zu verzeichnen yave, als vorbildlich und da« dort beherzte tüch^ tige Männer gezeigt haben, was eine Genossenschaft zu leiste» vermag. Am Schluffe seiner Ausführungen empfahl Direktor Berg, an dem Ausbau und der Errichtung örtlicher Bezugs, und Absatz-Genossenschaften entschlossen milzuwirken und die .Spar- und Darlehenskassen in den Dienst der vaterländischen Sache zu stellen.
> An der hierauf folgenden Aussprache beteiligten sich Oeko- uomierat Breidenbach, welcher dem Referenten für die überaus sachlichen und zeitgemäßen Ausführungen dankte und daran erinnerte, das; in Friedberg die Wiege des hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens gestanden habe; auch jetzt sei es das Gebot der Stunde, an der Erfassung der Erzeugnisse und Ausdehnung der Produktion mitzuwirken. Leider aber stehen hierzu vielfach die erforderlichen Kräfte nicht zur Verfügung. Direktor Spieß sagt seine Bereitwilligkeit und Mitarbeit an dem Ausbau zu und betont, daß die hessischen Laud- wirtsche.stslehrer noch nie zurückgeständen hätten, wo es -galt, die Interessen der Landwirtschaft und der Genossenschaften zu fördern. lieber geldwirtschaftliche Tagcsfragcn berichtete Direktor Mager von der Zcntralkasse. Er machte Mitteilung über den gegenwärtigen Stand des Geldmarktes und der Geldanlagen in Kriegsanleihen, welche er für das einzige Wertpapier ball, das für Genossenschaften zur Zeit in Betracht kommen müsse. Es kamen ncch die Einrichtungen des bargeldlosen und Ueber- rreisvnosverkehrs zur Sprache, wobei Rendant R e itz-Echzell seine Erfabrungen bei Auszahlung der Gelder für den Oberhessischen Diebbandelsvcrband mitteilte. während Oekonomierat Breidenbach die Abgaben und Provisionen bemängelte. Direktor Spieß gab sodann entsprechende Aufklärungen. Direktor Mager schloß seine Ausführungen mit den Worten: unsere genossenschaftliche Kreditorganisation darf unter keinen Umständen der Mittel entblößt werden In ausreichender Weife ist nach Schluß des Krieges auf Bereitstellung des notwendigen Betriebskredits für die Landwirtschaft zu sorgen.
Leber Punkt 3 der Tagesordnung: „Die Futter- und Düngermittel und Sämereienbeschaffunq im Frühjahr 1918" referierte wiederum Direktor Berg und betonte, daß mit der Dauer des Krieges die Schwierigkeiten in der V.fchaffung der Ledarfestoffe von Jahr zu Jahr größer geworden sind. Redner bemerkte, daß im Saatkartoffelbezug nur Abschlüsse bis zum 15. November 1917 getätigt werden durften und daß der Eingang der Bestellungen als befriedigend zu bezeichnen ist. wenn auch noch solche ausstehen. Mehr Bedarf wird in Sommergetreide insbesondere in Hafer fein: jedoch wird die Veschass'intz auf Schwierigkeiten stoßen. In Gerste wird den gestellten Anforderungen genügt werden können, vielleicht auch in Hülsen- frückte» und Mais. Zn Klee-Saaten steht ein großer Posten Nstklee zur Verfügung. Dageoen find in Luzerne nur gerinne Verrate vorhanden. Don der Futter- und Düngermittelbeschaf- fung läßt sich nichts neues berichten. mit den knappen Vorräten 1
muß yaushAlenjt^ Mtfäljffirwerden."' Ccim machen pcy nu Düngemittelgefchüft Auswüchse unangenehmster Art bemerkbar und der Schleichhandel unter Ueberschrettung der Höchstpreise sei auch an der Börse eine bedauerliche Erscheinung. Schweinemastoerträge können wiederum abgeschlossen werden. Das Kapitel der Schweineabfchlachtung löste eine rege Diskussion durch die Abgeordneten Breidenbach, Hensel Fenchel und andere aus. Sämtliche Redner bezeichneten die Negierungsmaßnahmen als verfehlt und es würden später Rückschläge nicht ausbleiben, zum Schaden der Volksernährung.
