Ausgabe 
12.2.1918
 
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ober wissen mutzten, daß dies die Folge sei, so seien sie des Landesverrats schuldig. Es sei unzweifelhaft, daß bei dem Streik die ersten Schlisse aus den Volksversammlungen heraus gefallen seien. Immerhin falle ins l^wicht, daß in Berlin von 1800 000 Arbeitern nur 180 000 am Streik beteiligt llxrren, zirka 12 Prozent. In der Provinz war die Beteiligung viel geringer.

Deutsches -IM!?, merke auf!

Nach Kopenhagmer Nachrichten herrscht, wie wir einem »r'n dort eingelangtcn Privatlelegrcrmm entnehmen, in der eng­lischen Geschäftswelt starte Mißstimmung, weil das ga: ;e C:- schäftsleben so gut wie lahmgelegt sei imb die ungeheu: n luste, die die Kaufleute schon jetzt erlitten hätte??, von Tag zu Tag größer werden. Man habe sich in schärfster Tonart an t?lo?)d George gewandt mit der Frage, weshalb er nicht auf Kosten von Englands Verbündeten mit Deutschland einen fiir England vorteilhaften Frieden schlösse. Lloyd George Hobe ge­antwortet, dazu sei immer noch Zeit, de,??? er habe absolute Gewißheit, daß Deutschlmrd jederzeit zu einem solchen Friede??, der England schonen ivürde, auch i?n Falle eines völligen Sie­ges. bereit sei. Er, Lloyd George, schätze die an?eritanische Hilfe auch nur gering ein und verkenne keineswegs die wachsende Gefahr des U-Bootkrieges. Aber die Herren möchten nur noch ganz kurze Zeit Geduld haben. Nach ganz zuverlässigen Nach­richten stehe die in??ere Revolution Deutschlands unmittelbar bevor. D?e ganze demokratische Bewegung in Deutschland sei so stark, daß man auf diese?n Wege, ohne die eigenen Verbün­deten preisgeben zu brauchen, mit Sicherheit zu einem sogen, annexionslosen Frieden gelangen werde, der Englands Kriegs­ziel: die wirtschaftliche Vernichtung Deutschlands, ohne daß Deutschland selber es merke, voll beftledige.

Das war von Anfang an Albions Rechnung: den Krieg mit Hrlfe bet deutschen Friedensliebe und der deutschen Dumm, heit z« gewinnen, Zm Dezember 1914 sagte Lord Kiichener zum Vertreter derChicago Tribüne":Wir werden trotzdem den Krieg gewinnen. Wenn wir ihn nur auf lange Sicht un­begrenzt führen, so wird das deutsche Volk, weil es von Natur de?? Frieden liebt, seine Regierung zwingen, den Frieden zu suche??, und schließlich ??m jeden Preis."

Deutsches Volk, merk auf! Sollen deine ingrimmigsten Feinde recht behalten mit ihrer beleidigenden Einschätzung deiner Widerstandskraft? Willst du wlrtlich in allerletzter Stunde alle die Opfer und Entbehrungen vergeblich getragen haben, all das Heldenblut umsonst geslosien sein lasten? Sollen Lloyd George und Krtchener dich wirklich am besten gelaunt haben? Wach auf, deutsches Volt!

Geschieht ihnen Recht!

Der frühere Reichska??zler von Bethmann Hsllweg und rrach kh?n der jetzige Staatssekretär des Innern Wallraf haben dem sozialdemokratischen Dichter und Säuger besVorwärts" die Ehre erwiesen, sein Wort:Dein ärmster war dein treuester Cohn" zu zitieren. Dazu schreibt jetzt der Dichter selber der Fränkische,? Tagespost":

