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der russischen Regierung. Ueber den Friede»

mit Rumänien sagte Hertling:

Es wird möglicherweise Schwierigkeiten geben, aber bei allseitig gutem Willen werden sich diese Schwierigkeiten überwinden lassen. Aber auch Rumänien gegenüber mutz für uns der Grundsatz lauten, daß wir die Staotswesen. mit denen wir jetzt, auf die Erfolge unserer Massen gestützt. Frieden Miessen zu unseren Freunden in der Zukunft macben müssen und machen wollen.

Was V o l en anbetrifft, so hofft der Kanzler zu einem Ausgleich (?) zu gelangen.

Er siibrt fort-

Wie Sie. meine Herren, aus den gegebenen Dar- kegungen entnommen haben, ist die Aussicht aut einen Fne- den an der gesamten Ostfront von der Ostsee bis zum Schwarzen Meere in greifbare Nähe gerückt (Beifall) und die des Krieges übersatt? Welt, besonders auch in den neu­tralen Ländern, fragt sich in fieberhafter Spannung, ob damit nicht auch der Zuaang zum allgemeinen Frieden er- öffnet sei. Aber noch scheinen die Leiter der Entente, scheint man in England. Frankreich und Italien völlig abgeneigt zu sein, der Stimme der Vernunft und der Menschttchkeft Gehör zu geben. Im Gegensatz zu den Mittelmächten hat die Entente von Anfang an Eruoberungsziele verfolgt.

Der Kanzler geht dann nochmals auf die Kriegsziele der Entente ein. Es gebe keine elsaß-lott'ringisck^e Frage, sie lei eine rein deutsche Frage. Die Entente wol­len öLerreicknsch-ungarische- und türkische Gebiete abtrennen.

Herr Vizekanzler, wirk!. Geb. Rat. Dr. von Bauer.

Demokrat und Au'sichtsratsmitglied a. T. derFranks. Zl.?." hielt d.inach eine lange, nichtssagende Eede. Er stellte sich dem Reichstag als alter Bekannter vor. erzählte von d^r Zusammenfassung aller Kräfte. Stellte eine Sozial-Fürsorge im Krieg in Aussicht. Und kgm dann ans die preußische Walllrecktsvorlage. die den Reichs­tag gar nichts angebt, zu sprechen. Er schloß seine Aus« tühnmaen darüber mit d<m Worten:

Wenn Sie es interessiert, meine Perlon-iche Anschauung kennen nt lernen, möchte ich sie dabin zusammenfaks-n: Rach meiner sesten Ueberzeugung besteht die Gewißheit, daß das im Entwurf vorgesehene Wahlrecht für Preußen kommt. Es besieht die begründete Hoffnung, daß es auch bald kommt. (Lebhafter Beifall links.)

Nachdem der Herr Vizekanzler des langen und breiten von dem Zusammenwirken zwischen Regierung und Volk, und der Einigkeit im deutschen Volke erzählt, mußte er zu- geben daß sie gar nickt besieht, bez. durch die Streikereign-sie getrübt worden sei. Er verurteilt den Streik und meint, wer ihn zu verantworten habe, muß das mit seinem Ge­wissen ailsmachen Er habe weder der Sache des Vater­landes noch der des Volkes gedient. (Sehr richtig!)

Der demokratische Frankfurter Zeitungsmann erging sich darauf in unverschämten Angriffen gegen die Rechte, die er fortwährend eine kleine Minderheit nennt, die er mit der äußersten Linken gleichstelli. Er forderte dabei den kebbastesten Widerstand der Konservativen heraus. Auch über die Ernäbrungstragen sprach er sich aus. und erklärte daß an eine Verkürzung der Brotration ..zur Zeit- nicht gedacht »uerde. Er versprach dann, daß die mit Recht so be­liebten Kriegsgesellschaften nach dem Kriege nicht beibe­halten werden sollten. Er schloß unter dem Beifall der Mehrheit, unter der sich das preisliche Zentrum besonders hervortat und unter lebhaftem Protest der Rechten.

Dr. Dicd§rich Hahn -jr.

Ans Hamburg kommt die jähe und schmerzliche Kunde ton dem Tode Dr. Di eben ch Hahns.

