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Grane Gefahren. 7 i

Noman aus der Gegenwart von M. Gvntard - SchnL LO) Nachdruck verboten.

,Tann ist also alles in Ordnung,- sagte Sir Edward Douglas.Wenn Sie bereit sind, können Sie morgen früh von Folkestone abfahren. Im übrigen brauche ich Ihnen nichts zu sagen. Sie wissen das ebensogut und besser als ich.

Auch über die Höhe der Summe, die Sie verwenden dürfen, macke ich Ihnen keine,Vorschriften. Handeln Sie nach eigenem Ermessen. Sie brauchen nicht geizig zu sein, wenn es sich lohnt. Und über Kiel ist uns. jede, auch die kleinste Nachricht willkommen. Wie es mit der Einfahrt ist, ob Minen dort liegen und wo sie liegen, kurz, alles ist von Wert. Tenn es hilft uns allen nichts, Holme, wenn wir 'ein wollen, müssen wir es dort versuchen. In der Nord^e erwarten sie unsere Angriffe täglich stündlich! Wir sind genau unterrichtet! Ter Eingang in die deutsche Bucht ist also so gut wie unmöglich.

Ter Helgoländer Vorposten! An der Elbe dies Kur- baven. der Jadeeingang alles viel zu gut bewacht. Wir kommen da nickt weiter. Aber Kiel ist der schwache Punkt, da müssen wir bin. und zwar zusammen mit Rußland, und

Sie vergessen. Sir Edward Tonglas, daß wir nicht nach

Sie vergessen. Sir Edward Toglas. daß wir nickt nach Kiel können, ohne dnrck neutrales Gewässer zu fahren," gab der Sekretär zu bedenken.

Nichts veraesse ich' Aber was schiert uns das? Wenn'? den Herrschaften da oben nicht paßt, was wir tun. dann mögen sie endlick ans ihrer Zurückhaltung heranstret^n! Mit jftrer jetzigen Haltung ist uns gar nichts gedient. Sie mögen tick gegen uns erklären, meinetwegen, dann haben wir endlich, was wir brauchen.-

Ter Sekretär schwieg.

Tie Dame schreibt ja. daß sie gute Verbindungen hat. Sehen Sie zu. was sich macken läßt. Williams."

In Williams kleinen, pfiffigen Augen funkelte die Un- ternehmungslust.Wenn was zu machen ist. Sir, so mache ich es! Sie sollen mit mir zufrieden sein."

Es ist zu wünschen, daß wir endlich einen Erfolg haben. Unser ganzes Anseben geht zum Teufel, wenn das

noch lange so weiterycht,^ sagte Sir Edward Douglas, als Williams das Zimmer verlassen hatte.Wenn unsere Geg­ner und die Neutralen nur die Hälfte von unseren wirk­lichen Verlusten wüßten, kein Mensch glaubte mehr an

unsere Unbesiegbarkeit.-

Daran glauben ste schon jetzt nickt mehrt-

Es ist eine Schande! Noch nicht einen einzigen greif­baren Erfolg, hat unsere allmächtige Flotte aufzuweEen. Wo bleiben wir schließlich? Ist Nelsons Geist vollständig tot?"

Auch unsere Zeit kommt noch, Sirl"

Wann denn? Wenn wir keine Schiffe mehr haben! Seit Beginn der Feindseligkeiten bis heute, also in knrpp zehn Wochen, haben wir mit den letzten drei Stück genau dreizehn Kreuzer verloren! Wenn es das Ausland auch nickt weiß, wir wissen es! Daß wir diesen letzten Streich meinem Schwiegersohn zu danken haben, macht die Sache nicht an- genehmer."

Na vielleicht bringt uns die neue Verbindung einen nennenswerten Nutzen, so daß wir in der Ostsee gute ! Erfolge haben."

XIII.

Kapitärckeutnant von Werkheim war mit seinem Unter­seeboot zu einer neuen Erkunduugsfahrt ausgezogen.

Vorgestern früh war er durch den Kaiser-Wilhelm- Kanal von Kiel gekommen, hatte sich kurze Zeit bei §>e!ao- land ausgehalteu und fuhr nun bei gutem Wetter durch die Nordsee dem Kanal zu.

