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in dem schonen Orte weiter wohnen' darf. Soweit wäreöie Geschichte nur ein Beweis für die Wandlungsfähigkeit eines -lKapitäns" der Großkonfektion, wenn es sich um die siebe Magenfrage handelt. Die Sache hat aber auch eine andere Seite: dieser Herr Nosenthal ist nämlich kein anderer als der einstige Sozius des sozialistischen Führers Paul Singer. Wer nun die Geschichte dieses Herrn etwas näher kennt, wird doch darüber inMweifel sein nn'jssen ob er als Jugend- bltdner gerade am rechten Platze steht. Wer für solche Sachen nämlich ein Gedächtnis hat, wird sich eines Aus- sprikcbs des Herrn Nosenthal erinnern müssen, der in den Mer Fahren gefallen ist und der, als er in die Oeffentsichkeit gelangte, ungeheures Aufsehen erregt und die sozialen ' Tugenden dieser BoWführer-Firma grell beleuchtet hat. Als nämlich der Schneidenneifter Maas auf die Bemerkung '' Nofenthaks, daß er mit ferner Arbeitsstube viel zu teuer arbeite, erwiderte, er könne nickt billiger arbeiten, da er auf ein anständiges weibliches Personal halte, gab' ihm b>

. sagter Herr Nosenthal, So,'.ins des Sozia liste nführers Baul Singer, die im Texte der UrteilWegrüdung beglaubigte Antwort:Ach tuas! laßt die Mädel auf den Strich gehen und liefert die Mäntel billiger!" Dieser edle Menschenfreund ist identisch mit dem jetzigen Lehrer der Tölzer Fugend! Man wird sich ja wohl saaeu können, was dabei herans- kommen kann. DerKonfektionär" gibt seiner Freude, über die Wandlungsfähigkeit des Serrn Nasentha? Ausdruck und erzählt die Geschichte seines Tölzer Bürgerbriefes den Ge- stnnungsverwandten anc Hausvoigteiplatz halb Bs Ulk, halb aber ar?ch ans Stolz über die Smartneß dieses tüchtigen Mannes, der es verstanden hat. die Abneigung gegen die Fremden in Bayern durch ein geschicktes Manöver zu über­winden und der seine Ortsangehörigkeit mit einer Ge­lassenheit wechselte, nur um sich an den Fleischtöpfen Bayerns zu mästen, wie s»m Hemd. Daß dieser Mann der ehemalige Sozius Paul Singers ist. ennähnt er mit keiner Silbe. Noch vrel weniger natürlich erinnert er an den klassischen Aussprnch, den dieser Herr, als er noch mitten im Geschäftslehen stand, einmal ge^an hat. - Das paßte ja wolll mich nickt in den Nahmen dieser baumlosen Geschickte und kannte auch nickt die Aufgabe eines 'Konfektionsblattes fern, das die Interessen der Unternehmerschaft. nickt aber die Interessen der arbeitenden Bevölkerung vertritt. Immerhin rst dies Beispiel nickt obne IiUereffe. Es zeigt nicht nur, daß die Mitwelt ach fo vergeßlich ist. sondern auch, daß es erne gewisse Breffe verstellt, wenn es sich um die Beleuchtung der Tüchtigkeit illrer Stgmmesgenoffen bandelt, die Ver­gangenheit ihrer Gesalbten vergeffen zu mackem Darum ist es die Bflickt der völkischen Preffe. umso aufmerksamer die wetllodckcke Arbeit zu verfolgen und sie nach.Kräften auf. Zudecken, was hiermit geschehen sei.

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Ne^fchiedenos.

- 9*iff5»iWRrt an einem Sozialisteu-GraK.

, tzu den begeisterndsten und feurigsten Liedern, die die Drckter der Befrenmgskriege geschaffen baben. gehört un­streitig dos beute noch vielaefttncreneDer Gott der Eisen wacklen ließ" von Ernst Moritz Arndt. Neben allgemein freilleitstchen Tstnen schlägt uns aus diesem Liede der heiße Atem des -^affes gegen die Franzosen entgegen, wie er in der Strophe zimi Ausdruck kommt:

Laßt klingen, was nur klinoeu kurn,

Die Trommeln und die Flot'

Wn- wollen beut? Mann für ' -in Mit Blut das Eisen roten.

