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der deutsch-russischen Rechtstem Mission stattgefundeu. Es wur- x den im einzelnen behandelt und formuliert: Die Beendigung des Kriegszustandes sowie die Wiederherstellung der diploma­tischen und konsularischen Beziehungen, die Entschädigungs- fragen und die Wiederherstellung der Staatsverträge. Gegen­wärtig wird über die Wiederherstellung der Privatrechte ver­handelt.

Englischer Arbeiter für Friedensverhandluugen.

London, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Eine Versammlung von 2000 Mechani­kern des Weolroich-Arsenals hat einen Beschluß angenommen, der die Negierung auffordert, mit den Kriegführenden auf der Grundlage der Selbstbestimmung aller Nationen sowie des GrundsatzesKeine Annexionen und leine Entschädigungen" zu unterhandeln. Wenn dieses Vorgehen den Beweis erbrin­gen sollte, doch der deutsche Imperialismus das einige Hinder­nis für den Frieden ist, dann sei die Versammlung entschlossen, den Krieg fortzusetzen, bis dieses Ziel erreicht sein würde. Der Beschluß fordert auch entsprechende Vertretung der Arbeiter in allen Ländern und schlug eine internationale Konferenz vor, r.m den Frieden der Völker zu sichern.

Rkirßsfanrtkr Graf HM«- iw Reichstag.

Der Reichskanzler wird, wie nunmehr feftsteht, morgen Donnerstag eine Rede halten, die als Antwort auf die Reden Lloyd Georges und Wilsons gelten kann. Selbstverständlich wird darin auch den Verhandlungen in Brest-Litowsk ein brei­ter Raum gewährt werden

Polnischer

Man schreibt derBayerischen Landeszeitung" aus War­schaus

Von Zeit zn Zeit, besonders aber jetzt, während dieFrage" des ..Selbstbestimmungsrechts der besetzten Ostgebiete noch schwebt, mag es angebracht sein, von den besonderen Loyalitäts- beweisen Kenntnis zu nehmen, mit denen die polnische Bevölke­rung an Kaiser Wilhelm den Dank für das Geschenk der pol­nischen Freiheit zu bekunden liebt. Diesergeheimen", polni. schen Flugblätter sind Legion: sie flattern einem überall ent­gegen. in den Kaffees, im Hanse, ans den Bureaus ustv. Sel­ten aber siyd sie^so offenherzig, wie das folgende.Ave Kaiser!" uberschriebene undWarszawa 1917" datierte Pamphlet, aus dem ich chegen seiner zum Teil überhaupt nicht wiederzugeben- hen Gemeinheiten nur die nachstehenden, charakterist'schon Satze folgen lasten kann. Die Flugschrift beginnt damit, sie wolle das durch die bekannte Rede Korfantys verwundete Herz Kaiser Wilhelms versöhnen und sagte dann zu diesem Zwecke u. a.:

. . Dank Dir, daß uns Dein Heer die evangelische Ar­

mut gekehrt hat. Es beraubte die Häuser nach jedem Aufent­halt der Bilder. Teppiche. Klaviere. Möbel, des Porzellans, der Familienandenken. Sovielmal habt ihr uns Polen schon be­stohlen: denn wozu brauchen die Heloten Luxusgegenstände so­gar imunabhängigen Polen" . . .

. Dank Dir Kaiser, daß Du unter den Völkern die Ehre hast, der Reineke Fuchs zu sein wie kein anderes dem gleich kommt. Der geniale Goethe kannte sein Volk! Wie ist Rei­neke so genial!

Dank Dir, Kaiser, daß Du. Reineke übertreffend, uns das freie Polen" selbstlos schenkst. Für das, o kür das darcken wir Dir über alles." . . .

