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Vor dem Adgrmrd.

DasEinhettspflänzlein" nun lustig gedeiht, i - f Co schlägt die begchrlichen Ranken weit, ltnd eh ihr's ahnt, ist in wucherndem Bogen ' J'A Die ganze deutsche Flur umzogen. ^ '

Auch sonstiges Unkraut (sw!) Lauscht sich hohl.

Brennesteln in Scharen fühlen sich wohl,

Und im Wasser, inmitten der trockenen Stürme,

Fehlt s nicht an Reptilien und anderm Gewürms.

Rur Kriegsminister und Polizei Befinden sich behaglich dabei.

Sonst freut es Keinen auf deutscher Erden

Und das soll ein Frühlnrg heißen und werden?

_ Mit diesen Versen begrüßte der Dichter und Redakteur der frankfurter Zeitung", Otto Hörth, im Anfang der siebziger ^adrcs des vorigen Jahrhunderts das neuerstondene Deutsche . « ». SeUte tft Cin ^utsichtsrat derselbenFrankfurter Zei­

tung Vizekanzler des Deutschen Reiches und erkühnt sich im sog. Deutschen Reichstag, die Parteien, die dem Altreichskanzler beim Aufbau des Reiches getreulich zur Seite gestanden haben, der Gemeinschaft mit den deutschen Bolschewikis zu zeihen.

Er tat dies unter dem jauchzenden Beifall der schwarz-rot- xoldenen Internationale eben dieses Reichstages, die sich dort zu der famosen Mehrheit zusammenaefunden hat. Dieselbe In­ternationale. die dem Reiche die Mittel versagt hat. um seinen Feinden und Neidern mit den Mafien zu Master und zu Lande entaegenzutreten. die unter dem ersten Reichskarrzler eine jede Militär-, und Flottenvorlage unbesehen verworfen hat. dieselbe Mehrbeit, die stets nach dem Auslande gezielt bat. die so kletn- klch war. dem Baumeister des Reiches einen Geburtstagsglück- vunsch zu versagen und eine Sekretärstelle, die ihm ein klein wenig seine Arbeitslast erleichtern sollte, abgelehnt hatte, die.

' ef r ^ eit ^ :t und jauchz, einem Manne Beifall zu. der erner Rlcktung angehört, die Fürst Bismarck als Reichsftinde gekennzeichnet. einer Richtung, die der Altreichskanzler am 9. Oktober 1878 im Reichstag mit folgenden Worten gebrandmarkt hat: Ich habe gefunden, daß das Urteil und die Haltung der Zeitung" immer genau übereinstimmen mit dem * unb bet Haltung der französischen offiziösen Preste , f c T! beT öett Redner kLeopold Connemann) hier' ge­sagt hat. ist auf Schwächung der Einrichtungen und aus Schwäch- «stst der inneren Festigkeit des Reiches, auf Dtskredilierung der Personen die an der Spitze des Reiches stehen, berechnet. Den­ken Sie stch einen französischen Revanchepolitiker dieser Treibe- ^ " mt 0On3 Rede halten

^^ei der Hochfinanz ist heute Herr in Deutschland, SÄrf!-u e \ l ° ten Söldlingen «nb jener volksverräte- «nb ^ T-£ mhUm ' bfe m ^ Erzberger geschart hat

^ndscrtze und Ideale verleugnet, um mit aus dem ^ ^ Nesien zu können. Die ..Frankfurter Zeitung« h ute^die Stutze des Thrones, dieselbeFrankfurter Zeitung", im ^ah.-e 1881 zur Feier ihres 25jährigen Bestehens eine Fejrnummer allerdings nur für dre Eingeweihten! heraus­gegeben hat. die ein Zukunftsbild aus dem Jahre 1906 darstellt in der erzählt wurde, dag die Hohenzollern davon gejagt wor. den und Deutschland eine Republik geworden sei.

*ir, B - S r^ en5cimerßaf ' enbIott "-"nt den gestrigen Tag einen y ! 0 t 1 ] d) e n und es hat recht. Niemals wurde die Armselig, e t unserer Reichsleitnng aller Welt treffender zu Gemüte ge- führt wre am gestrigen Tage. Der Reichskanzler verkündet, daß wir nicht daran denken würden, uns in Livland. Estland Kur. land und Litauen f e ft z u j e tz e n. Wir wallten dort nur Ord­nung Tajaffen.. Also darum opfern wir dort Gut und Blut' den Dank werden wir schon ernten. Polen hat ja das erste und trau, rige Beispiel gegeben. Fürwahr, die Zell erinnert in Ihrer Jämmerlichkeit an die dreißiger Jahre des vorigen Iahrhun.

