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kemeinscvaNsblatt für Hessen.
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verlsa der Bucbbandluna der Pllsermission Liehen.
Nr. 52.
Redakteur: Stadtmiistonar löerrnmnn ließen. Mitarbeiter' Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nächst, G. m. b. H., Cassel.
Sonntag, den 26. Dezember 1915.
8. Jahrg.
„Ich verkündige euch große Freude."
(Luk. 2, IO.)
Jede wichtige Botschaft bringt Freude oder Trauer, Trost oder Verzweiflung. Wir haben es hier mit der größten Freudenbotschaft zu tun, die es je gegeben hat.
Wenn auch Herodes und mit ihm das ganze Je- rusalem erschrak, so war und blieb sie doch die Botschaft der Freude.
Die Hirten, denen dieses Evangelium zuerst ge- bracht wurde, waren zwar arme, aber gottesfürchtige Leute. Der Engel, als ein Abgesandter Gottes, bringt eine Botschaft, über welche sich die Hirten und alle die Menschen, welche die innere Stel- lung der Hirten haben, sehr freuen dürfen.
„Fürchtet euch nicht!" sagt der Engel nicht zu den Menschen, die in
weltlicher Gesinnung sicher leben und nicht nach dem Heil ihrer Seele fragen.
Das Wort richtet sich auch heute noch an aste die, die wegen ihrer Sünden in ihren Herzen ge- ängstet sind, die Gott in Seiner großen Barmherzig, keit überführen konnte, daß eine Kluft zwischen ihnen und Gott ist. Hast du, mein Leser, diese Über- Zeugung? Dann ist diese Freudenbotschaft für dich, auch dir ist der Heiland geboren.
■ Weil Gott also die Welt geliebt hat, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, so ist nun das Herz aller Kinder Gottes, aller begnadigten Sünder, wo lse auch ans d-r Erde z erfreut s-n'd. voll Leb und
gegen Gott, wegen solcher unaussprechlichen
Gabe.
„Ehre sei Gott in der Höhe!" das ist ihre Stimmung. Mit dem HErrn, dem Friedefürsten, kam Friede auf die sonst so sriedeleere Erde.
„Bethlehem '
Dieser Friede ist eingekehrt in allen Menschen, die durch Buße und Glauben Kinder Gottes ge- worden sind.
Der große Gott hat es auf Sich genommen, der Versöhner der Menschheit zu werden und ein volles Lösegeld zu bezahlen.
Ja, wahrlich, es ist ein Wunder der Gnade, daß der HErr Jesus mußte den Thron der Herr- lichkeit verlassen, um hienieden unschuldig und schmäh- lich für uns zu leiden.
Wenn wir hier Hineinblicken, so führt uns heilige Verwunderung zu wahrer Anbetung und inniger
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