Schon seit längerer Zeit bangten diejenigen, die ihm »ahersianden, und es waren deren eine große Anzahl, um das Leben des tapferen Mannes. Dann lebte noch einmal die Hoffnung auf. und kui-ze Zeit, bevor der Bund der Landwirte sein 2H jähriges Jubiläum feierte, glaubten feine Freunde ihn bald wieder unter sich sehen zu können. Um so schmerzlicher wirkt die Kunde von seinem Tode. die. ob' wohl nicht ganz unerwartet, doch letzten Endes überraschend gekomnien ist.

Die breite deutsche Oeffentlichkeit kannte den Dabin- gesckiedenen als den Direktor des Bundes der Landwirte, als einen Mann, der in den! politischen Kanrpf immer da stand wo es am heißesten zuging, und der zur rechten Zeit als ein starker Charakter das rechte Wort gefunden bat. Ein politischer Kampier war er, einer, dem Wohl und Webe der deutschen Landwirtschaft ganz besonders naheging, und der seine besten Kräfte jederzeit freudig in ihren Dienst stellte. Alles, was er für seine Berufsgenossen tat. war aber heraus- gcöoren aus seiner innigen Liebe zur Heimatsscholle. aus der heraus er seine beste Kraft nahm.

Dr. Diederich Hahn geboren am 12. Oktober 1859 zu Osterdeich ist noch nicht 60 Jahre alt geworden; und seine Freunde hätten ihm wohl noch ein langes Leben zu- getraut. Aber wer an d'.n Lebenswerk des Entschlafenen steht, der wird sagen, das dr. . Leben köstlich gewesen ist. wer! es nicht nur Mühe und Arbeit, sondern auch reichen Segens voll gewesen ist.

£i°f «rüffln? Stnteii des Aaa'kg.

..Auf der letzten Tagung des Beirats des sozialdemo- krvtisä-en Metallarbeiter-Verbandes kam es nach der Mag­deburgerVolksst." zu einem kleinen Intermezzo, das unS ein allgemeines Interesse zu verdienen scheint. ES wurde u. a. auch die Forderung der Einberufung eines außer­ordentlichen Verbandstags erörtert, die von der Urrabbän- gigen Sozialdemokratie mit der Begründung verlangt wor- .^en ist, der Vorstand habe die Verbandsinteressen durch Erwerb von Kriegsanleihe geschädigt. 3u dieser Frage

erklärte der Vorstand. Sog tfe* einer Schädigung kes Ver­bandes gar keine Rede sein könne. Um das zu beweisen, habe er seine Kriegsanleihen wieder veräußert, ohne irgend­welchen Verlust dabei zu erleiden. Der Verband habe ge- genwärttg Kriegsanleihe nicht mehr im Besitz.

Das sind die Stützen, auf denen der neueste Kurs ruht.

litt WlliMl an Gtlniilkliinlttkim.

Die allgemeine Knappheit an Eemüsesämereten, die eines­teils bedingt wird durch starke Nachfrage, durch vermehrten An­bau und geringe Einfuhr von Samen aus dem Auslande, an- decnteils durch die häufige Uebereindeckung verschiedener An­bauer hat eine ungeheure Preissteigerung hervorgerufen, wie sie wohi nur wenig in unsrer Kriegswirtschaft vertreten sein dürfte.

Werden doch als Höchstpreise gezahlt für

1918. 1916.

Weiß'ohl. Brauipchweiger . . . 150 Mk. gegen 7. Mk.

Rotkohl. O,Helle .260.- Mk. _ 28. Mk.

Wirsing. Vertus ..110. Mk. 12. Mk.

Karouen. Ran aife .9 . Mk. 18. Mk.

Da nun die Samenbeschoffung im Gemüsebau für einen ver­mehrten Anbau von größter Bedeutung ist. so ist unbedingte Sparsamkeit dringend notwendig. In den letzten Jahren wurde gerade in dieser Hinsicht große Verschwendung, besonders im Privatgar'en. betrieben. Häufig wurde die zehnfache Menge an Samen und mehr ausgefät. um die notwendigen Pflanzen heranzuziehen.

