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tljm erbarmungslos Tod und Vernichtung geschworen, sich' -zur letzten, endgültigen und wuchtigsten Aeußerung seiner Ur^Volkskraft bereit zu machen gezwungen ist, um den eisernen Ring um seinen Hals zu sprengen, den Ring, der cs sclronungslos erdrosseln sollte! O Schmach und Schände! Den Kampf gegen den alten deutschen Geist will uns dieses Talmi-Deutschtum derFrankfurter Zeitung" predigen, den Kampf gegen jenen altbewährten'Geist, dem Deufich- land seine Befreiungskriege verdankt, denk Deutschland seine nationale Erhebung des Jahres 1870 dankt, dem Deutsch­land sein, .in der Gesckächte der Völker einzig dastehendes', unerhörtes meteorgleiches Aufsteigen zu ungeahntem nano- nalen Neichtume, zum Höchststände von Kultur und voli- tififter Macht verdankt, dem Deutschland die ihm so bitter nötige Krait verdankt, sich in diesem entsetzlichsten der Welt- kriege siegreich zu verteidigen gegen eine Welt von Feinden, die sich anschickten, ein 70-Millioneuvolk, Millionen mfickul' diaer Frauen und Kinder dem Hungertode kalt lächelnd in die nackten Arme zu treiben, die das Völkerreckft mit 'Füßen getreten, unseren durstenden Säuglingen den Bezug der Kinderiuilch gesperrt haben? Ten Kampf predigt man uns gegen diese Macht, die man brutal nennt, weil sie ans dein ewig sprudelnden Jungbrunnen deutschen Volksrumes entspringt, weil sie in der unerschöpflichen Nährkraft deut­scher Erde ihre Wurzeln bat und weil sie endlich sich aui- käumt gegen eine und ''-'icke Talmi-Demokratie, welche die Maximen russischer ischewiki und ihres traurigen Propheten Trotzki-Vraunstein zum eigenen Dogma macht, die sich nicht scheut, nach echt russischein Vorbilde, den .schmutzigen Pwd der Denunziation feige zu beschreilen, wenn sie es nicht Waat, dem politischen Gegner mit offenem Visier in ehrlichem Kampfe entgegen zu treten!!-

Unter selchen Umständen muß es doch wahrlich gestattet kein, einmal an den Herrn Schreiber derFrankfurter Zeitung" folgende bescheidene Anfrage zu richten: Wie beißt denn eigentlich jenes verfide Volk, das Jahrhunderte lang die Welt bestohlen belogen, beraubt und ausgeplündert hat, kas alles, was nur entfernt nach sogenannten Menschen- leckten riecht, mit Füßen trat, das Indien. Australien, Kanada ausgepkündert. die Iren, die Buren geknechtet, das sich in Gibraltar, Malta. Aegypten und in diesem Weltkriege in Ausübung brutalster Machtgelüste in Calais. Saloniki, Bagdad. Jerusalem sestgenistet, das durch sein infames Aus­hungerungsprojekt das größte Verbrechen der Weltgeschichte auf seine Schultern lud und seinen Busenfreund Wilson, den König der Gesinnungslumpen, bei diesem Verbrechen Schmiere stehen ließ? Ist dies Volk nicht das von Euch an- gebetete England? Wie heißt denn weiterhin die große Nation, die das Recht des Nächsten, das Ihr angeblich über alles stellt mit Füßen tritt, die in ihrer Gewalt befindliche beiltscbe Kriegsgefangene mit einer derart unerhörten Sckunack und Niedertracht behandelt, daß die schänsten Repressalien der deiilschen Regierung nötig wurden, um das Los unserer armen gefangenen Stammesbrüder auch nur einigermaßen erträglich zu gestalten, während sich die gefangenen Rothosen bei uns fast als die Herren aufspielen, singen, pfeifen, ihren Wanst mästen? Wo steckt denn nun da die von Euch verabscheute brutale Mackst? Mer ist denn weiterhin diese rote Bande der Herren Bolschewiki. die unter dem erhenchelten Rufe des Selbstbestimmungsrechtes der Völker unter der Führrtng ihres Bluthundes ..Rotzki" die russischen Randvölker planmäßig in die Vernichtung schleudert, im Blute watet, gegen deren Greuel die franzö- sisck)? Revolution das reine Ammennrärchen darstellt? Wollt Ihr diesen Mördern vielleicht klar zu machen versuchen, daß der Geist der Brutalität nicht der Geist Deutschlands sei? Wie denkt Ihr weiterhin eigentlich von diesem biederen Volke der Amerikaner, das durch einen Wilson personifiziert wird, das unter dem Deckmantel eines Heerrufers der Welt­demokratie aus diesem entsetzlichsten Weltkriege das größte Schachergeschäft der Welt machte, das für sich eine Monroe- Doktrin schuf, sich aber nickst entladet, in unsere inneren Verhältnisse bestimmend, befehlend hineinschwätzen zu wollen So sehen die Völker aus, denen Ihr einen anderen Begriff von dem Geiste Deutschlands beibringen zu müssen Euch für berufen haltet!

