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Jesum dem Volke Gottes zugezählt sind, ans Ziel der Herrlichkeit kommen, aber das Ende der Kinder der Welt ist der zweite, der ewige Tod. v. V.

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Das alte Evangelium.

Nicht nur die Pyramiden der Ägypter sind alt, sondern das Evangelium von der rettenden Gnade Gottes ist noch älter. Nach dem Sllndensall im Paradies wurde dieses Evangelium schon verkündigt. Diese Botschaft bezeugten alle Propheten. Die Gläubigen des alten Bundes warteten auf den Trost Israels, sie glaubten der göttlichen Botschaft von dem verheißenen Messias. Doch was vor 2000 und vor 3000 Jahren nur Verheißung war, ist jetzt erfüllt. Als die Sonne ihren Schein verlor, als der Sohn Gottes am Kreuze rief: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen!", als Er, mit unserer Sündenschuld beladen, Sein Blut gab und Sein Leben aushauchte, da wurde die Versöh­nung vollbracht, die uns im Evangelium bezeugt wird. Jesus Christus starb nicht nur den Tod eines Märtyrers, Er starb, „als der Gerechte für die Ungerechten, auf daß Er uns zu Gott führe". (1 Petri 3, 18.) Durch die ganze Heilige Schrift zog sich seit Jahrtausenden das kostbare Verheißungs- wort, daß Gott uns einen Retter senden werde. Seinen Sohn, der sterbend der Schlange den Kopf zertreten und unsere Schuld sühnen sollte.

Teurer Leser, warst du je ernstlich um das Heil deiner Seele bekümmert? Hast du je im Geist vor dem Kreuze Christi gestanden im Gefühl deiner Schuld? Suchst du Versöhnung und Frieden mit Gott, Vergebung deiner Sünden, ewiges Heil und Leben? O, so schaue hinauf nach Golgatha! Dort hat Jesus Christus nach Gottes herrlichem Ratschluß Sein teures Leben als Lösegeld für dich hinqeqeben. (Mark. 10, 45.)

Wenn du dich wirklich um Vergebung und Rettung von Herzen zu Jesu gewandt hast, so ist das ewige Heil und Herrlichkeit droben dein gewisses Teil. Du kannst dann auf den Schrei des HErrn Jesu: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Blich verlassen!" voll Lob und Dank antivorten: „HErr Jesu, um meinetwillen hast Du gelitten. Dein kostbares Blut floß für mich. Du hast mich mit Gott versöhnt."

Ja, dieses kostbare Teil will Gott dir durch Jesum schenken, wenn es noch nicht geschehen ist.

Gott liebt dich und will die Not der Zeit dir zum ewigen Heil gereichen lassen. Vertraue Ihm und blicke im Glauben hin nach Golgatha, wie Er Seinen eingeborenen und geliebten Sohn für dich dahingegeben. Ihn an deiner Stelle verlassen hat, damit du Sein teures Eigentum werden möchtest.

O. D.

Es ist Kriegsgeschrei im blande und großer Jammer.

(Jer. 50, 22.)

Ja, großen Jammer und namenloses Elend hat der gegenwärtige Krieg schon gebracht. Wieviel Opfer sind schon gefordert und wieviel Tränen sind schon geflossen um die Verlorenen I Aber Gott, der da reich ist an Gnade und Barmherzigkeit, sieht all den Jammer und das Elend und ist nahe mit Seinen herrlichen Erquickungen. Hast du schon etwas von diesen Erquickungen und Tröstungen in Stunden bitterster Not erfahren? Oder ist dein Herz kalt geworden gegen alle darreichende Liebe, mit der dir dein Heiland leise nahetrat, indem du rangst um Trost und Kraft und Licht für diese schweren Stun­den? Da will ich dir von einer Mutter erzählen, die auch ihre Söhne ins Feld ziehen lassen mußte. Als die Nachricht kam, daß einer von ihnen gefallen ist, da wollte ihr im ersten Augenblick fast das Herz brechen. Aber bald hat sie sich mit ihrem Schmerz zu den Füßen ihres Meisters geworfen, und sic hat etwas erfahren dürfen von diesen herrlichen Tröstungen in Stunden der Trübsal, in Stunden der Angst und Verlassenheit. Gesegnetes Mutterherz, das gelernt hat, auch das schwerste Los aus der Hand seines Gottes zu nehmen. Wo mag wohl in dieser Zeit ein Menschenkind sein, das nicht ein Opfer bringen mußte! — Trösten wir uns darum mit diesen vielen Unzäbligen, die vielleicht größeres Leid und Weh betroffen hat als dich und mich. Diese Stunden sollen ja für die, die einen Heiland, einen Erlöser haben, zu den köstlichsten ihres Lebens werden. Ec ist dein Fels, der nie wankt, und du erfährst den ganzen Reichtum Seiner Gnade gerade am meisten in den tiefsten Leidensstuuden. Bald wird auch dir, trauerndes und betrübtes Menschenkind, Seine Sonne von neuem scheinen, und du wirst dann erkennen, daß alles nur dazu dienen mußte, um deinen Glauben zu vertiefen, deine Seele zu läutern, du wirst dann freudig und getrost in die dir vielleicht noch verhüllte Zukunft, trotz deines äußeren zerbrochenen Lebens, blicken. So wird gewiß manche Seele auf den Trümmern ihres irdischen Glückes ihr Heil gründen.

Nehmen wir Sein teures Wort zur Hand, da werden wir bald wissen, wozu uns diese Stunden dienen sollen. Sie sollen die Wegweiser zur ewigen Heimat sein, wo kein Leid und kein Geschrei mehr sein wird. Cl. W.

„Kommt, seht."

„Kommt, seht einen Menschen, der mir gesagt hat alles, was ich getan habe, ob er nicht Christus sei!" (Joh. 4, 29.) Das ist die Botschaft, welche die Samariterin in Sichar ausrichtete, mit der Jesus am Jakobsbrunnen zusammengetroffen war. So ein Wort hatte man noch nie aus ihrem Munde ver-