.NeidschmedAe Effendi zuck Mufti mit ausgedehnten Voll-' 'machten zur Anwendung der Scheriatsvorschriften gewählt.
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Die ilrtiDlHtiön in Fiiniigüd. ' ''
Aus Stockholm wird der „Kreuzzeitung" gemeldet: Nach einwandfreien Mitteilungen beschäftigt sich die schwedische Regierung sehr ernsthaft mit der Frage eines militärischen Eingreifens in Fiimland. Die schwedische Regierung will sich keineswegs in die inneren Vorgänge in Finnland einmengen, furchtet aber dazu genötigt zu sein, da bei den letzten von den bolschewistischen roten Garden verübten Ereueltaten eine große Anzahl von den in Finnland lebenden schwedischen Untertanen erwerbe* worden ist. Die „Kreuzzeitung" schreibt hierzu: Ob. wohl uns diese Nachricht aus zuverlässiger Quelle zugeht und der darin angekündigte Schritt der schwedischen Regierung nahe, liegt, bleibt die Bestätigung der Meldung mit Rücksicht auf die weitreichenden Folgewirkungcn eines schwedischen Eingreifens einstweilen abzuwartcn.
Mikorg, 30. Jan (MTV.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Bei einem blutigen Zusammenstoß wurden 80 Mann von der Weißen Garde getötet und 7 von der Roten Garde verwundet.
Stockholm. 1. Febr. sWTB.) Die finnische Gesandtschaft erhielt am Donnerstag abend ein Telegramm aus, Helsingfors, wonach russische Soldaten und Rote Gardisten in Helfingfors Mitglieder des Landtages und Bankdirektoren verhafteten. Trotzli und Lenin hatten gedroht, drei Regimenter nach Mi. borg zu senden, u. a. ein Schutzkorps, um die sogenannte Weiße Corde zu vernichten.
Kopenhagen, 31. Jan. (WTV.) ..Verlingske Tidende" mel. det aus Stockholm: Das schwedische Kanonenboot „Svensksund" und zwei schwedische Dampfer fdrn am 1. Februar nach Finnland ab. um die schwedischen Untertanen dort abzuholen.
!► ti fftlch rumänischer Krieg.
London. 31. Jan. sWTB.i Die ..Times" erfahren aus Pe. kersburg: Es wird berichtet, daß die Rumänen Kiichlnero besetzt haben und ihren Vormarsch fortsetzen.
Russisch rumänische Cchisfsgefechte.
>.Ntro Roisij- meldet aus Petersburg, daß ans der Unteren Donau in den letzten Tagen Schiffsgefechte statt- fanden, die mit einem Sieg der Rumänen endeten, obwohl' der rumänische Monitor „Elisabethe" von den Maximalisten durch Geschiitzfeuer versenkt wurde.
Das gleiche Blatt erfährt, daß General Averescn den , Oberbefehl über sämtliche Truppen zur Verteidigung n; - >: I bie russischen und rrrmänischen Maxinwlisten erhalten ha^. ^ Die rumänische Regierrmg ordnete die Verhaftung aller in Jassy befindlichen rnssifcknn Maximalisten an. Die bei Jassy geschlagenen marimalistischen Streitkräste werden von" den Rumänen verfolgt.
Vormarsch der Rumäucn aus Odessa.
Aus Petersburg wird -gemeldet, daß zwei rumänische Heeresabtei lungen genleinsam mit ukrainischen Truppen nach Odessa und Kisckünew streben. Die Rumänen sollen nur mehr 33 Werst von Odessa und 14 Werft von Kischinew entfernt sein. Tie gegen Odessa vorgehenden Truppen besitzen starke Artillerie.
ZMMnrerumMesek tM.VKsocoeNDen Abschluß de- Friedens mit den Mttelmächten oder den Riicktritt des Königs Ferdinand. An Stelle des letzteren soll ein nationaler Fürst auf den rumänischen Königsthron gehoben werden. Man spricht hierbei vom Fürsten Cantaeucene. Da diese Bewegung auch vdn der russischen Offiziersliga stark gestützt wird, kommt ihr besondere Bedeutung zu. In Jassy haben sich Kundgebungen -gegen den General Berthelet ereignet.