. " ®" f 1 vnd Kriechen schwärmten, während das

eigene Vaterland ein Spott aller Völker gewesen ist.

5roeite Redner, der demokratische Vizekanzler und Auf- ftch.sratsmltglied a. D. derFrankfurter Zeitung", Herr von

^ .p UftlafleS ,einct Brotgeber prornpt erledigt. Wir hatten den geriffenen Advokaten aus Stuttgart für schlauer g-halten. als daß er sich mit einer solchen Rede im Reichstage -lnidhren wurde. d,e den unseligen Parteihah bis zur Siedehitze steigern muxte^ Aberder Bien muß" Die Forderung der Roten war daß st- nur dann bei der Mehrheit verblieben, wenn die Schwarzen und Goldenen den Rationalen di- bitterste Fehde ansagen wurden. In der Frankfurter ..Volksstimm-" hu. ja der Abg. Dr Quark einen deutlichen Ruf nach dieser Richtung cr- gehen lasten und Herr von Payer hat sich lobeiam unterworsen. ^ ^kanzler von Eeldsacks Gnaden wagt es den national- denkenden Abgeordneten vorzuwerfen, sie ständen den Unabhän- glgen..°en deutschen Bolschewikis. in ihren Werken gleich Wie f' t0 !e man «nlgegnen. daß er und seine Mehrheit ^ b " S T?' m0fta,iC H " Cn dakt »-schlossen hätten, derselben mhZT^^', e Wa 9 J ebCI: ^""dige von jeher gewußt hat, ^°"^wik, eines Sinnes und nur über die Frage der E m't ihnen ver>ch,ebener Meinung ist. Die Tag- des lan- ^r-attr.,chen Stt°ir°-^b- es ja offen erwiesen und ..Vor.

. ob L " t' S *.!*"""£ ^ bf " ,u6clnb bel Welt verkündet.

Ml stch die feindlichen Brüder wied-rg-sund-n hätten.

Ern trauriges Bild, wohin man den Bii-k wendet: In dieser ^weren Zeit, umgeben von einer Welt voll grausamer und iach,üchttger Feinde, cin« schwache, jedes klaren Ziele- bare Re­gierung Schwach gegen dir raffende Macht de- internationalen Großkapital-, schwach gegen die Massen des Proletariats. Bru- ben Mittelstand, dessen Vernichtung durch Kriegs- geielljchaitrn und ander« Einrichtungen bejchlosfen ist. Dabei hcrrlcht im Innern ein Gommunismus. der zwar vor den Kasten, fchränk-n Hai, macht, über den Vieh- und Gejillgeiftand der

U D l !. i ' Cn e ' tr 8 lbin iatt6et n Arbeit ganz nach Gu dünkn wirtschaftet und jede eigene Verfügung ai.sfchaitet.

ot. «L w« ßU ,U !c6enl fan " mlt U^ich v. Sutten derKopf- «b-Wendel rufen, der fich ln derVolkrfttmme". well er ein-

ma, auf einem Ej-l 14 Tage auf dem Balkan herumgerrtteu ist. al, Balkankennee aufsptelt und sich die Finger wundjchreibt. um ZU beweisen, daß die Ansprüche Bulgariens auf Mazedonien und die Dobrudscha annexioniftisch und ungerecht seien und sich damit bemüht, einen unserer wenigen treuen Waffengeführten vor den Kopf zu stoßen. Das darf er Angestört, ist er doch derselbe Wen- del. der einst den Hohenzollern die französische Revolution vor­gehalten hat. da hätte es, we,m der König fich dem Willen des Voltes nicht gefügt hätte, einfach geheißen: Kopf ab! Er gehört ja der glorreichen Mehrheit an, also auch eine Stütze der Mo­narchie!

