Ausgabe 
9.1.1918
 
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Hwer Weise lösen wird, die uns vor inneren Erschütterungen be- tt-djrt. Ob dazu nötig wäre, wie manche meinen, daß die mili­tätische und politische Leitung in eine Hand vereinigt werden, möchten wir im Augenblick dahingestellt sein lassen. Keines­falls darf an irgendwelchen Schwierigkeiten, die zu beseitigen in menschlicher Macht liegt, das große Werk scheitern: aus

Deutschlands siegreichem Schnffelskainpf die Früchte der Zukunft iu ziehen!

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V. SiillillUßllif.

Die . Leipziger N. Nachrichten" bsschäftigen sich mit den Vorgängen der letzten Tage und beleuchten dabei insbesondere die Tätigke-it des Herrn von Kühlmanir. Wir lesen:

Wer ist doch dieser Herr von Kühlmann, der zum andern Male, eine Krise von unübersehbaren Folgen heraufbeschworen hot. Als er das Erbe Zimmermanns antrat, wurde ihm weni Erfreuliches nachgesagt. Er war pflichteifriger Mitarbeiter und Mentor Lichnowskys bei den Bethmannfchen Verständigungs-- bestrebungen in London und hatte vom Haag aus gegen den un­eingeschränkter U-Vootkrieg gearbeitet und in Konstantiuopel nach Kräften dazu beigetragen, das Vertrauen in die deutsche Bundestreue zu erschüttern. Also belastet ging er in die Wil­helmstraße an die Arbeit, der Welt den Frieden zu schaffen, technische Fähigkeiten brachte er mit. Er verstand es glänzend, die Demokraten des Reichstages einzuseifen, und hatte auch in seinen Reden ein annehmbares Kaliber, aber ein starkes Miß­trauen gegen euien Mann von solcher Vergangenheit blieb doch bestehen, und man fühlte, obgleich er sich schwer in die Karten seben ließ, nur zu bald, daß er die Folgen der englischen Krank­heit immer noch mcht überwunden hatte. Vorsichtig baute er seine Steine auf. Er übernahm, als er fein Amt antrat, die bindend* Verpflichtung, die von der Obersten Heeresleitung im Osten für unbedingt notwendig gehaltenen Erenzsicherungen den Russen abzuhandeln. Später mußte er sich freilich ziemlich drin, gend daran erinnern lassen Auf seinen Wunsch wurde darauf unser Mindestprogramm noch etwas eingeschränkt, aber das wollte er dann auch ganz bestimmt durchsetzen. Mit dieser Zu­sage ging er nach Brest als deutscher Vertreter in der stärksten Stellung, die sich ein Unterhändler nur wünschen kann. Durch thre Siege hatte die deutsche Heeresleitung ihm die Wege geeb­net. Er wußte, daß die Russen militärisch bis zur Vernichtung geschlagen sind, er wußte, daß sie überhaupt nicht mehr imstande find. Widerstand zu leisten, daß ihre Trupven ihnen einfach da vonzulaufen drohten, während wir noch Truppen genug haben, vm jederzeit die Offensive wieder aufnehmen zu können.

Trotz aller schönen Worte Lenins und Trotzkis hätten fie sich unseren Forderungen fügen müssen. Wir hatten ihnen geradezu die Bedingungen diktieren können. Und was hat Herr von Kühlmann daraus gemacht? Erst ließ er sich vom Grafen Czer- nin einwickcln und auf ein unrühmliches Verztchtprogramm feft- nageln Dann ließ er sich von den Russen die Führung der Ver­handlungen völlig aus der Hand nehmen und auf den Boden des phrasenhaften Selbstbestimmu nosrechtes der Völker drängen. So kam er zurück, eigentlich mit leeren Händen, jedenfalls ohne die militärischen Sicherungen, die die Oberste Heeresleitung als vnentbohrlich bezeichnet hatte und die aus der Rede Bethmanns vom Dezember 191b als die ..Einfallstore", die nicht in F.in- dcshand bleiben dürfen, bekannt sind. Wgs er mitbrachte, waren Redensarten, die wohl seinen demokratischen Bewun­derern im Reichstag- eingingen, die aber trotzdem von den Rust fen nicht einmal zugestanden waren.