Uer»e Gntentehoffmntg.
Die Streiks als Kriegsverlängerer.
Basel. 1 Febr. Der „Daily Chronicle" schreibt, die Vorgänge in Deutschland hätten eine völlig veränderte politische Lage geschaffen. Angesichts der eingelretenen Verhältnisse dürfe die Entente keine Veranlaffung nehmen, jetzt zu verhandeln, sondern sie muffe abwarten, um einen vollständigen und sicheren Sieg zu gewinnen.
Genf, 1. Febr. Der „Temps" meldet ans Washington: „New Ncik World" bereitet in einem längeren Artikel zur deutschen Streikbewegung auf eine Vertagung der Stellungnahme Amerikas zu den letzten Fricdensreden in Berlin und Wien vor.
Stockholm, 31. Jan (WTV.) Eine Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur sagt, daß der Kampf für den Frieden nicht am grünen Tisch, sondern aus den Straßen Wiens und Berlins ousgetragen würde.
Ko!?chemiste» nn der Arbeit.
Die Un^atim aenrn König
SIiiS Petersburg indirekt wird der „Kriegsztg." gemel- Als Gegengewicht gegen die maximalistischen Be- ftreormgen in Rumänien ist eine nafional stark betonte Be- weormg in der Moldau und Besiarabien entstanden deren Aufgabe - nach einem veröffentlichten Aufruf die Rettung Rumäniens ist. Dieser Bewegung gehören bereits 148
Ans meiner ^orftürche.
Recht oder Gnade?
Evyl. Matth. 20, V 1—16: Die Arbeiter im Weinberg.
ßie&e Gemeinde! Von einer gar traurigen Geschichte wollte ! ich euch erzählen Es war eine Frau, die war lehr fromm. Morgen- und Abendgebete wurden in ihrem Hause nie ver. geffen, und wenn sie nicht selbst zur Kircl)e konnte, so sorgte sie doch dafür, daß eines aus ihrem Hanse sonntäglich den Weg zum Gotteshanse ging Und dann kam der Krieg. Da wurde des Hauses Sohn zu den Fahnen gerufen. Als er von der Musterung heimkom, und tauglich befunden war, da wollte sich die Mutier freilich kaum fassen! Warum hat Gott mir das ge- lanä meinte sie. ich war doch allezeit fromm und fleißig. Aber dann wurde sie womöglich noch frömmer.' ging noch regelmäßiger zur Kirche, und betete noch eifriger. Aber wenn die anderen Frauen davon redeten, daß man im Krieg auf alles gs- faßt fein muffe, rann lächelte sie wohl so ein bißchen mitleidig für sich hin: ach nein, ihr geschah das nicht, sie wußte den Weg. um auch durch die Kriegsnot unversehrt hindurchzukommen, wer so fromm war. wie sie, den machte doch Gott vor allen Unglücksfällen bewahren. So dachte die Frau! Und da-tarn aus
bem Felde ei» Brief von fremder Hmid. ihr Sohn war gefal- lcitt 0 wie die Mutter da aufschrie' Ist das der Lohn für all meine Frömmigkeit, mein Beten und Kirchengehcn? Habe ich das verdient? Und als ihr ein treuer Nachbar zurevele. sie solle denken, daß sie auch schon Sünde getan habe, da fuhr sie ihn an: bin ich nicht jedes Frühjahr und jeden Herbst zur Beichte nnd zum Abendmahl gegangen? So haderte die Frau mit ihrem Gott, und warf ihm alles Unrecht vor. weil er andere Weg« gegangen war, als sie es sich wünschte. Es war ein 3armn«r zum Herzzerbrechen — nicht des irdischen Unglücks wegen, das halten andere viel schwerer tragen müssen, — som bein, die Frau so ganz und gar ihren Halt verloren hatte, daß sie in ihrer Verblendung gerade den von sich stieß, der allein ihr rechten Trost hätte bringen können in ihrem Leid! Aber tragen wir nicht olle ein Stückchen von der Art dieser Frau im
