Einzelbild herunterladen

£>:p .,1 cne ^aoevteiluny" erichemt reden Werltar. Regelmäßige BeilapenDer Sauer aus Hellen",Dte Hpinnllnve". Semgapreis: Bei den Postanstalten vterreliährltch Mt. 2.40 hin u tritt noch das Bestellgeld; de« den Renten monatlich 85 Pig. einschließlich Trägerlobn. Anzeigen: GrundzeUe 25 Pig.. wlale 20 Blg^ Anzeigen von auswärts werden durch Bo.'LnachnahmH erhoben. E '--Il'-nasori Friedbera. Hchriflleitunq und Derla-z iriedberq (Hessen), »anauerikraße 12. Hernprecher 43. Ps'ts heck-Coita Rr. 13»I. .'. nt ^eantturt a M.

Rußlands Fricdrrlsrmttr.

Dorpat. Pernart, Pleslmn und Deval bejekt. Die Dcrchskon^lerrcde. Eine herausfordernde

Rede des iuternational-dcmokra1i)chen Vizekanzlers Payer.

Annahme der KMenMinglingen dlirch Rußland.

VerNn. 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Im Verlaufe seiner heutigen Rede im Reichstag machte ReichskanZler Dr. Graf von Hertling folgende Mitteilung:

Gestern ist die Nachricht eingetrofsfen. dag die Petersburger Re-giernng unsere Friedensbedingungen angenommen und Ver­treter zu weiteren Verhandlungen nach Bcest-Litowsk abgesandt hat. Demgemäß sind auch die deutschen Delegierten gestern abend dorthin abgereist. Möglich, daß über Einzelheiten noch gestrit­ten wird, aber die Hauptsache 'st erreicht, der Friedenswille wird von russischer Seite ausdrücklich kundgetan. Unsere Bedingungen sind angenommen, der Friedensschluss muh in kürzester Zeit er- kolgen.

Petersburg. 25. Febr. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Vaentur. In der Nacht vom 21. ds. fand eine Voll­sitzung des aussührcnden Hauptausschusies statt. Nach heftiger Debatte wurden die deutschen Friedensbedingungen von Brest- Litowsk. die aber durch die letzten Zusätze von Kühlmann er­gänzt waren, angenommen. 126 Stimmen waren dafür. 85 da. gegen abgegeben. 26 Mttglieder enthielten sich der Stimme, zwei Nnarchjsten nahmen an' der Abstimmung nicht Teil.

Folgendes Telegramm wurde am 24. ds.. am 7 Uhr früh dvrch Fnnksprnch an die deutsche Regierung in Berlin gesandt, ebenso an die österreichisch-ungarische in Wien, an die bulgarische in Sofia und an die osmanische in Konstantinopel:

Gemäß der vom avsführenden Hauptausschuh der Vertre­ter der Arbeiter. Bauern und Soldaten am 24.. Uhr früh getroffenen Entscheidung, beschloß der Rat der Volksbeauftrag­ten. die von der deutschen Regierung gestellten Friedensbedin- gungen anzunehmen und eine Abordnung zur Unterzeichnung des Friedens nach Vrest-Litowsk zu senden.

Der Vorsitzende des Rates der Volksbeauftragten: Wladimir Lenin und der Bolksbeaustragte für auswärtige Angelegenhei­ten, Leo Trotzki.^

Der deutsche Geueralstab ?:===^==== meidet: . J

|tf. T. S. Mrotzes Hairprqttariier, de» 23. Februar. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Vielfach Artillerie- und Minenwerferkampf. An verschiede­nen Stellen der Front Erknndungsgefechte, die uns östlich von Armentieres Gefangene und Maschinengewehre einbrachien. westlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe Eichhorn.

Unsere Truppen besetzten P e r n a u. Ein Esthen-Vatail- lon har sich dort dem deutschen Kommando unterstellt.

Ihren Divisionen voraus haben gestern vormittag die Sturmkompagnie 18 und die erste Schwadron des Husaren-Rcgts. Rr. 16 Dorpat genommen. Auf dem Wege dorthin wurden 3000 Gefangen gemacht und viele hundert Fahrzeuge erbeutet. Diese Fliegende Ablesung hat somit in 5)4 Tagen über 210 Ki­lometer zuriickgel"gt.

Heeresgruppe Lin sin gen.

In R o w n o ist der gesamte Stab der russischenbesonderen Armee" in unsere Hand gefallen; ihr Oberbefehlshaber war ent­flohen.

Vortruppen erreichten S h i t o m i x und nahmen dort Ver­bindung mit ukrainischen Truppen auf.

*

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Aiiendbcricht.