. Dank Dir dafür, daß Du im freien Polen Dich um unsere Schulen so eifrig bemühst, ebenso um unseren Handel, unsere Industrie sowie um alles andere Wenn Du Steuer blctbft. wird in wenigen Jahren aus dem freien Polen eine öst­liche Provinz werden, durch Reineke so vorzüglich vorbereitet, daß die ..polnisch sprechenden Preußen" von morgen vom Rei­neke erfahren daß sie es so wünschen ... De- weiße Adler bader sich im Blute, und Jünglinge von 18 Jahren und noch viel jüngere werden im gemeinsamen Grabe ruhen für die Herrschaft des Kreuzritters über die Welt Wenn Du siegen wirst, wirst Du den weißen Adler unter der Aiche begraben . . . Dank Dir. daß Du die polnischen Schafe begeistert hast, daß ste nach Deinem preußischen Taktstcck polnische Lieder singen, daß Du. o Wunder über alle Wunder, unsere, unsere eigene, geliebte kampflustige polnische Jugend verfübrtest, daß ste der allerschändlichsten Lüge gluabt. sie kämpfe für Polen, wenn ste in Deinen Reihen unter Deinem Banner kämpft." . . .

. . Aber nun vor allem noch ein Dank gebührt Dir. Kai­ser. Du mächtiger, unser schöner Herr' Daß nämlich unser Vclk. dies einfache, schlichte Volk, noch nicht betäubt von dem narkotischen Schlangengezücht und ähnlichem, in seinem gesun­den Instinkt durch die kulturelle Peitsche zum Widerstandsgeist erweckt. Euch so tief hast, daß es lieber den Satan will als Euch will. Ihr geht mit dem Volke um wie mit den Kongonegern. Und auch die Reger hasten Euch: denn wer liebt Euch! Selbst Eure Verbündeten. Du-preußischer Stamm, die Ungarn und Bayern hassen Euch! . . . Dank Dir dafür. Kaiser, daß unser Volk mit Haß spricht:Weg mit dem Moskowiter!" Wir wer- den mit ihm schon fertig. Schrecklicher Moskowiter, verbistener Feind' Aber schrecklicher als der Moskowiter, schrecklicher als der Satan ist der Kreuzritter, derselbe listige, lügnerische Kreuz­ritter. vor dem auf seinem Sterbebette unser großer König Lo- ffetef seinen Sohn Kasimir warnte:Du wirst nicht ruhen, bis Du ihn zerbrochen hast!" .. . Dank Dir. Herrscher, daß Du uns das blutig in Erinnerung gebracht hat und jetzt:

Zum Geburtstage der Kaiserlichen Majestät erlaubt sich her derzeitige Staatsrat des Königreichs Polen seinen Glück­wunsch darzubringen, damit Eurer Rernekschen Majestät Wünsche sich vollkommen erfüllen. Empfange. Kaiserliche Maje­stät, die tiefst gefühlte Dankbarkeit für die Proklamation vom T. November v. I.. in der Eure Kaiserliche Majestät zugleich mit Eurem allerwürdigsten Verbündeten beschlosten haben, das polnische Reich außer Groß Polen, Pomerellen, Litauen und Galizien wieder zu erwecken. Wir misten noch nichts davon, daß von Dir. ob Allerdurchlauchtigster, dies Reich schon jetzt die «Ostmarkprovinz" genannt wird "-

Was sagt unsereunentwegte" Julimehrheit zu diesem ausgezeichneten Befähigungsnachweis für das Selbstr-egiment

der Polen?

