tigcti unfc unvernünftigen Attohokgetwß bestrafen. In ieireem Leutsch-amerikarüschen 3Umia» ..Das große Heimweh* erzählt Nudolf Herzog: ..Als ich vor zwanzig Jahren herüLerwcchsette, ; st ach mir vor allem die Freiheit und Gleichheit in die Augen. Das, glaubte ich, liegt deinem Temperament am nächsten. Prost die Mahlzeit! Als ich an dem Frsiheitsstandbild vorüber- dampfte, in den New Volker Hafen hinein, klopfte mir so ein alter Weiterkundiger auf die Schulter. „Da, sehen Sie sich das Ding an, das ist das letzte Stück Freiheit, was Sie hier zu sehen kriegen." Der Mann sprach die Wahrheit. Das ist hier keine Gesetzgebung, das ist eine GefetzaeSungkseuche, in jedem Staat, in jedem Städtchen, die Weiber voran, und wo die nicht wollen, kriegen Sie als ausgewachsener Mann nicht mal 'nen Tropfen Wisky auf die Zunge. Die Gleichheit aber — Herr, verzeih's Ihnen — die Gleichheit besteht in der Hauptsache darin,, daß jeder Rüpel neben Ihnen seine gottverfluchten Beine über den Tisch legen darf, ohne daß Sie sich nur mucksen dürfen. Doktor, ich habe meinem alten Deutschland viel ab- gebeten."
Im übrigen ist natürlich niemand auf der Welt gänzlich Persönlich frei. Der Mensch ist nun einmal ein soziales Lebewesen und bedarf als solches im Zusammensein mit seinen Mitmenschen einer festen Regelung. Wo solche Regeln fehlen, ist Nicht etwa mehr Freiheit, sondern weniger Ordnung und weniger Schutz des Bürgers vor Uebergriffen derer, die von der Freiheit ihre eigene ausschweifende Ansicht haben. So ist es im „freien- Frankreich bestellt, wo dem Bürger ein nicht annähernd wirksamer Rechtsschutz gegen ungerechte obrigkeitliche Verfügungen oder ungerechte Behandlung zur Verfügung steht Die in Deutschland. Dort ist beispielsweise jede Klage gegen eine polizeiliche Maßnahme unzulässig. Und was würde wohl - us unseren sozialdemokratischen Vereinen werden, wenn in Deutschland die „Freiheit" nach dem Muster Frankreichs zur Einführung gelangte, wo das französische Vereinsgesetz vom Jahre 1801 keine Vereine duldet, die die republikanische Staatsform gefährden könnten, während bei uns zahlreiche sozialdemokratische Organisationen offen die Republik verlangen dürfen. Daß auch *n der Truppenaufbietung bei Unruhen und Arbeiterbewegungen die Demokraten viel schneller und entschlossener Vorgehen als die Monarchisten, beweist die Geschichte der Berg- «rbeit^ransstände in Süd-Wales. Die Demokraten würden die ersten lein, die eine ihnen entgegengesetzte Kundgebung mit den brutalsten Machtmitteln zu Boden schlügen.
Das erleben wir fa in Rußland. Herrschen dort die Maxi- mattsten nach oem Urteil wirklich objektiver Berichterstatter nicht schrecklicher als die Zarenregierung? Wir haben in Rußland das beste Bild, wie es in einem Staate aussieht, wo Frei- Gleichheit. Brüderlichkeit verfochten und an alle Türen geschrieben wird Sollen wrr wirklich England nacheifern? Ist es der Staat, der uns vorbildlich ist in der Verteilung der gleichen Lasten, der Steuern, der Rechte? Ist Frankreich uns ein Vorbild in ferner republikanischen Gesetzgebung? Haben in Frankreich. England und Amerika nicht Terror und Diktatur angewandt werden müssen, und ist nicht der Wille einzelner so ausgeprägt und unbeschrankt, daß alles, was lausen konnte, ln den Soldatenrock ober an den Arbeitstisch gezwängt wurde. Vergessen wir nicht, daß bei uns immer noch Recht und Gesetz gelten, daß es bn uns wirklich Gleichheit vor Gericht und Gesetz gibt, während bei unseren Feinden nur einige Wenige be. stimmen und die übrigen, das Volk, sich ihnen beugen muß.