Und nun zu unserem deutschen Vaterlande selbst. Herr Schreiber derFrankfurter Zeitung": Aus welchen Ständen rekrutiert sich wohl das große Heer der dunkeln Ehren­männer. Schieber, Schleichhändler, Zwischenhändler, Kriegs-

Wucherer, die dem deutjchen Bürger, dent \o schwer geprüften ' deutschen Mittelstände, bem armen kleinen Manne das not- dürfttge Hemd vom Leibe reißen, ihm das Fell über die Ohren ziehen, aus seinem Felle die Riemen schneiden, zur Peitsche flechten, um sie herniedersausen zu lassen auf seinen gramgebeugten Rücken? Und wer ist denn eigentlich di? Masse von Arbeitern, die jetzt im Gelde toiihlen, die an das Ungeheuerliche grenzende Löhne beziehen, die alle Stätten deö Vergnügens füllen, während der kleine .Handwerker, Kaufmann, Beamte, hungernd und frierend an der Pforte steht, die das Recht für sich in Anspruch nehmen, die Fackel des Streikes hineinschleudern zu dürfen in die für unsere Existenz schaffenden deutschen Betriebe, die aber augenblick­lich nach der Hilfe der Staatsregierung schreien, wenn deut­sche Männer es wagen, anderer Ansicht zu sein und öffentlich zu erklären, daß wir um unser Sein oder Nichtsein weite > kämpfen müssen, die sich nicht scheuen, an diesen Männern zu Denunzianten zu werden?

So frage ich den zeitungssckreibenden Schwachmatikus derFrankfurter Zeitung": Ist dies alles der von Euch verpönte alte deutsche Geist, der Ausfluß brutalster Gewalt, der von Euch mit stärkeren Mitteln als bisher bekämpft werden muß. oder ist es nicht vielmehr der vom feindlichen Auslande hereingeschmuggelte. von Euerer Pseudodemo- kratie aber inaugurierte neue Geist, der uns bereits bis an den Abgrund geführt hat? Spitzt nur weiter Euren Mund zum Kusse d?r ganzen Welt und wartet ab, bis Ihr von unseren Feinden statt eines Kusses den verdienten Fußtr'tt auf das honigsüße Vreimaul erhaltet, Ihr Volksverbrüderer! Schneidet immerzu die Riemen aus dem Felle des deut'ck.en Mittelstandes, flechtet sie zur Peitsche und wartet dann ruhig ab bis die abgekämpften Millionen deutscher Männer aus. dem Felde zurückkehren, sich vor die Notwendigkeit gestellt sehen, die Zinsen siir eine deutsche Neichsschuld von 150 Milliarden auf,zubringen. die zu einem guten Teile in Eure Taschen geflossen sind und sehet zu, ob sich schließlich nickst diese Peitsche gegen Euren Rücken kehrt, der Euch krumm geworden ist. aber durch lauter Katzenbuckeln vor dem perfiden England und seinem Vetter, dem Schacherkönig Wilson! £>. man möchte in tiefster Not und Entrüstung in die deutschen Gauen hineinschreien: Burschen heraus! Aber wozu schließlich? Das Echo fehlt! O alte Burschen­herrlichkeit! Wohin bi st du entschwunden!

