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Wft erMgversprechenden^ngrfff^vchr^^en^vIlsM -urd Llsvd Georges dar. weiterhin als ein schwachmütiger Ver­such des Besiegten, die von den Siegern ihm auferlegten Bedin. gungen in einigen Punkten abzuschwächen und zuletzt als eine untertänige Bitte an die Führer der feindlichen Mächte, ihr Programm doch noch einmal zu revidieren und mit neuen Vor- schien zu kommen, die die deutsche Regierung dann ernstlich prüfen werde. Man kann heute tatsächlich nicht mehr ableug­nen, daß die Friedensverhandlungen zwischen Berlin und Washington über einen allgemeinen Weltfrieden begonnen haben. Es sind aber Verhandlungen über einen Flieden, der Deutschland ersticken wird.

Herr n. Kühlmann

hat im Hariptausschnsse des Reichstages eine stunde-.rlauge Rede gehalten, in der er den Beweis geliefert hat, daß er den alten Diplomaten-Tric wohl zu beherzigen weiß, mit viel Worten wenig zu sagen. Er ging zunächst auf die gegen ihn gerichteten Angriffe ein und kam dann auf die eigentlichen Verhandlungen in Vrest-Litowsk. Bemerkenswert waren folgende Ausführun­gen: Die Atmosphäre der beiden Hälften der bisher geführten Verhandlungen war eine total verschiedene. Während wir im ersten TeU auf der russischen Seite den Eindruck hatten, daß eine dem deutschen Wesen freundliche Grundstimmung herrschte, während die sämtlichen Herren der russischen Delegation auch außerhalb der Sitzungen aufs freundschaftlichste mit uns ver­kehrten, an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnahmen und ge­legentlich durch diesen zwanglosen Meinungsaustausch auch die geschäftlichen Beziehungen in wesentlicher Weise förderten, war nach Ankunft des Herrn Trotzki als Führer der russischen Dele. gction. eine totale Schwenkung in der Haltung der russischen . Delegation festzustellen. Es war wie Tag und Nachts Die russischen Herren hielten sich in ihren Hausern hermetisch abge­schloffen. erschienen niemals in unseren Kreisen, es sei denn zu offiziellen Verhandlungen mit Stenographen und allem dazu­gehörigen Material. Nicht einmal private Gespräche der ein­zelnen Herren waren im ganzen mehr zugelaffen. Sie wurden Immer nur zu zweit oder dritt entsandt. Auch die ganze Art der Verhandlungen, über die ihnen ja durch die außerordent­lich ausführlichen Publikationen, die wir erlaffen haben, das Nähere bekant ist, war eine total andere geworden.

Trotzkis Wirksamkeit.

Unsere Gegner gingen vielmehr daraus aus. taktische Vor­teile zu erringen und Punkte zu gewinnen, die sich agitatorisch zur Verbreitung nach außen eigneten als praktische Vorschläge durch die Annäherung an das, was wir unsererseits formuliert hatten, positive Ergebniffe zu erzielen Die Verhandlungen ruhen augenblicklich wieder hauptsächlich im Hinblick auf die sehr tumnltuarischen Ereiqniffe in Petersburg, welche die per­sönliche Gegenwart des Volkskommiffars Trotzki notwendig machten. Die Verhandlungen werden voraussichtlich anfangs der kommenden ^oche wieder ausgenommen werden. Er ging dann auf die Behältnisse in Rußland, wie sie waren und wie sie sind ein und sagte: Ick glaube daß. wenn mau den letzten Gründen dieses Krieges nachgeht, die Ileberzeuouug der russi­schen Machthaber, sie müßten entweder durch einen großen Aus­landskrieg eine Ableitung nach außen schaffen, oder von der Revolution im Innern verschlungen werden, sehr wesentlich dazu beig-tragen hat, der russischen Politik sene Richtung zu geben, welche zu diesem Weltkriege geführt hat.