Roch mehr als im verflossenen ist in diesem Jahre Sparsam­keit geboten Vor allen Dingen konn dem kleinen Gartenbesitzer und Landwirt, der nur wenige Pflanzen benötigt, die Heran­zucht derselben nicht überlasten werden. Die Heranzucht sollte nur von tüchtigen Gärtnern oder Landwirten ausgeführt wer­den. dre den notwendigen Samen von den amtlichen Vertei­lungsstellen zur Verfügung gestellt bekommen und die fertigen Pflanzen abgeben Allgemein sind besonders in den Städten ge­nügend geeignete Betriebe vorhanden.

In dieser Erwägung hat auch die Maßnahme der N?ichs- gemüftstelle ihren Grund, nach der Samen nur in Mindestpackun. gen von 10 Gramm zum Verkauf kommen soll. Es ist deshalb den Besitzern von Kleingarlenbrttieben dringend zu raten, statt des teuren Samens gut entwickelte Pflanzen von den sachkundi­gen Gemüsezüchtern zu kaufen. Eie sparen damit Geld und Ar­beit und vermeiden eine Vergeudung von Samen, die unjach­gemäße Pflanzenzucht immer mit sich bringen wird.

V«m Leide der Ehre.

/C" \

Ockstadt. Unteroffizier Franz M 8 r l e r im Landwehr- Jnsanterte-Regt. Nr 116. Iababer der Hessischen Tapferkeits­medaille und des Hessischen Verdtenstkreuzes, wurde zum Ser­geant befördert

Meder-WsMttrdt. Gefreiter Philipp Ackermann, In­haber des Eisernen Kreuzes 2. Klaste und der Hessischen Tapfer- keitsmedailie. der seit Beginn des Krieges im Felde steht, er. hielt wegen seines hervorragend tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz erster Klasse. Herzlichen Glückwunsch dem Tapferen!

Elerabliefervng. In den letzten Tagen sind die Zettel der Laudes-Eierstelle ins Land geftaltert und haben in allen Krei­sen der Geflügelhafter begreiflichen Unwillen und Erregung her- vorgeruien. Die Ablüsetungspflicht ist so groß, daß sie nicht er­füllt werden kann. Am x.rünen Tisch scheint mau gar nicht zu wissen, daß Hühnersutter fast nicht mehr zur Verfügung steht und dadurch die Legetätigkeit stark vermindert wird. Viele Ge­flügelhalter werden unter diesen Umständen auf Hühnerhaltung ganz verzichten. Von unterrichteter Sekte wird uns mitgeteilt, daß der Vorstand der Landwirtschaftskammer in Darmstodt an­gesichts dieser rigorosen Anforderung an das Gr. Ministerium eine Eingabe eingcrercht hat. in der gegen die Anforderung der Elerstelle Einspruch erhob-n wird, es wird verlangt: 1. Das Ein­spruchsrecht muß bis zum 15. März verlängert werden: 2. Das landwirtschaftliche Dienstpersonal, welches volle Verköstigung erhalt, bat als Selbstversorger zu gelten: 2 Das Legequantum von 60 Stück für je Huhn und Habn ist bei dem knappen Futter nrcht entsprechend und deshalb herunterzusetzen.

Versammlung über Eierversorgung. Am nächsten Mitt- toock. den 27. !. Mts. nachmittags %3 Uhr, findet im Fest- iaale der Augustinerschule in Friedberg eine Versammlung statt, in der Herr Dr. Fischer von der Landeseierstelle Mainz über die Neuregelung der Eierversorgung und Eier- o.bgabe spricht. Das Großh. Kreisamt ersucht alle Eier- Vertrauensleute und Eieraufkäufer zu der Versammlung zu erscheinen.

Tanbstuvimekgottesdicnsi. Nächste« Sonntag, den 3. März, findet nachmittags 2 Uhr in der Burgkirche Taübstummengottes- dienst statt. Prediger: Herr Profesior D. Dr. Dtehl.