Fürwahr, man mutz sich an den Kopf greifen und fragen, rvre so etwas werden konnte nach jenen Tagen edelster und hehr­ster Begeisterung im August 1914. Großes und herrliches hat unser Volk in Waffen seither geleistet. Den Demokratien, will sagen: Geldsacksherrschaften aller Welt hat es Widerstand gelei- und Haus und Heim in den tapfersten Kämpfen verteidigt, nd jetzt da es stch zum letzten Stoß anschickt. der uns den deut- fuien Frieden bringen soll, da finden unsere Feinde ihren Ver­bündeten im Deutschen Reichstag und seiner Parteien. Es ist der alte Wurm, der an dem Marke des Volkes saugt, der H a ß

t-rnatt "W*"' -? ie dreien der schwarz-rot-goldenen Jn- rernattonale haben über der gemeinsamen Rot des Volkes ihren Elnfluß schwinden sehen, deshalb der Haß gegen eine Partei, die das Vaterland über die Partei stellen wollte. Eine zielbewußte

dem Rad s SlV** ^ miirfen ' fo abßr Iic & man sie auf dem Voder, schleifen und den Reichstag, dessen Mandat schon vor

Jahresfrrst abgelaufen und nur kraft eigener Machtvollkommen­heit und Gnade der Regierung sein Jammerdasein führt, die Führung übernehmen.

Wir haben diese Ausführungen mit einem Gedicht des de- mokratifchen Frankfurter-Zeitungs-Dichters Hörth begonnen, wir wollen au» schließen mit einem Vers, den derselbe Dichter den deutschen Relchstageabgeordneten im Jahre 1871 gewidmet hat:

£) geht und packt auch den Bündel nur.

Das letzte Stündlein schlug die Uhr;

Ein deutscher Reichstag, was liegt an dem Namen.

Wir brauchen zum Bild nicht den gleißenden Rahmen?

CH» Förster-Friede.

Sn München ßnt sich, wie die Zeitunpen ne,.sich 5e- richterl unter Aniekinunn an den unvermeidlichen Proi.-fsor

M tet cr e '\ 3|15! * U & gebildet, der zu der Frape des künftigen Friedens folgende Enftchlietzung faßte: Es ist

Vrä?^ möglich, auf der Basis der vom

* t 0n "u'gkstellten und veröftentlichten 14 Pnntte bei einigem guten Willen von unserer Seite nnt den Verbandsmachten Friedensverliandlungen anzukniipfen lrch7ein Knnte."^ ^""chland sehr annehmbar und erfreu-

streik? wohl so dick vernngelt fern, dies zu be-

treuen, W,r fuhren, um die Sache dem Leser noch ein- leuchtender zu machen, einiae ähnliche Fälle an: ^

r ,y n ^. ter r belehrter wurde im wilden Forst von einem

Zr a tfi^ al £ er J!K r ! an l U " nb mit ben Worten angebrüllt: S? a * ® lc Rindvieh 1 Passen Sie mal ickön auf. ms ich

6a e 14 wncktige Ohrfeigen, daß

^hnen das Blut au? der Nase ,-nd den Ohren spritzt und

rmtiwf? ß f ?0f r° rt ? 6r Portemonnaie und Ihre goldene lihrkette, Einverstanden?"Nicht Übel", meinte der alte

wol°lm"n Vorschlag ich durchaus in gründliche und

wossiwollende Erwogimg zu ziehen. Ich hoffe, verehrter und hochgescivtzter Freund, daß wir auf der Basis Ihres kreund- wohldurchdachten Angebots bei beiderseitigem g' ten Willen zu einer alle Teile befriedigenden Einigung gelangen werden." 9

, r ®'. n heimtückischer, blutgieriger Tiger begegnet?

emst einem ruhigen, alten, höchst achtbaren und pbiloiovhiich abgeklarten Esel.Eic-l", knurrte der grimme Tiger. ich toer&e ich letzt in Sincke reißen und aiiffreiien: aber da ich nn grites Her^habe, will ich von Deinem Körper ein V-r-

derbein den Schwanz und die Ohren übrig lassen, Ich hoffe daß Du meine Großmut, die ich durch diesen wahr- haf. humanen Akt bewei'e,Anerkennen und Dich in di:rch- ^ustimmender Weise zu meinem Vorschläge äußern

"D" bist sestr weiße, lieber Tiger", entgegnele der alte, vrave.^bochst achtbare und philosophisch abgeklärte Etel .je mein ich über Deine genilltvollen Worte nack^enke desto mehr wird be, mir die Ueberzeugung befestigt, daß o«- nunrofee Grundcage Porhanden ist. Deinem in jeder Hinsicht beachtenswerten und einein beworragenden Gerechtlgkefts. aeftchl entsprungenen Anerbieten so bald wie möglich näher Zn treten."

