Ausgabe 
24.10.1915
 
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jungen Mojes aus den Fluten des' Üiit» retten ließ und an ihrem Hofe aufzog, war die Prinzessin Ther- muthis Nepherai.

40 Jahre wurde Moses am Königshofe in aller Weisheit der Ägypter unterwiesen^ dann erschlug er einen Ägypter, mußte fliehen und kam für 40 Jahre in die Schule Gottes jenseits der Wüste, am Berge Horeb, damit er fähig würde, Israels Führer zu werden. Innerhalb dieser 80 Jahre starb Ramses II. Derjenige Pharao, vor welchen Moses trat mit dem Befehle Gottes:Laß Mein Volk ziehen I" hieß Ramses III. Pharao heißt: Sohn der Sonne; dies war der Titel des Königs, welcher mit göttlichen Ehren verehrt wurde. Kein Wunder, daß dieser Herrscher, welcher beanspruchte, selbst Gott zu sein, dem Moses antwortete:Wer ist der HErr, dessen Stimme ich hören müßte und Israel ziehen lassen? Ich weiß nichts von dem HErrn, will auch Israel nicht ziehen lassen!" (2 Mose 5, 2.) Aber was ist ein Mensch, der wider Gott streiten will? Nichts! Gottes Ratschlüsse müssen erfüllt werden. Israel wurde wunderbar befreit, Gott bahnte Seinem Volke einen Weg durchs Rote Meer. Der Pharao mit seinem stolzen Heere, mit seinen prächtigen Kriegs­wagen, mit seinen stolzen Reitergeschwadern wurde von denselben Fluten bedeckt, welche für Israels Durchzug zur Rechten und Linken wie Mauern ge­standen hatten. Vergeblich hat man den Leichnam des Königs Ramses III. unter den Mumien der ägyptischen Herrscher gesucht; er hatte im Roten Meere sein Grab gefunden. Aber den Leichnam seines Vaters, Ramses II., fand man auf sehr merk­würdige Weise.

Jui Jahre 188 l entdeckte nämlich ein Alter- tumsforscher durch Bestechung eines Arabers, daß in der Gegend von Theben, verborgen in der Wüste, vierzig Fuß unter der Erde ein großes Gewölbe war. Dies Gewölbe führte zu einer Totenkammer, in der man die einst gestohlenen Mumien von mehr als 40 Königen und Königinnen fand Die einzelnen Königs­leichen sind dadurch mit Sicherheit zu erkennen, daß Namen und Titel in den Grabgewändern und aus den Holzsärgen vielmals verzeichnet sind. Unter diesen wurde auch der Leichnam des Königs Ramses II. gefunden, und zwar so wohl erhalten, daß er noch das Haupthaar trägt. Der außergewöhnlich große Mann liegt mit lang ausgestreckten Beinen, die Hände über der Brust gekreuzt, in seinem Sarge. Die Augen sind geschlossen, aber die kühne Adler­nase und der Charakter seines Gesichtes reden noch heute von der Kraft und Klugheit des Mannes, der vor 3400 Jahren Israel so hart bedrückte. Seine Photographie wurde vor etwa 30 Jahren in vielen Blättern veröffentlicht. Sein Leichnam redet nicht mehr stolze Worte der Macht und Bedrückung, wohl aber bezeugt er, was Gott sagt:Alles Fleisch ist wie Gras, und alle Herrlichkeit der Menschen wie

des Grases Blume Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; aber des HErrn Wort bleibt in Ewigkeit. Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündigt ist!" (t Petri 1, 24. 25.) Von den grausamen Geboten dieses Königs, von den Tränen, die Gottes Volk um seinetwillen weinen mußte, sagt Gott:Ich habe gesehen das Elend Meines Volkes in Ägypten, .und habe ihr Geschrei gehört über die, so sie drängen; Ich habe ihr Leid erkannt!" (2 Mose 3, 7.)

Die alten Ägypter hatten keinen Zweifel dar- über, daß der Mensch unsterblich ist. Das Ein- balsamieren ihrer Leichen geschah, damit die Seele, wenn sie in der Ewigkeit mit dem Leibe wieder vereinigt würde, diesen unzerstört fände. Deshalb wandte man große Schätze und viele Mühe daran, man wollte für die Ewigkeit nichts versäumen. Uns allen ist der Weg des ewigen Lebens durch Zesum geöffnet sind wir ebenso bemüht, für die Ewig- fett zu sorgen? Der Glaube an den Sohn Gottes gibt jedem Sünder ewiges Leben. (Joh. 3, 36.) Der sterbliche Leib gläubiger Christen mag verwesen, er bedarf keiner Einbalsamierung. Jesus, der Fürst des Lebens, gibt den Seinigen einen niiverweslichen Leib, gleichgestaltet dem Leibe Seiner Herrlichkeit. jPhil. 3, 21.) Aber es nützt die nichts, daß dies in der Bibel steht, wenn du es nicht in Wahrheit besitzest. Laß dich doch bitten zu deinem Heile, sei nicht so gleichgültig im Blick auf die Ewigkeit!

Das Blut des Passahlammes bewahrte Gottes Volk vor dem Gericht, welches über Ägypten kam Dann bahnte Jehovah für Israel den wunderbaren Weg durch das Rote Meer. Gottes Volk zog durch die Wüste in das Land der Verheißung. Was lernst du daraus? Ägypten ist ein SIbbilb der von Gott gelösten Welt, wo es viel Macht, Pracht, Kunst und Vergnügen gibt, aber kein ewiges Leben, keine Hoff­nung jenseits des Todes. Pharao ist ein Abbild Satans, des Fürsten dieser Welt. Das Rote Meer ein' Abbild des Todes. Derselbe Gott, welcher Israel rettete und führte, will dich, mein Freund, Seinem Volke zuzählen, dich erretten und führen. Du sollst durch das Blut Jesu, des Lammes Gones, vor dem Gericht bewahrt bleiben, das über diese verlorene Welt kommen wird. Obwohl du in Ägypten geboren bist, sollst du wiedergeboren werden durch Buße und Glauben; du sollst in Jesu ewiges Leben sinden. Dann wird für dich in den Wasser» des Todes kein Verderben sein. Gottes Volk geht unbeschädigt durch den Tod zu dem Ufer der ewigen Errettung. Der Tod hat keine Macht mehr über sie, er trägt sie dahin, wo ihre Hoffnung ist. Der Glaube an Jesum bahnt ihnen einen sicheren Weg, welcher für unbekehrte Menschen nicht vorhanden ist. Als Israel das Rote Meer durchschritten hatte, stand es errettet am User und sah die Ägypter tot. So werden alle, welche durch Glauben au