(Gebete des Glaubens? CS gibt keinen Zufall! Davon liefern täglich Hunderte von Feldpofibriefen aus der Front von Westen und Osten den deutlichen Beweis.
Hier sitzt ein Soldat im Schützengraben, nach langer Zeit steht er endlich auf, um nach einer anderen Stelle zu gehen. Er hatte eigentlich dazu keinen Grund. Aber kaum hat ec seinen Platz verlassen, so schlägt eine Granate, Volltreffer, dahin, wo er eben noch saß, und belehrte ihn: Gott wollte dein Leben erhalten, was du nun noch lebst, sind in besonderem Sinne Tage der Gnade.
Ein deutscher Offizier, jetzt im türkischen Dienst, empfängt bei den Kämpfen int Kaukasus einen Schuß in den Rücken. Die Wirbelsäule und damit das Leben war mit diesem Schuß verfallen. Aber die Kugel schlug auf einen Mantelknopf, den sie verbog, um dann kraftlos eine unbedeutende Verwundung zu hinterlassen, mit welcher der Getroffene — ein betender Christ, der seinen Heiland kennt — seinen Dienst weiter tun konnte.
Ähnlich wie diesem Offizier ging es in Belgien am 18. August vorigen Jahres rm Gefecht von Tirlemont einem Musketier vom Infanterie-Regiment Nr. 85. Die Kugel traf das Koppelschloß und zwar das Wort „G o t t", von da glitt die Kugel seitwärts, verwundete den Mann im Leibe, jedoch nur leicht.
In einem Unterstände im Schützengraben in Frankreich saßen einige Gardeschützen, sie lasen zusammen ein Zeugnis, „Die wunderbaren Wege der Gnade". Da schlug eine französische Granate ein in den kleinen Raum, 50 cm von den Lesenden lagen ihre Gewehre, von denen eins total zersplittert wurde, die Mannschaften blieben unversehrt.
So gibt es der wunderbaren, herrlichen Be' Wahrungen viele, aber auch viele Fälle vom ernsten, erschütternden Eingreifen Gottes. Gott läßt es aus- rufen für unser ganzes Volk: „Sucht Jehvvah, während Er Sich finden läßt, ruft Ihn an, während Er nahe ist. Der Gesetzlose verlasse seinen Weg und der Mann des Frevels seine Gedanken; und er kehre um zu Jehovah, so wird Ec Sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, denn Er ist reich an Vergebung." (Jes. 55, 6. 7.)
Inmitten von soviel Tod und Wunden erleben die meisten Menschen erstaunliche Bewahrungen und Errettungen. Höre irgendwo zu, wenn verwundete oder beurlaubte Soldaten ihre Kriegserlebnisse be' richten, du wirst vernehmen, daß fast jeder von de- sonderen Bewahrungen zu erzählen weiß. Hier gelang es einer Abteilung, die schon vom Feinde umringt war, wider alle Hoffnung den Ausweg zu finden. Dort wurde einer aus dem sicheren Ver- derben doch noch bewahrt, herausgeführt. Solche wunderbaren Ereignisse erlebt der Matrose auf See, der Flieger, die Kavallerie-Patrouille, der Infanterist, |
der stundenlang in, Granatfeuer lag. Wenn du aber darauf achtest, so wirst du finden, daß die einen , „den glücklichen Zufall" rühmen, die anderen die eigene Kraft oder Klugheit. Die blinden Menschen sehen nicht die Hand Gottes, die zu ihrem Heile ein- gciff, und sie verstehen nicht die Sprache Gottes, die ! zu ihnen redete; von solchen steht geschrieben: „Aber auf das Tun Jehovahs schauen sie nicht, und das Werk Seiner Hände sehen sie nicht." (Jes. 5,12.) Größer als alle Wunder einer Lebensführung und Erhaltung war der eine große Liebesbeweis, den Gott gab, daß Er das Tor der Gnade öffnete, um den Sünder Vergebung seiner Schuld finden zu lassen. — Jesus Christus, der aus v e in Himmel kam, der Sich belud mit dem Fluche der Sünde, der rettende Heiland — Er hat das Gnadentor geöffnet für jeden, der Seinen Namen anruft. Jesus ist dir, lieber Leser, nahe, du darfst mit Ihm reden. Gib Ihm dein Herz, unterwirf Ihm deinen Willen, dann wird das Licht Gottes auf dein ganzes ver- gangenes Leben fallen, und du wirst all die wunder- bare suchende Liebe verstehen, die über deinem Leben geivaltet hat. Dann wirst du nicht mehr reden von glücklichem Zufall, sondern du wirst Gottes allmächtige Hand erkennen und wirst ver- stehen und rühmen:' Es war der HErr, der mich suchte, weil Er mich für ewig er- retten wollte. „Deiner Wunder von alters her will ich gedenken; und ich will Nachdenken über all Dein Tun, und über Deine Taten will ich sinnen. . Du bist der Gott, der Wunder tut!" v. V.
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Ketreu öis in den Tod.
„Sei getreu bis in den Tod, io will Ich dir dik Krone des Lebens geben " Offb. 2, 10.
Tausende und aber Tausende besiegeln in diesem furchtbaren Kriege ihre Treue gegen das Vater- land mit dem Tode, und Hunderttausende und aber Hunderttausende sind bereit, ihr Leben einzusetzen.
Diesen Helden verdanken wir es, daß wir da' heim so ruhig leben können, als wenn wir mitten im Frieden wären. Unser Volk kann cs ihnen nicht genug danken.
Ehrenvoll und groß ist der Tod für König und Vaterland, für Kaiser und Reich; aber man kann doch nicht ohne weiteres das Bibelwort: „Sei getreu bis in den Tod, so will Ich dir die Krone des Lebens geben" auf jeden anwenden, der auf dem Schlachtselde sein Leben läßt. Der Spruch gilt nur denen, die bis zum Tode dem Heiland getreu sind, dem sie sich ergeben haben.
Die Jhin angehören, dürfen dieses Wort für sich