Mahnung, auf der Hut zu sein vor Arglist. Rnr mit geteilten Empfindungen kann man die neue Bolschewiki-Erklärung auf. nehmen Jetzt gilt es. nicht nur der Ukraine zu helfen, sondere

Der Är f r m s 5i ^f C " in bC " Vstse-provinz-n zu retten Der Entschluß der deutschen Heeresleitung entsprach ganz dem

deutschen Volksempsinden. sStürmischer Beifall.) Zustimme»

°n"V°r°üsl^ B-lschewiki-Erklä-ung nur unter ganz b-sti.um- ten Voraussetzungen, wie Räumung jener Gebiete. Loslaffuna der Gefangenen dort und Bürgschajten. daß die Selbständigkeit der Randvoller nicht wieder gestört wird. tZustimmung.) Ob Petersburg das erfüllen will oder kann, ,» man sehen. Die Fsintijeilgkeit-n einzustelle» oder neues Abwarten wäre bedenk- tch. (All,eilige Zustinimung.) Viel richttger wäre cs ja oewe- feil, man hätte Herrn Trotzki schon vor Wochen den Stuhl vor re gesetzt. (Beifall.) Denn darüber waren sich doch auch mcht-znnftlge Diplomaten Nar. daß Trotzki-Brnunstein und Ra° dek-Sobelsohn nicht den Frieden, sondern nur die Ausbreitung der RevouUon wollten. (Beifall.) Wäre General Hoffmann früher zu Worte gekommen, der Abschluß in Brest wäre nicht so unersreullch gewesen. Unerwartet war der Widerspruch der Polen. (Ruf- Wie immer?) Alles, was sie erreicht haben, ver­danken sie der Gunst und Gnade der Mittelmächte. Wenn sie jetzt verlangen, daß wir ihre Interessen den unseren voranstellen so muß gesagt werden, daß Deutschland für feine Ehre und seine Jnteresien 'focht und andere Jnteresien nur soweit fördern kann, wie sie sich mit seinen eigenen vereinen lasten. (Stürmischer Beifall.) Es wäre lächerlich erst zu jagen, wie unbegründet solche Ansprüche sind. Ich bin kein Polenfrester. habe vielmehr Achtung vor dem polnischen Nationalgefühl, das sich viele Deutsche als Beispiel nehmen könnren. (Lebhafte Zustimmung) Stfrer das muß ich sagen: nicht als Staatsmänner und Politiker haben sie sich erwiesen, sondern als Träumer und gefährliche Kru­der. die mit dem Feuer spielen! (Allgemeine Zustimmung.) S.e verscherzen sich immer mehr die Neigungen auch derer, die in einem selbständigen Königreicke die beste Lösung der polnischen Frage sahen. (Lebhafte Zustimmung.) Zur Rechtfertigung des Streiks hat man auf die Haltung der Vaterlands-Partei hin­gewiesen. Der Zusammenhang ist ab^r gar nicht recht verständ- lrch. Wird nichtfteie Meinungsäußerung" immer gerade von denen verkündet, dt- die Vaterlands-Partei angriffen? Da sollte man doch etwas vorsichtig fein! Wir baben doch das R?cht. un­sere Meinung zu äußern und für dre Jnteresien des Vaterlandes einzutreten. auch gegenüber dem Reichstage, besten Resolution viel verheerender gewirkt hat. als manche denken. Man sollte uns dankbar fein, wenn wir dem Volke wieder Mut machen. Die Männer der Reichstagsreselution. denen man den guten Glauben nickt absprechen will, können jedenfalls einen sto.ats- männifchen Blick für sich nicht tn Anspruch nehmen. Die Feinde haben trotz aller Friedensbereitwilligkelt nichts von ihren Ver- nichtungsforderuvgen gegen Deutschland aufgegeben. Mir sind Briefe von Reichstagsadgeordneten bekannt geworden, in denen stand:Wenn Sie wüßten was ,ch weiß, so würden Sie k-ine Nacht mehr ruhig schlafen!" (Hört, hört!) So wurde dem deut­schen Michel Angst gemackt. Nun wüsten wir den Gedanken: Durchhalten und siegen?" in alle Sch-.chteu tragen. Was Eng. land betrifft, so können wir unterschreiben, was Herr Motthias Erzberger tm ..Tag" schrieb aber es war am 5. Febr. 1915. (Heiterkeit.) Es wäre in der Tat bedauerlich, wenn wir nach diesen Blutopfern sagen müßten: wir waren die Dummen. Dazu wird es hoffentlich nicht kommen. . Wir wüsten nur die imrere Geschlostenheit halten. Denken wir an die Neujahrsworte des Königs von Bayern, den wir zu seiner goldenen Hochzeit grüßen. Wir folgen Htndenburg und Ludendorkk zum Siege (Stürmi­scher Beifall ) Darum: Aushalten und Durchhalten! (Anhalten­der lebhafter Beifall.)