Mit leeren Händen ist Herr von Kühlmann nach Berlin gekommen. Selbst die geringen militärischen Sicherungen, die von der Obersten Heeresleitung für unerläßlich gehalten wur­den. hat er nicht herausfcblagen können. Aber im Rate der Krone ist er Sieger geblieben und beackert uns nun als letztes die Möglichkeit, daß deshalb Hindenburg und Ludendorff von der Leitung des Generalstabs zurücktreten. Der Kaiser ist da­mit vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt, doch kann ihm die Wahl nicht schwer fallen. Was Blücher und Eneisenau den Preußen der Befreiungskriege waren, das sind uns Deutschen von heute Hindenburg und Ludendorff. Feldherrnoenies wie fie werden im Jahrhundert nur einmal geboren, und ein Volk, das um sein Leben ringt, hat ein Recht auf ihre unersetzliche Leitung."

Eine neue Knnzkerlnife?

DieDeutsche Tageszeitung" schreibt unter der Ueberschrif Fortdauer der Krise" in Sperrdruck folgendes: Die Gefahr de Verlustes der beiden Männer, auf die allein das gesamte deutsch Volk mit unbeschränktem Vertrauen sieht, ist noch nicht beseitigt In politischen Kreisen glaubt man. daß auch der Kanzler sei, Weiterverbleiben im Amt von der Weiterführung des Heere» durch Hindenburg und Ludendorff abhängig gemacht habe. Da mit wäre die Frage Kühlmann lediglich eine Personenfrage ge worden. Hier arbeitet man von gewisser Seite darauf hiw ba] Fürst Vülow die Fuedensverhandlungen an Stelle des Herr, von Küblmann übernehmen solle. Da man aber ein Nebenein anderarbeiten des Fürsten Bülow und des Grafen Hertling rüi unmöglich hält, so bedeutet die Unterstützung einer solchen sung zugleich em Unterminieren der Stellung des Grafen Hert ling. Besonders bemerkenswert ist es. daß man den Gedanker einer solchen Lösung dem Abgeordneten Erzberger zuschreibt Das wirft interessante Streiflichter auf die Stellung des Ab geordneten Erzberger und des von ihm geführten Teils des Zen trums zum Grafen Hertling. Die Uebernahme der Friedens Verhandlungen durch den Fürsten Bülow wäre» abgesehen vor grundsätzlichen Bedenken in diesem Fall um deswillen mit gan l^fonderem Mißtrauen anzusehen, als Fürst Bülow dann ab Kandidat des Abgesrdttten Erzberger ans Ruder gelanget

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i» /Die Frirdensverhandlungen.

Berlin, 9. Jan. (WB.)' Ein Funkentelegramm aus Petersburg vom 6. Januar 1918, 9 Uhr .15 Minuten vor­mittagsAn Alle" besagt:

