitzel und Zucker ist dagegen ein Preis noch nicht festgesetzt.

Ms Kriegsanleihe^ gelten s«Mgen Schuwver--

kcheribungen aller Kriegsanleihen ohne Unterschied sowie die erstmalig het der 6. Kriegsanleihe ansgegebenen ansüSbaren Schatzcnrweisungcn.

N»m Fetdr der Ehre.

Anter-Mddecsheim. Wieder sind drei der hiesigen Krie­ger ausgezeichnet worden: der Landsturmmonn Otto Safer I. erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde gleichzeitig zum Gefreiten befördert. Fahrer Adolf Höcher und Blinker Lo­renz Stenger erhielten die HeMche Tapferkeitsmedaille. Unser Ort kann auf seine Söhne stolz sein.

Ans der Heimat.

Frieböerg. Der Waffenmeister Itter des hiesigen Ersatz­bataillons. Inhaber de? Hessische« Kriegsehreuze lchens, erhielt das Preußische Verdi enftkrerrz.

EV. Vortrag. Am nackstien Sonntag. 17. März, abends 8 1 4 Uhr wird die E va n g. Vereinigung in der Bur g« kirche wieder einen Vortragsabend in der gewohnten schlich­ten Form veranstalten. Herr Geh. Kirchenrat Professor L*. Dr. Schoel! hat den Vortrag freundlichst übernommen und wird über riegslehren für die Friedens- arbeit" sprechen. Wohl ist der Friede noch nicht greif- lmr nahe. Aber er ist auf dem Marsche, und das gute deutsche Schwert wird uns den Enderfelg sickern. Da gilt cs, sich auf die kommende Friedenszeit zu rüsten, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch innerlich. Viele werden dank­bar die Gelegenheit benutzen, sich von einem Mann mit reicher Erfahrung und lrefgegründetem Urteil beraten und führen zu lasten.

Hessischer Landesverei« für Kriegerheiraftätten. Im An. schluß an die in der vorigen Woche gebrachte Nachricht über den Landesvrrein für Kriegerheimstätten sei noch mitgeteilt, daß sich zum Eintritt in den Verein aus der Stadt Friedberg bereits über 50 Persönlichkeiten und Körperschaften gemeldet haben. Dir Werbearbeit, die diesen Krers in den nächsten Wochen er­weitern soll, liegt in den Händen eines Au-fchusies. der sich aus den Herren Prof. D. Dr. Diehl (Vorsitzender). Forstmeister Augst. Geschäftsführer der Ortskrankenkasse Kühn, Bau­unternehmer Morsckel, Direktor Spieß und Geh. Iustiz- rat Windecker zusammensetzt. Die Mitglieder des Aus- schusies sind gerne bereit, Anmeldungen (Mindestbeitrag 1 Mt.) entgegen zu nehmen.

Heffische Familiengeschichte. Vieles Interellante für Hes­sens Familien- und Heimatkunde bietet auch der kürzlich abge­schlossene 1. Band der ..Mitteilungen der Westdeutsche« Gesell- schaff für Familienkunde*". Unter den in ihm behandelte« fast 5000 deutschen Familien sind nicht wenige hessische zu finden; unter den Mitgliedern, die das neueste Heft aufführt. sind ga- gegen leider noch sehr wenige Landsleute. Dabei bietet vor allem der Brieffasten mit seinen Anffagen und Antworten dem Familtengeschichtsforschei die Möglichkeit, sich seine Arbeit durch die Hilfe der anderen Mitglieder sehr wesentlich zu er. leichtern. Wenn man bedenkt, daß der jährliche Beitrag ein­schließlich der hübschen Hefte nur 5 Mark beträgt (Auskvnff gibt die Rhenankan-Druckerei Bonn), so kann man hoffen, daß recht viele Hessen der Gesellschaft beitreten werden, die in den letzte« Monaten eineu Zuwachs von 150 Mitgliedern hatte: dies um so mehr, als leider die prächtige ..HeMche Chronik" (Herausgeber Prof. Dr Diebl). die sich um die Familiengeschichte des Landes große Verdienste erworben hat. ihr Erscheinen eingestellt hat.