Ans Frankfurts „Grttülchast".
Jüngst konnten wir lesen, daß neben verschiedenen demokratischen Freifmnsgrößen. darunter der früheren Abg. Funk. Herr Geheim rar von Gans den Doktor- titel erhalten haben. Heute lesen wir über den neuesten Ehrendoktor der Frankfurter Universität in der „Wahrheit" folgendes:
Ganz Frankfurt stand Kopf, als der Großindustrselle und Multimillionär Fritz Gans einen Teil seiner berühmten Kunstsammlung nach Berlin sännkte, begriff diese nicht *ehr freundlich^ Handlung gegen Frankfurt aber, als der Schenker den Adelstitel erhielt und Geheimrat wurde. Da die Wünsche des Herrn Gans in dieser Beziehung befriedigt waren, hätte man hoffen Mirfat, er werde auf dem Nest feiner Kostbarkeiten einiges an Frankfurt a. M. geben, das sich chm gegenüber vielleM durch Verleihung des Ebnen- bürgerrechles erkenntlich gezeigt haben würde. Frankfurt stand deshalb wieder Kopf, als der Millionär, welcher doch ausgewrgt haben dürfte, den Entschluß faßte, seinen Sammlungsrest durch Bruno Cassierer in Berlin zur Versteigerung- bringen zu lassen. So ungefähr klingt es aus Frankfurt a. M. an mtter Ohr. Natürlich haben Herrn v. Gans als Mitinhaber der Firma Gans. Cassela & Co. (die Ge- ürüder Gans sind die Onkel der Herren v. Weinberg, der berühmten Nennsiallbesitzer) keine Nahrungssorgen zu dieser Versteigerung getrieben. Er larfielt mit Bestimmtheit über Beträge bis zu 40 Millionen. Ein anderes Moment war bestimmend für ihn: er wollte die Sammlung nicht feinen Erben lassen. Mit denen „steht" er sich nämlich garuicht. Mit seiner in London verheirateten Tochter, die in elfter Ehe mit einem 5>errn Webler aus Frankfurt a. M. rer- brmden war. sieht er nicht gut; mit seinem in Frankfurt f ein Geschäft betreibenden Sohne verbindet ihn auch keine besonders tiefe Zuneigung mehr und nur mit der Gattin keines geschiedenen und bereits vor Jahren verstorbenen Sohnes der die Tochter eines sächstsä-en Kriegsministers heimgeführt und ihren adligen Namen seinem schlichten Gans angehängt hatte, soll er bessere Beziehungen unter- halten: obgleich ihre feudale Familie gegen seinen Sohn einen Prozeß angestrengt und ihn aufgefordert hatte, ihren adligen d Namen hinter dem seinigen wegzulassen, da der Welt ein Adelsprädikat vorgespiegelt werde, das er nicht besitze. Soviel bekannt geworden ist, siegte die Familie und ' der Herr Gans mußte den adligen Namen seiner Frau ab- lllsicn. Es ist begreiflich, daß sich Frankfurter Lokalblätter tertz 1. . 2 T diese eüvaS absonderliche Affäre knieen und den
Versuch.machen, sur Frankfurt zu retten, was am Ende vielleicht noch zu retten ist. Viel wird das, unseres Er- achtens, nicht sein. Leute, die bester über Herrn v. Gan- informiert sind, als es leider diese Frankfurter Blätter zu lein scheinen, kennen seine Konstruktion besser. Fritz Gans batte sich noch 1910 den Freiherrntttel gewünscht und in der Hoffnung, ihn zu erhalten, die große Stiftung für die Staatsmnfeen gemacht. Der Freiherrn-Titel ist ihm ja nun versagt geblieben, den einfachen Adel aber hat er erhalten, als der Besuch der Kaiserlichen Majestäten in Aussicht stand, erwarb er schnell das Rittergut Nissen bei Marburg, 1000 Morgen groß, für 2 Millionen; jedenfalls, um den Majestäten als Rittergutsbesitzer und nicht als simpler Kom. merzienrat vorgestellt zu werden. Bier Wochen nach dem Erwerb hat er das Gut bereits mit einem Rebbach von 100 000 Mark anderweitig verkauft.
