Ausgabe 
22.8.1915
 
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dich liebt. Darum eite und errette deine Seele! Komm mit allen deinen Sünden im Glauben zu Ihm, gib dich selbst auf und wirf dich im Glauben in Seine Arme! Er nimmt dich auf, gibt dir Ruhe und Gewißheit des Heils. Er läßt dir durch Sein Wort bezeugen:Wer Mein Wort hört und glaubt Dem, der Mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben hintibergegangen." O. D.

draußen und viele auch ihrer teuren Familienglieder daheim.

_ Gehörst auch du schon zu ihnen, mein teurer Leser? Bedenke, die Tür muß sich für Jesum von innen öffnen. Ja, wache auf und bedenke, ehe es zu spät, was zu deinem Heil und Frieden dient, und öffne ihm dein Herz!

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Der Weltkrieg und die Liebe des Keilnndes.

Sollte der große Weltkrieg, unter dem die Erde zu erbeben scheint, wirklich in Zusammenhang zu bringen sein mit dem Suchen des Heilandes der Welt, der in Seiner Gnade und Seinem Erbarmen vom

Himmel herniederkam, um das Verlorene zu retten? Ja, wir glauben es bestimmt, und Tausende glauben es mit uns, Wohl zeigt uns die Herabkunst Jesu Christi, des Sohnes Gottes, wie unendlich groß Seine Liebe und die Liebe Seines Gottes und Vaters ist, während in diesem blutigen Kriege die Menschheit so schwer leidet und seufzt; aber in Offb. 3, 19 hören wir den HErrn der Herrlichkeit sagen:So viele Ich liebe, uberführe und züchtige Ich."

Gewiß sind die Kriege durch die Sünde in die Welt gekommen, wie alles Leid und aller Jammer, aber Gott verinag die Folgen der Sünde in Seinen Dienst zu stellen und aus dem Bösen das Gute hervorzubringen. So verknüpft der HErr auch mit diesem Kriege, der gewiß ein wohlverdientes Gericht über die Völker, nah und fern und besonders über die ganze abtrünnige Christenheit ist, Gedanken des Friedens. Noch währt ja der Tag des Heils und die Zeit der Gnade. Wir erachten diesen Krieg denn als den letzten Weckruf des HErrn der Herr- lichk it, des Heilandes der Welt, ehe die Sonne Seiner Gnade untergeht und die Nacht beginnt, da niemand wirken kann. Er schreitet noch als der Retter weckend, rufend, Leben spendend durch die Länder und Völker, über die gewaltigen Schlacht­felder, durch die Lazarette, die Gefangenenlager und die trauernden Familien, ehe Er als Richter kommt.

Viele Hunderte, ja, gewiß Tausende haben, seit­dem der HErr durch den Weltkrieg unter allen Völkern an die Türen klopft, ihre Herzen zu ihrem Segen und ewigen Heile aufgetan. Sie sind jetzt gerettet, und der HErr Jesus Christus ist jetzt ihr Heiland und HErr, ihr Ruhm und ihre Freude, dem treu und warm nun ihre Herzen schlagen. Er rjt vor Gott ihreGerechtigkeit, Heiligkeit, Weisheit und Erlösung" geworden. (1 Kor. 1, 30.) Unter s"e,en Geretteten sind Kämpfer im Felde, Gefangene in ihren Lagern, Verwundete in den Lazaretten

Gebt ein durch die enge Pforte;

denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch die- selbe eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden." (Matth. 7, 13. 14.)

Das sind in der Tat ernste und furchtbare Worte, die nicht jeder hören mag. Aber es gibt viele ernste furchtbare Dinge in der Welt. So der Krieg. Vor etwas mehr als einem Jahre gab es Tausende, die iricht glauben ivollten, daß er kommen könne. Die Bildung und die Kultur seien, so sagten sie, so weit vorgeschritten, daß ein Weltkrieg zu einer Unmöglichkeit geworden sei. Nun ist er da mit seiner ganzen Furchtbarkeit. Tausende und Zehntausende glauben auch an keine Hölle. Aber was nützt es, wenn sie alle das leugnen, was Gottes Wort so klar bezeugt ! In der Tat, es gäbe allerdings keinen Krieg ltiid keine Hölle, wenn nicht eine andere furchtbare Sache in der Welt wäre: und das ist die Sünde, die niemand leugnen kann. Und das Furchtbare iso daß sie in der Brust und dem Herzen eines jeden Menschen wohnt, auch in dir und mir. Er, der uns zurust:Es ist dir besser, als Krüppel in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle hinabzufahren," Er hat uns damit die Eivigkeit ent­hüllt wie auch anderswo das eigene Herz. Er sagt uns:Aus dem Herzen des Menschen eines jeden Menschen kommen arge Gedanken." Dazu läßt Er uns anderswo sagen durch Seinen Geist:Alle aQe Menschen sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden." (Ps. 14, 13; Röm. 3, 12.)

Weil aber die Sünde da ist, ist auch der Tod da und das Gericht. Darum lesen wir auch in Seinem Worte:Es ist dem Menschen gesetzt,-

einmal zu sterben, danach aber das Gericht." (Ebr. 9, 37.)

Wie gut und herrlich aber! Jesus Christus hat uns nicht nur gesagt, daß nach dem Tode das Gericht komine, Er hat uns auch gesagt, wie wir diesem gerechten Gericht entrinnen können. Ja, Er hat uns unendlich diel mehr getan. Das Wort Gottes sagt uns klar und deutlich:Christus ist gestorben für unsere Sünden."

Wie schön und klar ist auch das Zeugnis, das Jesus Christus, der HErr und Heiland, selbst über den Zweck Seines Kommens in diese Welt wieder-