Die Cjmrbl'ckmiW. c>rr Wen eine StratMonif?

Da haben die Bürokraten, die in Mainz am grünen Tisch hocken, wieder etwas ausgeheckt.. Sie haben befohlen, daß die großherzogltch hessischen Hühner 60 Eier tm Jahr zu legen haben. Von der ganzen Eierernte darf der Hühnerhalter für sich und pro Kopf der Familie und der im Haushalt beschäftigten Dienst­boten je 40 Eier behalten, alle anderen müssen dem Communis- mus zum Opfer fallen. Hat also ein Landwirt 20 Hühner, so werden ihm zwanzig Prozent für Hähne und schlechtlegende Hühner gutgeschriebea, so daß noch 16 Stück verbleiben: diese sollen laut Befehl der Eierstelle im goldenen Mainz 960 Eier legen. Zählt die Familre 5 Köpfe uno ein Dienstmädchen, so darf der Landwirt 200 Eier für sich behalten und 760 Stück mutz er zur Ablieferung bringen. Sein sonstiges Personal, Knechte. Feldmädchen usw. dürfen sich höchstens die Eier stehlen, wenn sie die Hennen gackern hören. Was auf diese Weise noch ver­loren wird, das geht ebenfalls auf das Konto des Hühnerhalters, der schließlich in den Mond gucken darf, aber das erhebende Be­wußtsein hat, die Bewohner der Großstädte mit Eier gefüttert zu haben, während ihm die Arbeit verblieben ist. Dabei wagt mau es noch auf den Zetteln, worin die Eierablieferung befoh­len wird, von einer patriotischen Pflicht zu reden. Man bleibe uns mit solchen Redensarten vom Leibe. Die patriotische Pflicht sollte darin bestehen, daß man den Produzenten die Schaf­fensfreudigkeit nicht verekelt, und nach dem Bibelspruch handelt: Du.sollst dem Ochsen, der da drischst, das Maul nicht verbinden. Wenn man darnach handeln würde, so würde es auch Eier geben. Unter den obwaltenden Umständen kann man die Entrüstung begreifen, die sich der Landbevölkerung bemächtigt hat und ein großer Hühnermord wrrd die Folge der Mainzer bürokratischen Verordnung sein.

Und wieder sind die Hessen als Stiefkinder behandelt wor­den. Die schlechten Erfahrungen, dre man im Vorjahre mit der Eierablieferung gemacht hat. sind nicht beherzigt worden, der

rommmujtijche Gedanke hat abermals gesiegt und -ie Bedingulk gen find verschärft worden. Im bctwchbarten Preußen aber hat man sie gemildert. Vor uns liegt eine Verordnung für den Stadt- und Landkreis Frankfurt über die Eierablieferung. Es heißt da:Die Hühnerhalter haben danach im Jahre 1918 von jeder Henne (auch Zwerghenne), bis Ende Juni mindestens zehn Eier, bis Ende September mindestens weitere 4 Eier abzulie­fern, während im vorigen Jahre 80 Ei-r abgcliefert werden soll­ten. Von der Ablieferungspflicht bleckt für je zwei Haushal- lungsmitglieder des Hühnerhalters eine Henne frei. Diese Ver­günstigung findet jedoch nicht statt, und es muß die volle Eier­zahl von jeder Henne bereits abaeliefert fein, wenn Eierkarten für die Monate November bis Januar beantragt werden. In besonderen Fällen kann das Lebensmittelamt Ausnahmen von den genannten Zahlen gestatten. In entsprechender Weise kann auch das Brüten von kennen berücksichtigt werden."