Der letzte Punkt der Tagesordnung, der Vortrag des Oeko- nomierats Hang über Veifüttcrung von Mineralsalzen (Clor- Calcium) zur Förderung der Milcherzeugung konnte leider in Anbetracht der vorgeschrittenen Zeit nicht mehr vollständig gehört werden. Es wurde beschlossen, für diesen Vortrag eine besondere Versammlung anzusitzen, um mit diesen zeitgemäßen und anderwärts erprobten und hervorragend bewährten Versuchen auch die Wetterau bekannt zu machen.
Nachdem Direktor Berg die Anwesenden nochmals auffor- derte, den Ausbau der örtlichen Genossenschaften mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu fordern und das Netz der landwirtschaftlichen Genossenschaften durch Neugründung allerorts dichter zu gestalten, um den herantretendeu Anforderungen gerecht werden zu können, schloß der Vorsitzende kurz vor 6 Uhr die Ver. sammlung mit der Ermahnung, das heute Gehörte in die Tat umzusetzen.
*■-— •<-, ' *V
?rr§ der Helmut
EV. Evang. Mönnerabcnd. Am nächsten Montag, den 14. Januar, abends SA Uhr, findet wieder im „Deutschen Haus" am neuen Bahnhof eine evang. Männerversammlung statt. Herr Lehrer Koch wird sprechen über „Die Ursachen des Deutschenhasses".
Genossenschaftliches Lagerhaus. Wie wir vernehmen hat die Zentra'genossenschaft der hessischen Konsumvereine zu Darmstadt, das von der Firma Schwarz bisher gepachtete Lagerhaus in der Fauerbacherstraße käuflich envorben und wieder in nächster Zeit eine Zweigstelle inFriedberg eröffnen Damit hat die Zentralgenossenschaft Mem lange gehegten Wunsche . der angeschlossenen Genossenschaften entsprochen, wenn die Genossenschaften mit ihrer Zentrale in engere Fühlung kommen. Die Gebäulichkeiten werden entsprechend erweitert und mit allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen versehen werden. Mit dem Erwerb eines eigenen Lagerhauses wird der genossenschaftlichen Organisation ein wesentlicher Dienst geleistet und dürfte zweifelsahne für die ört icheu Genossenschaften von großem Nutzen sein, zumal der Landwirtschaft in der Zukunft große Aufgaben in der Produktion wie in der Erfassung landwirtschaftlicher Er- Zeugnisse bevorstehen.
. Achtungl (Kammermädchen t) Laut Bekanttp' nuUhung de- stellv. Generalkmmando sind die Mädchens welc^ un Fahr 1917 in der Landwirtsckpft als Sommer-
madchen beschäftrgt lvaren, verpflichtet wieder in der Landwirtschaft im Frühjahr 1918 Arbeit anzunehmen. Wir er* Utdien alle Landwirte, deren seitherige Arbeiterinnen in Munitionsfabriken Arbeit angenonimen haben, uns die Stamni-. und Wohnorte dieser Mädchen zu me.den damit wir wettere Schritte unternehmen können. Es kommen nur die rllcadchen aus Preußen und Hessen in Betracht.
Friedbcrg. Am 22. Dezernber 1917 wurden in Wissels-' heim in einem Versteck aufgefunden: 2 bunte karrierte Bettbezüge, 3 rote wollene Bettkolter, 1 blau-rotkarriertep Kopfklsseniiberzng. Es ist anzunehmen, daß die Sachen ge* itoFjlen sind. Sachdienliche Mitteilungen sind bei Großh. Amtsanwalt in Friedberg anzubringen.
Kirchftchf Anzeigen.
1. Sonntag nach Epiph., 13. Januar 1918.
Gottesdienst in der Stadtkirche.
Vormittags 9X Uhr: Herr Direktor Schoell.