Mit Henkerlllirt Franzosenblut,

O stiller Tag der Nucke! r Das klinget allen Deutschen gut.

Das ist die große Sache.

Dieses Strm'tkred der DerEcken erklang dieser Tage an dem Grabe eines sozialdemokratischen Führers. Der ver­storbene Engelbert Pernentorter batte vor seinem Tode be­stimmt. ball man ihm uni dem letzten Gange das Lied vom Gott, der Eisen wachsen ließ, ßngen solle, und der Wiener Arbeiterin n gerb und hat diesen Wunsch erfüllt. Ob stch wohl viele bewußt geworden find, daß dieser Wunsch auch ein Ausdruck dafür war. daß zwei Seelen in der Brust des Toten wcbn^n, ne^en dem Politiker der deutsche Nomantiker. der mit Vorliebe deutsche Literaturgeschichte trieb. Inmitten der verschiedenen und vielsprachigen Sozialdemokraten des osterrerchilchen Abgeordnetenhauses hatte er sich ein deutsches Herz bewahrt und brachte dies vielfach zun, Ausdruck. So !leß er seinem derstichen Idealismus freien Lauf in einer Nede auf Sckiller. die er in Berlin hielt. Interessant ist,

aT ^ i ltr? S er Student stch der großdeutfchen Nlchtuna anmo% und einer deutschen Verbind,mg angehörte Später unterhielt er Freundschaft mit Georg Schönerer und terlte besten antisemitische Anschauungen, bis er dann zur Sozmldensokratre ab schwenkte.

Dsm Felde

der Lyre.

Frttdberg. Rechtsanwalt Hauptmann Schröder von hier wurde zumVcrkchrsoffizier vom Platz" der Festung Mainz ersannt mit Wirkung vom 1. Februar. Außerdem wurde ihm das Eiserne Kreuz verliehen.

Leidhecken. Der Lehrer Otto Rheinfurth, bei einer Fuhrpark-Kolonne, wurde zum Gefreiten befördert.

Ans der Heimat.

> * Die Frankfurter Pferdemärkte werden in diesem Fahre auf

Gelände gegenüber dem Empfangsgebäude des Ostbahnhofs . Kbgehalten; der Platz wird begrenzt von der^Bischofsheimer«

strage. Ostbahnhof-Platz und Philippsruherstraße und ist etwa 5000 Quadratmeter groß. Auf dem Marktplatze stehen vorläu­fig keine Stallungen zur Verfügung, der Verein ist aber auf Wunsch bereit, leerstehende, in der Nähe des Marktplatzes befind, liche Ställe den Pferde-Züchtern und -Händlern nachzuweisen. Der Marktplatz wird an den Markttagen früh 6 Uhr geöffnet und nach Beendigung des Marktes spätestens abends 6 Uhr geschloffen. Für die Einlassung von Pferden auf den Marktplatz wird für jeden Markttag 1 Mark Standgeld an der Einfahrt gegen Scheine erhoben,^ welche zur Vermeidung nochmaliger Zahlung während des Aufenthaltes auf dem Markte auszubewahren und auf Verlangen dem Aufsichtspersonal vorzuzeigen sind.

* Versorgung mit Cemüsesamen. Die Reichsstelle für Ee- müst uicd Obst teilt mit, daß sie mit Rücksicht darauf, daß die in­ländische Eriue an bemüftsamen nicht ausreicht, um den nament­lich durch den Krieg erheblrch gesteigerten Bedarf befriedigen zu können, rechtzeitig größere Samenmengen im neutralen Aus­lande erwarten hat. Diese Mengen sollen zum Teil an die Ge­müsebauer, die keine Aussicht haben, ibren Bedarf bei den deut­schen Samenzüchtern einzudeckeu, zur Verteilung gelangen. Die Kcmmunalverbände fordern daher die Anbauer auf. ihre Be­darfsanmeldungen unverzüglich einzureichen. Die Anmeldungen muffen die Angabe der zu bestellenden Fläche enthalten, damit eine Nachprüfung der angeforderten Bedarfsmengen möglich ist. Zugleich ist eine Bescheinigung des zuständigen Polizeiverwal- ters beizufügen. aus der ersichtlich ist in welchem Umfange und mit welchem Erfolge der Anbauer an den Vorjahren schön Ge­müsebau betrieben hat. Ferner ist anzugeben, ob der Anbauer bereit ist auf die Samenzuweisung hin Anbau- bezw. Liefe- rungsverträge für das kommende Jahr abzuschließen. Die Ver­teilung soll im Aufträge der Kommunalverbände durch Samen­handlungen erfolgen.