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De Va'erlandsMrtei vor den Säuern.

Freiherr von Sckorlemer-Lieser über unsere Lage.

Der Verband Groß-Berlin der Vaterlands-Partei hatte rm Vlüthnersaale eine Versammlung veranstaltet, zu der die Landwirte, die auf der Großen Landwirtschaftswoche in Berlin vereinigt waren, geladen wurden. Die Leitung hatte General von Lochow. Der Abend brachte zwei Hauptreden: des früheren Landwirtschaftsmtnisters Dr. Frhrn. v. Schorlemer-Liefer und von Prof. Stahlberg (Berlin), der in einer inhaltretchen Rede über den Sinn dleses Krieges sprach und deutsche Kriegsziele aufstellte. Er erkannte dabei die Landwirtschaft als die tragende Säule Deutschlands, wle dieser Krieg bewiesen hat, voll an und nannte die Industrie die andere der beiden Säulen. Für unse­ren Osten fordert er Siedlungsland in den Oftfeeprovinzen müssen außerdem die englischen Pläne vernichtet werden für ben Werten die flandriscke Küste und Longwv und Briey und ausreichende Entschädigungen und zwar auch in Rohstoffen.

Staatsminister Freiherr von Schorlemer besprach unsere gegenwärtige politische Lage. Aus den neuen und neuesten Wendungen der Dinge in Rußland errtnahm er für uns .die

Wir haben uns gestern und vorgestern mit den HnndS- gemeinen Auslassungen besänftigt, mit denen das Organ des Vizekanzlers v. Payer das 25 jährige Bestehen des Bundes der Landwirte begrüßt hat. Heute geben wir einen gepfefferten Aufsatz wieder, den dieBayer. Landeszeitnng" derFranks. Ztg." aus dem gleichen Anlaß gewidmet hat und der uns vollständig aus der Seele gesprochen ist. Diese Entgegnung ist uin deswillei^ noch besonders bemertens» wert, weil dieBayer. Landesztg." (Wiirzbnrg) bis zum 5tliegsbeginn auf dem Boden des sog. Deutschen Bauern­bundes gestanden hat durch die Lehren des Krieges aber ihre Ansicksten geändert hat.

Und nun zu dem Aufsatz:

In einem Artikel des sattsain bekannten Börsenblattes Frankfurter Zeitung" vom 17. 2. 18. betitelt25 Jab.re Bund der Landwirte", erfahren wir folgendes zu Nutz und Frommen: ..tzöästte Aufgabe des Liberalismus und der Demokratte ist heute der Kampf gegen den Geist der ans- Mießlich brutalen Macht, dre da glaubt, den Mensch--, be- herrsä-en zu können ohne Achttrng vor dem Menschen! Zo' darf es nicht bleiben! Um Deutschland und seiner Zukunft willen muß dieser Kampf gegen den alten Geist mit gan- anderer 5kraft.geführt werden als bisher. Wir müssen dem Auslande zeigen, daß der Geist der Brutalität nicht der Geist Deutschlands ist. Denn die künfttge Weltstellnng w fcre§ Vaterlandes stützt sich zu einem guten Teil auä> hier* auf!"

So gesprochen zu Frankfurt am Main, der alten Kaiser­stadt, im Jahre des Heiles 1918 zu einer Zeit, wo sich nn^ek deutsches Vaterland von einer Unsumme brutalster Feindes­macht in seinem Lebensmarke bedroht, denr Gipfel der grau­sam schwersten Not gegenüber gestellt sieht, zu einer Zeit, wo Massen bester deutscher Arbeits- und Volkskraft, dazu bestimmt, uns unsere deutsche Wehr zu schuüeden, gelockt und geblendet von einem erheuchelten, mit fremdem Golde bestoä^enen Volksbeglückertume, sich htnreißen lassen zu dem verbrecherischen Versuck>e, dcnn Vaterlande mit eiserner Hand an die Gurgel zu fahren, zu einer Zeit, wo unser deut^ sches Vaterland gehetzt von einer Wett von Feinden, dia