Ausgabe 
12.1.1918
 
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zu verzeichnen yave, als vorbildlich und da« dort beherzte tüch^ tige Männer gezeigt haben, was eine Genossenschaft zu leiste» vermag. Am Schluffe seiner Ausführungen empfahl Direktor Berg, an dem Ausbau und der Errichtung örtlicher Bezugs, und Absatz-Genossenschaften entschlossen milzuwirken und die .Spar- und Darlehenskassen in den Dienst der vaterländischen Sache zu stellen.

> An der hierauf folgenden Aussprache beteiligten sich Oeko- uomierat Breidenbach, welcher dem Referenten für die überaus sachlichen und zeitgemäßen Ausführungen dankte und daran erinnerte, das; in Friedberg die Wiege des hessischen land­wirtschaftlichen Genossenschaftswesens gestanden habe; auch jetzt sei es das Gebot der Stunde, an der Erfassung der Erzeugnisse und Ausdehnung der Produktion mitzuwirken. Leider aber stehen hierzu vielfach die erforderlichen Kräfte nicht zur Ver­fügung. Direktor Spieß sagt seine Bereitwilligkeit und Mit­arbeit an dem Ausbau zu und betont, daß die hessischen Laud- wirtsche.stslehrer noch nie zurückgeständen hätten, wo es -galt, die Interessen der Landwirtschaft und der Genossenschaften zu för­dern. lieber geldwirtschaftliche Tagcsfragcn berichtete Direktor Mager von der Zcntralkasse. Er machte Mitteilung über den gegenwärtigen Stand des Geldmarktes und der Geldanlagen in Kriegsanleihen, welche er für das einzige Wertpapier ball, das für Genossenschaften zur Zeit in Betracht kommen müsse. Es kamen ncch die Einrichtungen des bargeldlosen und Ueber- rreisvnosverkehrs zur Sprache, wobei Rendant R e itz-Echzell seine Erfabrungen bei Auszahlung der Gelder für den Oberhes­sischen Diebbandelsvcrband mitteilte. während Oekonomierat Breidenbach die Abgaben und Provisionen bemängelte. Direktor Spieß gab sodann entsprechende Aufklärungen. Di­rektor Mager schloß seine Ausführungen mit den Worten: unsere genossenschaftliche Kreditorganisation darf unter keinen Umständen der Mittel entblößt werden In ausreichender Weife ist nach Schluß des Krieges auf Bereitstellung des notwendigen Betriebskredits für die Landwirtschaft zu sorgen.

Leber Punkt 3 der Tagesordnung:Die Futter- und Dün­germittel und Sämereienbeschaffunq im Frühjahr 1918" refe­rierte wiederum Direktor Berg und betonte, daß mit der Dauer des Krieges die Schwierigkeiten in der V.fchaffung der Ledarfestoffe von Jahr zu Jahr größer geworden sind. Redner bemerkte, daß im Saatkartoffelbezug nur Abschlüsse bis zum 15. November 1917 getätigt werden durften und daß der Ein­gang der Bestellungen als befriedigend zu bezeichnen ist. wenn auch noch solche ausstehen. Mehr Bedarf wird in Sommer­getreide insbesondere in Hafer fein: jedoch wird die Veschass'intz auf Schwierigkeiten stoßen. In Gerste wird den gestellten An­forderungen genügt werden können, vielleicht auch in Hülsen- frückte» und Mais. Zn Klee-Saaten steht ein großer Posten Nstklee zur Verfügung. Dageoen find in Luzerne nur gerinne Verrate vorhanden. Don der Futter- und Düngermittelbeschaf- fung läßt sich nichts neues berichten. mit den knappen Vorräten 1

muß yaushAlenjt^ Mtfäljffirwerden."' Ccim machen pcy nu Düngemittelgefchüft Auswüchse unangenehmster Art bemerkbar und der Schleichhandel unter Ueberschrettung der Höchstpreise sei auch an der Börse eine bedauerliche Erscheinung. Schweine­mastoerträge können wiederum abgeschlossen werden. Das Ka­pitel der Schweineabfchlachtung löste eine rege Diskussion durch die Abgeordneten Breidenbach, Hensel Fenchel und andere aus. Sämtliche Redner bezeichneten die Negierungs­maßnahmen als verfehlt und es würden später Rückschläge nicht ausbleiben, zum Schaden der Volksernährung.

Der letzte Punkt der Tagesordnung, der Vortrag des Oeko- nomierats Hang über Veifüttcrung von Mineralsalzen (Clor- Calcium) zur Förderung der Milcherzeugung konnte leider in Anbetracht der vorgeschrittenen Zeit nicht mehr vollständig ge­hört werden. Es wurde beschlossen, für diesen Vortrag eine be­sondere Versammlung anzusitzen, um mit diesen zeitgemäßen und anderwärts erprobten und hervorragend bewährten Ver­suchen auch die Wetterau bekannt zu machen.

Nachdem Direktor Berg die Anwesenden nochmals auffor- derte, den Ausbau der örtlichen Genossenschaften mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu fordern und das Netz der landwirt­schaftlichen Genossenschaften durch Neugründung allerorts dich­ter zu gestalten, um den herantretendeu Anforderungen gerecht werden zu können, schloß der Vorsitzende kurz vor 6 Uhr die Ver. sammlung mit der Ermahnung, das heute Gehörte in die Tat umzusetzen.

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?rr§ der Helmut

EV. Evang. Mönnerabcnd. Am nächsten Montag, den 14. Januar, abends SA Uhr, findet wieder imDeutschen Haus" am neuen Bahnhof eine evang. Männerversammlung statt. Herr Lehrer Koch wird sprechen überDie Ursachen des Deut­schenhasses".