Das sind also 14 Eier gegen die 40, die der großherzoalich hessischeUntertan" abzuliefern bas und dabei können noch Mil­derungen eintreten? Ja zum Teufel? lr-bcn wir denn in einem einigen Deutschen Reich? Gleiche Rechte, gleiche Pflichten! so sagen doch heute unsere Stoatenlen^er. Sind wir denn in Hessen eine Strafkolonie? Ueberall: bei der Speckablieferung, bei den Kartoffelpressen usw. sind wir in Hessen übler, daran cüs in Preuben, wo doch die Verfügungen gemacht werden. Ist es ein Wunder, daß bei einer solch schreienden Ungerechtigkeit die Gebote nickt befolgt werden. Man kann's dem Hüh'-crhalter nicht verdenken. Es freut uns zu hören, daß die Landwirt- fchaftskommer bereits Schritte in dieser Sache getan hat und wir fordern unsere Landtagsabgeordneten auß mit aller Ent­schiedenheit im Landtag dageaen Einspruch zu erheben, daß Hessen eine Strafkolonie im Deutschen Reiche ist.. Roch ein Vorschlag: Wir glauben im Einverständnis aller Hühnerhalter zu sprechen, wenn wir unteren gesamten Hühn^rbcstand der Gr. Eierstelle in Mainz zur Verfügung stellen Die Herren mögen sie mit Verordnungen, Verfügungen und Paragraphen füttern und die Eier dann verteilen. Wer den Genuß haben will, soll auch die Arbeit haben.

Ans Heima*.

Don der Eisenbahn Es ist zuzugeben, daß. die Kriegsver- hältnisie eine Einschränkung des Reiseverkehrs erforderlich machten, eine andere Frage ist es aber, ob es notwendig und zweckdienlich ist, wenn durch Unterbeamten und Beamtinnen diese Einschränkungen dem Publikum in schroffem, barschem Be­fehlston zu Eemüte geführt werden.Mache fe. daß Se enein komme! Wenn Se net stehe wolle, so bleibe Se doch daham! Was brauche Se zu fahre lafe Se doch, wenn Se net daham bleibe wolle!" und derartige Ausdrücke kann man jeden Tag hören. Es hat fast den Anschein, als ob man an höherer Stelle mit derartigem unverschämten Benehmen der Beamten einver­standen ist. Jedenfalls ist es höchste Zeit, daß einmal die Volks­vertretung ein ernstes Wort in dieser Sache spricht. Am Sonn­tag spielte sich eine derartige erregte Szene im Hauptbabnhof mittags 1.28 Uhr am Weserzug ab. so daß es erforderlich ist. sie an die Oeffentlichkeit zu bringen. Viele Reisende, darunter solche mit Monatskarten, welche aus dem Frühdienst kamen und nach Hause wollten, wurden wegen angeblicher Ueberfüllung des Zuges zurückgewief-en. Da kam kurz vor der Abfahrtszeit ein Landstürmer mit etwa 10 russischen Gefangenen, für diese war noch Platz da. Bereitwilligst wurden die Herren Russen in zwei Abteilen 2. Klasse untergebracht. Unter Schimpfen und Protest der deutschen Reisenden, welche zurückblelben mußten, fuhr der Zug ab. Kommentar überflüssig. Nachschrift: Als ein Miß- stand sondergleichen muß auch bezeichnet werden, daß meistenteils in den Mittagsstunden am Bablckof zu Friedberg nur ein Fahrkartenschalter geöffnet ist, während um diese Zeit fünf Züge nach allen Richtungen verkehren. Die Folge ist. daß sich der Verkehr staut und Karten nur mit größter Mühe zu erhal­ten sind.

)( Mitteldeutsche Ereditbank. In der heutigen Vilanz- sitzung des Aussichtsrats wurde beschlossen, in der auf den 23. März d. I. einzuberufenden Generalversammlung die Vertei lung einer Dividende von 7 Prozent gegen 6)4 Prozent im Vor» jahre zu beantragen.

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Verantwort!ick für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil - R Kenner. I riedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung", A- G.. Friedbera t &

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