Er besprach die verschiedenen politischen Strömungen in Rußland und hob abermals die Schwierigkeiten hervor, die die Dolschewiki machten. Er fuhr fort' Die feierliche Anerkennung der ukrainischen Volksrepublik bat noch nicht stattgefunden. Sir ist unter Umständen zu erwarten bei dem Abschluß der Verhand­lungen mit der Ukraine. Mit Finnland stehen wir in weiter vcraeschrittenen Verhandlungen Soweit es sich übersehen läßt, sst da ein Friedensschluß in naher Aussicht. Auch die Bespre­chungen mit den Ukrainern, bei denen im Gegensatz zur Haltung der Dott<berrästen sehr viel Sinn nir praktische Arbeit hervor- grtreten ist. find, wie sie aus der Rede des Grafen Czernin ent­nommen haben werden, so weit fortgeschritten, daß man ver. - ftändigerweise hoffen kann, sie würden zu einem Ergebnis füh­ren. Zwischen uns und der Ukraine find keine Punkte, von denen ich annehmen könnte, daß sie ein Scheitern der Verhand­lungen zur Folge haben könnten.

An das Selbstbestimmungsrecht der Völker knüpfte er fanae philosophische Betrachtungen, aus denen man alles j und nichts lesen kann. Aebnlich sprach er über das Ver­hältnis der Rer'cksregieruna und der Obersten Heeresleitung. Zum Schluß gab er noch folgernden Ausblick in die Zukunft: Ich habe schon ausgeführt, daß wir mit dem hochkultivierten, rn politischer Beziehung für uns unendlich wichtigen Finn­land die Dinge so weit gefordert haben, daß bei der gegen­seitigen freundlichen Gesinnung ein Abschluß, soweit Voraus­sagen möglich sind, in absehbarer Zeit mit Sicherheit zu erwarten steht. Auch mit der Ukraine möchte ich einen baldigen Friedensschluß für wahrscheinlich halten. Die gro­ßen Schwierigkeiten mit den Petersburger Bolschewiki sind bekannt. Es wird zum größten Teil von dem Ernste des Friedenswillens der Trotzki-Leninsck^n Regierung abhängen, sb wtt zum Abschluß kommen. An dem Ernste unseres Frie­denswillens. brauchen sie nicht zu zweifeln. Sie können uberzeugt sein, daß der Reichskanzler und ich keinen anderen Wunsch und-kein anderes Bestreben haben, als dem deutschen Volke den Flieden im Osten so bald wie möglich zu bringen. Ter Friedeosschluß mit der Ukraine würde auch das rumä* nrfdje Problem auswerfen. Nach dem Friedensschluß der Ukraine und der Zurückziehung der ukrainischen Truppen würde es nach meiner Ansicht nickt möglich sein, daß Rumänien sich länger gegen den Friedenswillen der Mittel­mächte sperrt.

Und nun noch ein Wort über unser Verhältnis KU Oesterreich. Uh kann nur wärmstens und eindringlich dem Lustimmen, was gestern hier gesagt worden ist. Unser Ver­hältnis zu Oesterreich-Ungarn ist der Grundstein und Eck- pf etter unserer ganzen Diplomatie, und für diese wichtigen Verhau dlunarn ist es doch ein Vorteil, daß etz mir möglich

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und besonders mit dem Grafen Czernin täglich und stündlich im engsten Gedankenaustausch zu stehen. Oesterreich-Ungar« hat in dem diplomatischen Kampf und in den Verhand­lungen in vollkommen loyalster Weise auf unserer Seite ge­standen und wir- weiter loyal auf unserer Seite stehen. Das mag den Herren, die versucht haben, unsere Forder­ungen als zuweitgehend hinzustellen, ein Beweis dafür sein daß diese Forderungen mit dem ernstesten und eindringlich- sten Friedenswillen, der in Oesterreich-Ungarn herrscht, zu vereinbaren sind. Solange ich die Ehre habe, an dieser Stelle zu stehen, werde ich niemals die Hand dazu bieten, daß wir eine Politik machen, durch die die enge unverbrüch-' llche WaffenbrüdersäM, Kulturgemeinschaft und herzliche Freundschaft mit der österreichisch-ungarischen Monarchie im geringsten gelockert wird. Was wir brauchen und um was wir bltten, ist. daß Sie dahin wirken, daß man im Auslande den Eindruck erhält, daß die Mehrheit unserer Volksvertreter geschloffen hinter der Politik steht, die der Reichskanzler konsequent in Fortsetzung der ihm von seinen Vorgängern uoerkommenen Politikmacht. Vielleicht wird der Anfang der gestrigen Debatte nickt verfehlen, im Ausland einen großen Eindruck zu machen und viel von dem zu korrigieren und zu bessern, was die unerfreulichen Preßvorgänge ge­schadet und verdorben haben können.