Genossenschaftliches Lagerhaus. Wie wir vernehmen hat die Zentra'genossenschaft der hessischen Konsumvereine zu Darmstadt, das von der Firma Schwarz bisher gepachtete Lagerhaus in der Fauerbacherstraße käuflich envorben und wieder in nächster Zeit eine Zweigstelle inFriedberg eröffnen Damit hat die Zentralgenossenschaft Mem lange gehegten Wunsche . der angeschlossenen Genossenschaften entsprochen, wenn die Genossenschaften mit ihrer Zentrale in engere Fühlung kommen. Die Gebäulichkeiten werden entsprechend erweitert und mit allen der Neuzeit entsprechenden Ein­richtungen versehen werden. Mit dem Erwerb eines eigenen Lagerhauses wird der genossenschaftlichen Organisation ein wesentlicher Dienst geleistet und dürfte zweifelsahne für die ört icheu Genossenschaften von großem Nutzen sein, zumal der Landwirtschaft in der Zukunft große Aufgaben in der Produktion wie in der Erfassung landwirtschaftlicher Er- Zeugnisse bevorstehen.

. Achtungl (Kammermädchen t) Laut Bekanttp' nuUhung de- stellv. Generalkmmando sind die Mädchens welc^ un Fahr 1917 in der Landwirtsckpft als Sommer-

madchen beschäftrgt lvaren, verpflichtet wieder in der Land­wirtschaft im Frühjahr 1918 Arbeit anzunehmen. Wir er* Utdien alle Landwirte, deren seitherige Arbeiterinnen in Munitionsfabriken Arbeit angenonimen haben, uns die Stamni-. und Wohnorte dieser Mädchen zu me.den damit wir wettere Schritte unternehmen können. Es kommen nur die rllcadchen aus Preußen und Hessen in Betracht.

Friedbcrg. Am 22. Dezernber 1917 wurden in Wissels-' heim in einem Versteck aufgefunden: 2 bunte karrierte Bettbezüge, 3 rote wollene Bettkolter, 1 blau-rotkarriertep Kopfklsseniiberzng. Es ist anzunehmen, daß die Sachen ge* itoFjlen sind. Sachdienliche Mitteilungen sind bei Großh. Amtsanwalt in Friedberg anzubringen.

Kirchftchf Anzeigen.

1. Sonntag nach Epiph., 13. Januar 1918.

Gottesdienst in der Stadtkirche.

Vormittags 9X Uhr: Herr Direktor Schoell.

Vormittags 11 Uhr: Kindergoltesdienst. Herr Pfarre»

D i e h l.

Nachmittags 5 Uhr: Herr Kandidat Strü«.

Abends SA Uhr: Herr Pfarrer Kleberger. '

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

1. Sonntag nach Epiph^ 13. Januar 1918.

10 Uhr: Gottesdienst .

11 ^ Uhr Iugendgottesdienst. * *

5 Uhr: .Kriegsandacht. _ ±

Katholische Gemeinde.

L Sonntag nach Erscheinung des Herrn: 13. Januar 1918:

Beichtpelegenheii am Samstag von 4 Uhr an und Sonru» tag früh von 6 Uhr.

*7 Uhr: Frühmesse. - w *>

8 Uhr: Hl. Messe. ^ .

K10 Uhr: Hochamt mit Predigt. * \

Nachmittags 2A Uhr: Christenlehre und Herz-Marifi- Bruderschafts-Andacht mit Segen.

Abends 8 Uhr: Kriegsandacht.

Während der Woche: %7 und 7A Uhr hl. Messe.

Noch dem Hochamt Ausgabe von Büchern au» der'Borrsi maus-Bücherei. £

Verantwortlich für den poetischen und lokalen Teil: Otto Hirichel. Friedberg: für den Anzeigenteil: R Heyn er. * F riedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung".

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Eiikl-Alilüliis

Die Gemeinde Södel beabsichtigt cmen iprungfShir.en Faftleber

anzukanfen.

Besitzer solcher Tiere wollen dtes bei unler.eichneter Stelle

enm Iden.

Södel, den 11. Januar 1918.

Erotzb. Vürqermeifterei

I. V.: Hen se l.

Felle

cßct Art kauft u den hoch sten

Tagespreisen

Wivi Stern, Frredberg

gegenüb. dem neuen Bahnhof Telefon 309.

Felle werden zum Gerben ^ angenommn.

LliOiliikAjliilMk Kttsilmliiiig! Brennholz

Ais Dirvsla«, dkg l 5 .Januar 1918 . vschmihags l l / 2 Shr, ßsdki in Gießen im SsßM, ..Grchtzrri,

eine Versammlung der Landwirte aus den Landw rl chas.skam'ner- dezirken öie «i, Ilroßen-Sttirck, L.ch.Hungen mit folgender Tagesordnung statt: - ^

1. Vortrag über:

Die Lailiüv-Mssl MM nnh not htm Kritg"

von Oekonomierat vr. Hamann-Darmstadt.

2. Ausiprach:.

Zu Zahlreicher Beteiligung ladet «m

ZasdwirisHastsluimmrr fär Las ßreffjrioaigm tjtjkn,

Walter.

Holzversteigcrung.

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Anfang und Zusammenkunft voemittage 1v Uhr auf der Wald­bahn. oderhals dec S-aalssttoße Friedverg Homburg Bemeift wird, daß das Stammholz gleichzeitig mH dem anderen Holz zum Ausgeliot kommt.

Rodheim ». d. Höhe, am 8. Januar 1918.

Erotzh. Bürgermeisterei Rodheim v. d. Höhe.

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