Gegen das zaristische Rußland zu marschieren und es mit Hilfe des vielgMmiihten preußischer, Milttarismus vernichtend zu sa)lagen, war den deutschen Sozialdemokraten von jeher ein durchaus sympathisier Gedanke. Der Verlauf des Krieges hat die sozialdemokratischen Hoffnungen durchaus erfüllt. Das Zarentum ist gestürzt und Rußland zurzeit in der Hand revolutionärer Machthaber. Dieser Umstand genügt, dre Führer der mehr denn je im Banne des Internationalismus stehenden deutschen Sozialdemokratte dem Gedanken abgeneigt zu machen, mit Rußland zu einem Frieden zw kommen, aus dem Deutschland wirtschaftliche Vorteile und militärische Grenzsicherungen erwachsen konnten. Ungeniert tritt Herr Scheidemann als Anwalt ruffifcher Jntereffen auf und arbeitet so Herrn Trotzki- Vornstein in die Hände, der mtt seinen Bcrschleppungsmanä- vern in Brcst-Litowsk nichts anderes beabsichtigt, als seinerseits der revolutionären Sozialdemokratie der Mittelmächte Zeit zu erben, dem russischen Beispiel zu folgen. Mit bemerkenswerter Offenheit gesteht der „Vorwärts" in Nr. 28 vom 23. Januar
diese Absicht ein:
..Es ist durchaus kein Geheimnis, daß die Russen wirklich der Meinung find, die Dinge könnten in Deutschland den gleichen Verlauf nehmen wie in Rußland. daß sie drese Wendung wünschen und mit allen Kräften zu fördern bestrebt sind."
Wie sehr die Sozialdemokratie in den Ländern der Mittelmächte mtt solchen Bestrebungen einverstanden ist, zeigen die Hochrufe ans Trotzki in Stuttgart ebenso sehr wie die von den österreichischen und deutschen Bolschewisten an gezettelten Stteiks in Wien und Berlin. Rach anfänglicher scheinbarer Zurückhaltung hat nunmehr die Sozialdemokratie sich in aller Form an die Spitze d-s Streikes gestellt und die Führung übernommen und beide Richtungen sind wieder einig geworden. Dir Frantfurter „Bolksstimme". die doch zu der Mehrheitsfozial- demokratie gehört, hat kein Wert des Abscheus gegen den ge. planten Baterlandsverrat, den doch dieser Stteik darstellt, sondern feiert die wiedererstauden« Eintgkert der seither feindlichen Brüder innerhalb der Sozialdemokratie indem sie schreibt:
„Der Kampf einigt und stärtt das Proletariat! Als eiue Bewegung ohne Führung und ohne Organisation brachen die politischen Strttks aus, sie griffen im Nu um sich, erfaßten bis 0 -ck".n in Berlin 100000. in Rärnlc" J> ft'-!-! i, Bel- 7 -
Herzen? Auch wir fingen doch zu leicht, warum habe i ch das verdient, meinen, wir müßten von Gott für unsere Frommig. teir eine Belohnung fordern. Aber mit solcher falschen Art machen wir uns doch nuc selber das Leben schwer, machen uns unzufrieden und erreiche,? nur. daß wir die schweren Stunden, dieses in jedes Menschen Leben gibt, uns selber noch schwerer machen. Und da will uns heute der Herr Jesus mit seinem Gleichnis ben Weg zeigen. Dieses Gleichnis versteht man aber nicht richtig. wenn man nur auf sein Ende sieht, man muß den Anfang genau ins Auge- fassen. Da merkt man von den ersten Arbeitern heißt es: sie wurden einig um einen Groschen: Die forderten also ihren Lohn, aber bei den letzten wird von Lohn gar nicht geredet. Sie verlassen sich auf des Hausvaters Gnade! Und so heißt das. was Jesus uns in diesem Gleichnis lehren will, so: Wenn einer von Gott sein Recht fordert, dann zahlt ihm Gott sein Recht aus auf den letzten Pfennig nenn einer sich aber auf Gottes Gnade nnd Güte verläßt, dann schenkt ihm Gott aus freier Gnade und Güte überreichlich, über alles Verstehen und Verdienen. Seht die Frau, von der ich Euch vorhin erzählte, die rochte vor Gott auf ihr Verdienst und Recht? Ach wenn ihr doch einer hätte die Augen öffnen können, daß sie sah. Denn sie war wie einer, der sein Rechnungsbuch' durchlieft, liest aber immer nur die Zahlen der