Grane Gefahren.
Non?,in aus der Gegenwart von M. Gontard - Schnck.
Nachdruck verdaten.
..?lln.r nd will nicht fort von hier' Ich will nicht nach '-lend' Sag Du dem Fred. Papa, daß das alles Unsinn ist."
..Das hattest Du Dir früher überleben sollen, teure Helen," mischte sich Miß .Hardinge ins Gespräch. „Das kommt davon, wenn man einen Ausländer heiratet."
Min Hardinge war sehr befriedigt. Hatte sie es nicht vor- anc-gesa' l? Sir Edward überlegte. Mit Blitzesschnelle fuhren ist'" die Gedanken durch den Kopf. Hier war nichts mehr zu andern, es galt nun, gute Miene zum bösen Spiel zu machen
„Ki-b wo werdet ihr wohnen? In Wilhelmshaven?"
gehörte bis jetzt zum Lstseegefchwader und werde auch wiedr dahin kommen. Also wohnen wir in Kiel."
„Ab. Kiel? Das ist gut. Da läßt es sich leben, Helen. Es soll da sehr schön sein, wie ich von Archibald hörte. Der Prinz' Admiral wohnt in Kiel, nicht wahr?"
..Prinz Heinrich wohnt in Kiel, ja, Und die Prinzessin ist eine reizende Dame. Es wird Helen bestimmt gefallen. Leider verfällt Helen ln den Fehler aller Engländerinnen, dje meinen, nur in England sei das Leben lebensweri."
Miß Hardinge richtete sich entschlossen auf. Das giirg ent schieden sie an. Sie kam jedoch nicht dazu, ihrer Entrüstung Ausdruck zu geben Sir Edward Douglas hob abwchrcnd die Hand.
„Lassen wir das jetzt," sagte er bestimmt. „Werkheim muh wissen, was er tut. Und Du, Helen, wirst gut tun. Dich damit abznfinden. Die Fräu gehört zum Manne. Und überdies — es piM ja gar keine Entfernungen heutzutage. Man ist schnell beieinander. Wann gedenken Sie von hier fortzugehen?" wandte er sich an feinen Schwiegersohn.
„Ich kann es nicht sagen. Sobald meine Abberufung kommt."
Bei Werkhelms letzten Worten trat Archibald Douglas ins Zimmer.
„Abberufung!" sagte er. „Wer wird abgcrufen?"
»3ft, benfe Dir, Archie, Fred will nach Deutschland, um wledr Soldat zu werden."
, „Was? So überraschend?"
Er warf einen raschen, forschenden Blick auf feine Vater, dann sagte er leicht: ..Du freust Dich doch hoffentlich sehr, Schwester! Du liebst ja die Abwechslung."
„Und zudem geht Werkheim nach Kiel, wo der Prinz- Admiral wohnt. Und wo auch sonst die Vornehmsten der Marine sind," sagte Lady Isabel, die bis jetzt noch kein Wort zu der ganzen Angelegenheit gesagt hatte.
„Das ist ausgezeichnet! Du sollst kein Heimweh bekommen Schwester mein, Ich werde Dich sehr oft besuchen."
Helen antwortete gar nicht. Sic hatte sich zur Mutter gesetzt und flüsterte leise mit ihr.
Ladn Douglas war eine sehr abwartende Natur. Eine Auflehnung gegen irgend etwas kannte sie 'kaum. Sie verstand es ausgezeichnet, aus allen Begebenheiten nur das Gute herauszunehmen.
Nicht so leicht war Miß Hardinge zu beruhigen. Sie lieh ihren Schwager nicht aus den Augen Daß er so rasch und ohne den geringsten Widerstand mit der Uebersiedelung des jungen Paares einverstanden war, hatte entschieden etwas zu bedeuten. Sie kannte Edward und wußte, daß es bei ihm vor allen Dingen oberster Grundsatz bei jeder Sache war.xdaß er sich fragte: Wie kann sie mir nützen?
Sie stand auf und trat an Sir Edward Douglas (Heran. „Na. Edward, was sagst Du nun^ Wieder einmal ein starker Strich durch Deine seine Rechnung?"
