Gott s verfolgt hatte, saß nun in ihrer Mttte als ein gebrochener, als ein hilfsbedürftiger Sünder, als einer, der Gnade und Frieden bei Gott suchte.
Mit großem Staunen gewahrten die Gläubigen ihres Feindes Seelennot, und mit großer Freude verkündigten sie ihm die frohe Botschaft von Gottes Gnade und Heil. Sw wiesen ihn hin auf Den, der für die Verlorenen gekommen ist. Der HErr Jesus, der Sünderheiland, aber öffnete sein Herz, daß er Vertrauen faßte zu Ihm, dem Erlöser; und er, der weiland bittere Feind, wurde begnadigt bei Gott. Ja, die Gnade Gottes untelwies und befähigte ihn, , daß er noch zu großer Freude der Gläubigen ein treuer Nachfolger seines Heilandes und HErrn wurde.
Lj.
Am Aelde.
Aus dem Städtchen H in Nassau wurde auch ein Fabrikarbeiter als Krieger p den Fahnen gerufen Draußen in Rußland öffnete Gott diesem Manne, der Ihn durch Jesum Christum seinen Vater nennen durfte, den Mund zu einem freimütigen Bekenntnis für seinen Erlöser und HErrn. Da er den Schrecken des HErrn und den Ernst der Ewigkeit ^ kannte, redete er j-'tzi hier, angesichts des Todes, der ihm und seinen Kameraden drohte, frei von der j Notwendigkeit der Erlösung und Errettung durch Jesum Christum, den Erlöser. Was er daheim nie gewagt zu tun, das tat er jetzt: er betete laut vor seinen Kameraden und las ihnen einen Abschnitt aus der Bibel vor. Und in schlichten, einfachen Worten, wie seine Kameraden bezeugen, verkündigte er ihnen das Heil Gottes durch Jesum Christum, den Erlöser. Darüber kam ein Offizier und bat den Wehrmann, in seiner Erklärung fortzufahren Als dieser ge- endigt hatte, sagte der Offizier vor allen tief bewegt: „Jetzt habe ich, was ich lange ernstlich gesu tt: Frieden mit Gott"; dabei legte er seine Hand aufs Herz. — Wer weiß, ob dieses Herz heute noch hienieden schlägt, ob die erlöste Seele nicht schon ihren Flug vom Schlacht
feld oder Lazarett aus heimwärts genommen zu Jesu Christo, ihrem Retter, ins himmlische Paradies!.
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Daheim.
Neulich, so erzählt uns ein Freund, kam in die Versammlung (in H. in Westfalen) eine Frau vom Lande und lauschte mit großer Auf- merksamkeit auf das Wort Gottes. Da ich ihren Wohnort und Namen erfahren, suchte ich sie auf. Dort erzählte sie mir, daß ihr Mann ihr aus , Frankreich geschrieben habe. Durch alles, was er in den Schützengräben und in den vielen Gefechten erfahren, wo er immer wieder dem Tod ins Auge schauen mußte, sei er ein ganz anderer geworden. „Eines Tages habe ich", so hatte er heimgeschrieben, „zu Gott um Erbarmen gerufen, Er möge mir doch vergeben, daß ich bis jetzt nur mir und der Welt gelebt habe, und möge mich in Gnaden um Jesu Christi willen annehmen; und ich glaube, ja, ich weiß es, daß Gott das wirklich getan hat. Seit- dem bin ich ganz getrost und glücklich; ich weiß, daß Gott mir alles vergeben hat und ich, wenn ich fallen muß, selig werde." Dann hatte ihr Mann sie in seinen Briefen ermahnt, fick gleichfalls zum ! Heiland zu wenden, um dasselbe Glück zu finden. Sie fei daher auch fest entschlossen, den Heiland von ganzem Herzen zu suchen, bis Gott ihr gleich- falls die Gewißheit ihres ewigen Heils und ihrer Seligkeit geschenkt habe. — Ich durfte dann dieser wahrhaft »ach Heil und Frieden suchenden Seele die Gnade Gottes und die Vollkommenheit des Opfers' Jesu Christi verkündigen, und der HErr schenkte ihr durch den Glauben an Sein vollendetes Werk von Golgatha Frieden mit Gott. Sie ist nun ein glück- liches Kind Gottes Ihr lieber Mann aber ist seit- dem im Kaistpf fürs Vaterland gefallen, aber sie weiß ihn daheim bei Jesu, dem Erlöser uud HErrn.
! Dort wird sie ihn Wiedersehen in ewiger Herrlichkeit.
„G. B. d. F."
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk iküetzen. Stadtmisslon Gietzen, Löberstr. 14.
Jeden Sonntag I V» Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jung' stauenverein; 8V- Uhr: Versammlung; 47» Uhr: Christlicher Verein junger Männer.
Jeden Mittwoch, abends 87» Uhr: Bibelstunde.
Jeden Freitag 87» Uhr: Gebetsstunde.
Sonntag, den 15. August: Nordeck und Wißmar, abends 3 Uhr: Grünberg; 17 : Altenbuseck; 18.: Kleinlinden; Sonntag. den 22. Auguü: Beuern und Altenbuseck, abends 8 Uhr: Grünberg, 87» Uhr: Wieseck, Frauenstunde; -M>: Beuern
Versammlungen für Frauen und Jungfrauen
durch Schwester Anna-
Sonntag, den 29. August: Fauerbach bei Ostheim'und Aiederweisel
Anzeigen für die Nummern 37—40
Sonntag, den 5. September, nachmittags: Großenkinden, al-eiws: Leihgestern; Montag, den 6.: Münchholzhausen; Dimstag. den 7.: Hörnsheim; Mittwoch, den 8.: Kinzenbach; Donnerstag, den 9.: Al'endors.
Bezirk Bellnhausen.
Sonntag, den 15. August, nachmittags 3 Uhr: Versammlung in Bellnhauskn.
Sonntag, den 22. August: Versammlung im dreien
in Odenhausen.
Sonntag, den 29. August, den 5 und 12. September, nachmittags 2 Uhr: Versammlung in Bellnhausen.
bis zum 29. August ds. Js. erbeten.