Lloyd George äußerte sich in dem Sinne, daß Rußland erst seine Grenzen mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn festsetzen müsse, ehe von Verhandlungen über einen all­gemeinen Frieden die Rede sein kann. Die Publizisten der Ententeländer weisen mit größerer oder geringerer Auf­richtigkeit darauf hin, daß es für die Alliierten vorteilhafter sein werde, Friedensverhandlungen ohne Rußland zu führen da Rußlcnrd jetzt an dem allgemeinen Unternehmen nur mehr mit negativem Kapital beteiligt ist. Wenn in diesen Aeußerrrngen ein Umschwung zu verzeichnen ist so nur nach der Seite größerer Aufricht'igkeit. Die Alliierten halten es für vorteilhafter, den Deutschen die Abrechnung mit Ruß­land vorläufig allein zu über'assen. Deutschland soll sich aus der Linie des geringsten Widerstandes auf Kosten Ruß­lands entsLädigen. Je größer eine Entschädigung im Osten ausfällt, um so leichter wird es dann den alliierten Regierungen sein, sich mit den Deutschen im Westen zu einigen. Selbstverständlich könnten die Alliierten die glei­chen Resultate auch auf dein Wege eines allgemeinen Frie­dens erzielen. In diesem Falle wäre es aber allen klar, daß die Alliierten Po'en. Litauen. Kurland und Rumänien be­wußt verraten und diese Länder als Münze zur Begleichung ihrer Rechnung mit Deutschland benutzt haben. Für die Alliierten gibt es aber einen viel bequemeren Weg, Rußland zu einem Sonderfrieden zu veranlassen. Sie werden den Deutschen erlauben, die Letten. Litauer und Polen zu ver- gNvaltigen, um nachher nicht nur diese Vergewaltigung enszunntzen, sondern auch die Verantwortung dafür vor ihren eigenen kern abzulehnen. Ties der Plan der Entente.

Hoffnungsvolle Auffassung in Petersburg.

DiePrawda", das Organ Trotzkis, berichtet, daß die Aussichten für einen befriedigenden Abschluß der Friedens­verhandlungen sich wieder gebessert haben. Trotzki verfüge über sämtliche Vollmachten, um einen Frieden zu schließen. Ter voraussichtlich am 18. Januar zusammentretenden ver- faffnngsgebenden Versammlung würden positive Ergebnisse vorgelegt werden können.

Die ukrainische Delegation.

Berlin, 7. Jan. (WB.) Wie wir erfahren, werben in Vrest-Lrtowsk aus der Ukraine noch weitere Delegierte und Hilfskräfte erwartet. Als Führer der Delegierten wird der Minister für Handel und Gewerbe Herr Golnbowitsch ein- treffen. Ferner erwartet man noch den Rittmeister Georg Ritter von Gassenko, den persönlichen Adjutanten des Kriegs- Ministers. Als militärische Mitglieder der Delegation trafen ferner die Herren Grigort Lyssenko (Bataillons- kommandenr). Nikita Knrenko und Wladimir Radzijewski (beide Kompaanieführer) ein. Als Beirat in ökonoinischen Angelegenheiten wird Herr Sergei Ostapenko fungieren. Endlich werden auch die Herren Sgnatienko, Fried. Schadarenko, Tschernemocski, Kabarewski und Komalski erwartet.

England krkennt Finnland an.

Stockholm, 7. Jan. (WTB) Nach einem Telegrcnmn aus Helsi.ngfors hat auch der geschäftsführende Ausschuß des Sow­jets von Petersburg die Selbständigkeit Finnlands anerkannt.

(Ein Gruß kg istiik'iagsalisjchulfts an

stlUllM.

Berlin. 8 Jan. sWTB. Nichtamtlich.) Die heutige Sitzung des Hauptausfchusses dcs Neichstages wurde mit einer Ansprache des Vorsitzenden Abg. Fehrenbach eröffnet, in der er ausführte: Mit Befriedigung begrüßen wir es. daß die Bevölkerung Finn­lands nach schweren und langen Kämpfen die Selbständigke't errungen und seine Anerkennung durch Rußland. Schweden und das Deutsche Reich gefunden hat. Wir bringen dem Lande un­sere besten Glückwünsche entgegen und hoffen und wünschen, daß zwischen Finnland nnd dem Deutschen Reiche gute dauernde Be­ziehungen. insbesondere auch auf wirtschaftlichem Gebiete, an- geknüpst und gepsleat werden. Nach diesen mit Beifall auf­genommenen Ausführungen wurden die gestern abgebrochenen Beratungen fortgesetzt.

Flf Sfbüiinkirk t kr IHrrainr.

Bern. 7. Jan. Die Entente hat beschlossen, die Unabhängig­keit der Ukraine anzueckennen. Die Rada wird von einer nach Kiew entsandten gemeinsamen Vertretung von dieser Entschei­dung feierlich verständigt werden.