Irlands Freihritslr^m«

Rach Meldungen Lyoner Blätter erfahren dieTimes" ans Dublin, daß die Sinnfeinerpartei die Frage der Unabhängig­keit Irlands einer Volksabstimmung unterwerfen will, an der alle Irländer über 18 Jahre teilnehmen sollen. Am Montag verkündeten Maueranschläge in ganz Irland den Beschluß der Sinnfeiner-Partei, dem Jrenvolk eine Petition zu unterbreiten, die von allen Nationen der Welt verlangt, daß bei der Zu, sammenkllnst zur Reorganisation Europas nach dem Kriege Irland wieder zum unabhängigen Staate gemacht werde.

Icurn-al" schreibt, der Rücktritt Earsons sei für die Zu. kunst des britischen Reiches vielleicht ernster als die sensatio­nelle Meuterei in Dublin. England stehe neuerdings ange­sichts des irischen Problems in Europa vor einem Konflikt. Der KreuMg der Nationalitäten werde natürlich auch schwerwie­gende Rückwirkungen auf Irland haben, das sich nicht mit der Autonomie unter britischer Souveränität begnügen würde. Alle bisherigen Kompromißversi-che der englischen Regierung seien gescheiteri. Der Rücktritt Earsons bedeute den Entschluß der Protestantenpartei, sich die Handlungsfreiheit gegenüber den Beschlüffen der englischen Regierung vorzubehalten. Der Be­schluß sei sehr unangenehm. Er befriedige weder die Vor­kämpfer für die Unabhängigkeit, noch die Unioniften.Jour- nal" meint. man müffe jetzt einen modus vevendi finden, um die Reaelung der irischen Frage bis zur gleichzeitigen Rege­lung aller Probleme für die Zeit nach dem Kriege zu verschie­ben. Es ist in England mit seiner Parole,. Freiheit der klei­nen Nationen" wie Goethes Zauberlehrling gegangen,die er rief, die Geister, wird er nun nicht los."

Amik.vsnf.WmOe der fnfrriiotfüitn^fn Zgfnüßen

London, 23. Jan (WTB. Nichtamtlich.) Nenaudsl sagte in einer Rede auf dem Arbeiterkongreß in Nottingham: Bis jetzt wäre es nicht gelungen, von den deutschen Unterhändlern eine Zusage zu Gunsten der Grundsätze, die durch die russische Dele. gatton formuliert seien, zu bekommen. Deutschland müsst sich in strttiigen Fragen denr Urteil der Welt unterwerfen, beson­ders in der Frage Elsaß-Lothringens, die nicht eine territoriale Frage, sondern eine Frage der Wiedererlangung der allgemei­nen Rechte sei, ohne die die russische Formel nutzlos wäre. Er fiigte Hinz«, daß die Desannexron der Volksabstimmung dieser beiden Provinzen vorangeben müsse. Ramsay Macdonald er­klärte, daß eln Friede, der nicht die Unabhängigkeit Belgiens sichere, ein falscher Friede sei «nd weitere Kriege ««vermeidlich zur Folge haben werde.

a d t g t werde«. Räch dem Kriege erhaltend vielleicht mm" eine Belohnung.

Verbot der ..Kreuzzettttrift".

Vom Oberkommando in den Marken ist das Erscheinen der Kreuzzeitung" verboten worden. LautVossischer Zeitung" ist der Grund des Verbots in den Angriffen zu suchen, die das Hauptblatt der Konservativen Partei gegen die Abgeordneten Scheidemann und Eberi richtete, von denen sie verlangte, daß sie wegen ihrer Ausführungen über das Verbot desVorwärts" im Reichstagsausfchußauf den Sandhaufen gestellt werden müßten".

(Warum nicht. Im neuesten Kurs gehört die Sozialdemo­kratie zu den staatlichen Einrichtungen.)

Der (i-rrberoer.