Zun? zweitenmale widerfährt meiirem GedichtBekennt­nis" die Ehres eiries Zitats in öffentlicher Reichstagsverhcurd- lung und wieder klingt dieses Zitat vom Regierungstische her. Es scheint, daß die Regierungsmänner die bewußten zwei Zei­len des Gedichtes endgültig dem Schatz ihrer politischen Schlag­worte einverleibt haben. Dazu muß doch gesagt werden: Das GedichtBekenntnis" ist Ende 1914 entstanden, in einer Zeit also, da wir dem Krieg noch gefühlsmäßig ganz anders gegrn- überstanden als im vierten Kricgsjahre. Ich habe bei den Versen ganz unpolitisch gedacht, bedaure es aber nicht, daß sie recht bald politisch aufgefaßt und verwendet worden sind, Ra- lürlich besteht auch nicht der mindeste Anlaß, das Gefühl, dem die Verse entflossen si??d, heute zu verleugnen. 9k?r muß klar und deutlich gesagt werden: An das Deutschland der Tirpitz und Revenilow, der Vaterlandspartei und der Eroberungspreste ist in dem Gedicht m?t keinem Wort gedacht. Gemeint ist das neue fteie Deutschland, das Deutfchla??d politischer und bürger­licher Gleichheit und Gerechtigkeit. Für dieses Deutschland haben seitdem Hunderttauser?de geblutet."

Hiermit wird wohl endlich dem Anfug. arn Regierungstisch einer? sozialdemokratischen Dichter zu zitieren, durch diesen selbst rin Ende gemacht sein.

^ ne im für die Bitrrlmtoiwrtfi.

Geheimer Rat Professor Dr. A. Kn 8 p fl er, der alloer­ehrte katholische Theologe der Münchener Universität, schreibt in Nr. 65 derMünchen-Augsburger Abendzeitung" unter der AeberschristErnste Verwahrung":

Ernste Verwahrung muß eingelegt rverden gegen die Art und Weise, wie neuestens öffentlich und systematisch, sogar i?n bayerischen Landtag, die Vaterlandspartei diskreditiert, der Kriegsverlängerung beschuldigt und indirekt sogar der Vera??, lassung der verwerflichen Streikbewegung bezichtigt werden will.

Man bleibe doch bei der Wahrheit, schaue den Tatsachen offen und ehrlich ins Angesicht und laste sich nicht fortwährend durch inhaltslose Schlagworte und leere Phrasen beeinflussen! Wie liegen denn die Dinge tatsächlich? Welchen Erfolg hat das gutgemeinte Friedensangebot Deutschlands vom Dezember 1916 bei unseren Gegnern gehabt? Hat sich irgendeine Regung des leisesten Entgegenkommens bemerken lasten? Hat sich nicht vielmehr etn Wolkenbruch von Hohn und Spott, von Schmäh­ung und Verleumdung, von Anklagen und Beschuldigungen über uns ergossen? Weiter: Welchen Erfolg hatte die viel, erörterte Reichstagsrefolution vom 19. Juli 1917? Der ein- Aige greifbare Erfolg des angebotenen Verzichtfriedens waren doch nur bodenlose, freche Beschimpfungen, schamlose Verleum­dungen und rohe Anklagen eine- Lloyd George und Wilson, anderer di: minores gar nicht zu gedenken. Jedem wirtlich deutsch Fühlenden muß bei der bloßen Erinnerung an die Aus- Me die Kormsglut auf die Wangen steigen. Angesicht» all

dieser durchaus eindeutige« Aeußerungen remdlicher Staats- ?,r?er. sowie der jetzt vor aller Augen liegenden Gehet?uver­trage unserer Gegner ka?m kein ernster Zweifel mehr ?oalten über den brutale??, rücksichtslosen Vernichlnngsrvillen der Geg­ner. namentlich Englands, gegenüber Deutschland. Z??r Ver­wirklichung dieses Dernichtungswillens ist den Gegnern kein Mittel zu schlecht, kein Weg ungangbar, wenn er Irgendwie er­folgversprechend scheint. Durch Lüge und Verleumdung wur­den nicht nur die eigenen Völker in den Krieg gehetzt, die ganze Welt wurde gegen u,?s aufgestachelt,' durch schnöden Mammon soll das eigene Vaterla??d revolutioniert werden. Rach der ganze?? Natur der angelsächsischen Raste wird dieser Wille nicht ruhen, bis er seine Erfüllung gefunden hat oder bis sie unmög- ! l ich gern acht worden ist.