Snchanan.

Paris, 8. Jan. Der Petersburger Korrespondent der Agentur Radio berichtet unter dem 5. d. M. über eine Unter­redung mit Sir Buchanan. Sir Buchanan sagte über einen even­tuellen Bruch zwischen Rußland und den Verbündeten: Don einem Bruch zwischen Rußland und den Alliierten ist dringend abzuraten, denn abgesehen davon, daß durch einen solchen Bruch die Lage der Alltiecten sehr erschwert würde, ist unser Verblei­ben hier von höchster Wichtigkeit. Wir müssen hier bleiben, und sei es auch nur, um durch unsere einfache Gegenwart unseren Feind daran zu hindern, aus Rußland eine deutsche Kolonie zu machen.^ , 1 v* ' >. ^

Die Tschechen.

Prag, 7. Jan. Gestern fand hier die angekündtgte Ver- semmlung aller tschechischen Reichsratsabaeordneten und Land-

- tugsmitglreder von Böhmen. Mähren und Schlesien statt, aq der auch die amnestierten Abgeordneten Kramarsch, Raschin un- andere tetlnahmen. Die Versammlung beschloß eine große Kundgebung an die Nation, die vorderhand von der Zensur zw rückgehalten wird. Es wird darin nochmals die Errichtung des selbständigen tschechischen Staates gefordert und gegen die Auf.

' fassung des Eraicn Czernin über das Selbstbestimmungsrecht* der Nationen protestiert. Die Kundgebung wurde unter Absin­gen der Ifchechlfchen Nationalhymne einstimmig beschlossen.

Die teschechischen Kriegsinvaliden hielten hier gestern eine Versammlung ab. in welcher beschlossen wurde, den Ruf nach Beendigung des Krieges zu erheben und gegen den leidenschaft­lichen Fanatismus, der zur Fortsetzung des Krieges bis zum vollständigen Sieg aufruft, zu protestieren. Die Versammlung erklärt den Beitritt aller tschechischen Kriegsinvaliden zur Kundgebung der tschechischen Abgeordneten im Reichsrat vom 30. Mai 1917, die den selbständigen tschechischen Staat forderte.

Frredcnsströrmtn cn in Amerika.

Bern, 8. Jan. (MTB. Nichtamtlich.) Die ..Morning Post" berichtet aus Washington: In Amerika setze überall eine starke Strömung zu Gunsten des Friedensschlusses ein. die von ..Pazi­fisten. Sozialisten, deutschen Agenten (natürlich. Die Red.) und Verrätern" gefördert werde. Cie argumentieren, daß Deutsch­land eine aufrichtige Friedensbeceitschaft bewiesen Hobe und daß, wenn Rußland imstande sei, mit Deutschland Frieden zu schließen, es auch den Alliierten unter Führung von Wilson möglich sein sollte, mit Deutschland zu einer für alle Teile ge­rechten Verständigung zu kommen. Der Berichterstatter fügte hinzu: Der Ernst der durch die russisch-deutschen Friedensverhand« lungen herbeigeführten Lage werde in Washington voll gewür­digt. Zweifellos würden die Alliierten gegen diehinterlistigen Intrigen" Eegenmaßregeln ergreifen.

Die Dede Klnyd Georges.

ImVorwärts" wird gesagt: Die Rede Lloyd Georges mußte, um den englischen Arbeitern zu gefallen, so gehalten sein, daß sie in einzelnen ihrer Teile den Beifall auch der deutschen Arbeiter finden konnte. Es hieße die Klugheit der englischen Arbeiter unterschätzen, wenn mann ennehme. daß ihnen der Widerspruch entgehen könnte. Wenn George von dem Unrecht von 1871 spricht undElsaß-Lothringen" zwei französische Pro­vinzen nennt, so vergißt er hinzuzufügen, daß diese einst franzö­sischen Provinzen fast ausschließlich von Deutschen bewohnt sind. Die Bolschewik! haben mit einem Großmut, die Bewunderung verdient, Finnen. Letten, Litauern, Polen und Ukrainern das Recht auf Loslösung vom russischen Reiche zugestanden, daß sie aber das Recht auch Teilen des großrussischen Volkes zugebilligt hätten, wird nicht berichtet. Die Elsaß-Lothringer sind in der Staatlichkeit des deutschen Volkes keine Fremdvölker und es wäre ein schlimmes Unrecht, fie jetzt durch kriegerische Gewalt unter eine nationale Fremdherrschaft bringen zu wollen.

