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Bedenken wir aber, daß alle, die ®ofh> Bot­schaft von dein Lamme Gottes, das a'if de», Kreuze für die Menschen starb, vernommen haben, s.:.d nun vor Gott verantwortlich, wie sie sich hierzu stellen: „Seligkeit oder Verdammnis" ist ihr Teil.

Wohl dem, der in Wahrheit sagen kann:

,,Auf dem Lamm ruht meine Seele,

Betet voll Bewunderung an;

Alle, alle meme Sunden Hat Sein Blut hmweggeian I"

O, D.

Auf sinkendem Schiff und doch osine Jurcht.

Das Schiff ist vernichtet und sinkt, die unteren Schiffsräume sind schon voll Wasser, und immer schneller versinkt das große stolze Schiff, auf dem sich alles so sicher und geborgen fühlte.

Und nun schreibt der Schiffsjunge noch einen letzten Gruß an seine Mutter, er weiß, daß sie treulich für ihn gebetet hat, er weiß, daß sie es war, die ihn schon als kleinen Knaben den Heiland lieb haben lehrte. Ja, er weiß nun auch, daß der HErr das trauernde Mutterherz trösten wird, wenn „ihr Einziger" nicht mehr wiederkommt. Er weiß, daß sie sich beide einst wiedertreffen in der Herr­lichkeit, beim Vater in der ewigen Heimat,

Darum steht der junge Bursche auch so ruhig und gefaßt da und versucht es, noch einen letzten, sichtbaren Gruß für die Mutter zurückzulassen, statt jammernd und verzweifelnd die Hände zu ringen. Die anderen wurden auf Rettungsboote ge- bracht, für ihn war es zu spät geworden; er mußte noch die Maschine bedienen bis zum letzten Augen­blick, und dann, als er auf Deck kam, war das letzte Rettungsboot schon fort! •

Ja, keine Todesfurcht, weil die Vergangenheit durch Jesu Gnade geordnet, die Gegenwart durch Jesu Frieden und Trost gesegnet und die Zukunft in Jesu Herrlichkeit für ihn gesichert war. Seliges Leben und Sterben I I. v. H.

Auf der See.

Der Erzherzog Maximilian von Österreich er- zählt von einer Seereise, daß ein todkranker Matrose seines Schiffes in die Hängematte auf das Vorder- deck gebracht wurde, damit er in frische Luft käme. Der Arzt meldete, daß der Kranke sterben werde. Es war kein Priester von der nahen Küste zu er- I langen; die Schiffsmannschaft stand stumm und blöde rings um den Schwerleidenden, Maximilian forderte einen aus den Matrosen auf, mit dem sterbenden Kameraden zu beten. Doch niemand hatte den Mut |

dazu. Als nun die Augen des Sterbenden ver­glasten und er nur noch undeutliche Worte lallen konnte, faßte Maximilian einen Entschluß; er holte ein Gebetbuch, kniete bei dem Sterbenden nieder, um ihm ein Gebet vorzulesen. Er hatte noch nie zuvor einen Menschen sterben sehen und schreibt über dieses Ereignis: „In unserem Jahrhundert fühlt man sich in solchen Augenblicken von einer unbe- greiflichen Verlegenheit erfaßt, die Religion ist zu einem Gegenstände des Unbehagens geworden,"

Sicherlich, es war edel und groß, daß Maxi- milian, als niemand zu beten vermochte, selbst nieder- kniete und begehrte, Gott zu bekennen und seinem sterbenden Matrosen zur ewigen Errettung zu helfen. Aber dennoch wurde er inne, daß er selbst nicht betekl konnte und daß auf dem großen Schiffe nie- mand war, der einem Sterbenden Worte der Er­rettung sagen oder mit ihm beten konnte. Weder die Schisssoffiziere, noch der Arzt, noch die Matrosen konnten es. In diesem Augenblick, als Gewißheit des Glaubens, Kindesvertrauen und Frei­mütigkeit nötig waren, um dem Throne der ewigen Gnade zu nahen, fand dieser tapfere Fürst in sich und seinen Umgebungen Verlegenheit und Un­behagen, Sie hießen Christen, aber sie schienen nicht zu wissen, daß ein wahrer Christ ein versöhntes Kind des allmächtigen Gottes ist, welches seinem himmlischen Vater alles sagen und von Gottes er­rettender Gnade zeugen darf.

Freilich, wenn die Augen eines Sterbenden verglasen und seine Zunge nur noch lallen kann, ist es zu spät. Aber ehe das Dunkel des Todes heran­kam, hätte der Sterbende Hinschauen können zum Kreuze von Golgatha und zum auferstandenen Er- retter Jesus. Es wäre Zeit gewesen, mit dem Sterbenden zu beten: „Jesus, wir haben keinen Retter als Dich; Jesus, wasche diesen sterbenden Sünder mit Deinem Blute; laß ihn in Deinen Wunden Frieden und ewiges Leben finden!"

Aber niemand vermochte so zu beten, auch Maximilian konnte es nicht, wie er selbst bekennt. Er war edel und hohen Geistes, aber er konnte nicht sagen wie König David: „Laß die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor Dir, Jehovah, mein Fels und mein Erlöser!" (Ps, 19, 14.) Und nichts hätte er aus seinem schwierigen Lebenswege nötiger gehabt als dies. Wenige Jahre später zog er aus, ein Kaiserreich einzunehmen, und war nicht gewohnt, mit dem Allmächtigen zu reden, der allein Sieg und Erfolg geben kann. Es war kein Beter an Bord! Wie ist das möglich? Wie kommt das?

Daher kommt es, weil die meisten Menschen irdisch gesinnt sind, sie vergessen ihres Schöpfers,

! obwohl sie rings von den Wunderwerken Seiner Hand umgeben sind und obwohl ihr eigener Leib ! das größte Meisterwerk Seiner Gotteshand ist.