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namens Sex Mehrheit des Reichstags die Erklärung geben, daß wir zwar Belgien nicht annektieren wollen, daß wir aber die militärische, politische und wirtschaftliche Vor­herrschaft in Belgien beanspruchen. Seit diese Erklärung abgegeben wurde, haben wir lauter neue Siege erfochten. Weshalb sollen wir also von dieser Erklärung zurückweichen? Der frühere Reichskanzler hat außerdem sympathische Er­klärungen über die Flamen abgegeben. Wir nehmen an, daß dieses Wort noch fortbesteht. Was Rumänien anlanqt, so müßte es selbstverständlich sein, daß dieses Land uns eine erhebliche Kriegsentschädigung zahlen muß. Wir wissen doch, wie uns dieses Land behandelt hat, und wenn man Sieger ist. so muß man doch seine Interessen wahren. Der Redner nimmt dann zu der Rede des Vizekanzlers Stellung. Ich kann nicht sagen, daß meine Freunde von dieser Rede hoch erbaut gewesen wären. Wir leben in einer Zeit, in der nichts notwendiger ist als Einigkeit. Die Rede des Vize­kanzlers aber hat gerade das Gegenteil von Einigkeit er­reicht. Neber das Programm der Regierung brauchen wir uns eigentlich nicht zu äußern. Seine Ausführungen haben r.ber das Vertrauen zwischen Volksvertretung und-Regierung nicht gestärkt. Es war eine parteipolitische Rede voller Einseitigkeit, so daß man den Nachteil des parlamentarischen Systems daran erkennen konnte. Er ist doch sonst ein so be­sonnener Mann. Die Besonnenheit ist ihm wohl bei dem schnellen Aufstieg zum Vizekanzler verloren gegangen. Das preußische Wahlrecht ist eine preußische Angelegenheit. Die Württemberger. Bayern und Badener würden sich eine Ein­mischung auch verbitten. Der Vizekanzler hat gegen die äußerste Rechte-heftige Vorwürfe erhoben. Was haben wir denn verbrochen? Daß wir unsere Kriegsziele energisch vertreten haben, kann man uns doch nicht zum Verbrechen tmreck-nen. Ein früherer Reichskanzler, Fürst Bismarck, freute sich wenn das Volk während des Krieges mit Frank­reich energisch seine Ansprüche geltend machte. Er hat das als eine Stärkung seiner Stellung angesehen. Wenn auch auf unserer Seite Entgleisungen vorgekommen sind, so will ich das nicht entschuldigen; ich sehe es auch nicht gerne, wenn man volitischen Gegnern unehrliche Motive unterschiebt. Das kommt aber bei allen Parteien vor. Warum wendet sich der Vizekanzler also nur gegen uns? Gerade uns wird doch vorgeworfen, daß wir aus egoistischen Gründen den Krieg verlängern wollten; das ist doch der schwerste Vor­wurf, der denkbar ist. Der Vizekanzler ist sogar soweit ge­gangen. uns auf eine Stufe mit den unabhängigen Sozial- demokraten zu stellen. Es ist* für uns ein Affront ohne­gleichen. wenn wir mit einer Partei gleichgestellt werden, di» die Kriegskredite venveigert. Der Vizekanzler hat uns ja sogar auf eine Stufe gestellt mit dem Streik. Es ist aeradezu empörend, wenn eine derartige landesverräterffche Richtung mit uns verglichen wird. Wenn der Vizekanzler hier eine solche Rede verliest, die er doch auch dem Reichs­kanzler vorgelesen haben muß, so gefährdet er die Einigkeit aufs schwerste. (Lebl)afte Zustimmung rechts.) Solche Vor­würfe darf man nicht aus sich sitzen lassen, wenn man noch ein Herz im Leibe hat. Der Redner schließt mit der Hoff­nung ans einen der Opfer würdigen Frieden. (Lebhafter Beifall rechts.)