Mr ZnckrerMheubatt in Gefahr.
Das statistische Bureau von F. O. Licht bemerkt in seinem neuesten Wochenbericht, daß aus einer ganzen Reihe von mitte!-, nord- und ostdeutschen Bezirken Mitteilungen vorliegen, nach denen vorläufig mit einem weiteren, zum Teil einschneidenden Rückgang der Zuckerrübenanbausläckn gerechnet werden muß.
Diese Nachricht gibt der „Vorwärts" mit folgender Be- merknng wieder:
„Dem Znckeranbau droht Gefahr, weil der Anbau an- derer Hackfrüchte, wie z. B. Mohrrüben, nicht nur lohnender sondern aucb mit geringerer Arbeit verknüpft ist. Es ist vergeblich, den Landwirten vorzuhalten, daß sie die Volks- ernähritng bedrohen und die Landesverteidigung schwächen, wenn sie keinen Zucker anbauen: sie geben dem höchsten Gewinn nach und wollen ihre patriotische Pflicht nur erfüllen, wenn ihnen höhere Preise bewilligt werden. Statt höhere Preise zu bewilligen, wäre es freilich ebenso gut möglich, die Preise für die mit der Zuckerrübe konkurrierenden Hackfrüchte kräftig herabzusetzen. Aber es ist leider sehr fraglich, ob das Kriegsernäbrungs'gmt die moralische Krott hat. entgegen dem Druck der Landwirte diese richtige Preispolittk zu treiben."
Vielleicht gibt mm der „Vorwärts" demnächst den Arbeitern den Rat. daß sie auf Feinen Fall eine Stellung aufgeben. wenn ihnen anderweitig höhere Löhne bewilligt werden. Vom Kriegsamt wird er dann die moralische Krott fordern, entgegen dem Druck üer Arbeiter diese richtige Lohnpolitik zu tteiben.
Diese „Retourkutsche"werden wir im „Vorwärts" Wohl vergeblich suchen!
Zur Aerstellrirtg von Sranritwetti.
Der Dorsitzerd« der Relchsbrannttveinstelle gibt nachstehen, des bekannt:
In der Presse sowie auch ln der Oeffentttchkelt (gemeint sind natürlich die Kreise, die berufsmäßig gegen die Landwirtschaft hetzen. Die Schrift!.) erscheint wiederum gegenüber de» Brenneretbesitzern. die zugleich Landwirte sind und den Kar- tottelbau betreiben, der Vorwurf, daß sie. anstatt ihre Kartoffeln vorschriftsmäßig abzutiefern. sie mit mehrfach höherem Gewinn auf den Schnaps verarbeiteten.
Seit der Verordnung vom 15. April 1916 hat der Kartoffeln verarbeitende Brenner seine gesamte Erzeugung an Branntwein an die Spirituszentrale abzutiefern. die wiederum die bei ihr eingehenden Mengen nur nach den Anweisungen der Reichs» branntweinstelle absetzt. Jeder Brenner erhält den gleichen, vom Krtegsernährungsamt nach eingehender Prüfung als not- wendig befundenen, mäßigen Preis, bei dem er seine Kartoffeln nicht höher verwertet, als wenn er sie verkauft oder zu Trockenware verarbeitet hätte. Es ist für den Brenner demnach ganz gleichgültig, zu welchen Zwecken fein Branntwein später ver- wendet wird, ob als Trinkbranntwein (gemeinhin ..Schnaps" genannt) oder als gewerblicher Spiritus Die Ansicht also, daß ein Brenner Kartoffeln aus „Schnaps" verarbeiten und dafür etwa die beute im freien Handel für Trinkbranntwein bestehen- den. ungeheuerlichen Preise erzielen könne, ist völlig irrig. Im übrigen ist schon mehrfach betont worden, daß überhaupt kein Trinkbrrnntwein mehr für den allgemeinen Gebrauch frelgege» ben wird sondern nur für die Truppen an der Front, die ihn aber nicht unmittelbar vom Brenner, sondern durch die Reichs- branntweinstelle. und zwar nur in einem eng beschränkten, dem unbedingten Erfordernis entsprechenden Umfang? zugewicsen erhalten,
Derjenige, der glaubt, es würden immer noch zu viel Kartoffeln verbrannt, möge einmal eine Umfrage bei den Verbrau. chern des gewerblichen Spiritus halten: er wird alsbald erfah. ren. unter welcher Spiritusnot die gesamte Spiritus oerbrau, chende Industrie leidst. Keine Granate, kein Unterseeboot. Kraftwagen oder Flugzeug kann ohne Spiritus fertiggestellt werden. Die Hauptmenge des erzeugten Branntweins wird zur Herstellung von Pulver und Sprengstoffen benötigt. Das für den unmittelbaren oder mittelbaren Heeresbedarf arbeitende Gewerbe muß gleichfalls mit dem Allernotwendigsten an Spiritus versorgt werden (für photographische Zwecke, Lackfabrikation. Hartspiritus und dergl.). Für Medikamente und sonstige Heilzwecke ist er gleichfalls unerläßlich.