And was will die Vaterlandspartei? Nicht rnehr und iricht weniger als das Vaterland sicherstellen gegenüber diese?» so brr?- tal geäußerten und so rücksichtslos betätigten Vernicht??,?gs. willen: sie will warnen, auf der Hut fein vor einem Feind, der feit Iahrhnrrderten in allen Ränken und Künsten heiintückischer Intrigen bewandert und geübt ist, dern nichts heilig ist, als was ihm Nutzen u??d Vorteile bringt: sie will verhindern, daß dieser haßerfüllte Feind, um mit dern Erzberger von 1915 zu sprechen, beim Friedensschluß nicht soll höhnend sagen können, daß die Deutschen die Dummen gewesen seien". Ist nun diese Tätigkeit wirklich so übel, daß die Vaterlarrdspartei derart öffentliche Anklage und Bloßstellung verdient? Sind wir in Deutschland wirklich so weit, daß man seine vaterländische Ge­sinnung nur mehr in einer nach einer gewissen Richtung abge­stempelten Forin äußern darf!?

Bleiben wir doch bei der Wahrheit: nicht die Vaterlands­partei hat die verwerfliche revolutionäre Bewegung bei uns ! veranlaßt, sorrdern einige unverantwortliche Wühler, die im Banne des feindlichen Auslandes standen. Wie wäre es sonst erklärlich, daß Lloyd George schon mehrere Tage vor Ausbruch de» Ausstaildes triumphierend darauf Hinweisen konnte? Wir alle wissen ??ur zu genau, wie England feine Macht gegen die von ihn? beherrschten Völker zu begründen und aus.zuüben weiß. Oft genug st?& Jammerrufe von Irland, Südafrika. Indien Aegypten ??. a. zu uns gedrungen. Sollte es wirklich nicht rnehr gestatte: sein, seine Stimme dagegen zu erheben, daß unser Vaterland nicht in solchen schmählichen Helotenzustand verfalle? Dann legen wir uns lieber gleich zu unseren toten Helden, um der? ei tietzlichen Ruffinis Germanrae" nicht mehr vernehmen zu müsse??.

Parlamentarisches.

Darurstadt, 10. Febr. Der Zweiten Kcnmner sind' zu­gegangen: Eine dringt. Anfrage des Abg. Breidenbach rmd Gen. betr. die Pferdecmshebung für Heereszwecke. Sie fragen an. ob der Regierung bekannt, und sie bereit ist die bei der Pferdeaushebung ganz erheblich benachteiligten Pferdebesitzer zu entschädigen.

Ein Antrag des Abg. Wiegand betr. die Unter­stützung der mittleren und kleineren Gewerbebetriebe, ins- besortdere soweit deren Inhaber zun? Heeresdienst ein gerufen sind, mit Roh Materialien usw. bei Kriegsende. Antrag des Abg. Fenchel betr. die Verwiegung und Auszahlung des an die Heeresverwaltung gelieferte Her?es nach dem Gewicht der Ortswage. Antrag des Abg. Fenchel und Dorsch betr. die Vergütung der Preisdifferenz zwischen Einkaufs- und Abgabepreis der durch Zwangsmaßnahmen abgelieferten Schweine an die Kommunalverbände. Ferner Antrag des Abg. Leun und Dr. Fulda in dem gefordert wird, daß die Bahnarbeiter, auch soweit es sich um Schwer­arbeiter handelt, und sofern sie nicht mehr als ein Schwein geschlachtet haben, von der Speckabgabe aus der Haus- schlachtung befreit werden. Weiter liegen vor: Ver­schiedene Berichte des Finanz-Ausschusses.

Vom F§!dr

der Ehre.

Griedel. Leutnant und Adjutant Louis Christ, in einem Feld-Artillerie-Regiment, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

Södsl. Musketier Hugo Volz, Res.-Jnf.-Regt. 87, zu Zt. schwer verwundet in Gießen, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Fet??de mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausge­zeichnet. Die Unteroffiziere Reinhard Fourier, Gustav Raab urtb Heinrich Wagner, welche feit Kriogsbeginn im

Felde stehe??, wurden zu Sergeanten befördert.

Aus de?' Heimat.

FC. Die Preissteigerung der Gemiifesiimereien ist eine un­geheure in der letzten Zeit. So kostete ein Kilogran??n Sarnen Karotten rm Jahre 1916 18 Mark, 1917 40 Mark und 1918 92 Mark, Kohlrabi 1916 24 Mark. 1917 90 Mark, 1918 120 Mark; Weißkohl 1916 7 Mart, 1917 20 Mark. 1918 150 Mark; Rotkohl 1916 28 Mark, 1917 58 M. 1918 sogar 260 Mark. Bemerkt sei, daß in den meisten Faller? zu den gnurnnten Höchstpreisen heuer kein Samen zu erhalten ist. Man braucht bet solch hohen Samenpretsen sich nicht mehr über die außerordentlich hohen Gemüsepreise zu wundern.