Zn einer machtvollen Kundgebung

gestaltete sich eine Versammlung der Vaterlandspariei in Ber­lin. Die Hauptrede hielt Großadmiral von Tirpitz. Wir lasten den Inhalt seiner Rede folgen: Daß die Deutsche Vater­lands-Partei Bedeutung im öffentlichen Leben erlangt hat. sieht man am besten aus der Art ihrer Bekämpfung. Nachdem die geistigen Waffen versagt haben, geht man jetzt zu tumul- tuarischen Störungen unserer Versammlungen über. (Sehr richtig! Jena, Frankfurt am Main, Mannheim!) Die Vor. gange in Berlin kann mcm dabei nicht übergehen. Es spielt dabei ein Verein eine Rolle, der sichBund der Kriegsbeschädig­ten und Kriegsteilnehmer" nennt. Mit Eifer hat man verbrei­tet,Heimkrieger" der Vaterlands-Partei hätten Kriegsbeschä­digte angegriffen. (Zuruf: Ist nicht wahr!) Wenn es wahr wäre, würde ich das sehr bedauern, denn aus meinem soldati­schen Empfinden heraus sind wir allen denjenigen, die in die­sem Kriege an Leib und Gut für uns gelitten haben, ob sie sonst unsere Gegner sind oder nicht, zu besonderem Dank und Rücksicht oerpflichtct. (Bravo 1) Bei den angeblichentätlichen An­griffen" handelte es. sich hauptsächlich um den Störer der Ver­sammlung. der keineswegs.Kriegsbeschädigter ist. Seine uner­träglichen Störungen allein waren Anlaß zu der Unruhe. Vor allem aber lehnen wir es ab, in dem genannten Bunde eine Vertretung der Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer zu sehen? (Lebh. allsertige Zustimmung.) Wir haben bei uns viel mehr Kriegsbeschädigte als dieserBund" dessen Leitung politische Agitation radikalister Färbung treibt und seine Mit­glieder verhetzt! (Stürmischer Beifall.) Ich glaube, daß im j Gegenteil gerade der überwiegende Teil der Kriegsbeschädigten das dringende Verlangen hat, den Krieg wirklich so ausgehen zu sehen, daß unser Vaterland Ersatz findet für seine Verluste und gegen neue Ueberfälle gesichert ist. (Stürmischer Beifall.) Diese Sicherheit nvird nicht dadurch geschaffen, daß ein Teil der Sozialdemokratie erklärt, ein neuer Krieg werde nicht wieder­kommen, denn auf seiten unserer Feinde, auch bei den meisten Sozialisten, fehle die entsprechende Gesinnung. (Lebhafte Zu­stimmung.) Wenn bei jener Versammlung Aeußerungen gefal­len sein sollten, die als antisemitisch aufgefaßt morden sind, so würde ich das bedauern. Die Deutsche Vaterlands-Partei hat nichts mit antisemitischen Bestrebungen zu tun. Wir freuen uns. wenn jüdische Mitbürger, wie schon in zahlreichen Fällen geschehen, auf den Boden unserer Anschauungen treten. Groß­admiral non Tirpitz g-edachte dann der großen Volkscrregung um die Jahreswende, die jedenfalls das eine bewiesen hat, daß der Siegeswille der großen Volksmehrheit trotz 3 .^jährigen Ringens und schwerer Entbehrungen ungebrochen ist und das Vertrauen zu unserer Obersten Heeresleitung unbegrenzt und unerschütterlich. (Stürmischer donnernder Beifall.) Weiter er­innerte der Großadmiral an den Gedenktag der Reichsgründung. Im kontinentalen Einfrontenkrieg konnte das Reich noch in letz­ter Stunde errungen werden. Behauptet werden kann es nur. wenn wir den Weltkrieg an allen Fronten gewinnen. Denn Deutschland ist aus der kontinentalen Begrenzung heraus- getreien. Unsere Wirtschaft und unser Wesen müstcn wir den gewaltigen Wettbewerbern gegenüber durchsetzen. Kein Wille, keine Muskel darf schlaff a>erden, bis das Ziel festgegründeter deutscher Weltstellung erreicht ist. Jeder einzelne muß dazu das Seinige tun. Gewaltig ist der Kampf, aber herrlich das Ziel' (Stürmischer anhaltender Beifall.)

Der Großadmiral verlas dann einen Brief von Hinden- bürg, der ftir alle die Telegramme der vielen Gruppen der Vaterlands-Partei seinen Dank ausspricht und seine Befriedi­gung über das volle Vertragen in Heer und Führer. Der Brief wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. .

Julius Kachcm

Köln, 22. Jan Der bekannte Zentrumsführer und Journa­list Iustizrat Dr. Julius Bachem ist heute morgen im Alter von 72 Jahren nach kurzer Krankheit gestorbekr. Er war am 12. Juli 1845 in Mühlheim an der Ruhr geboren und gehörte von 1876 bis -1891 dem preußischen Abgeordnetenhanse als Mit­glied an. lieber vierzig Jahre war er bei der Redaktion der ..Kölnische» Volkszeitung". aus der er vor einigen Jahren aus­schied. Ferner war er Mitbegründer der Görres-Eesellschaft.

Krieoszn schlage im Güterverkehr.

Dem preußischen Abgeordnetenhause ist der ange- kündigte Gesetzentwurf über die Erhebung von Kriegszu- schlagen im Güter- und Tierverkehr der Staatseisenbcchnen nunmehr zugegangen. Die beiden Paragraphen des Ent­wurfs lauten:

8 1. Die Staatsregierung wird ermächtigt, vom 1. April 1918 ab auf den preußisch-hessischen Staatseisenbahnen einen Kriegszuschlag von 15 v. H. zu den Frachtsätzen des Güter­und Tiecverkehrs zu erheben.