Obst- und Garlenbauverei». Wie aus dem Anzeigenteil crstchtltch. findet am Donnerstag, de« 28. Febr., abends 8 Uhr. in der Gastwirtschaft von Wilh. Sana tn Friedberg-Fauerbach eine Versammlung des hiesigen Obst- und Gartenbauvcreins statt Herr Gartemneister Rentsch wird in seinem Vortrag den Gemüse- anbaa im Hausgarten behandeln, woran sich alsdann eine Frei- Verlosung an Sämereien anschließen wird.

Butzbach. Der alte st e Strafgefangene Hessens Dieser Tage starb tn der Zellenstrafanstalt Butzbach an Alters­schwäche der am 5. Januar 1838 geborene Johannes Herchen- r ö d e r. Er wurde am 23. Zuli 1863 von dem damaligen Großh. Asiisenhof der Provinz Oberhesien wegen eines in der Nähe von Salzhaufen an dem Fuhrmann Adam Möller tn Eichelsachsen verübten Raubmordes zum Tode verurteilt. Im Wege der Gnade wurde dle Todessttafe in lebenslängliche Zuchthausstrafe ver­wandelt. Diese hat HerchenrSder am 8. Oktober 1868 tm Landes- zuchthmre Marknjchlotz angetrelen. Bet Kriegsausbruch wurde

et von da mit den Übrige« Züchtlingen nach der Zellenstrafan- stakt übergeführt. Er hat Über 54 Jabre tm Zuchthaus zuge.^ bracht und war der älteste Strafgefangene tm Erzherzogtum. (Der Sohn des ermordeten Möller betreibt heute in Dannstadt eine Gastwirtschaft.)

FO. Büdingen. 24. Febr. Die Mitgliederversammlung des Bezirkssparkasse Büdingen hat aus 1916er Ueberschüsien dem Vorstand die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt, um eine Anzahl skrophulöser Kinder tn der Kinderheilanstalt Elisabeth- hau» in Bad-Nauheim auf vier Woäxn zum Gebrauch von Soolbadern unterbringen zu können. Zu diesem Zwecke stehen der Bezirkssparkasse 17 Plätze zur Verfügung. Berücksichtigt wer­den Kinder im Alter von 314 Jahren, deren Eltern unbemit­telt sind und dem Sparkasienbezirk angehören.

FO. Cronberg, 24. Febr. Maler Rudolf Schott von hier, der seit Jahresfrist sich in russischer Gefangenschaft befand, teilt seinen Angehörigen mit. daß seine Flucht gelungen, und er sich bereits auf deutschem Boden befindet.

Aus Staikenburg.

FO. Croß-Umstadt. 24. Febr. Unter sehr großer Deteilt. gung fand heule die Beisetzung des im 59. Lebensjahre verstor­benen Stadtrats, Landwirts und Bierbreuereibcsitzcrs Ernst E l d m a n n dahier statt. Eidmann war in früheren Jahren ein Vorkämpfer der hessischen Bauernbewcgung. der bei keiner Ver­anstaltung fehlte. Wir werden dem braven Manne ein dank­bares Andenken bewahren.

FO. Hattenheim. 24. Febr. Zum Königlichen Oberverwal­ter der Domänenkellerei zu Erbach wurde Herr Ludwig Weiß ernannt und demselben das Verdienstkreuz für Krtegshclfe ver­liehen.

Ans Knrlicsscn.

FO. Schlüchtern, 24. Febr. Von einer umstürzenden Buch« wurde beim Holzfülleu im Eemeindewald der 58 jährige Maurer­meister Andreas Möller und der 49 jährige Schweinehirt« Johannes Herbert erschlagen.

FO Gelnhausen. 24 Febr. Die Höchstmenge der auf den Kopf der Versorgungsberechtigten tm Jahre auszugebenden Eier wird auf 25 festgesetzt.

FO. Kirchhain, 24. Febr. Zur Bekämpfung der Spatzenplage in der hiesigen Gemarkung sind Fangprämien im Betrage von 10 Pfennig für jeden abgelieferten Spatzen ausgesetzt. Dem Kreise Kirchhain ist für das Jahr 1918 die Ablieferung von 874 530 Eiern als Mindestleistung auferlegt worden.