Einnahme nnd nicht die der Aufgabe und sagt dann: et. was bin ich reich, wie viel habe ich eingenommen, sieht aber nicht, daß er auch alles wieder avsgegeben hat. Hätte sie richtig gesehen, dann hätte sie freilich auf der einen Sette ihre Frömmigkeit gesehen, aber dc.i-.n citf der anderen Seite wieviel glücklick-e Lebenslage, wicriel Glück und Gedeihen in allem, was sie angefaßt hatte, und auf einmal hätte sie erschrocken aufgechört mtt dem Rechnen rn ihrem Lcbensbuche nnd hätte gesagt: Ei lieber Gott. Du bist mir ja nichts mehr schuldig, ich bin Dir ja schuldig? Und dann wäre sie wohl erschrocken und hätte sich gesagt: ich wollte mtt Gott rechnen, nun hat er mir als erste Schuld mein Kind genommen, was wird er mir denn noch all' nehmen, wenn wir weiter rechnen? Wir rechnen alle dem lieben Gott gerne einmal unsere Frömmigkeit nnd unser Verdienst vor, aber wehe, wenn tbctt einmal ernsthaft mit uns zu rechnen anfängtk Dann
-- ligte, uvren im Norden auf Werften, in Oiheinkand-^Zest- falen auf Bergwerksbett iebe Etnftuß - und schufen das Wunder der Vereinigung und Einigung streitender Brüder."
Die Regierung soll mit Drohungen und durch Gewalttaten,' wie sie bei der Sprengung der VaLerlandspartei-Bersammlun- gen in Frankfutt am Main, Mannheim, in München und Leipzig, in Witten und Jenau in Erscheinung traten, mürbe ge« macht und das Ziel der unblutigen Revolution erreicht werden: die Demokratisierung des Reiches und Preußens. And so fordern denn die Streikenden Berlins getreu dem Vorbilde der Bolschewisten Wiens neben dem gleichen Wahlrecht in Preußen den Frieden nach fozialdemokratifchem Verzichtprogramm und die Freilassung der verhafteten Märtyrer, Liebknecht und Konsorten, und Zuziehung der Arbeiter zu den Friodensverhand» lungen Getreulich sekundiert der „Vorwärts" mit den Worten, die deutschen Sozialdemokraten werden
„das Ziel der <Demokratie me aufgebs«. aber sie verfolgen es nicht mit großen Redensarten, sondern mit ernsten Taten. So gehen sie den Weg, der nach ihrer Ueberzeugung zu einer besseren Zukunft der Menschheit führt. Schritt ' für Schritt. Gefährlich ist der Versuch, sie dabei gervaltiam aufzuhaften?"
Man hält die Zeit für gekommen und da arbeiten die Haafe, Adler. Trotzki-Bornstein, CchÄdemann Hand in Hand. Weiß, doch der „Berliner Lokal-Anzeiger" zu berichten, daß in einer Berliner Fabrik ein anonymes Flugblatt gefunden wurde, das eine „Kundgebung der ausländischen Vertretung der Bol- schewiki an die Internationale" darstellt. In dieser Kundgebung wird betont, daß eine Niederlage der russischen Revolution auch eine solche der revolutionären deutschen Sttömung bedeuten würde, deshalb sei der Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen notig. Ja die Herrsibasten gehen in ihrem - wachsenden ttebermut so wert, öffentlich vor einem deutschen Sieg zu warrvrn. Man lese nur folgende Auslassungen der „Volksstimme":
„Der Bic-rbund will anrrektteren und er achtet nicht aufrichtig das Selbstbestimmungsrecht. Unantastbarkeit des Vier- bundsgebietes wird als zwingende Voraussetzung zum Frieden hingeftevt, dem Gegner aber will der Vierbund nicht Gegenseitigkeit batten. Und foctgefttzt eine geMollte Unklar, heit, die verbergen soll, welchen Machtzrelen der Vlerbund. Deutschland zum-al nachftrebt. Der Friedensfchluß im Osten steht in Frage, nicht fraglich aber ist. daß der Sondevftttde mit Rußland zur Einleitung einer entsetzlich blutigen Offensive im Westen werden kann. Was tat die Reichstagsmehrheit gegen diese Gcfahr?"