FC. Vom Main, 16. Jan. Beschlagnahmt wurden aus dem Bahnhof Afchaffenburg aus einem Waggon, der aus der Gegend vcn Schweinfurlb ankam. eine große Anzahl Schinken. 40 Zent­ner Dörrobst Gerste und dergleichen. Die Lebensmittel sollen von einem Aufkäufer unter den.für einen Kommunalverband bestimmten Waren verborgen worden sein.

sr. Hanau, 14. Jan. Durch die Abwesenheit der Väter. Be­lastung der Mütter durch Erwerbsarbeit u. a. m. vermehren sich die Ausschreitungen Jugendlicher in der gegenwärtigen schweren Kriegszeit in beängstigender Weise. Fast keine Sitzung unserer Gerichte vergeht in der nicht eine strafbare Handlung Jugend­licher zur Aburteilung steht. Auch heute mußten wieder drei sol­cher Tunichtgute vor den Schranken der hiesigen Strafkammer er­scheinen, um sich wegen eines versuchten schweren Raubes an einem Mädchen und wegen mehrerer Einbruchsdiebstöhle zu ver­antworten. Von den drei, im Alter von 1617 Jahren stehen­den Bmlchen find zwei, der Spenglerlehrling Johannes Bügel­meyer und der Arbeiter Otto Stamm in Fechenheim beheimatet, während der dritte, der Taglöhner Heinrich Adam, in Bürgel wohnt. Das Kleeblatt hatte sich im vergangenen Jahre zur Ausführung von Diebstählen und sonstigen Ausschreitungen zu- jammengeWloffen. und wie gründlich sie ihr dunkles Handwerk auefübrten. geht aus zahlreichen Hafendiebstahlen hervor, die sie bald hier bald dort, besonders aber in Offenbach, innerhalb kur­zer Zelt allsführten. Daß sie auch vor erheblich schwereren De­likten nicht zurückschreckten, zeigten sich am 11. April v. I.. an welchem sie sich im Walde zwischen Enkheim und Frankfurt her­umtrieben und einen räuberischen Ueberfall auf die 23 Jahre alte Arbeitet in Erna Sturm von Enkheim unternahmen, wobei sie dem Mädchen eine Flasche auf den Kopf schlugen. Unter Ein­beziehung der im Oktober v. I. von der Strafkammer in Darm- stodt gegen sie wegen der Diebstäble in Offenbach erkannten Freiheitsstrafen erhielt Bügelmeyer weilen versuchten schweren Raubes und wegen des Hasendiebstahles 1 Jahr 6 Monate, Stamm wegen derselben Verbreche« 1 Jahr 3 Monate Gefäng­nis; gegen Adam lautete das Urteil wegen versuchten schweren Raubes auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 2 Monate Gefängnis.

Gedern. 16. Jan. Der Revisionsoffizier A. L. Hartmann aus Sandbach i O. versuchte auf den schon aus der Station fahrenden Frühzvg der Vogelsbergbahn aufzufprinaen. Er kam dabei zu Fall, wurde von dem letzten Wagen überfahren und auf der Stelle getötet.

Aus HessenNassau.