Sir Edward Douglas sah sie mit seinen kühlen grauen Augen erstaunt an „Ich verstehe Dich nicht. Augusta!"
„Na. verstelle Dich nur nickt. Bei mir hat das gar keinen Zweck. Du weißt, ich habe Dich noch stets durchschaut. Ich wußte damals sofort, als Dir Helen den Streich gespielt und Du nochgeben mußtest, daß Du nun wenigstens soviel Nutzen aus dieser Verbindung ziehen wolltest, als Dir möglich war. Und nun geht dieser dumme Deutsche fort! Entzieht sich so ganz Deiner väterlichen Fürsorge: Ist das nicht ärgerlich? Was soll mall mit einem Marineoffizier ansangen?"
„Du bist wirklich klug, liebste Augusta. Sehr klug, wie gesagt. Aber immerhin nicht klug genug, um mich und meine Beweggründe zu verstehen Also tust Du schon am besten. Du mischst Dich Überhaupt nicht in Sachen, die Du nicht verstehst."
Miß Hardinge warf ihrem Schwager einen bitterbösen Blick zu. „Ich dränge mich niemandem ans. Ich lasse mir aber auch nicht den Mund verbieten, ebensowenig wie Du mich durch Deine unbewegliche Maske irreflihren kannst. Ich kenne Dich
Keboimtmochilirg
Die von der Ersatzsoblen-Ge- fellschast für die Versorgung der Bevölkerung tn den Verkehr gebrachten
Ersahsohlen
werden von der Firma Albert Ve.i stein dem Schuhmacherhandwerk mgejührt. Sehr zu bedauern 1", daß sich das hiesige Echuh- macherhandwerk und insbesondere a-'ch die Bevölkerung in der Aufnahme der Ersatzsohlen sehr ablehnend verhält. Handwerk und Bevölkerung müssen sich darüber klar sein, daß eine Versorgung der BevöUeivng mit Leder für Ausbesserunge ron Schuhwerl nicht möglich ist und die vorhandenen Er'atzmitlei unbedingt verwandt werden müssen — Es ist zutreffend, daß die vorhandenen Ersatzmittel dem sonst verarbeiteten Kernleder nicht gleichwertig erachtet werden können. Solange jedoch bessere Ersatzmittel nicht bestehen uni Leder nicht in genügenden Mengen vor anden ist, müssen diese Ersatzmittel von der Bevölkerung ausgenommen werden, sollen ichwere >:chädi ganzen der Volkswirt chaft und der Gesundheit der Bevölkerung vermieden werden.
L riedberg, den 30. Januar 1918. Der Bürgermeister.
_ 2. V. : Dam m.
ZlilpuW fM,Wr l§M M IlkbtkMsiliig.
Wer bei der Bezirkssparkasse MalhUdenstifr. dem Vorschuß- und Credtlverein oder den beiden Niederlassungen ausw >rtig"r Banken dahier ein Scheckton o errichtet hat, tannseine Schuldigkeiten bei der Stadtkasse an Steuern, Schuldgeld, Gas-. Wasser- und Stromgeld und allen anderen nickt regelmäßig wtederkehrenden Gefällen durch die^eAnstalten auf uns überweisen lassen.
lleberweiiung-antrag ist bei nner die er Anstalten ?u netten.
Diesen sinddieSt. uer-.Schulogcld-
und sonnigen Aniorderungs,eitel mit dem Antrag zu übergeben. ‘ De! Gas-, Wasser- uud Strom getd sind auch »vir von dem V,n krag in Kenntnis zu fetzen.
Auch an unserer Kasse werden Schecks angenommen.
Nähere Auskunft wird an den Wahltagen erteilt.
Lriedberg. den 4. Juki 191'/.
__ Die Sta dtkasse,
*t», " :<r alter |* i
fähiger Simmentaler
t-id zu gut und kann -nur ia denken, daß Du auch ans dieser Wendung wieder gern Nutzen ziehen möchtest. Vielleicht gelingt es Dir. vielleicht ist Dir aber der gnk Alfred in seiner Harmlosigkeit doch über"
Sie drehte dem unqezoaetten Schwager kurz den Rücken yt und setzte sich zu der Schwester.
IX.
