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Nummer 53

jttmttita, den 4. Mär; 1918 _ 11. Jahrgang.

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Berlin, 3. März (W. B. Amtl.) Der Friede mit Rußland ist heute 5 Uhr nachmittags unterzeichnet worden.

Der Kaiser au HerMng.

Verli«. 3. März. Seine Majestät der Kaiser und König haben anläßlich des Friedensschlusses mit Rußland an den Reichskanzler Grafen Hertling folgendes Telegramm gesandt:

Großes Hauptquartier, 3. März 1918.

Das deutsche Schwert hat, geführt von großen Heerführern, den Frieden mit Rußland gebracht. Mit tiefer Dankbarkeit gegen Gott, der mit uns gewesen ist, erfüllt Mich stolze Freude über die Taten Meiner Armee, über die zähe Ausdauer Meines Volkes. Dag deutsches Blut und deutsche Kultur hatten gerettet werden können, ist Mir eine besondere Befriedigung. Empfan-. «uch Sie für Ihre treüe starke Mitwirkung am großen Werke Meinen warmen Dank.

Wilhelm I. R.

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Die militari)djen petufannaen in Graßrufimi) eingestellt.

Berlin, 3. März. (WTB. Amtlich.) Abends.

Infolge der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Rußland sind die militärischen Bewegungen in Gryß-Rußland eingestellt.

Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der deutsche Generaistab s__.-.== meldet: == *

iU. T. K. Großes Honprquartier. den S. Marx. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Nur in wenigen Abschnitten lebte am Abend die Eesechts- tätigkeit auf. Eigene Erkundungen bei Hollebeeke und südlich von St. Quentin brachten Gefangene ein.

Heeresgruppe Deutscher Krorrpriuz.

An vielen Stellen der Front führten wir erfolgreiche Un­ternehmungen durch. Oestlich von Reims drangen hessische Truppen in das zerstörte 'Fort Pompolle. Rheinländer und Westfalen stießen nordwestlich von Prosnes tief in die feind­lichen Stellungen vor, die aus den Februarkämpfen südöstlich von Tahure noch in Feindeshand gebliebenen Grabenstücke wur­den von badischen und thüringischen Truppen im Eingriff gesau. Bett. Auf dem Westufer der Maas stürmten rheinische Kom­pagnien die feindlichen Gräben südlich von Haucourt.

Nach Durchführung ihrer Erkundungen kehrten unsere Truppen mit mehr als 400 Gefangenen und zahlreichen erbeute­ten Maschinengewehren in ihre Ausgangsstellungen zurück. Die südöstlich von Tahure genommenen Gräben wurden gehalten und gegen französische Gegenangriffe behauptet.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Zwischen Maas und Mosel stieß Jrrfanterie mit Pionieren tn die feindlichen Gräben nordöstlich von Seicheprei vor. Die amerikanische Besatzung erlitt' schwere Verluste und, büßte 12 Gefangene ein.

Hauptmann Ritter von Tut sch eck errang durch Abschuß eines feindlichen Festelballons seinen 25. Lustsieg.

Oestlicher XrjeA»sch«n-latz.

Heeresgruppe Eichhorn.

In Esthland und Livland nehmen die Operationen ihren Verlauf.

Heeresgruppe Linsin gen.

Bei der Verfolgung des bei Rjetfchiza geschlagenen Feindes haben wir Gomel genommen. Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, wurde durch Ukrainer und sächsische Truppen befreit.

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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.. **

Der Erste Seneralquartiermeister: Lude »dar f f.

Abendbericht.

Berlin, 2. März, abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kr.;<gs- Schauplätzen nichts Neues.

0 Großes Hailpfqttr^tter. den

3. Marx. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Südwestlich von Lombardfijde nahmen wir eine Anzahl Belgier gefangen. Vrandenbnrgische Sturmtrupps brachten von einem Vorstoß bei Reuve Chapelle 66 Portugiesen, darunter 3 Offiziere gefangen zurück.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Französische Kompagnien griffen am Abend nach mehrstün­diger Feuervorbereitung unsere Stellungen bei Eorbeny au: sie wurden im Gegenstoß zurückgeworfen. In der Champagne lebte die Gefechtstätigkeit in den Kampfabschnitten vom 1. März zeit­weilig auf.