Reichskanzler Graf Hertling: Ich gehe

auf den versöhnlichen Ton am Schlüsse der Rede des Äbg. Heydebrand ein. Die Stimmung am Schluß der gestrigen Rede des Vizekanzlers war nicht vollkommen berechtigt. Wenn Sie die Rede nochmals genauer besehen, so werden j Sie finden, daß sie nicht richtig bei der Unruhe im Hanse verstanden worden ist. Er hat zwischen den Streikenden und Ihnen (nach rechts) einen Strich gezogen und für das preußische Wahlrecht keineswegs die Kompetenz des Reichs­tages beansprucht. Wir wollen nichts anderes als eine Politik führen, die uns Deutsche einheitlich Zusammenhalt. Bitte helfen Sie auf allen Seiten dazu. (Beifall.) Begraben wir, was hinter uns liegt, damit wir einheitlich beieinander stehen. (Bewegung und lebhafter Beifall.)

Dentlcher Reichstag.

Sitzung voin 26. Februar.

Als erster Redner erkühnte sich der Freis. Abg. Wiener den Konservativen zuzurufen, man könne tut Zweise^ *etn ob auf der äußersten Rechten oder Linken mehr gekündigt würde. S t r e i e m a n n (nat. lib.) feiert den Frieden im Osten, der eine Neuordnung auf dem Balkan zur Folge haben wird. Es wäre töricht, wenn man eine Kriegsent­schädigung ablebnen würde, wenn man sie bekommen könne. Es läge kein Grund vor. bei Rumänien von einer solchen abznsehen. Ter tragische Tod des Großherzogs von Mcckien- bnrg-Strclitz gibt die Möglichkeit, daß der russische General Herzog Karl Michael, der gegen Deutschland gekämpft hat (hört hört!), die Thronfolge erhält. Das geht nicht an und muß durch Reichsgesetz verhindert werden. Wer das Deuffck- tum als Plunder ablegt, bat bei uns nichts zu suchen. (Leb­hafter Beifall.) Er könne die Politik des Herrn Payer grundsätzlich annehmen. Er mahnt die Rechte, einzusehen, daß in Preußen eine Wahlreform kommen müsse. Wir müssen uns zur Einigkeit mahnen. Parteistraitrgkeitew sind zuriickznstellen, bis dem Reiche der Frieden wiederge-- geben ist. (Beifall bei den Nationalliberalen.)

Staatssekretär Sols bet/ut, daß die Kolonien für uns eine Lebensfrage seien. Die Rede des General Smuts. hin­ter dem die britische Regierung stehe, habe bewiesen, daß England unsere Kolonien nicht zurückgeben wolle. H e n s e feiert die Russen, und Erzberger gewohntermaßen seine eigene Person.

Vim -rtde

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der Ehre.

Rodheim v. d. Höhe. Jäger Friß Zaco - i, seit Änsang des Krieges im Felde stehend, erhielt das Eiserne Kreuz» und wurde zum Gestern befördert.

Beienheim. Der Fahrer Wilhelm Bo pp, bei einer Maschinen-Gewehc-Kompagnie im Westen, wurde zum Ge­freiten befördert.

Blofeld. Dem Reservist Rudolf Küfer, bei einem Artillerie-Regiment im Westen, wurde die Hessische Tapfer- keitsmednille verliehen. Wir gratulieren!

Aus der Heimat.

Kraukcuiasse. Durchs die Bundesratsverordnung vom 22. 2. 1917 sind die Krankenlassen u. a. ermächtigt worden, den Erund- lohn, nach welchem sich die Beitrage und Leistungen bemessen, bis zu 10 Mark festzusetzen. Bisher betrug der höchste Erund- lohn 6 Mark. Die Erhöhung des Gruudlohnes ist im wesentlichen durch die infolge des Krieges und seiner langen Dauer bewirkte starke Verschiebung des Geldwertes veranlaßt worden, weil die Krankengelder derjenigen Versicherten, deren jährlicher Verdienst 1800 Mark übersteigt, als unzulängl'ck bezeichnet werden inüs- sen. Vorstand und Ausschuß der hiesigen allgemeinen Ortskron- kenkaste haben insoweit von der Vundesratsverordnung Ge­brauch gemacht, daß der Ortslohn bis aut 8 Mark erhöht wird und zu den bereits bestehenden 10 Lohnklasten eine 11. und 12. Klasse augefügt wird mit einem Grundlohn von 7 und 8 Mark. Die Kassenleistungen waren nach dem Notgesetz vom 4. 8. 1911 auf die Regelleistungen herabgesetzt worden. Die genannte Vundesratsverordnung gibt den Kassen, aus der Erwägung her­aus. daß diese Leistungen bei den jetzigen hohen Lebensmittel­preisen unmöglich beibehalten werden können, die Möglichkeit, diese zu erhöhen. Auch hiervon wurde Gebrauch gemacht. Kran, kengeld und Wochengeld wird auf 60 Prozent des Erundlohnes erhöht. Die hierdurch entsteheOen Mehrausgaben sollen durch eine Erhöhung der Beiträge um V 2 Prozent gedeckt werden. Es darf angenommen werden, daß jeder sozial denkende Mensch diese Verbesserungen, die auch im Interesse des öffentlichen Volkswohles liegen, begrüßen wird. Nachdem die Genehmigung der Aufsichtsbehörde eingegangen ist, treten die Aenderungen mit dem 4. März in Kraft. (Siehe auch die Bekanntmachung in der heutigen Nummer.)