Werkbeim hatte das Kommando an Mittler abgeg"heu und stand nun an Steuerbordteitc und sah gedankenvoll in die unbegrenzte Ferne. Freie Fahrt lag vor ihm. Fr-ne Fahrt! Wann würden die Deutschen sie wieder haben?

Durch seinen Kops ging noch einmal die Unterhaltung mit dem Kommandanten der einsamen Insel am Eingang zur deutschen Bucht.

Man war scharf ans der Wacht dort. Der einsame, weit vorgeschobene Posten erforderte die ganze Hingabe f'er Be­satzung. Der Kommandant, Kapitän zur See Hannen, der sonst so gemütliche Lebenskünstler, hatte schon ein gut T>il seiner Behäbigkeit eingebüßt.

Es war ein aufreibender Dienst, der mächtig an den Nerven riß. Jeder einzelne Mann mußte sein Ganzes

geben. Ter Kommandant nahm es sehr ernst, er tckonke weder sich noch seine Leute und wäre am liebsten immer selbst ans dem Ausguck gewesen, aber das hielt die Gesund­heit dieses Enaksohnes nicht aus.

Meine einziae Sorge ist der Nebel." hatte Hansen gesagt.Sollten sich untere Vettern einmal im Schutze deS Nebels an uns vorbeitchleichen. dann-

Was dann? Dann ist es arrch noch nichts Wörter. Dann warten ihrer da hinten auch noch allerlei UcfoiV raschungen," erwiderte Werkheim.

Ich weiß, ick weiß! Aber sie sollen hier nicht norM! Glauben Sie, es ist ein Vergnügen, von andern eine Arbeit tun zu sehen, die man selbst gern macht?"

So leicht kommen sie anch nicht hier vorbei, seien Sie ohne Sorge. Helgoland ist ja nicht das einzige Auge, daL wacht."

Aber das verantwortungsvollste und größte. Natü-U^ glaube ich nicht, daß ihnen ein Durchbruch gelingt. Nur manchmal in meinen schwarzen Stunden beschleichen mich dumme Sorgen und Gedanken."

Schwarze Gedanken sind verpönt!" sagte Werfk"int fröhlich und reichte dem Kapitän abschiednehmend die Hand.

Auf Wiedersehen in zehn bis vierzehn Tagen P

Und wohin geht's diesmal?"

,,r ick weiß noch nicht. Nur 'n bißchen bummesn.^ Werkheim lächelte und zwinkerte mit den Augen nach der Ordonnanz.

Na. dann viel Vergnügen! Vergessen Sie aber n'chk. uns ans der Rückfahrt wieder zu besuchen."

Nun fuhr man schon in der Nähe der holländischen Küste bei T erschell ing Ni ff.

Diesmal ging es durch den Kana! und rnn die West­küste Englands herum.

Es galt, den Beweis zu erbringen, daß deutsche Nnt-r- seeboote imstande waren, die Zufuhr Englands abzu­schneiden.

Und dieser Beweis mußte zu erbringen sein! Es mußte gelingen diese aufgeblasenen Psesfersücke an ihrer empfind­lichsten Stelle zu treffen.

Fortsetzung kolat.

gchfttuinMrijnitru

^urch die hiesigen Kleinhandelsgeschäfle bringen «ir in Zimmer Rr. 7 der alten Post für den

Bezirk II Nr. 1-800

nächsten Dienstag, den 19. Februar, vormittags von öii uh-,

Camcmbcrtkäfe

zum Verkauf.

Für jede Familie wird

1.e zum Preise von 55 Pfennig

abgegeben.

L e Lebensmittelkarten find als Ausweis vorzulegen. Fricdberg, den 15. Februar 1918.

Stadt. Lebensmittel-Nusschuh.

Langsdorf.

Aekanntmochrrng.

Dm 16. Februar 19 IS sind zwei Bekanntmachungen: »Nr. Bst 1559/1. 18. K. N. A., betrefsend'Be­schlagnahme und Bestandserhebung von Holz- lpänen aller Art,

Nr. bst. 1609/1. 18. K. N. A.. betreffend Höchst- preise von Holzspänen aller Art," erlassen worden.