Oestlicher Kriegsschauplatz

Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Die nach Ablauf des Waffenstillstandsvertrages eingeleite­ten Operationen haben zu- großen Erfolgen geführt. Die Trup­pen des Generalobersten Grafen Kirchbach haben Livland und Esthland zur Unterstützung der bedrängten Bewohner im Siegeszuge durcheilt, begleitet durch Teile der über den zu- gefroenen Moonfund vorgehenden Besatzung der baltischen In­seln und durch esthnische Regimenter. Reval und Dorpat wurden genommen. Unsere Truppen stehen vor N a r w a.

Die Armeen des Generalobersten von Kirchbach und des Eeneralfeldmarschalls von Eichhorn haben in unaufhalt­samem Vordringen über Dünaburg und Minsk nach har. tem Kampf P lestau sowie Polozk und Borrissow ge­nommen. In V o b r u i s f wurde die Vereinigung mit polni­schen Divisionen erzielt.

Teile der Heeresgrupoe L i n s i n g e n haben in Ueberein- stimmung mit der ukrainischen Regierung den Eisenbahnweg von Luniniek über Rjetfchiza am Dnjepr bis Gomel nach mehrfachem^ Kampf geöffnet. Andere Divisionen unter Führung des Generals von Knörzer haben, feindlichen Wi­derstand brechend, die auf Kiew führenden Bahnen und Bahn­linie K i e wS h m e r i n k a vom Feinde gesäubert. Am 1. März wurde Kiew im Verein mit Ukrainern genommen; deutsche und österreichisch-ungarische Truppen sind in Shme - r i n t a eingerückt

Die dem Feinde abgenommene Beute ist auch nicht an­nähernd zahlenmäßig festzustellen. Soweit Meldungen vorlie­gen, sind in unserem Besitz:

an Gefangenen:

6800 Offiziere und 57 000 Mann.

an Beute:

2100 Gesetze, über 5000 Maschinengewehre, viele tausend Fahrzeuge, darunter über 500 Kraftwagen mnd 11 Panzerautos, über 2 Millionen Schuß Artrlleriemunition und 128 000 Ge­wehre. 800 Lokomotiven und 8000 Eisenbahnwagen. Hierzu kommt die Beule von Reval mit 13 Offizieren. 500 Mann, 220 Geschützen, 22 Flugzeugen und viel rollendem Material.

Heeresgruppe Mackensen.

Der W a f f e n st i l l st a n d mit R u m ä n i e n ist gestern gekündigt worden. Darauf hat sich die rumänische Regie, rung bereit erklärt, in neue Verhandlungen über einen weite­ren Waffenstillstand auf Grund der von den Mittelmächten ge­stellten Bedingungen einzutreten. An diese Waffenstillstands- Verhandlungen sollen sich Friedensverhandlungen anfchließen.

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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Seneralquartiermeister: Ludendor

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Der österreichische Generaistab r------ meldet: = == ==

Wien, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver­lautbart:

Von der italienischen Front keine besonderen Ereignisse.

In Podolien verlaufen die Operationen planmäßig. Un­sere Truppen haben Lachowey, Proskurow und Lipkany erreicht.

Bei der Besetzung von Ehotin Kamieniec Podoljki ergaben sich zwei russische Korps und drei Jnfanteriedivisionskommandos.

An Beute fielen bisher über 300 Geschütze, 200 Fahrküchen, mehrere hundert Fuhrwerke, eine konwlette Radiostation sowie l

eine große Menge Munition, sonstiges Kriegsmaterial und Der» pfleguNgsvorräte in unsere Hände.

Der Chef des Ceneralftabes.

Wien, 3. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver-, lautbart:

An der Piave mehrere Feuerüberfälle. Im Gebirge ver­hinderten starke Schneyfälle feit gestern mittag jede Gefechts­tätigkeit.