Vierteljährliche Viehzählung. Nach Vundesratsbeschlutz vom 8. Februar 1918 findet am 1. März 1918 wieder eine vier­teljährliche Viehzählung statt. Sie erstreckt sich auf die gleichen Viehgattungen, wie bei der Zählung am 1. September v. I. fest- gestellt worden sind, nämlich auf Pferde, Rindvieh, Schafe. Schweine und Federvieh. Neu ausgenommen ist nur die Frage nach zahmen Kaninchen, da deren Felle in steigendem Maße für den Kriegsbedarf Bedeutung gewinnen. Da das Ergebnis der Zählung als Grundlage für wirtschaftliche Maßnahme dienen soll, wird auf die Wichtigkeit der Erhebung hingewiesen. Wer vorsätzlich die Angabe seines Viehbestandes zu der er bei dieser Zählung aufqefordert wird, nicht erstattet oder wer wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Ge­fängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis 10 000 M. bestraft. Auch kann Vieh, dessen Vorhandensein verschwiegen worden ist. im Urteil kür den Staat verfallen erklärt werden.

Voltsbildungsvereim Der nächste Vortrag im Volksbil- dunasverein findet Montag, den 4. Mörz, abends 8 Uhr. im Festsaale der Augustinersckule statt. Herr Prof. Walz wird in großen Zügen die Entwicklung der Bildhauerkunst der Griechen darstellen und an der Hand zahlreicher Lichtbilder ihre Meister­werke vorführen. Der Eintritt ist ftei für jedermann, doch für Schüler- und Schülerinnen mit in Begleitung eines Erwachse­nen gestattet.

Städtisches Schwimmbad. Das städtische Schwimmbad ist am Freitag den 1., Samstag den 2. und Sonntag, den 3. März dieses Jahres zu den festgesetzten Stunden für Wannen- und Brause-Bäder geöffnet.

c. Friedberger Hilfsverein. Am 25. Februar hielt der Ver­ein seine 105 ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vorstand teilte in 1917 iv 165 Fällen zusammen 735 Mark an Hilfsbedürf, tige aus. Gesindeprämien wurden in 5 Fällen mit zusammen 55 Mark gespendet Es kommen dabei lediglich die Dienstboten von Mitgliedern des Vereins in Betracht. Der Vorstand wurde durch Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder G e o r g i und Philipps und durch Neuwahl von Rentner Valentin an­stelle- des verstorbenen Rentners I. K o o b ergänzt. Die Mit- gliedeczahl ist zum ersten Male seit seinem Bestehen unter die Zahl 100 herabgesunken. Um ihm wieder neue Kräfte für seine unstreitig höchst notwendige und segensreiche Tätigkeit in unse­rer Stadt zuzuführen, soll demnächst kräftig die Werbetrommel bei allen denen gerührt werden, die dem Hilfsverein ihrem Ver- mögensstond und ihrem Herzenszustand nach schon längst freudig zugetan sein und ^«gehören sollten. ,

Mitteilung der städtischen Betleidungsstelle. Bezugsscheine 8. bei welchen die Prüfung der Notwendigkeit bescheinigt ist. je­doch die Ausfertigung des zuständigen Kretsamts fehlt, müssen von den Gewerbetreibenden (betr. Web-, Wirk-, Strick- und Schuhwaren) unbedingt zurückgewiesen werden. Das Geschäfts- Personal, ebenso das kaufende Publikum ist entsprechend zu be­lehren. Es wird auf die Bemerkungen auf der Rückseite des Bezugscheinformulars verwiesen, besonders Absatz 8s.