Aus Deck des Unterseebootes 17.7 stand der Kommandant.
Aufmerksam ließ er seine Blicke umherschrveifen. dann nickte er befriedigt vor sich hin. Jeder Hebel, jeder Verschluß ist peinlich sauber. Wie blinkendes Gold glänzt jeder Messingtett. —
Er wendet sich zum Bug, wo der wachhabende Offizier steht.
„Herr Oberleutnant Mittler, bitte!"
Der Oberleutnant tritt auf den Kommandanten zu. „Zu Befehl, Herr Kapitänleutnant'"
Da erscheint auch der Kopf des Ingenieurs an einer Lukew- öffnung.
„Ah, Herr Ingenieur, gut. daß Sie gerade kommen. Darf ich bitten?" ^
Der Märincingenieur, ein dunkeläusiger, schlanker Herr, ttat, Hand an der Mütze, an den Kommandanten heran.
„Ich habe alle Ursache anzunehmen, daß wir in den nächsten Tagen zu einer kleinen Spritzfahrt besohlen werden. Sorgen Sie dafür, daß alles bis ins Kleinste iwch einmal nmhgeseheir wird "
„Zu Befehl, Herr Kapitänleutnant!"
„Und dann — unsere Leute! Können wir uns unbedingt und vollständig aus jeden einzelnen verlassen?"
„Ich stehe für jeden Mann, Herr Kapitänleutnant. Für jeden Mann?"
„Eebenso ich für meine Leute," fügte der Ingenieur hinzu.
«Ich danke Ihnen, meine Herren. Eie wissen, daß wir nur dann Erfolge haben werden, wenn wir uns vollständig auf jeden Mann verlassen können. Nur^ausgefucht gute Mannschaften können wir brauchen. Mannschaften, deren Akut und Opser- willigkeit mit ihrer Vaterlandsliebe gleick)en Schritt halten. Rur solche Leute verbürgen uns den Erfolg."
„Die haben wir. Herr Kapitanleutnant Unsere Leute wissen, wofür sie kämpfen. Jeder einzelne kämpft um ein Liebes und um Heimat und Vaterland"
Fortsetzung folck.
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Für 1918 ist von der Zucker'mdustrie eine Erhöhung des Nübenpreises angestrebt. Negierungsseitig hat man sich aber noch nicht zur Festlegung eines Preises entschließen können. Mit einer Erhöhung gegen 1917 dürste aber zu rechnen sein. Wir ersuchen die Herren Landwirte, ihre Nüben trotzdem jetzt schon anzumeloen zu dem mm der Reichsregierung noch sestzusetzenden Preis, da die Fabrik sich mit Samenbezug usw. einrichien must. Die Freigabe des Zuckers siir die rübenbauenden Landwirte ist nunmehr erfolgt und wird die 2lusgabe an die Berechtigten in der Zeit vom 1—26. Februar vorgenommen. Säcke dazu sind mitzubringen.
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Am 1. Februar 1918 sind 2 Nachtragsbekanntmachungen:
Nr. Pa*a. 1200/11. 17. K. N. A. zu der Bekanntmachung Nr. W. Ilf. 700/5. 17. K. R. A. vom 10. Juli 1917, bet'.effend Höchstpreise sür Spinn- pavier aller Art sowie sür Papiergalne und -bindfäden;
Nr. Paga. 1500/11. 17. K. N. 21. zu der Bekanntmachung Nr. Pa?a. 1/10. 17. K. N. A. vom 28. iM Oktober 1917, betreffend Beschlagnahme von Spinn- 3 hiß Sfß^K
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Der Wortlaut der Nachtragsbekanntniachungen ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veiösfentlicht worden.
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Am 1. Februar 1918 ist eine Nachtragsbekannl- machung Nr. I!. 2700/12. 17. K. R. Ä. zu der Bekanntmachung N. W. If. 2700/2. 17. K. N. 21. vom 1. April 1917, betreffend Beschlagnahme baumwollener Spinnstoffe und d'arne sSpinn- und Webverbot), erlassen worden.
Wortlaut der Nachtraqsbekanntmachung ist in den . usblaitern und durch 2lnschlag veröffentlicht worden.
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