FC. Büdingen. 10. März. Der Makler Wilhelm Imhof in Nteder-Gründau wurde bestraft wegen Ueberschreitung der Heu- höchstpretse mit 30 Mark bezw. fünf Tage Gefängnis und wegen Zuwiderhandlung gegen die Bekanntmachung des hiesigen Kreisamts betr. den Handel mit Heu mit 20 Mark Geldstrafe bezw 3 Tage Gefängnis.

FC. Cronberg, 10. März. Die Stadtverordneten beschlosten .einstimmig, das dem Frankfurter Katharinenstift gehörende Gut Schafhoi. 201 Morgen groß, zum Preise von 600 000 Mark für die Stadt anzukaufen.

FC. Usingen, 10. März. In der Nähe der Hüttenmühle an der Bahnstrecke Usingen-Homburg ließ sich ein etwa 27jährlges Mädchen von einem Etsenbahnzug überfahren. Eisenbahn-

arbeiter fanden den lebloses Körper, dem der Kopf glatt oorS Rumpf getrennt war. auf dem Bahndamm

FO. Bo» Mai«. 10. März. Okuli. da kommen sie! Fünf Tage nach Okutt schoh die erste Schnepfe vorgestern abend auf der SLockstadter Unierjagd Schlosiermerster Martin Kiefer von Stockstadt.

FC. Aas Oberhesiea. 10. März. Geheimer Studienrat Pro- feffor Bnchrucker in Homberg wurde wiederum in den Gefamt- vorstand des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins gewählt.

Aus Stackcnburg.

FC. Groß-Gerau, 10. März. 12- und 14jährige Buben stah­len dam Jakob Kräcker in der Ernst-Ludwigstraße dahier meh­rere Schinken. Die Diebe haben die Tat eingestanden.

Aus Rheinheffea.

FC. Aus Rheinhesien. 10. März. Dre auf dem Bahnhof in Monsheim beim Aufspringen auf den Zug verunglückte und gräßlich verstümmelte Schaffnerin ist die 86jährige Frau Anno Dreh von Kaiserslautern. Sie war sofort tvt.

Ans .Hessen-Nana«.

FC. Höchst i. O., 10. März. Der 10jährige Sohn einer hie­sigen Familie ertränkte sich aus Furcht vor Strafe in der Müm­ling. Die Leiche wurde geborgen.

FC. Wiesbaden, 10 März. Festgenommen wurden die Ein. brecher, die vor einigen Tagen in einem hiesigen Geschäft für 22 000 Mark Stoffe gestohlen hatten. Es sind der von seinem Truppenteil desertierte Paul Leist aus Düsseldorf und der Handlungsgehilfe Friedrich Bohne von dort. Ein großer Teil dt-r erbeuteten Sachen wurde hier gefunden Auch der vor ewi­ger Zeit hier stattgefundene Einbruch in einem hiestaen Zigar­rengeschäft, wobei Zigarren und Zigaretten im Werte von 2500 Mark gestohlen wurden, haben die beiden im Verein mir einem Frauenzimmer auch ausgeführt. Schwere Einbrüche in der Rheinprovinz soll dieses Kleeblatt auch ausgefiihrt haben.

FC. Eamberg, 10. März. Während einer Holzversteigerung im Walde, der er anwohnte, wurde der 54jährige bekannte Ge- treidehandler Max Baum von hier vom Schlage gerührt, der den sofortigen Tod zur Folge hatte.

FC. Eltville, 10. März. In der Stadtverordnetenversamm­lung referierte Stadtverordneter Vkercken über die Versorgunc der Kinder und Kranken mit Milch. Durch die Kontrolle se, nachgewiesen, daß täglich noch ein Quantum Milch übrig bleibe für deren Verbleib kein Nachweis vorhanden, während in den letzten Tagen einer Anzahl kranker Personen seitens des Land- ratsamtes die Milchbezugschetne entzogen worden seien. Eine große Anzahl Personen erhielten Milch direkt vom Vichhalter. Die Kontrolle bei den Viehhaltern versage völlig.