Die Altkleiderstelle gibt bekannt, daß auch bei Ablieferung von getragenen Uniformen Abgabebescheintgungen für Anzüge usw. erteilt werden. Die Preise, welche für getragene Unifor­men, wie auch für getragene Kleider, Hemden, Schuhe usw. ge­zahlt werden, sind wesentlich erhöht worden.

Nieder-Weisel. Sonntag Morgen wurde hier ein frecher Diebstahl entdeckt. Der Dieb hatte « der Nacht vorher sich in die Behausung eines hiesi^n Bürger- einschlietzen lassen und den ganzen Inhalt einer Räucherkammer, die mit den guten Sacken andrer Lenke, wie Wurst und Fleisch gespickt

voll mv, vollständig ausgeraubt. Außerdem hatte ec zwei Anzüge. 14 Paar Strünipfe, Hemden, Handtücher und Stiefel mitgehen heißen. Alle Gegenstände wurden in der Scheune einer anderen Hofraite versteckt, ohne daß dessen Insassen eine Ahnung davon hatten. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde der Dieb in der Person des 17 jährige Ad. Weber aus Gießen durch Zufall entdeckt, als er den Rest seiner Beute in einem Schließkorb auf der Station Butzbach aufgegeben und den Nachtzng erwartete. Der Junge war als Kind einige Jahre in Pflege hier und die Begegnung in später Nachtstunde mit einen: Schul­kameraden wurde ihm zum Verhängnis und lenkte den Ver­dacht aiff ihn. Der geschädigte Landwirt stellte ihn noch rechtzeitig in Butzbach, und ließ ihn, nachdem er halb und halb eingestanden, den Rückweg nach hier mit seinem Koster antreteu und brachte ihn auf hiesiger Wachtstnbc in Nummer- Sicher. Seine Abführung durch die Gendarmerie erfolgte Dienstag, nachdem er an Ort und Stelle geführt und die Tat und alle Begleitumstände eingestanden hatte.

FC. Frankfurt am Main 20. Febr Der Händler Emil Fend hat ohne Erlaubnis Handel mit Lebensmittel getrieben. Das Schöffengericht verurteilte den Schleichhändler zu einer Geldstrafe von 800 Mark

Aus Kurhesscn.

FC. Großseelheim. 20. Febr. Ein hiesiger Landwirt wurde von einem Pferd so heftig in den Arm gebissen, daß es nur un. tec Aufwendung der größten Gewalt gelang, das Gebiß des Pferdes aufzubrechen und den Verletzten zu befreien. Dem Bruder des verletzten Landwirrs Johannes Klingelhöfer, der auf Urlaub zu Haufe weilte, brachte es eine ähnliche Biß­wunde bei.

Aus Hessen.Nassau.

FC. Schierstein, 20. Febr. Der aus der russischen Gefangen­schaft entflohene Musketier Wilhelm Frings von hier ist gestern Nachmittag hier eingetroffen. Er war drei Jahre Kriegsgefan­genem

FC. Aus dem Rheingaukreis, 20 FeA. Im hiesigen Kreise mußte der Brotpreis von 76 auf 80 Pfg. für das Brot von 1800 Gramm Gewicht erhöht worden. Um Arbeit, Licht und Kohlen zu sparen dürfen die Brotläden künftig im ganzen Kreise nur Montags. Mittwochs und Samstags offen gehalten werden.

FC. Maricuberg, 20. Febr. Hier verstarb nach langem schweren Leiden der Buchdruckereibesitzer und Verleger der Westerwälder Zeitung" Karl Ebdner im 63. Lebensjahre.