8 2. Der Zuschlag tritt außer Kraft mit Ablauf des zweiten Wirtschaftsjahres, das dem Abschluß des Friedens mit der letzten mit Deutschland im Kriege stehenden euro­päischen Großmacht folgt.

In der Begründung wird gesagt:Die Sätze des Per­sonenverkehrs-erfahren am 1. April 1918 gleichzeitig mit der Einführung der Reichsverkehrssteuer bereits eine Erhöhung, die eilte durchschnittliche Verteuerung des Reiseverkehrs um rnnd ein Viertel herbeiführt. Die Tariferhöhung wird daher auf den Güter- und Tierverkehr zu beschränken sein. Die Zuschläge sollen allgemein zu den Frachtsätzen erhoben wer­den, gleichgültig, ob es sich um solche des Normaltarifs oder

Ausnahmetarifen' handelt. Die Neben gebühren, die in­zwischen bereits erhöht sirrd, sollen von den Zuschlägen frei bleiben. Der Frachtzuschlag soll 16 vom Hltndert betragen. Eine Abstufung der Ziffchläge je nach Wert und Belastungs­fähigkeit der Güter würde eingehende und zeitrarchende Un­tersuchungen wirtschaftlicher Art notwendig machen und

kantt daher jetzt rrlcht in Frage kommen. Durch die cur 1. August emgeführte Verkehrssteuer und den Frachtzuschlax zusarmnen wird eine Verterrerung der Frachtsätze, um 32,0! v. H. herbeigeführt. Diese Verteuerung ist wesentlich gk ringer, als sie in anderen Ländern dem Wirtschaftsleben zu gemutet ist."-

Ans dev Heimat.

Bad.Nauheim. Der besonders in oberhessischen Obstbaus kreisen sehr bekannte Obstbaulehrer und Gartenbautechniker! Wiesner ist von der Verwaltungsabteilung der Landesobst-! stelle für das Großherzogtum Hessen gls fachmännischer Berate« nach Darnrstadt berufen und angestellt worden.

FC. Aus Oberhessen. 21. Jan. Für weitere Bahnhofs är.derunaen und Erweiterungen in der Provinz Oberhessen sind in dem Lisenbahnetat des Vorschlags zum preußischen Staats Haushalt vorgesehen für die Erweiterung des Bahnhofs Fried- b e r g 100 000 Mark und für die Erweiterung des Bahnhofs in V a d - R a u h e i m 30 000 Mmk, und zwar als letzte Rate.

8r. Hanau, 17. Jan. Vom Landwirt Karl Heilmann auf Hof Trages bei Somborn waren im November v. I. 31 Zent­ner Aepfel ohne behördliche Erlaubnis nach Hanau gebracht worden. Da das Obst zu dieser Zeit behördlich beschlagnahmt war. war zur Ausfuhr eine Bescheinigung der Behörde erfor­derlich. In eine Geldstrafe von 300 Mark genommen, erhob er, da ihm die Strafe zu hoch war. Einspruch. Das Schöffengericht Hanau setzte die Strafe auf 100 Mark oder 20 Tage Gefängnis herab.

Aus Starkenburg

Dermstadt, 20. Jan. Ein vaterländischer Abend zur Feiet der Reichsgründung veranstaltet vom Landesoereins Eroßher« zogtum Hessen und dem Ortsverein Darmstadt der Deutschen Vaterlandspaitei. fand heute abend bei gutem Besuche auch vieler Damen im großen Festsaale der Turngemeinde statt. Rach einer musikalischen Einleitung begrüßte der erste Vorsitzende, Exz. v. Willich die Versammlung, worauf der 2. Vorsitzende, Krcisschulinspektor Prof. Luley eine Festansprache hielt, in der die geschichtlich bedeutungsvolle Entwicklung und die durch die -Gefahr eines in Ausficht stehenden Verzichtkriedens veranlaßte Gründung der Deutschen Vaterlandspartei in kurzen treffen­den Worten schilderte. Er fand den lebhaften Beifall der Ver­sammlung. Es wurde dann eine länaere Entschließung durch Exz. von Willich zur Verlesung gebracht, in der die Grundsätze der Vaterlandspariei zum Ausdruck gebracht und der Hoffnung Raum gegeben wird, daß beim Abschluß eines Friedens auch unsere verdienstvollen Heerführer gehört und die Zukunft un­seres deutschen Vaterlandes durch hinreichende Sicherung gegen­über unseren Feinden geschützt wird. Einstimmig wird diese Entschließung genehmigt und beschlossen sie dem Reichskanzler und der deutschen Heeresleitung telegraphisch zu übermitteln. Der zweite Teil des Abends wurde durch eine Anzahl Lichtbil­der ausgefüllt und den Schluß bildete der gemeinsame Gesang des Niederländischen Dankgebetes. Die Feier verlief ohne jede gegnerische Störung.

