vorangeht, dann kann der Feind uns nicht vernichten. Dann gibt es kein vernichtetes Leben mehr, keine zertrümmerten Existenzen. Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwindet. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unseren HErrn Jesum Christum!
Wir alle wollen „Sieger" sein, wir alle wollen nicht unterliegen, nicht wahr? Aber wir wollen nie vergessen, daß wir diese Siegerstellung nicht erlangen durch „gute Vorsätze" und in eigener Kraft, sondern nur allein in der Kraft unseres Erlösers, die gerade im „Schwachen" am mächtigsten ist!
„Ich vermag alles durch Den, der mich mächtig macht: Christus!" Laßt uns dankend diese Siegesstellung einnehmen dem Feinde gegenüber.
I. v. Hindenburg.
Ariede im Kriege.
Der große Völkerkrieg dauert nun schon weit über ein Jahr, und wie sehnt man sich nach Frieden! Möge Gott ihn bald schenken!
Doch seit dem Sündenfall im Paradies wütet ein weit größerer Krieg auf Erden, ein Krieg, in welchem es keine Neutralen gibt, nämlich der Kampf wider Gott, worin sich jeder unversöhnte, unbckehrte Mensch befindet.
Aber es ist wunderbare Gnade, daß es unter allen Völkern der Welt auch Menschen gibt, die mit Paulus reden können: Da wir nun gerechtfertigt sind ans dem Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum Christum.
Diese haben sich in dem gewaltigen Kampfe auf Gottes Seite gestellt. Ihnen.ist Jesus köstlich geworden.
Sie wissen, daß Jesus gestorben ist, um die Versöhnung, den Frieden zwischen Gott und den Menschen herzustellen.
Denn die Sünde trennt von Gott, und sie konnte nur getilgt und hinweggetan werden durch das Blut des Mittlers, durch Jesum. Wer diesen Mittler kennt, der ist ein Gotteskind geworden und kann mit freudigem Herzen singen:
Ein Gotteskiud, ein selig Kind,
Bon ew'ger Freud' erfüllet.
Die Welt, sie ahnt und faßt cs nicht,
Was durch des Heil'gen Geistes Licht Der Vater ihm enthüllet.
Ein Gotteskind, ein ernstes Kind,
Gerüstet stets zum Streite.
Und ist der Kampf auch sck,w-n und heiß So ist es doch getrost, es ,r- ß Der Mrr steht ihm zur Seile.
Ein Gotteskind, ein stille? Kind, stets gern bereit zum Leihen
Wird's ihm auch oftmals weh und bang,
Es weiß gewiß: es währt nicht lang,
So folgen ew'ge Freuden.
Ein Gotteskind, ein reiches Kind,
Sein Erbteil ist dort oben.
Ist einst vollbracht der Pilgerlauf,
Nimmt's zu sich in den Himmel auf Der liebe Vater droben.
Ringsum tobt der Krieg mit all seinen Schrecken; ja, die Erde scheint zu zittern unter dem Ringen der Völker und dem großen Leid und Weh. Aber inmitten all des Getöses der Schlachten und der Trauer des Inlands und Auslands, daheim und draußen, finden und genießen viele Herzen aus hoch und niedrig, Männer und Frauen, Sterbende und Ver- mundete, Gefangene, Witwen und Verwaiste, Frieden mit Gott, den die Welt nicht gibt und auch nicht nehmen kann.
Das Herz, das da weiß, daß über dem Gewirre der Völker Gott steht, und das sich mit Ihm ver- söhnt weiß durch Jesum Christum, dem Er- löser, der für Sünder Sein Blut am Kreuze ver- goß, das kennt Vergebung und hat Frieden, Frieden mit Gott gesunden.
Kennst und hast du, teurer Leser, diesen Frieden?
O. D.
Neutral.
Warum bleiben manche Völker neutral, oder vielmehr, warum geben manche vor, neutral bleiben zu wollen? Unsere Erfahrungen mit Neutralen liefern uns zu dieser Frage Material, das auch die Stellung der religiös Neutralen treffend beleuchtet.
Nehmen wir zunächst Belgien, das sich am Anfang des Krieges als neutral aufspielte. Seine Neutralität war, wie wir jetzt wissen, nur ein Deck- mantel, unter dem es seine Feindseligkeit gegen uns und seine Freundschaft mit unseren Gegnern zu verdecken und zu verstecken suchte. Wie häufig ist das auch der Fall mit Bezug auf das Christentum! Die vorgebliche Ncutraliiät, die einer Allerweltsreligion das Wort redet und behauptet, es sei ganz einerlei, welche Religion man habe, ist fast immer nur ein Deckmantel, mit dem man seine innere Abneigung gegen jede ernstere Auffassung vor sich selbst und anderen entschuldigen will. Und das ist das Merkwürdige an der Sache, daß sich die Menschen in einen solchen Selbstbetrug hineinsteigcru können, daß sie zuletzt i-ubst glauben, ihre Abneigung oder Feindschaft sei taUäch. lich nur eine harmlose, ja, eine ehrliche Neutros.Gt
Eine andere eigen'rtige Beleuchtung der r '^u- tralität bieten uns die Vereinigten Staaten von Nord« amerika. Sie haben sich neutral erklärt, und dabei liefern sie unseren Gegnern Waffen und Munition. Ja, ihre Regierung erklärt, ein Ausfuhrverbot wäre gegen eine strikte Beobachtung der N uUalität. Um