FO. Büdingen, 10. Febr. Wertere 85 Landwirte in zwölf Ortschaften des hiesigen Kreises wurden mit Geldstrafe?? von 3 bis 10Ü ALark belogt wegen Nichtablieferung von Speck. Darm?- ter waren je 23 aus den Orten Hatn-Gründau urid Langenberg, hein?. (Wir halte» diese Maßnahrnen für sehr bedauerlich.)

Bad Homburg. Infolge vorgekommener Ur?regelmäßigkei- ten wurde auf Anordnung des Landratsamtes die Haferflocken­fabrik in Bad Homburg v. d. H pottgeilich geschlossen.

Frankfurt am Main. In einer zahlreich besuchten geschlos­senen Mitgliederversammlung der Deutschen Vaterlarrdspartei sprach am Freitag abend im großen Saal des Zoologischen Garten» Larvdtagsgbgeordneter Dr. W. Beu. ler-Düsfeldorf über den ..Deutschen Frieden und die deutsche Arbeit". RachdM

Pfarrer I. Kübel als Vorsitzender Sie Versammlung eröffne^ und mit einige» Worte,? den Kämpfern draußen, zumal auch de?» Arbeitern an der Front, Da,?k abgestattet, und voi? den Ziele» der Partei gesprochen halte, führte der Redner u. a. aus: Mili­tärisch stehen wir besser als je. Demgegenüber sei es eine widersinnige Tatsache, daß die Enter?te nur mit einem Deutsch-, land unterhandeln will, das sich für vollkommen besiegt ausgibt. Freilich hat auch bei uns seit geraumer Zeit eineFlaumache­rei" bei der Besprechung von Kriegs- u??d Friedenszielen ein­gesetzt, die von hohen vera,?t?vortlichen Stellen weit energisckier hätte bekämpft werden sollen. Die Zustände, die im Osten jetzt für die Den?okratisierung geschaffen worden sind, sind weder sehr verlockend, noch können sie zu einem Verzichtfrieden reize??, der der breiten Masse des deutschen Volkes eine unerträgliche Steuerlast aufbürden würde. Das Wort BismarcksWir lau­fen ?riema,?den nach" ist zu unserem Schaden nicht stets befolgt worden: wir sind vielmehr dem Auslands zu viel nachgelaufen. Mit dem Wunsche, daß in unserem Vaterlande auch für die Zu­kunft die leiterrden Ideen dreier Männer weiter wirke»? möch- teil, die Gedanken Friedrichs des Großen, Goethes und Bis­marcks (de?n viele Fehler unserer modernen Politik unverständ­lich gewesen wären), schloß der Reditcr seinen mit starkem Bei­fall aitfgenommenen Vortrag, dem eine kurze Diskussion folgte.

Aus Starkenburg.

Tarmstadt. Das Kupferdach der russischen Kapelle in Darmstadt wird, nach amtlicher Meldung, nynmehr abgenom­men. Die Meldung lautet: In der uniä??gst a??ch durch die hes­sischen Zeitungen gegangenen, an den Herrn Reichskanzler ge­richteten Anftage des Herrn Reichstagsabg. Koptsch betr. das Kupferdach auf der hiesigen russischen Kapelle war behauptet worden, daß die hessische Regieru??g sich geweigert habe^das Kupferdach abzunehmen und sie habe sich dadurch mit der Be­kanntmachung des Stellv. Generalkomnwndos des 18. Armee­korps noin 9. März 1917 und der öffentlichen Meinung in gro­ben Widerspruch gesetzt. Aus diese Anfrage hat nunmehr die Reichsregrenurg folgende Antwort erteilt:Das Kriegsamt hat cmgeordnet, das Dachkupfer der Kapelle in Darmstadt abzuneh- men; daß die Gr. Hess. Regier?,ng sich gerveigert habe, das ver­goldete Kupferdach zu entfernen, ist nicht zutreffend."