Glaubt man da nicht die Auslassunaen eines Organs der englischen Ncrthcliffe-Presse zu lesen. Hört man da nicht die Angst vor einem deutschen Steg heraus?? Man verschweigt wissentlich, daß die deutsche Heeresleitung ganz gewiß nicht einen einzigen Menschen ohne die zwingendste Not opfert; aber sollen wir im Westen roerrttn. bis unsere Feinde ihre Front in aller Ruhe wieder so verftärtt haben, daß sie uns gefährlich wer- den können und barai unsere Volksgenossen in der ^lbwehr über- mächtiger fmndlicher Angriffe geopfert werden sollen!
Eines aber sollten doch diese Vorgänge lehren. Das deutsche Bürgertum muß endlich einsehen, wohin es durch die Heilschaft der Schlagrvorte gekommen ist Für die deutsch« Industrie und damit fiir den deutschen Arbeiter wird dicftr Krieg geführt. Die deutschen Bauernsöhne stehen im Schützengraben und dte Arbeiter sind zumeist rettamiert. Der Mittelstand ist durch die Krteaomaßnahmen ruiniert oder dem Untergang nahe. Zum Dank atrr lassen sich betört. Arbeiter in den Stteik hetzen, der das Vaterland wehrlos machen J soll. Alles um der Freihctt willen? Und wie sieht diese „Frei- heit" aus? Die russischen Bolsche-miki geben ein Zeugnis dafür. Nack'de?n sie die Nationalversammkung, die in ihrer großen Mehrheit gegen sie entschieden hat. auseinander gejagt haben.
' sollen Finnland, die Uttaine. Est- und Livland vergewaltigt
kommt soviel Schuld auf unserer Sette zu Tage, daß wir verloren sind? Wir kenrvrn einen, den man auch gekehrt hatte, so mii Gott zu rechnen, das war Martin Lutl»er. 361, was hat er , sich abgemüht, um mit seiner Frömmigkeit vor Gott ein Ver- : dienst zu erwerbe». Aber sein Gewissen hatte scharfe Augen, l und was für Schrecken und Angst hat er ausgostanden. als e» merkte, daß mit all' feinen Mühen seine Erduld bei Gott nur größer wurde! Und wie alückselig war der Mann, als er erkannte, dass Gott solches Rechnen gar nicht von uns Huben will„ daß er nichts weiter von uns verlanZt. als daß wir unser Leben und Inn gläubig und vertrauensvoll in ferne Hand legen, damit er mtt si lner Gnsde umso reicher über uns walten könne!
Wir redete« bisher von den ersten Arbeitern, die mit Gott rechnen um den Lohn. Wir wollen nicht zu ihnen gehören, es v.ürde ein böses Rechnen für uns werderu Aber mit den letzten wollen wir in Gettes Dienst tteten, nicht auf Lohn, sondern auf Glauben und Berttauen. Und seht, vons da alles ein anderes Gesicht bekommt. Da ist es keine Strafe und keine Schuldforde- rung. wenn Gott einer Mutter ihr liebstes Kind nimmt, nein, da wird auch dies zu einem Gottesdienst! Da tritt Gott zu solchen ttauernden Eltern heran, und sogt ihnen: kommt, ihr sollt mir eine garrz besondere Arbeit tun? Ihr sollt einmal den Menschen mit eurem kiefsten Leid predigen vom rechten Gottver-' krauen. Solange es euch gut ging, da glaubten sie euch nicht, da sagten sie: die haben gut auf Gott vertrauen. Aber wenn ihr nun im Unglück auf Gott vcrttentt. das wird erst eine rechte Predigt werden. Co spricht Gott zu uns im Leid, und dann ruft er uns. kommt z,n Arbeit ohne Lohn, aber im Glauben auf meine Güte?
Darunr auf Gott will hoffen ich,
Auf mein Verdienst nicht bauen Auf ihn allein verlassen mich Und seiner Güte ttanen.
Die mir Msagt sein werte» Wort,
Das ist mein Trcst und treuer Hor^ v »
Detz will ich allzeit harren«
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