FC. Wiesbaden, 16. Jan. Zum Heldentode des Flieger- loutnants Heß. Am Tage vor Weihnachten fiel nach 17 Siegen im Luftkampfe einer unserer erfolgreichsten Kampfflieger, der Leutnant d. R. Ernst Heß aus Wiesbaden. Ritter des Haus­ordens voü Hohrrzollern mit Krone und Schwertern, des Würt- tembergischen Friedrichs-Ordens mit Schwertern, des Eisernen Kreuzers erster und zweiter Klaffe. Fliegerleutnant Heß war der einzige Sohn der in Wiesbaden wohnenden Witwe des Kgl. Domäneurats Hetz. Geboren rm Jahre 1893 in Wiesbaden be­suchte er zunächst das humanistische Gymnasium. In der Absicht, sich dem Berufe eines Maschinen-Jngenieurs zu widmen, betä­tigte er sich darauf zwei Jahre praktisch. Während dieser Zeit erlangte er auch seine ersten Kenntniffe im Flugwesen, und zwar in der Fliegerschule Gödecker in Mainz. Zur Absolvierung seines Studiums besuchte er die technische Hochschule in Chemnitz. Der Drang, möglichst schnell das Feldpiloten-E?amen abzulegen, lie­ßen ihn diese Studien unterbrechen und im Oktober 1913 in Köln als Einjährig-Freiwilliger bei der Feldflieger-Abteilung 3 etn- treten. wo er schon nach den ersten Monaten das Fliegereramen ablegte. Alsdann ging Heß nach einer kurzen Abkommandierung zur Leitung eines Kursus in Darmstadt am 1. Januar 1915 als Flugzeugführer * n die Westfront. Mit Boelrke und Jmmelmann war er einer der erstem Kampfflieger, unter dorren er als Vor­kämpfer in der Luft bald eine hervorragende Stellung eumahm. die ihm den Ersten unter ihnen würdig zur Seite stellt. Zuletzt war er Führer einer Jagdstaffel und Gruppenführer der Jagd­staffeln der Ersten Armee. Die Leiche ist von der Front nach Wiesbaden überführt worden, wo sie auf dem Südfriedhof in einem Ehrengrabe, das die Kameraden dem beliebten Führer bereitet, beigesetzt wurde. Leider hat das offizielle Wiesbaden nicht neben dem Sarge dieses Helden gestanden und ihm das letzte Geleit gegeben, wie e» in Dessau und Leipzig bei der Beisetzung der Leichen von Boelcke und Jmmelmann geschehen. Doch der

kampferprobte junge Held wird nicht nur weiterleben im dachtnis derjenigen, die ihn in seiner durch Bescheidenheit ver­edelten Größe kannten ihm ist auch für alle Zeiten ein Platz in der Geschichte dieses Krieges und ganz besonders in der Geschichte der deutschen Flugwaffen sichergestellt. Die Stadt Wtesbaden darf stolz sein auf ihren wackeren Sohn, und das Königliche Gymnasium darf mit Genugtuung auf das Ergebnis seiner Er­ziehung blicken, das diesen einstigen Zögling zum leuchtenden Vorbild« der Jugend macht, sowohl was den Ernst der Lebens­auffassung, die Freude an der Arbeit und die restlose Hingabe an die Erfüllung übernommener Pflichten anbetrifft. Se jung er sein Leben hingeben mußte, es war doch erfüllt von größten Mannestaten, und er ist dahingegangen als einer, der den Zweck des Daseins ausschöpfen konnte im Sinne des Wortes:Süß und ehrenvoll ist es. für das Vaterland zu sterben!" Das Vater- - land dankt dem jungen Helden und wird feiner in Treue ge­denken.

FC. Aus dem Rheingau, 16. Jan. Die Wallfahrtskirche in Marrenthal steht feit heute früh infolge eines in der Nacht nie- deraegangeren Wolkenbruchs und infolge der raschen Schnee­schmelze über einen Meter unter Wasser. Das Wasser ist im Steigen begriffen und stehts bereits über dem Wassersiand von 1878. Das Klostergebäude blieb von den Wassermosssn verschont. Zum ersten Mal seit 1878 konnte heute die Heilige Messe nicht gefeiert werden.

FC. Aus dem Ländchen, 16. Jan. Bei dem Landwirt Franz Stein in Vreckenheim wurden bei einer Besichtigung der Ge- treidebestände in einem Weinkeller drei Sack Mehl, darunter ein Sack feinstes Ausfchnßmehl und zwei Sock Brotgetreide aufgefun­den. die Stein verheimlicht hatte. Bet dem Landwirt Heinrich Kleber ebendort machte man eine ähnliche Entdeckung. Man fand versteckt in einer Aepfelmühle und Kelter zwei Sack Rog­gen und zwei Sack Weizen. Alles verfiel der Beschlagnahme.

Krrchliche Anreraev.

2. Sonntag nach Epiph^ 20. Januar 1918.

Gottesdienst in der Sladtk,rche.