Der Eindruck in Wien.

Wien, 7. Jan. (WTB.) Die Blätter erklären übereinstim­mend. daß Lloyd George in seiner Kriegszieirede wie ein Sieg-r zu Besiegren gesprochen habe, ohne daß hinter den Ueberhebungen des englischen Premierministers irgend welche militärische Kraft zu sehen sei. die seinen Willen und feine Pläne der Zer­legung und Demütigung vollstrecken könnte. DieNeue Freie Presse" erklärt:Die Friedensbedingungen Lloyd Georges fink nichts als der in viele Worte gekletdete rücksichtslose Gedanke, daß die Macht entscheiden soll und der Krieg bis zur unzweriel« haften Feststellung des Stärkeren fortgesetzt werden müsse. Lloyd George verbürgt allen Völkern die Fre'heit. mit Ausnahme der Nationen, die sich unter seinem eigenen Joch befinden. Die Großmut, mit der er sich der kleinen Nationen annimmt, ist der Vorwand einer so ungezügelten Selbstsucht, daß niemand ge­täuscht wird. Diese Rede wird viel Blut kosten, es müßte denn sein, daß die englische Nation den Mann fortsendet, der ihre Würde herunterzieht, gegen keine Partei aufrichtig ist und sich sogar an dem Tage, an dem er den Krieg führt, durch die An- deutung, daß geänderte Verhältnisse auch die Bedingungen än­dern nlüßtcn, als Frtedensminister für den Bedarfsfall empfiehlt" Die ..Reichspost" sagt:Während das Weihnachts­angebot von Vrest-Litowst Grundsätze aufstellt, die Freund und Feind in gleicher Weise chelasten uno genau so von den Mittel­mächten selbst Verzichte und positive Opfer verlangen, wie von der Gegenseite, ist das Friedensprogramm Lloyd Georges gegea die Mittelmächte gewendet. Ein Eroberungspian ist kein Frie­densvorschlag und die Zumutung, sich berauben zu lassen, keine Einladung zum Frieden. Die Kundgebung Lloyd Georges ver­dient Interesse als Speisekarte eines Eroberungshungrtgen."

London. 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Ren- t.rfchen Bureaus.Daily Mail" schreibt: Wir müssen bis zum Ende gehen, wir haben keine Wahl. Was wir heute sagen kön­nen. ist. daß wir niemals von den bisherigen Bedingungen ab- gehen können.

Daily Expreß" schreibt: Lloyd George hat in gemäßigten, aber nicht mißzuverstehenden Worten die absolute Unzulänglich­keit der deutschen Vorschläge aufgedeckt. Die wesentliche Tatsache in der Rede ist, daß Deutschland ernst genommen wird und daß ihm die Tore geöffnet werden. Die Rede ist eine Probe auf seine Aufrichtigkeit. j

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Haag, 8. Jan. Reuter meldet aus Melbourne: Das' Kabinett Hughes ist wegen der Niederlage, die es bei dem Referendum über die militärische Dienstpflcht erlitten hat, zurückgetreten. Der Arbeiterführer Ludor wurde aujgesor- dert, das neue Ministerium zu bilden.

km Kampf Wen leere Alliöhengraden. ;

Aus dem Krtegspressequartter wird gemeldet: Die letzten Gefechtstage an der Piave haben auch ein bemerkenswertes Ku­riosum gezeitigt: Den fünftägigen Kampf gegen ein unbesetztes" .