Berlin. 24. Febr. (WTB. Amtlich.) Im Osten gehen die Be­wegungen planmäßig vorwärts.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

*

Berlin, 25. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Stadt und Heftung Reval wurden heute 10.30 Uhr vormittags nach Kampf besetzt. Pleskau (Pskow) südlich des Peipusiees ist Ds unserer Hand.

» 1 ; . . 1 1 ;

Der österreichische Generaistab [1

r===== meldet: =====1-

Wien, 25. Febr. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der Piave war die Artillerietätigkeit lebhaft.

Bei der Heeresgruppe Linsingen nahmen deutsche Vortrup- pen in S h i to m i r die Verbindung mit den ukrainischen Trup­pen auf.

Der Chef des Eeneralstabes.

tv" :- rrr,

Das türkische Hauptquartier j m==== Meldet: ====i:=^===e

Konstantinopel, 24. Febr. (WTB.) Tagesbericht.

Palästinafront: Geringe Gefechtstäligkeit. Am Euphrat

ging der Gegner am 22. Februar mit zwei Bataillonen, zwei Kavallerie-Regimentern und drei Batterien gegen Hit vor, zog sich aber nach kurzem Feuergefecht wieder zurück. Im Luftlampf wurde ein feindliches Flugzeug zum Absturz gebracht. Am 23. Februar ging der Gegner erneut gegen Hit vor, dieses Mal in zwei Kolonnen. Eine Kolonne machte 10 Kilometer vor Hit Halt, grnb sich ein, die andere ging bis auf 4 Kilometer an Hit heran und machte dann Kehrt. Sonst keine Ereignisie.

10000 Tonnen verlcnkt.

Berlin. 24. Febr. (WTB. Amtlich.) Reue U-Booterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz. 19 000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich der englische Truppen, transportdampferTuscania" (14 348 Bruttoregistertonnen) mit amerikanischen Truppen an Bord. Der Dampfer ward kurz vor dem Einlaufen in die Irische See in geschicktem Angriff bei star­ker feindlicher Gegenwirkung aus einem Eeleitzuge, an desien Spitze er fuhr, hecausgeschosien.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Paris. 22. Febr. (WTB.) Das UnterseebootBernouilli" ist nach einer Meldung der Agentur Haoas bisher nicht an feinen Stützpunkt zurückgekehrt. Es war vor einigen Tagen zu einer Kreuzfahrt ausgelaufen.

Dilsskr n;er

Berlin, 25 Febr. (WTB ) Der Kaiser hat anläßlich der Rückkehr des HilfskreuzersWelf" an den Kommandanten Fre­gattenkapitän Rerger. das folgende Telegramm gerichtet:

Ich heiße Sie und Ihre tapfere Besatzung nach der langen und erfolgreichen Kreuzfahrt durch alle Ozeane willkommen in der Heimat. Indem ich Ihnen hiermit den Orden Pour le me- rite verleihe, lasse ich für den Stab und die Besatzung eine An­zahl Eiserner Kreuzer erster und zweiter Klasie folgen. Ihnen allen wünsche ich ein frohes Wiedersehen mit den Ihrigen und eine gute Erholung nach den langen Entbehrungen und Anstren­gungen."

Bewunderung in Wien.

Wien, 24. Febr. (WTB.) DieReue Freie Presse" bezeich­net die Erfolge des Hilfskreuzers ..Wolf" als besonders erfreu­lich und sagt.Der Kampf um die Rohstoffe wird durch die Kühnheit dieses Hilfskreuzers nicht unwesentlich beeinflußt, aber am stärksten berührt doch der Gedanke an die menschliche Lei­stung, der in dieser Kreuzfahrt, in diesem Angriff eines einzel­nen gegenüber hundertfacher Ueberlegenheit liegt. Kapitän Rerger und fein Offizier Brandes gehören sicherlich zu den Besten der deutschen Flotte.

Der Seekrieg.

Die Verluste der französischen Handelsflotte.

Berlin, 23. Febr. (WB.) Die Versenkung des neu er­bauten DampfersVille de Verdun" ist nur ein Beispiel unter vielen für das Mißgeschick, das die französische Han­delsflotte seit Kriegsbeginn verfolgt. 1914 zählte die fran­zösische Handelsflotte 2y> Millionen Brt., 1916 immmerliin noch 2.2 Mill.. aber Ende 1917 gab sie der Unterstaats­sekretär Lemery in der Kammer mitkaum" W 2 Mill Brt. an. Die Verluste 1917 beziffertFai Play" vom 3. Januar nach einem Aufsatz von P. de Rousier mehr als doppelt ^0 hoch wie 1916, nämlich 699048 gegen 318 580 Brt. Allein im letzten Jahre wurden demnach 28 vom Hundert des Frie-