Bei dem großen Mangel an Gewürzen ist die Nachfrage nach Essig, der heute infolge Fehlens der Essigsäure nur unter Ver- Wendung von Branntwein hergestellt werden kann, erheblich gestiegen.
Mltikche (ickrung NM Kt» und ötrsh.
Berlin. 15. Febr. (WTB.) Der parlamentarische Beirat des Kriegsernährungsamtes war am 11. Februar zu einer Sitzuirg zusammenberttfen, um sich zu dem dringlichen dl»trag der Obersten Heeresleitung auf möglichst schnelle Lieferung erheblicher Mengen von Heu und Sttoh als Pferdefutter zu äußern. Der Beirat erkamtte dir unbedingte Notwendigkeit, de« Heere dir
erforderlichen Mengen sofort zur Derrügung stelle». *a& tä suchte den Staatssekretär de, Krlegsernöhra!lge«lnt.'s. mit alles) zur Verfügung stehenden Mitteln dafür Sorge zu tragen, daß 2 >i# Heresverwaltung die erforderlichen Mengen von Heu und Etr^ so schnell wie möglich erhält, wenn nötig auch im Wege militärischer Zwangsmittel gegen die schuldhast Säumigen. Die Mchr.^ heit stimmte ferner dem Vorschläge des Staatssekretärs zu. eltul vorübergehende Preiserhöhung für Heu und Stroh eintreten zu lassen, um dadurch eine möglichst schnelle Ablieferung anzuregeu.
WA Md Kamnchenßhliing m I. Mn 1918 .
Zur Viehzählung am 1. Mär-z 1918 hat der Bundes at eine Ausführungsverordnung erlassen, die eine Zählung der im Deutschen Reiche vorhandenen zahmen Kaninchen an- ordnet. Diese Feststellung geschieht im Interesse der Heeresverwaltung, weil die Felle der KaninckM in steigendem Maße für den Kriegsbedarf Bedeutung gewinnen.
Da eine besondere Zählung zurzeit mir mit greßett Schwierigkeiten durchführbar fein würde, erschien es a^gezeigt. sie mit der am 1. März 1918 vorgeschricbenen üae- meinen Viehzählung zu verbinden.
Aus Lev ftclmitt.
Hessische Juwelen- und Gotdwoch^ Wer auch nur ein Gramm Gold Goldankaufsstellen zuführt, bet hilft einen baldigen Frieden erringen. Wer fein Gold zurvckbshält. weil er rs mehr liebt als sein Vaterland. der fördert die Feinde und ist undankbar gegen das Heer. Wie klein ist doch das geforderte Opfer, verglichen mit de« Opfern an Leben und Blut, die unsere Streiter draußen willig bringen.
Frledberg. Am 18. d. M. feiern Bürstenfabrikant Schilling und Frau des Fest der Silbernen Hochzeit. Glückauf zur Goldenen!