» In Podolien haben österreichisch-ungarische VortruppeN Shmerinka nach kurzem Kampf besetzt. Bei der Einnahme von Gorodok ergaben sich ein sibirisches Korps- und ein Infanterie- divtsionskommando

Der Waffenstillstand mit Rumänien wurde gestern gekün­digt. Die rumänische Negierung erklärte sich daraufhin zu neuen Waffenstillstandsverhandlungen mit anschließenden Friedevsver- handlungen auf Grund der von den Mittelmächten gestellten Bedingungen bereit.

Der Chef de, Seneralflabr».

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Der bulgarische Generaistab 1 = - _ meidet:

Sofia, 2. März. (WTB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht.

Mazedonische Front: Wir vertrieben durch unser Feuer auf den Westabhängen der Mokra Plamna eine starke französische Abteilung. Oestlich von Branindel machte unsere Artillerie einen erfolgreichen Feuerangriff auf feindliche Stellungen. Im Cernabogen Plänklergefechte, die für uns erfolgreich verliefen. Englische Infanterieabteilungen, die gegen unsere Sicherungs­linie bei Varakli Dfchumuje vorgingen, wurden geworfen und zerstreut. Im Wardartale lebhafte Tätigkeit des Feindes in der Luft.

48600 Stannr: versenkt.

Berlin, 1. März. (WTV. Amtlich) U - Vooterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 23 000 Bruttoregistertonne-l. Die Eiwlge wurden hauptsächlich in der Irischen See und im Aermciranal erzielt. Unter den versenkten Schiffen waren wert­volle Dampfer von 8000 und 4000 Bruttoregisterionnen. Ein tiefgeladener, 3500 Tonnen großer Dampfer wurde im Aermel- kanal aus einem stark gesicherten großen Geleitzug herausge- fchosien. Namentlich festgestellt wurden die englischen Motor­seglerKia Ora", der ftanzösische Segler Kommandant Fara- tier", mit Grubenholz von La Rochelle noch Cardiff und endlich die cnglifctjen FischerfahrzcugeCommander Snow Ä?ov", »Irex",Leonordal",Rose Bud",Idalia" undOryx".

Der Chef de» Admiralstabs der Marine.

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Berlin, 2. März. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unter­seeboote, Kommandant Oberleutnant z. S. L a u n b u r g, hat im westlichen Mittelmeer sechs Dampfer und einen Segler von zusammen mindestens 25 000 Bruttoregiftcrtonnen versenkt. Die Dampfer wurden zum größten Teil aus stark gesicherten Geleit­zügen herausgeschoffen. Unter den versenkten Schiffen befand sich wahrscheinlich der englische DampferEombrier" (3905 Brtg.), sowie der frühere russische DampferEmpreß Iekate- rina II" (5545 Brtg.). Außerdem hat das U-Boot den eng­lischen TransporterSardinia" (6580 Brtg.) durch Torpedo­treffer schwer beschädigt und einer U-Bootfalle im Artillerie­gefecht drei Treffer beigebracht.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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Ein Seegefecht bei Blieland.

Amsterdam, 2. März. (2VTB. Nichtamtlich.) Nach Berichte,« Mls Blieland kam es heute nach nördlich der Insel zu einem Seegefecht. Zwei Torpedojäger sind gestrandet oder gesunken. Fünf deutsche Schiffbrüchige von einem bewaffneten Trawler sind in Blieland angekommen. Vor der Küste treiben Boots mit anderen Schiffbrüchigen. Nach einer anderen Meldung stammen die in Vlielair-d angekommenen deutschen Schisbrücht- gen von einem deutschen Schiffe, von dem aus heute nacht zwi. scheu halb und 1 Uhr beobachtet wurde, daß ein deutsches Tor­pedoboot und zwei Minenleger in einem Minenfelde in die Luft flogen. Die in Blieland gelandeten Mannschaften hatten versucht, Hilfe zu leisten, waren aber infolge des stürmischen Wetters nach der Küste getrieben worden. Die Besatzungen dev.