Der Wortlaut der Bekanntmachungen ist in den Amtsblättern uno durch Anschlag veröffentlicht worden.

6 fUn. töcncrfllfoKtüii!!!!)!) lfi. Arinttimt.

m

Sffjirniljcrr: «eine

Friedüera

im Gebäude des Großh. Hochbauamts, Schützrain 5, ist währeno der Heff. Juwelen- u. Goldwoche (17. bis 24. Februar) an den Werktagen nachm, von 3>/ 2 5 Uf)c und an den beiden Sonntagen vorm, von 111 Uhr geöffnet.

Dr. Nitzert. Haag.

L ~

Ein o deutliches

/ Mädchen

«nf 15. Mär,, auch für früh, gesucht. & Mai, Friedberg. Hanauerstr. 7.

Ein Paar

Fahrochsen

,ugfe,k. 4 J /, Fahre ach hat zu verlaufen

Adolf Lanckert, Staden. -

As l>ie Meiibmickii Mmtt iw Weitem.

Nach dm uns zugegangenen Mitteilungen des Krle^sernah- rungcamtes in Berlin lonnle die Festlegung des Rübeeprei es für die kommende Campagne noch nicht erfolgen, weil der Zuckerrüben- preis nicht für sich oll.in, sondern zugleich mit dem Prei.e anderer Feld.'rüch:e festgesetzt we.den soll.

Bor Ende Februar dürste der neue Rübenprels wohl kaum zu erwarten sein, was wir sehr bedauern, da die Landwirte ihren Bestellungsplan nicht noch länger hinaucfch eben lönncn.

2nzwi chen ist die Bundesratsverordnung vom 2. Februar 1912 über den Anbau von Zuckerrüben für das Detriebsjahr 1o18/19 schienen. Die §§ 1, 2 und 4 lauten:

§ 1

Rüb?nverarbei!ende Zucker- und RübriEaflfabrlken sind berechtigt, von Rüben auern, die ihnen Zuckerrüben aus der E nte des Jahres 19lü zu liefern verpflichtet waren, für das Jahr 1 13 Lieferung von Zuckerrüben von einer gleich großen Anbaufläche wie 1916 zu verlangen, .^abci gelten, soweit n chr eine andere Vereinbarung getroffen wiid, die für das Erniejahr 1916 vereinbarten Bedingungen mit der Maß­gabe, laß der Preis für die Zückerruben nicht niedriger sein barg als der für das Betnebsjahr 11:18/19 festzusetzende Minde preis. Soweit die Fabriken auf Grund des Betrags Schnitzel gegen Entgelt zu lie ern haben, tritt an die Stelle des für dle Schnitzel vereinbarten Preises der von der Be- zuzsoereinizung der deutschen Landwirte für Schnitzet gleicher Art zu zahlende Uebernahmcpreis.

, § 2

Ergeben sich bei der Frage, ob der § 1 Anwendung findet, sowie bei Anwendung drr Vorschristen im tz 1 Slreitigieiten, so tai n jede Partei eine Entscheidung der höheren Berwal- tun.sbehörde, in deren Bezirk die Fabrik liegt, darüber bean­tragen, ob und zu weichen Bedingungen zu liefern ist. Die höhere Berwa.tungsb. Hörde entscheidet nach billigem Ermeffen. Sie kann Ausnahmen von der im tz 1 festgesetzten Berpsllch tung zulasten, wenn sie im Interesse der VoUsernährung oder mit Rücksicht cm, die be onderen Berhüllniste im Betriebe des Rübenbauers geboren er chemen. Die Entjchetdung ist end­gültig und für die Gerichte bindend.

D.e Landeszentralbehörden be.llmmen, wer als höhere Verwaltungsbehörde anzusehen ist.

§4.

Rübenverarbeitende Zuckerfabriken dürfen von den zucker­haltigen Fut ermitteln, die sie im Betriebsjahr 1913/19 Her­stetten, an die rübenbauenden Landwirte zurückliefern: 83 vom Hundert des Gesamtgewichts der anfallenden nassen Schnitzeln in Form von nasten Schnitzeln oder die ent prechende Menge in Form von Trockenschnitzeln.