denßstandes vernichtet und seit Kriegsbeginn beinahe ö'fe- Hälfte. Ohne Unterstütznng durch 1.3 Mill. englischer und 0.7 Mill. neutraler Brt. könnte die französische Negierung nicht im entferntesten ihren Schiffsraumbedarf, den de Monoy am 29. Dezember 1917 in der Kammer auf 7\<2 Mill. Brt. schätzte, befriedigen. Interessant ist die Tatsache, daß England noch vor einem halben Jahre Frankreich mit 2 Mill. Brt. atishelfen konnte. Von den oben genannten 1,3 Mill. Brt. hat England für seine eigenen dringenden Zwecke im Laufe des letzten Halbjahres 700 000 Brt. zurückgezogen und wird unbarniherzig weiter Kürzungen folgen lassen, d^nn was kiimmern die englischen Machthaber die Schwierigkeiten der -französischen Rohstoffversorgung, wenn der U-Boolkrieg ihre eigene Einfuhrwirtfchast mit dem Zusammenbruch bedroht.

Dcr llßnwfili in WM nnd sivland.

Riga, 23. Febr. (WB.) Der Vormarsch in Estland» und Livland gegen die Räuberhorden der Roten Garde gebt weiter. In Walk ergab sich nachträglich der ganze Stab der 110. russischen Division. Die russischen Offiziere und Sol­daten wiinschen in geordnete Verhältnisse zu kommen und der Willkür der Roten Garde entzogen zu sein. Bereits zeigen sich zum Heil des schwer darnieder liegenden Landes die Früchte der - strapazierten Leistungen der deutschen Divisionen, die planmäßig mit kampfkräftigen Vorhuten und dicht auffolgenden starkem Gros und Reserven die Straßen entlang vorwärts drängen, wahre Rekordleistungen im Marschieren erzielend. Verpflegung in dem von Natur reichen, von den Bolschewisten verheerten Lande ist in gro­ßen. von der Noten Garde aufgehäuften Raubdepots an mehreren Stellen erbeutet worden, da ein rechtzeiti'-er Ab­transport b"i der kopflosen Flucht nicht mehr möglich war. Dadurch wird das Vorwärtskommen unserer Truppen er­leichtert. -Eile ist dringend geboten, da jede Stunde früherer Ankunst in den livländischen Landstädtchen Hunderten mn Einwohnern Leben und Freiheit rettet. Die Bevölkerung aller Nationalitäten wünscht dringend Frieden und nnng. Sie hat übergenug von den bisberiaen a.-uuem harten Zuständen. Ileberall hört man die gleichen Fragen: ..Werdet Ihr uns nicht im Stich lassen und unsere verschlepp­ten Lieben befreien?"

Trohki Spricht nicht dleWnkrhe^,

Berlin, 25. Febr. In derNorddeutschen Allgem^ Zeitung" wird gesagt: Herr Trotzki wird jetzt sagen, daß Deutsch, land ihn mit seiner Fortsetzung des Krieges in die von ihm ar- geordnete Abrüstung hmeingestoßen habe. Es muß ganz Clc gesagt werden, daß dies nicht den Tatsachen entspricht, denn d russische Abrüstung ist nicht von Trotzki angeordnet worden, so', dern von selbst gegen den Willen der russischen Machthaber sic Gang gekommen. Trotzki hat den Befehl nur erlassen, um die tatsächliche Auflösung des russischen Heeres als feinen eigenem Friedensakt hinzustellen. Er war nicht im guten Glauben, als er davon sprach, daß der Krieg durch ihn beendet worden sei. Die Abrüstung hat schon wochenlang vorher begonnen. Das wußten unsere Unterhändler. Sie wußten, daß die Gräben vor unserer Front fast leer waren, wie sich auch auf unserem Vormarsch her- ausgestellt. Gleichwohl haben unsere Unterhändler in weitest­gehender Nachgiebigkeit auf einen rechtlichen Frieden hingear- beitet Trotzki hat den Frieden nicht gewollt. Er spricht nicht die Wahrheit, wenn er die Öffentlichkeit glauben machen will, die Abrüstung sei infolge seiner Erklärung des Endes des Kriegszustandes erfolgt. Diese Tatsachen müssen für die Beurtei­lung des russischen Verhaltens angesichts der jch'gen Lage immer wieder aufs neue hervorgehoben werden.

Flucht ans Charkow?

Bafel. 25. Febr. Die LondonerTimes" melden, daß die bolschewistische Eegenregierung der Ukraine am 20. Februar aus Charkow geflüchtet sei.

Mr Larp und König Minnnd.

Aus Bukarest wird derVossischen Zeitung" unter dem 2L Februar gemeldet: Lupu Kostaki, Verweser des rumänische» Innenministeriums, hat im Namen des früheren Ministerpräsi­denten Peter C a r p der rumänischen Delegation, die von d« Iassyer Regierung zum Zwecke der BerlüuLerung des Waffe»«