Darmstadt. Im Falle Mitteldorf fanden im Laufe dieser Woche Erhebungen über die Angaben des Angefchnldiaten gegenüber den ihm zur Last gelegten Verfehlungen aller Art statt; es scheint sich das Belastungsmaterial zu vermehren. Die in der Bevölkerung verbreitete Nachricht über eine Haftentlas­sung des M. gegen hohe Kaution bestätigt sich bisher nicht, auch ist sie wegen der Eigenartigkeit des Falles unwahrscheinlich.

FC. Wiesbaden. Als eines Tages der Milch von Hof Geisberg Proben entnommen wurden. w 2 ren diese mit 18 bis 20 Prozent Wasser verdünnt. Die Wirtschafterin des Hofes, die landwirtschaftliche Schülerin Gcrtrude Knocke, die die Milch­wirtschaft unter sich hatte, war der Milchsälschung angeklagt. Die Schöffen kamen zu einem Freispruch, da die Mrlchkommer. zu der jeder Zutritt hatte, unverschlossen war. der Angeklagten weder vorsätzliche noch fahrlässige Milchfälschung nachgewiesen werden konnte.

FC. Pfungstadt. 21. Jan. Ueber 100 Bewerbungen uw. die Stelle des Maschinenmeisters am hiesigen Elektrizitats- und Wasserwerk waren eingelaufen.

Aus Rheinbessen.

FC. Aus Rhelnhessea, 21. Jan. Ein 250 Pfund schweres Schwein hatte zur großen Freude eines hiesigen Einwohners sein Leben gelassen. Wurst und Schinken wurden wohl ver­wahrt. Doch Diebe holten noch in der gleichen Rächt sich Fleisch und Würste aus der Kammer.

Aus Hessen.Nassau.

FC Wiesbaden, 17. Jan. Es war um die Erntezeit Mitte August vorigen Jahres und der Miihlenbesitzer und Bäcker­meister Wilhelm Esaias in Kloppenheim war mit seiner Fa- nillie nn Felde, um die Ernte einzuhcimsen. als zu Hause der Revisor erschien und die Mühle einer genauen Revision unter­zog. Der Revisor entdeckte zu seiner großen Verwunderung eine bei früheren Revisionen nie gesehene Tür in der Wand, die von innen verstellt. Bei näherer Prüfung befand sich in dem Raum, den die Tür verschloß ein großer Posten Roggengetreide, Über das der inzwischen nach Hause zurückgekehrte Müller keine stichhaltige Auskunft geben konnte. Seins Mahlscheine * und Mahlltsten wiesen das Getreide nicht auf. auch, daß es eigenes Getreide war, stimmte nicht. Vor dem Schöffengericht gab Esaias heute an. es sei ..ausgeputztes" Getreide gewesen. Dies stimmte noch weniger, denn solches verfällt wieder dem Kommu­nalverband. Wengen Vergehen gegen die Kriegsgefche wurden der Angeklagte yt eine Geldstrafe von 150 Mark genommen.

FC. Aus Hessen-Nassau. 21. Jan. Im Jahre 1917 wurden in Hessen-Nassau an Hebammen für 40jährige Dienstzeit 1) goldene Broschen verliehen. Ferner erhielten für 40jährige Dienstzeit in derselben Familie acht weibliche Dienstboten gol­dene Kreuze und zwei weibliche Dienstboten für 30jährige. Dienstzeit in derselben Familie broi^ene Denkmünzen.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otttt Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: R.Heyner/ Friedberg. Druck und Verlag derNeuen LageSzettrmg^

--- - ,*(. I. FriedheN^L ^