Die Mitglieder der Deutsch-Irischen Gesellschaft, die zu der Generalversammlung am 22. Januar in Berlin zusammentra­ten. haben nach Kenntnisnahme des von Dr. Ehatterton-Hill vor gelegten Jahresberichts einstimmig einen Antrag des Prof. Dr. Eduard Meyer angenommen, worin ausgedrückt ist. daß ein weiteres Mitarbeiten mit dem Abgeordneten Erz der ge r unmöglich fei, und er daher dringend aufgefordert wird, sofort aus dem Vorstand der Gesellschaft auszuscheiden.

Dresden. 24?Ian. Der Abg. Erzberger gab für die Reichs- toasersatzwahl in Dautzen die Stichwahlparole gegen die Va» terlandspartei und die Konservativen aus. die Gegner des Zer» trums stien. Der Kandidat der Daterlandspartei dürfe von keinem Zentrumwähler Unterstützung erhalten. (Die Landes- Organisation des Zentrums hatte zur Unterstützung des konser­vativen Kandidaten aufgefordert und wir hoffen, daß die katho- lischen Wenden des Wahlkreises dieser Aufforderung nachkom- ncen und sich um die Einflüsterungen des aufgeblasenen Dema­gogen. der im Sachsenlande gar nichts zu suchen hat. nicht küm. mern wird. Aber bezeichnend für den Erzbeiger ist dessenRat­schlag dennoch. Die Schriftlettung.)

Ciüt dktt'cht Attmrt an fmrn ssntzE

Von Geh. Reg.-Ral Prof. Dieterici-Kiel.

In Vrest-Litowsk ist von Herrn Trotzki die neue Phrase vom Celbstbestinrmungsrecht der Völker in die Verhandlungen gebracht und der deutsche Unterhändler läßt sich wirklich auf eine lange Auseinandersetzung darüber ein. wie dieses ausgsfvhrt werden fcll, statt dem internationalen Herrn Vornstein, genannt Trotzki. die kurze deutsche Antwort zu geben:

Von einem Selbstbestimmungsrecht der Völker kann erst dann die Rede fein, wenn die Völker auf ein gewiffes Kultur- Niveau gehoben sind. Ihre russische Regierung, Herr Trogi. hat es durch den gänzlichen Mangel an Bildungsmöglichkeiten dahin gebracht, daß von der Bevölkerung Litauens, Kurlands, Livlands, Estlands und Polens mehr als 80 v. H. weder lesen noch schreiben können. Bei einem so geringen Bildungsstand des Volkes kann auch von einem politischen Verstand keine Rede sein: das verwahrloste Volk muß durch die dünne Ober- schicht der Gebildeten geleitet werden und diese hat eindeutig ihr Verlangen ausgesprochen, von der moskowittschen Unkultur befreit und an Deutschland angeschloffen zu werden. Dieser Ruf nach Erlösung aus dem russischen Sumpf kann und soll wicht ungchört verhallen. Deutschland wird sich des Volkes anneh- men und Bildung und Kultur in das Land wieder Hineiubrin. gen, die schon vor der Russifizierung in bettächtlichem Maße durch deutsche Arbeit von Riga und Dorpat ausging. Wenn nach Menschcnaltern allmählich die Volksbildung gehoben ist. wird ' es an der Zeit sein, das Volk auch zu den politischen Geschäften durch Vclksvertrettmgen hermrzuziehen; auch auf die Gefahr hin, daß der dann ins Leben gerufene Parlamentarismus solche oder ähnliche Blüten der Halbbildung herooröringl. wie wir sie in Deutschland in den Herren Scherdemann und Erzberger be­wundern."

Die lieben Tlckrche«.