FC. Rüdevhei». 10. März. Unterhalb des Staatsbahn. Hofes wurde die Schaffnerin Helene Hartmann aus Worms von einem Göterzug überfahren und getötet.

FC. Braubach. 10. März. Gestern morgen wurden einer Frau aus Dahlheim hier mehrere Korber mit Eier polizeilich beschlagnahmt. Es waren 2000 Eier. Hier soll ein gemein­nütziger Bauverein ins Lebe« treten.

Geschöstliches.

Die ernste Zeit in der wir augenblicklich leben, macht eS dem Landwirt zur Pflicht, alle Maßregeln zu beachten, die zu einer Erhöhung der Ernte geschehen können. Eine gute Ernte bedingt erfahrungsgeinätz die Aussaat einwand­freien Saatgrrtes und dieses kann der Landwirt nur dadurch erhalten, daß er dasselbe zwecks Bekämpfung der anhaften- den Pflanzenschädlinge, wie Steinbrand des Weizens. Hafer- flugbrand, Wurzelbrand der Rüben. Streifenkrankheit der Gerste, Blattfleckenkranklieit der Erbsen und Bohnen beizt. Ein wirksames, von fachwissensck>aftlichen Instituten aner­kanntes und in der großen Praxis seit Jahren erprobtes Beizmittel istUspulun", welches die aufgeführten Pflanzen- krankheiten wirksam dckämpst und die Keimkraft erhöht, wo­durch ein schnellerer und vollerer Saatenauflauf erfolgt Die Uspulunbeize ist mit geringen Kosten und Arbeit aus­zuführen.Uspulun" ist in allen üblichen Verkaufsstellen erhältlich.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Ctto Hirschel. Friedberg; für den Anzeigenteil: R Renner Fnedberg. Truck und Verlag derReuen Tageszeitung". A G.. Friedbera i &

Versteigerung.

Fre'tao, den 15. Marz, von 10 Uhr morgens an versteigere ich in meiner Hofraire, Vingenheimerstraße 6, öffentlich nleistbietend gegen Barzahlung:

8 Pferde, Rotschimmel, 4 u. 6jährig, sehr schönes Gespann, der eine tragend, ein« und zwei- spännig gefahren,

S Stück Aindvieh,

3 Wagen, komplett 16, 15 und 12 Ltr. schwer, 1 Binder, (Osborne),

1 GraSmäkjer, mit Handablage,

1 Hackmaschine, (Tröster) 2 m breit,

1 Düngerstreuer, (Westsalia) 2 m Streubreite, 1 Kartsffeterntrmaschine, 1 Jahr gebraucht,

1 Ernterechen,

1 Heuwender,

1 Zteilige Mirrgelwalze (Cambridge),

1 Glattwalze, i Iweischarpflug (Sack),

1 Beetpflng (komplett, Sack),

Pferdegeschirre, Pflüge, Eggen nnd sonstige Landwirtschaftliche Geräte.

Reichelsheim, den 7. MLrz 1918.

Rudolf Schäfer.

-E BekaniltlmAW ^

Rohbraunkohlen für Hausbrandzwecke können nuL bis auf 50 km Entfernung von unserer Grube Wöl'ers- heim bezw. Weckesheim und nur gegen schrinliche, vom Kommunalverband bezw. Kreisamt ode^ von den Ge- meinden abgestempelte Bestellungen abgegeben werden.

Die Bestellungen sind an den bekannten Berkau s- tagen bei Abholung der RohbraunkohLe aus den Gruben vorzulegen.

Friedberg, den 11. März 1919.

kr. UelgskrMlttktis» krvbe LswiBhoifmus.

9er»$tt LMM i. fraisn als. iMena, tl

Geschäftsstelle Frankfurt a. Äk., Kronprinzenstratze 4L (Kronprmzenbau.) Fernruf Römer 4206. Sürsstunben Moncaa, Dtenstaa, Donnerst««, Freit«-, nachmtttaa» von 24 Uhr. Geschästsanzelgen tn diesem Raum nur» unser, MU-Neder; dtejrlben sind kostenlos, jedoch muß bei Aus­gabe der Anzeige aus die Mitgliedschaft hingewiesen werden.

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