Vormittags 11 Uhr: Kindergoltesdienst. Herr Pfarre»
D i e h l.
Nachmittags 5 Uhr: Herr Kandidat Strü«.
Abends SA Uhr: Herr Pfarrer Kleberger. '
Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.
1. Sonntag nach Epiph^ 13. Januar 1918.
10 Uhr: Gottesdienst .
11 ^ Uhr Iugendgottesdienst. * *
5 Uhr: .Kriegsandacht. _ ±
■
Katholische Gemeinde.
L Sonntag nach Erscheinung des Herrn: 13. Januar 1918:
Beichtpelegenheii am Samstag von 4 Uhr an und Sonru» tag früh von 6 Uhr.
*7 Uhr: Frühmesse. - w *>
8 Uhr: Hl. Messe. ^ .
K10 Uhr: Hochamt mit Predigt. * \
Nachmittags 2A Uhr: Christenlehre und Herz-Marifi- Bruderschafts-Andacht mit Segen.
Abends 8 Uhr: Kriegsandacht.
Während der Woche: %7 und 7A Uhr hl. Messe.
Noch dem Hochamt Ausgabe von Büchern au» der'Borrsi maus-Bücherei. £
Verantwortlich für den poetischen und lokalen Teil: Otto Hirichel. Friedberg: für den Anzeigenteil: R Heyn er. * F riedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung".
A G Frredbero? <5
LECIFERRIN
ein hochgeschätztes Hausmittel, um die Kräfte in der Rekonvaleszenz
criciiön^cndcn KrankhcHen
nach
raaela zu beiren. Ueberall erhältlich; auch in I r», bequem aal Reisen.
Damen- u. Kinder- Korsetts, Strümpfe u. Socken, Hemden, Unterhosen u. StrickWesten
in herrlichen Qualitäten.
ölementing Stern
Friedber, i. H.. Kaiserstr. 51, gegfR ber der Engelaporhete.
Eiikl-Alilüliis
Die Gemeinde Södel beabsichtigt cmen iprungfShir.en Faftleber
anzukanfen.
Besitzer solcher Tiere wollen dtes bei unler.eichneter Stelle
enm Iden.
Södel, den 11. Januar 1918.
Erotzb. Vürqermeifterei
I. V.: Hen se l.
Felle
cßct Art kauft u den hoch sten
Tagespreisen
Wivi Stern, Frredberg
gegenüb. dem neuen Bahnhof Telefon 309.
Felle werden zum Gerben ^ angenommn.
LliOiliikAjliilMk Kttsilmliiiig! Brennholz
Ais Dirvsla«, dkg l 5 .Januar 1918 . vschmihags l l / 2 Shr, ßsdki in Gießen im SsßM, ..Grchtzrri,
eine Versammlung der Landwirte aus den Landw rl chas.skam'ner- dezirken öie «i, Ilroßen-Sttirck, L.ch.Hungen mit folgender Tagesordnung statt: - ^
1. Vortrag über:
„Die Lailiüv-Mssl MM nnh not htm Kritg"
von Oekonomierat vr. Hamann-Darmstadt.
2. Ausiprach:.
Zu Zahlreicher Beteiligung ladet «m
ZasdwirisHastsluimmrr fär Las ßreffjrioaigm tjtjkn,
Walter.
Holzversteigcrung.
3m Rodheimer Semeinfewald. Distrrtt Ketzerborn, werden Montag, den 14. 2anuar l. Js. versteigert:
2 Kiefern-7tainme. S—10 m lang, 0 3') Durchmesser, 1,28 fm Inhalt 10 F»chten-Stämme.8-1'i m lang. 0,35—0,54 Durchm.. 15,91 Im Inh 831 rm Kie ernrundscheit, 1,50 lang 85 rm Kirfern-K nuppel 11 rm Fichten Knüppel 71 rm Kie ern-Stöcke.