Zur Schrveluefrsge. Die Abgeordneten Fenchel und Dorsch haben im Hessischen Landtag folgenden Antrag eingebracht'. Nach einer Mitteilung des „Gießener Anzeigers" hat da» preußische Landesfleischomt auf Vorstellung des Landtagsabge. ordneten Krüger-Hoppenrode bestimmt, daß die Abschlachtung der Schweine nickt in dem vom Kriegernührungsamt festgesetzten Maße stattzufinden braucht. Die Anordnung geht dahin, daß Ferkel, die bereits zur Hausschlachtung für den nächsten Winter eingestellt, von der Enteignung ausgeschlossen sind. Ebenso bleiben Läuferschweine im Gewicht bts zu 25 Kilogramm, wenn sie für die Hausschlachtung eingestellt sind, ausreichendes und zulässiges Futter vorhanden ist. von der Enteignung ausgeschlossen. Hiermit ist eine verschiedenartige Behandlung der Landwirte i» Preußen und Hesien zum Ausdruck gebracht. Unsere hessische» Dauern und Arbeiter mutzten lhce Ferkel und Einlegschweine, die sie für die Hausschlachtung im Herbst angeschafft hatten und diese mit Abfällen aus ihrer Wirtschaft hatten durchhalten können. derer» zur Ablieferung bringen. Kleine Bauern und Arbeiter hatten diese Schweine zu hohen Preisen gekauft, zu Minderpreisen sind sie bet Ablieferung an den Kommunalverband bezahlt worden. Die hessischen Schweinebesitzer haben also nicht nur keine Haushaltungsschweine mehr, sondern hatten auch noch einen Geldverlust. Um diese große Unbilligkeit und ungleichmäßige Behandlung der hessischen Landwirte gegenüber in anderen Bundesstaaten wieder einigermaßen auszugleichen, muß deshalb eine Vergütung der Preisdifferenz zwischen Einkaufs- und Abgabepreis erfolgen, sowie eine Vergütung des unnütz verbrauchten Futter. Wir beantragen: Die Kammer wolle beschtte. ßen. die Großherzoglicke Regierung zu ersuchen, bei der zuständigen Stelle dahin vorstellig zu werden, daß diese Entschädigung aus der Rekchskasie bezahlt wird, nachdem das Reich nicht für eine gleichmäßige Behandlung aller deutschen Landwirte und Arbei- ter Sorge getragen hat.
8I-. Langenselbold bei Hanau. 14. Febr. Die Ehefrau Kath. Seifert von Langenselbold war wegen fortgesetzter Milchsäl- schung durch Strafbefehl tn eine Gefängnisstrafe von 1 Monat genommen worden. Auf ihren Einspruch hin fand vor dem hiesigen Schöffengericht eine Verhandlung statt, in der festgestellt wurde, daß sie. obgleich in guten Vermögensverhältncssen lebend, wiederholt Milch dadurch gefälscht hatte, daß sie der Vollmilch Magermilch zugoß. Nach dem Gutachten von Dr. Vrounmüllcr rn Hanau, dem Vorstände des dortigen Nahrungsmittelunter- fuchungsamtes war die Fälschung eine recht erhebliche gewesen. Der einen Probe waren 54, der anderen sogar 59 Prozent Fett entzogen. Da nach einem weiteren Gutachten des Sanitatsrats Dr. Clautz die Angeklagte nervös und krankhaft ist. wandelte der Gerichtshof die Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe von 209 Mart oder 20 Tagen Gefängnis um.
Au- Starkenburg.
FC. Aus dem Odenwald. 14. Febr. Dle Schulen km Krells Erbach haben in der Zeit von April bis Dezember 1917 u. a. g» sammelt rund 105 Zentner Obstkerne nno 230875 Kilogram» Tee.
Aus Hessen-Rasiau.
FC. Wiesbaden, 14. Febr. Vom hiesige« Gaswerk hsW kürzlich der Fuhrmann Adolf Klüpfel von hier den Auftrag bw kommen, Koks zu fahren, darunter 29 Zentner für de« Bern Inspektor Mittelmann im Nerotal. Die abgetirferte erschien dem Dienstmädchen de» Bauinspekiors sowie ba gedusenen Hausfrau zu gering. Auch der benachrichttgte meister des Gaswerks schätzte die Menge nur aus 8—19 3t¥aöWÄ Klüpfel hatte sich heute wegen dieser llntettchMsun^ dt» t» der Jetztzeit gang und gab« ist. vor den Schäff«» z» vera«vs» » ten. Er erhielt eine Geldsttafe von 56 Mart.
Verantrvortlick» für den politischen und lokalen TeU: OS °O Hirid)el, Iriedberg; für den AnLeigenteil: 9L Hevu Friedber^ Druck uud Verlag der «Neum
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