FO. Homberg, 24. Febr. An zehnter Stelle mit feinem Obst- ertrag von rund 86 000 Mark aus dem Gemeindeobst im letzten Ertragsjahr, gegen 37 500 Mark 1916. stand unter den 22 Land­kreisen des Regierungsbezirks die hiesige Gemeinde.

FC. Marburg, 24. Febr. Die hiesige Strafkammer verur­teilte einen 13jährigen Fürsorgezögling aus Großalmerode, de, einem Landwirt m Lcndrode, bei dem er früher in Pflege war. das Haus angezündet hatte, zu 5 Monaten Gefängnis.

Ans HcstcnRaÜau.

FO. Dotzheim. 24. Febr. Unter dem Vorsitz des Bürgermei­sters Sporkhorst hatten sich Vertretungen der Gemeindekörper, schäften, Lehrerschaft und Eeistltchlett. der Landwirtschaft, der Industrie, des Handwerks und der selbständigen Gewerbelreiben' den zu einer Besprechung tm Rathaus eingefunden, um Mittel und Wege zu finden, um allen denen Extstenzmögilchkeit zr verschaffen, die der Krieg mitten aus ihrer Tätigleit heraus, gerissen und die bei ihrer Rückkehr in eine traurige Lage kom­men. vor ollem aber das selbständige Handwerk. Ein Vertreter der hiesigen Industtle gab die Versicherung, daß alle Induftrie- ! Unternehmungen am Platze die Sache finanziell aufs weit- > gehkndste unterstützen und fördern werden. Das gleiche müsst ; von allen Erwerbsgruppen und besonders von unserer Landwirt- ! schaft erwartet werden- Dem selbständigen Handwerk, das unter i dem Krieg große Not leidet, möge man jetzt mit Ueberweisung . von Aufträgen unter die Arme greifen. Sämtliche Teilnehmer \ sprachen sich für die Bildung einer Hilfskommission aus und 30 j Herren dafür gewählt. Bürgermeister Sporkhorst wurde zum ; Vorsitzenden bestimmt.

FC. Kelsterbach, 24. Febr. Der frühere Oekonom'everwalter Schulte dahier wurde wegen Ceheimschlachterei verhaftet. Er hatte acht Schweine in dem etwas abgelegenen Gehöft eines frü. Heren Bahnwärters heimlich abgefchlachtet und das Fleisch zu 7 Mark dos Pfund an Frankfurter Wirte verkauft.

FC. Aus dem Negierungsbezirk Wiesbaden. 24. Febr. Um zum vermehrten Kartoffelanbau anzuregen, sollen laudwirt- schastlichen Betrieben mittleren und kleineren Umfangs Beihil­fen zur Beschaffting guten Saatgutes gegeben werden. Zur Be­schaffung von geeignetem Saatgut werden Beihilfen von 3,50 Mark je Zentner (bet Verwendung von 10 Zentner auf den Morgen) gewährt werden. Dte Feststellung der Mehranbau- fläche richtet sich nach den Fläche aeintragungcn in der Mirt- schaflskarte von 1917.

FC. Brcrstadt, 28. Febr. Megan Überschreiten der Höchstpreise für Futtecmöhren wurde Landwirt Stiehl II. von hier zu 40 Dkark Geldstrafe oder acht Tagen Gefängnis verurteilt. Ferner wegen übermäßiger Preissteigerung Bernhardt Siegfried mit 10 Mark oder 2 Tagen Gefängnis.

FC. Sossenheim, 22. Febr. Etwa 30 Morgen Gemeinde- ländereien wurden zu Kleingarten umgewandelt und unter 370 Einwohner, die über Gartenland bisher nicht verfügten, verteilt.

FC Diez, 21. Febr. Die Geschäfte des hiesigen Landrats­amtes wurden dem Landrat des Oberwesterwaldkretfes Dr. Thon übertragen.

Kirchliche Rachrichten.

Gottesdienst i« der Bvrgkirche.

Mittwoch. 27. Febr^ abends 8K Uhr: Passtonsandacht. Herr Pfarrer D t e h l.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Lett: Otto H i r s ch e l. Jriedberg: für den Anzeigenteil: R. tz e y n e r. griedberg- Druck und Verlag der ^Reuen Daae--eitvng", «. G. Sriedberg l "