Vierundvierzig beutj.^e Abgeordnete haben im Wiener '.leichsrot eine Anfrage eingebracht, die sich nrtt der an das französische Volk gerichteten Broschüre ^Detruisez l'Autriche- Hongrie?" und der in London erschierrenen SchriftBohemias Cast for Indepcdence" befaßt. Der Berfaffer der beiden Schrif­ten ist Dr. Denesch, ehemals Privatdozent für Soziologie an der tschechischen Universität Prag. In diesen Broschüren gesteht Benesch mit Zynischer Offenheit die im Laufe des Krieges von tschechischen Regimentern begangenen Hochverrätereieu ein. Er macht keinen Hehl daraus, daß sie die Reihen der Armeen ver­laßen haben, um den Verbandsmächten zum Siege zu verhelfen, aus deren Händen die Tschechen sich dann das heiß ersehnte Ge­schenk des tschechisch-slowakischen Staates holen wollten. Un­fähig aus Mangel an genügender Vorbereitung eine regelrechte Revolution Hera uffubeschworen bediente man sich des Hilfsmit­tels des passiven Widerstandes. Dazu gehörte, daß alle ischechi. scheu pctitischerr Parteien entschlossen waren, Oesterreich-Ungarn keine Treue mehr zu hatten, daß die Zeitungen trotz der Zen­sur feindselige Arttkel brachten, daß die Bevölkerung keine Kriegsanleihe zeichnete und es unterließ, der Regierung Le- bcnsiniitel.zu liefern. Die tschechischen Soldaten aber und das bezeichnet Dr. Benesch als den wichtigsten Dienst für die Entente weigerten sich planmäßig zu marschicveu und für die Monarchie zu kämpfen. Alle über sie verhängten Strafe»'hat­ten nur den einen Erfolg, daß sie bei erster sich ergebender Ge­legenheit zu den Ruffcn übergingen. Mit Stolz nennt Denesch das 11., 28., 35., 36. und das 88. Regiment, das aber beim Ver­such üöcrzugehen von preußischer Garde und ungarischen Hon- veds in ein Kreuzfeuer genommen wurde. Rach der Berechnung des Verfassers haben sich von ungefähr 600 660 Tschechen und Slowalen bis anfangs 1016 ungefähr 356 600 Mann den Ruffen und Serben ergeben. Hinzuzusügen wäre noch, daß die brave« tschechischen Hochverräter in Oesterreich gewohuheitsgemäß be-

Die Stichwahl in Kantzen.

Vautze», 25. Jan. (WTB.) Bei der heutigen Reichstags» stichwahl im Wahlkreise Bautzen-Kamenz erhielten Justizrat Dr. Herrmann (k.) 8763 Stimmen, und Uhlig (Soz.) 6661 Stimmen Uhlig ist somit ge-vahlt.

Dgs WnduhkNMM Zchlcißhki«.

München, 25. Jan. (WTB.. Nichtamtlich.) Der Berliner | Mergenscknellzug, der heute morgen um 9.48 hier ankommen ' sollte, erlitt heute vormittag zwischen Lohhof und Schleiß, heim dadurch einen schnüren Unfall, daß in einem Wagen eine Benzinflasche, did ein Reisender aus Unvorsichtigkeff an die Heizleittmg gestellt hotte, explodierte. Der Wagen stand sofort m Flammen, sodaß ungefähr 40 Personen mehr oder minder schwere Brandwunden davontrugen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß bei der raschen Ausbreitung des Feuer- irgendwelche Reisende verbrannt sind. Zwei schwer verletzte Frauen sind noch an der Unfallstelle gestorben. Die genaue Angabe über die Zahl der Verletzten und Toten, sowie ihr«^ Namen sind bis jetzt noch nicht festgestellt. Im Zuge befind* liche Aerzte und eine Rote Kreuzschwester bemühten sich mit dem Zugpersonal, die erste Hilfe zu leisten. Auch die Flie- gerabteilung Schleißheim war rasch zur Stelle. Ungefähr zchn schlver verlchte Personen wurden mit dern unbe* schädigten Teil des Zuges nach München in die Chirurgrschs Klinik gebracht. Von München gingen alsbald zwei Hilfst züge mit Aerzten und Santtätsmannschaften, sowie Ar»! beitern an die Unfallstelle ab. Nach einer weiteren Meldung! sind bei denr Uirglück zehn Personen ums Leben gekommern! Die Zahl der Verletzten war zur Mttagsstunde noch nicht) genau festzustellen, doch waren bis dahin 20 Verletzte, zutj Hälfte Soldaten, in München eingetroffen. Me Hilfst arbeiten sind noch immer im Gange. Eine weitere Meldung spricht voir vierzig Verletzten, die zuw TeU geradezu Uche Brandwunden erlitten hocken. ^