Vormittags Uhr' Herr Pfarrer Diehl.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienft. Herr Pfarrer

Ritter.

Nachmittags 5 Uhr: Herr Kandidat Rheinfurth.

Abends 8% Ufa: Herr Pfarrer R itter.

Gottesdienst im Stodtleil Fauerbach.

2. Sonntag nach Epiph., 20. Januar 1918.

10 Uhr: Gottesdienst.

11 % Uhr Jugendgottesdienst.

5 Uhr: Kriegsandacht.

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Katholische Gemeinde.

Sonntag, 20. Jan. 1918: 2. Sonntag nack Erl^einnng des S^err«.

Velchtpelegenbeit am Samstag von 4 Uhr an und Sonn­tag früh von 6 Uhr.

547 Uhr Frühmesse.

8 Uhr Militärgottesdlenst (Singmesse mlt Predigt).

5410 Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt.

Rcchmittags 254 Uhr: Sakramentalrfche Bruderschafts-An- dacht mit Segen.

Um 4 Uhr: Versammlung der Junaftauen-Kongregation.

Während der Woche: %7 und 754 Uhr hl. Messe.

Rach dem Hochamt Ausgabe von Büchern au» ver Borrs- Mäur-Bücherei.

Verantwortlich für den politischen und lokalen JeH C tto Hirichel. Friedberg: für den Anzeigenteil N Kenner Friedberg. Truck und Verlag derNeuen TageszeitungE A G.. Friedbera r <?

Zentrale für Kriegsfür^rge.

Mit herzlichem Dank bescheinigen wir den Empfang der nachfolgenden Zuwendungen:

?^rau Mwe. Brückmann 30 Mk., InlinS Phttippi 100 Mk»,Vereinigte ArmensonD 10-0ML ^irma Nathan Rothschils 50 Mk., Mrma PH. Daniel Kümmich 25 Mk., S. Ehrmann Söhne, 2. Gabe- 50 Mk., Willy Schöuberg 20 Mk.

Weitere Gaben werden an unseren Rechner Herrn Stadtverordneten Oppenheüner erbeien.

Zentrale für Krieasfürforae.

Reujahrsbitte

für das Syrische Waisenhaus in Jerusalem.

Herr Pastor D. Schneller in Köln a. Rh. bat mir au meine An'rage, wie es nach den letzten Kriegsereignissen in Palästina um das syrische Waisenhaus stehe, unterm 16. Januar folgende Antwort gegeben:Strecke n ch lieber alter Gewohnheit auch jetzt wieder bittend Deine Hand für unier syri'ches Weisenhaus aus. denn unsere Anstaltsgemeinde braucht Hilfe, bei der ganz enormen Teurung in Palästina, dringend nötig. Wir haben die feste Zuversicht, doß unser Syrisches Waisenhaus bleiben wird, was uns nun feit beinahe 60 Jahren fein durfte, die Lebensquelle für Jesu Erdenhetmat. Gott hat in langen Stunden seine Hand schützend über unier Hau» so- halten. er wird weiter helfen. Unser vor der Stadttnauer Jerusa­lems liegendes AnstaUsgebiet ist beschossen worden. Die englischen Granaten haben zwar einige zur Anstalt gehörende Familienhäuser zerstört, dem Haitptgebaude haben sie jedoch wenig Schaden zuge- sügt. Mein Bruder ist als treuer Hirte bei seiner Herde geblieben, seine armen z. T. blinden Schäfchen würden ja draußen unfehlbar zugrunde gehen. Nach der Besetzung Jerusalems habe ich leider noch keine 8kachricht von meinem Bruder erhalten. Das auswar» tige Amt in Berlin hat mir aber mitgeteilt, daß das Syr. Waiien- haus weiter besteht. Die spanische Negierung hat sich bereit erklärt, Geldsendungen nach dort zu übermitteln. Gott hat geholfen und unsre treuen Freunde werden es auch tun. Das hoffe ich und darum, bitte ich." Allen vorjährigen Gebern, aus deren Herz nndi Händen 120 Mark zufammenfioffen, herzlich dankend, bittet ement' um die alte und um neue Liebe für die evang. Mission tm $U! Land ln deutschem Geist. . j

Friedberg. 18. Januar 1918. _ .

* ' ' Pfaner Kleberger.