FC. Weilburg, 22. Febr. Seinen 70. Geburtstag feierte geistig und körperlich noch sehr rüstig Professor Dr. Otkmann. der seit Eröffnung der hiesigen Landwirt­schafts-Schule an derselben als Lehrer tätig ist.

FC. Limburg, 24. Febr Kinder aus Mühlen fanden de» ledigen Invaliden Peter Horn aus Hundsaugen im Walde im bewußlosen, halberfrorenen Zustande auf. Er wurde nach dem hiesigen Krankenhaus verbracht, wo er alsbald verstarb.

FC. Hadamar, 22. Febr. Zur Leitung des Gymnasiums in Rinteln wurde Studienrat Dr. Peters vom Königl. Gyinnasium dahier berufen und zum König!. Gymnasial- direktor ernannt.

FC. Aus den: Kreise St. Goarshausen, 22. Febr. Hanf und Flachs wird allenthalben wieder gepflanzt. Auch die Wolle wird mehr und mehr auf der eigenen Scholle gewon­nen, ein oder mehrere Schafe gehören heute zu jedem Bauernhaus. In diesem Winter ist nun das Spinnen und Weben, das in den letzten Jahrzehnten durch neumodische , Stoffe verdrängt worden war, wieder neu aufgekommen.

FC. Braubach, 21. Febr. Am hellichten Tage wurde a» einer verkehrsreichen Stelle hier aus einem Stall ein Schwein gestohlen.

FC. Miehlen, 24. Febr. In einer Molkerei wurden mittels Einbruch 45 Pfund Butter» Wäsche und Kleingeld gestohlen. Die Dtebe blieben unerkannt.

FC. Rauenthal, 24. Febr. Die Vereinigten Rauenthaler Meingutsbesitzer brachten vergangene Woche 35 Nummern 1917er Rauentholer Naturweine bei sehr starkem Besuch in derBurg Eraß" zur Versteigerung. Der Gesamterlös für 1754 Stück er«, gab 208 890 Mark, Durchschnittspreis war rund 12 600 Mark per Stück. Ein Sturz der Weinpreife war bier nicht bemerkbar.

FC. Aus Nassau, 20. Febr. Der M'ttelrheinifch-Nassauifche Bauernverein hielt gestern in Eobienz unter dem Vorsitz des Geheimen Justizrat Dr. Dahlem-Lahnstein die Generalversamm­lung ab. Es wurde hervorgehoben, daß der Verein 9289 Mit­glieder zählt und im abgelaufenen Jahre um 2730 zugenommen hat. Die Versammlung nahm u. a. verschiedene Resolutionen an. daß eine Zollunion mit Oesterreich-Ungarn ins Leben tritt, daß für Nutzvieh Höchstpreise festgesetzt und die Wahl der Mit­glieder zur Landwirtschaftskammer lediglich in die Hände der Landwirtschaftstammer lediglich in die Hände der Landwirte Landwirte gelegt werde.

Geschäftliches.

Stuttgarter Le-ensverstcherungsbank a. E. (Alte Stuttgar­ter.) Das Neugeschäft im abgelaufencn 63. Geschäftsjahr ist in Berücksichtigung der schwer auf der Lebensversicherung lastenden Krtegszeit beftiedigend verlaufen. Eingereicht wurden 7231 neue Versicherungsanträge über Mk. 73 620 050 Versicherungssumme (im Vorjahr 5623 Anträge über Mk. 55 254 250). Davon ge­langten 6559 Versicherungen mit Mk. 61 551 040 zur Annahme (tm Vorjahr 4406 Versicherungen über Mk. 42 290 270). Nach Abzug des Gesamtabganges ergibt sich in der Todesfallversiche­rung ein Reinzuwachs von 778 Versicherungen mit Mk. 24 223 90$ Versicherungssumme (gegen Mk. 8 941 008 im Vorjahr). Dadurch erhöht sich der Eesamtverficherungsbestand (einschließlich der Altersversicherung) von Mk. 1 Milliarde 172 Millionen Ends 1916 auf Mk. 1 Milliarde 195 Millionen Ende 1917.

Verantwortlich kür den politischen und lokalen Teil: Ottid H l r \d) e I. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Seyne griedberg. Druck und Verlag derNeu« Lagüßzettnna^ A- G., gnedbera t Q f