Ausgabe 
19.9.1915
 
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trat, fand ich sein Belt leer. Auf meine Frage teilte mir der Wärter mit, der >unge Mann sei kurz nach meinem Besuch im Frieden geftorben. Sein letztes Wort sei gewesen:Auf daß alle, die au Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern des ewige Leben haben."

Won Gottes Wort getroffen.

Im Oktober 1905 fuhr ein Eisenbahnarbeiter eines Abends nach B., um einer Verjainmlung zur Verkündigung des Evangeliums beizuwohnen. zu welcher er eine Einladung erhalten hatte. Der Evan- gelist stellte seinen Zuhörern in ernster Weise das Verderben, das Elend und die Schuld des Menschen vor Augen. Er redete unter aiiderem von unglück­lichen Ehen, harten Vätern, WirtShaushelden, von zornigen Fluchern, um dann zu zeigen, daß Gottes Gericht über alle diese kommen muß. daß aber heute am Tage des Heils jeder, auch der größte und gröbste Sünder noch Vergebung und Befreiung findet, wenn er reumütig und gnadesuchend zu Jesu, dem Sohne Gottes, seine Zuflucht nimmt. N. vernahm mit Er­staunen und schlecht verhohlenem Grimm in den Dar­stellungen des Evangelisten wie ec meinte seine eigene Lebensgeschichte. Er konnte sich nicht erklären, wer dem fremden Manne alles so genau von ihm mitgeteilt hatte. Ihn faßte die Wut, und er beschloß für den nächsten Abend, wo eine gleiche Versamm­lung stattfinden sollte, es dein Evangelisten heimzu­zahlen. Er steckte sich ein passendes Stück Eisen in die Tasche, suchte einen Platz in der Nähe des Red­ners und war entschlossen, sobald dieser wieder ein Won über ihn sagen würde, ihm das Stück Eisen an den Kopf zu werfen. So stand er da in der dichtgedrängten Menge der Zuhörer und lauschte. Indem er nun so aufmerksam auf die Worte ües Redners achtete, drang ihm selbst ein Eisen ober ein zweischneidiges Schwert ins Herz. Gott s lbst

redete durch Sein Wort zu seinem Gewissen vom den vielen Sünden, die er getan, und von der Gnade, die ihn suchte; von seinen Schuld- und Schandflecken, aber auch von dem Blute Jesu Christi, des Lammes Gottes, welches allein all diese Flecken zu tilgen vermag. So schmolz in wenigen Augenblicken dieses harte trotzige Herz. Das Eisen blieb in der Tasche und der Evangelist unverletzt; aber N. selbst war getroffen worden von dem Worte Dessen, der gesagt hat:Ist Mein Wort nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?" (Jer. 23, 29.) Doch war es nicht eine Zerschmetterung zum Verderben und Untergang, sondern zum Heil und zur ewigen Er­rettung. N brach vor Gott zusammen, bekannte seine Schuld unb ivurde ein neuer Mensch zum Preist der wunderbaren, errettenden Gnade Gottes.

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Der größte Kampf und Sieg.

Als vor mehreren Jahren der deutsche Kaiser Wilhelm II. in Jerusalem weilte, blickte er von einer Anhöhe nach dem Garten Gethsemane und nach dem Orte, wo das Kreuz von Golgatha gestanden haben soll, und sagte:Dort ist der größte Kamps und Sieg erstritten worden, den die Welt je ge- sehen hat." Ja, Jesus Christus, der Sohn Gottes, der für uns am Kreuze starb, hat den größten Kampf gekämpft, den größten Sieg errungen: den Sieg über Satan, Sünde, Welt und Tod. Wer nun von diesen feindlichen Mächten befreit und errettet und selig werden will, der wende sich im Glauben zu Jesu Christo. Bei Ihm allein ist Erlösung und das ewige Heil zu finden.Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet." sJoh. 3, 18.)

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Versammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gietzrn. Sladtmisskon Giesten. Löberstr. 14 .

Jeden Sonntag l*/a Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauen- verein; 8 1 /« Uhr: Versammlung 4 */s Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch, abends 8 1 /« Uhr: Bibelstunde.

Jeden Freitag 8 V 2 Uhr: Gebetsstunde.

Sonntag, 19. September, nachm. 3 Uhr: Erntedankfest in Gießen ;

Sonntag- dtn 26. September: Frauenstunden in Nordeck und Wiß­mar; abends 8 Uhr: Versammlung in Grünberg; 26.: Altenbuseck; 29: Kleinlinden, Frauenstunde.

Bezirk Sellnrod.

Sonntag, den ». Oktober: Erntedankfest tn Sellnrod.

Bezirk Bellnhausen

Jeden Sonntag, nachmittags 2 Uhr: Versammlung in Bellnhausen.

Sonntag, den 10 . Oktober: Erntedankfest in Bellnhausen.

Bezirk Lich.

Lich, Vereinshaus: Jeden Sonntag 12'/» klhr: Eonntagsschule; 4 Uhr: Jungfranenverein: 8 1 /« Uhr abends: Versammlung. Jeden Dienstag und Freitag: Kriegsgebetsstunde.

6 . September und 8 Oktober Holzheim. 7 und 28. September Dorfgill. S. und 30. September Langsdorf. 14. September und 5. Oktober Ettings- hausen. IS. September und 7. Oktober Burkhardsfelden. 2. Sepiember Villingen. 22. September Wohnbach. 28. September Watzenborn. 19. Sep­tember Nidda: GemeinschaftLkonferenz

Versammlungen für Frauen uni» Jungfrauen

durch Schwester Anna.

Sonntag, den 19. Sepiember, nachmittags Klein-Eichek, abends Groß-Eichen; Montag, den 20 : Sellnrod; Dienstag, den 21 : Wobn'-'ld; Mittwoch, den 22 Höckersdorf; Donnerstag, den 23.: Unterseibertenrod:

Bezirk rNsfeld.

Sonntag, den 26. Sepiember: Erntedankfest in Alsfeld.

Anzeigen für die lUunrnrern 4!44

Freitag, den 24.: Helpershain

Vom 3 . bis 10 . Oktober wird Schwester Anna im Bezirk Alsfeld

dienen

bis zinn 25. ?cpteinbcr 6s. Js. erbeten.