3290 Stück Klesern-Wellen.
Anfang und Zusammenkunft voemittage 1v Uhr auf der Waldbahn. oderhals dec S-aalssttoße Friedverg Homburg Bemeift wird, daß das Stammholz gleichzeitig mH dem anderen Holz zum Ausgeliot kommt.
Rodheim ». d. Höhe, am 8. Januar 1918.
Erotzh. Bürgermeisterei Rodheim v. d. Höhe.
H o f m a n n.
auSgetrocknel von borjätzrigc» Fällungen baben abtuneben solange Vorrat re cht:
Buchcnscheil- u. Llttüppeltzol; per rm ab Lager Mk. 48.— CIchenrollensiolz per rm Ml. 45.—
LNesern- oder ^orcstrnrottenhorz per rm Mk. 40 — Tarrneri- oder Eichcnrolleuholz per Ztr. Mk. 5.60 auf
ca. 20 cm ge'chnirten.
Gustav Schwarz & Söhne, ®
Krievberg i. H.
7
®tn zweijähriges krä liges
, MSsthlkil
tßbkUmül steht zu verkaufen bei
Mltotau* Dienst V..
Ockstadt.
mitt t®ins i. mm ku iüi( a
Geschäftsstelle Frankfun a. M., Kronprinzenstraße 41. (Kronprinzenbau. j — Fernruf Römer 42UL.
Sürsstunoen Monraa. Dienstag. Donnerstaa. Freitag, nachmittag» oon 2—4 Ubr. — Geschäftsanzeigen in diesem Raum rnir für «"tere Mitglieder; dieselben sind kostenlos, jedoch muß bei Aul- gäbe der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiesen werden.
Einen leichten
Wagen
zum Ein- und Zweijpänmgfahren zu verkaufen
Ernst Kleberger, Melbach.
Vier gute
Zugochsen
stehen zum Verkauf auf Hof Louijenlust. bei Hirzenhain, Obechessen.
Metaildrahtglüiiiampen
ln allen Kerzenstärken, preiswert abzugeben
Ed. Lehmann, ing.
Bad Nauheim.
===== Vertreter gelvcht. ----------------
Gutsbesitzer, welche größer» Pollen
setzen, wollen ihre Bestellung so» sott machen.
Gärtnerei Schmidt, Friedberg, Franksutterstraße 31^
Eine
Gutes
Linoleum-Wachs
frisch eingetroffen.
Tapeten- and TJnoleumtiaus
Jean Kodier,
Seit 25 Jahren fertige als Spezratität
Schuhe für kranke Füße
besonder» für Klumpfüße und verkürzte Beine.
Willi. Zepnikow,
_ . _ Bad-Nauheim. Burgstraße 7.
Komme auf Wunsch Rückiprache oder ichrifrliche Auskunft verpflichtet zu nichts.
t V
kichMer-Pferd
fc steht zum Verkauf bei
Heinrich Pfeiffer V. + C
Eeulbero -—>— a «.
\ *
Ein paar gute 4 jährige
Zugochsen
stehen,» verkamen bei
Konrad Völker» Heegheim, Kret« Büdingen.
die noch Mrlch gibt, wenn auch nicht tragend, zu kaufen gesucht, vtähere Angebote mit Preis an
Ludwig Knaf, Landwirt, } _ S^dheim^. d. H.
Gesucht
für meine Rinds-, Kalbs- und Schweinemetzgerei za Ostern eine»
kriittiüfn ffljilint?.
Th. SLllner. Sofmrbgrr,
Friebberq l H.
Sauberes, fle ßiges
für fofort gesucht.
vöhms Oisraankttraff 32. IL
Tüchtiges
2 techsjahttge
Rappen
zu verkaufen.
3n erftaaen in der Geschäfts- stelle der .^Neuen TageszettunG'.
für llemen Haushalt sofort ge siichb
Kaiserftratze 49. I.
Scheidenkatarrh u Verkalben
wrrdm
Vaginal- and Bullcnstäbe;
BeaigdarchTlerlrtl*. Proipcktr graft«
Dr>Pta»e. Brügge »w.