Darmsiadt. Mehrere hundert Austaufchg-fangene trafen am Donnerstag abend #12 Uhr auf der Durchreise aus der Schweiz hier ein unb wurden von der Verpflegungsstelle des Roten Kreuzes gespeist. Das Großherzogliche Paar war hierz» erschienen und zog viele von ihnen, insbesondere auch die Hes. sen, ins Gespräch. Der Eroßherzog verteilte Blumen, Postkarte» ?i??d sonstige Liebesgaben. Einer der Ausgetauschten brachte ein Hoch auf das fürstliche Paar aus, worauf der Eroßherzog i» kurzen Worten dankte und den Zurückgekehrten in der Heimat Ruhe und Erholung wünschte. Um 1 Ubr ??achts verließen di« Herrschafte»? die Räume.

FO. Beusheim, 10. Febr. Bei der gestrige» Holzversteige- rung in den städtischen Waldmigen rvaien zahlreiche Steigerer erschiene??. Es kam der Ra??mmeter Vuchenfcheitholz durch­schnittlich auf 40 Mark.

FO. Eberstadt, 10. Febr. Bet dem Schuhmachermeister ALaul in Oöer-Beerbach wurde eirrgebrolhe?? urrd aus dem Kel­ler eine größere Menge in Lack liegendes Fleisch, darunter meh­rere Schinken, gestohlen. Als Täter wurden die Weißbinder Johannes Maul ?rud der Fabrikarbeiter Georg Gaß aus Nieder- Beerbach in Untersuchungshaft genommen. Der auf Urlaub befindliche Pionier Karl Dieter, der nüt beteiligt sein soll, hat sich der Festnahme durch die Abreise entzöge??.

FO. Beusheim, 10. Febr. Gestern Nachmittag fiel ein brcU jähriger Junge in den angeschwollerren Ne??grabenbach. Der Sohn des Schlossermeisters Jostff Deppert rettete das bereit- bewußtlose Kind.

Aus Rheiuheur«.

Worms, 10. Febr. Geh. Kommerzte??rat Exz. Frhr. Corne­lius Heyl zu Herrnsheim, Reichstagsabgeordneter fiir WormsHeppenheim, volle,rdete heute urtter allgemeiner Teil­nahme der Bevölkerung in voller Frische sein 75. Lebensjahr. Freiher Heyl zu Herr??sheim gehört seit dem Jahre 1874 dem Reichstage und dem hessischen Landtage an.

FO. Osthofen, 10. Febr. Gestern beging der hiesige Ee- meindeeimrehmer Frey sein 25jähriges Dierlstjubiläuur. Der Jubilar ist Vorsitzender des Verbandes der Gemeinderechner der Proviriz Rheinhesse??, Rechnungsprüfer in? Turngcm Rhein- Hesse?? und Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde.

Ans Hrsscu-Rassau.

FO. Dotzheim, 10. Febr. Bei der gestrigen Holzversteige- rung in den hiesigen Waldungen stiegen die Holzpreise sehr. Di« Versteigerung ergab einen Erlös von 19471 Mark. Für Bucheklscheitholz wurden pro Klafter 145 Mark, für Knüppel­holz 115 Mark gelost. Die vorjährigen Holzducchschnittspreise betrugen Kr ersteres 6965 Mark, für letzteres 50 Mark.

Kirchliche Anzetge«.

Gottesdienst iu der Stadtkirche.

Mittwoch, 13. Februar, abettt»- Uhr: KriegsandachL

Herr Pfarrer Ritter.

rrtniMMiMM.'K'ÄLL'KiTLAL»

Osfene Stelle«:

1 Kiiechiefamrlie, 6 Schreiner, 1 Schwetnefütterer. 2 Veruml- ter, 2 Knechte, 1 Milchfahrer, 1 Tagelöhner. 9 Dte??st?nägde, 78 Feldmädchen, 13 Hausmädchen, 1 Köchi»? für großen Bettieb, L Hsushällerinnea, 1 Verkäuferin, 2 Lehrmädchen, vrave» Kinder­mädchen 45 Stuirden täglich.

^ Kte!le»s«Ae«tzer

Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 3 F«?ren für für Küche. 1 Köchi??, 5 Büroftäuletns, 3 Fräulein für Mharbeiten oder dergleichen, 1 Haushäitettn für tlemen .Haushalt.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ottü Hirsche!, Friedberg; für den AnzeigenteU: K. H e y n e t J ftdeifkra. Druck und «erlag der .Re««

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