Der Ausfichtsrat der Zuckerfabrik Wetterau hat ln der Sitzung vom 11. Februar beschlosten, von dem ihm im vor­stehenden Paragraphen 1 zugestandencn Recht Gebrauch zu machen und fordert hiermit alle Rübenbauer, die für die Zuckerfabrik Wetlerau im Jahr 1916 Rüben angebaut haben, auf, die gleiche Fläche auch für das Erntejahr 1918 mit Zuckerrüben auszustellea und die Anmeldungen dis zum

Februar ds. Js. einzureichen.

Sollten besondere Derhältniste im Betriebe eines Rüben- baners es geboten erscheinen lasten, einer Verringerung der Anbaufläche staUzugeben, (o ersucht der Unterzeichnete Vorstand,

um Streitigkeiten und Schiedsgerichte nach § 2 der Verordn nun' möglichst zu vermeiden, der Aktien-Zuckcr'abrik Wetlerau der seiner Anmeldung diese Gründe darzulegen. Der Vorhand wird in billiger Weise daran- Rücksicht nehmen.

2m llebrigen hat sich der Vorstand der Zuckerfabrik Wet­lerau entschtosten, setzt schon in das Rübenakkordge chäft ein­zutreten und den Landwirten folgenden Rübenpreis für das Ern ejahr 1913 anzubieten:

Den noch staatlich festzrr ätzenden Nilbcirprels, sowie außerdrm erne lebendere Vergütung von V. Alt. für 180

vbgel eierte Rübrn.

Die Rückgabe von Schnitzeln er'olgt ja den von der Dezn svereinigung der Deut.chev Landwirte noch zestzu- sehenden Preisen.

Sollte den Zuckerfabriken wie lm Vorjahr seitens der Reichszuckerstelle Zucker zur Abgabe an die rübenbauenden Landwirte auch für die Campagne 1's18/19 angewiesen werden, so weiden wir diesen gemäß den Bestimmungen der Reichs- zuckersleNe zur Berleiiung bringen, wie dies nach un'ercr Bekannlmachung vom 30. Januar für die verstoßene Cam' pagne bereits geschehen ist.

Fr.edberg, den 16. Februar 1918.

?cr Wnirä

ktt Aktitk-Zlllker'llbrik Veilem.

2 starte, 2-r.ze

Fohlen

zu vcr.aufen.

Nichar) Noth, Kaichen.

Für nlein bloionlalwarcn- und Samengejchä.t nehme ich etne»

Lehrling

an. Kostund Wohnung im §a ise.

Ferdinand Damm Nach;.

Friedberg, Kai erstraße 26. Gediegenes, evang.

Mädchen,

das kinderlieb ist, in feinen Bc- amlenhaushalt gesucht. t£i,Unu i März.

Frau Amtsgerlchtsrat Schneider, Bav-3kauheim, j aristr. 46. !.

für so'ort gesucht.

Geschw. Süßkind,

__ Frie dberg._

Braves

Lehrmädchen

in Galanterie- und Spielwaren- Geschäft für sos.rt oder ipäter ge,acht.

Johanna Sprengel,

Vab-Rauheim, Kurftrößr 11.

Delranntmachnng

2n der Zeit vom 1 ". Februar bis 28. Februar 1918 wird aezen den Lieferungsab chnitt \t der Süßstoffkartenh" <b!am und gegen den L«e erungsabjchnitt 4 der SüßstoffkartenG" (gelb) von den Sußstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben.

Es gelan n ein Briefchen bezm, eine Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem 28. Febr.. verliert der 'Abschnitt >3 bezw. 4 e ne Gültigkeit. Rach die'em Zeit­punkt nicht abgerusene Süßstoff- mengen diirsen von den Augabe- ftellen frei verkauft werden.

Frredüerg.den 16. Februar 1918.

Der Bürgermeister

zu kaufen gesucht.

An ebote unjer Nr. 241 an

die Geschä tsstelle der «Neuen Tageszeitung". _

Entlausen

ein grauer

Spitzbommer

mit haiskene. Gegen Belohnung abzugeben bei

Aloistns, Dorn-Affenhelm.

Aifilknkacktii i

Vr>tAagr»iki!i»T SraSrerei «.Vnl.H.-S1