Ausgabe 
1.8.1915
 
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mein Erlöser ist. Daher kann ich, in aller Demut, aber mit voller Gewißheit auf Jesum hinweisend, sagen:An welchem wir haben die Erlösung durch Sein Blut, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum Seiner Gnade." (Eph. 1, 7 .)

Lieber Leser, Jesus steht auch vor deines Herzens Tür. Er bietet dir Himmelsgaben an. Tu Ihm auf und laß Ihn ein. Frank.

L

Wie Kott es macht.

Ein frommer Vater erlebte zu seinem großen Schmerz, daß seine Söhne ohne Gottesfurcht auf­wuchsen. Tag und Nacht weinte und betete er ihret­halben vor Gott. Schließlich fühlte er sein Ende herannahen, und noch keines seiner Söhne und Töchter hatte den Heiland gefunden. Nun war sein Gebet, daß der HErr seinen Tod dazu benutzen möchte, daß seine Kinder bekehrt würden; und so geschah es denn auch. Sein Ende jedoch gestaltete sich ganz anders, als er es sich gedacht hatte. Statt triumphierend dem Himmel zuzueilen, wie er es gehofft hatte, fühlte er sich im Tode vielmehr sehr bedrückt. Sein Glaube ward stark auf die Probe gestellt; er merkte nicht, daß Gottes Angesicht ihm leuchtete. Er starb, demütig dem Heiland vertrauend, aber keineswegs triumphierend, nicht einmal fröhlich; denn er befand sich in großen körperlichen Schmerzen und großer innerer Niedergeschlagenheit. Sein letzter Gedanke war:Diese meine Erfahrung wird meine Söhne in ihrem Unglauben nur bestärken. Ich habe kein Zeugnis für den Heiland oblegen können, wie es mein Wunsch gewesen wäre. Meine Söhne werden sagen: »Seine Religion hat ihn zuletzt doch im Stich gelassen,« und so wird meines Herzens Wunsch nicht in Erfüllung gehen." Dennoch geschah es, obgleich er es nicht mehr erlebte.

Als man ihn nämlich zu Grabe geleitet hatte und man von der Beerdigung heimgekehrt war, sagte

der älteste Sohn zu den anderen:Habt ihr nicht gemerkt, wie unser Vater auf dem Sterbebette Kal kämpfen müssen, und wie schwer er es hatte? Da­bei wissen wir doch alle, daß er ein Mann Gottes war sein Benehmen, sein Beispiel alles war so, daß wir keinen Zweifel darin setzen können, daß er ein wahrer Christ war. Wenn es ihm nun aber so schwer wurde, zu sterben, wie wird es uns erst ankommen, die wir keinen Gott und keinen Christus zur Hilfe anrufen können, wenn unser Stündlein schlägt!" Merkwürdigerweise hatte alle Brüder dieser selbige Gedanke bewegt; und sie gingen ein jeglicher in sein Haus und flehten den Gott ihres Vaters an, Sich ihrer zu erbarmen, und Er hat es getan I

K

Auter Wat für Aweiffer.

Einst sprach ein Zweifler den Wunsch aus, die Beweise über die göttliche Inspiration der Bibel zu prüfen. Als er fragte, welches Buch er zu diesem Zweck lesen solle, riet ihm ein Freund, die Bibel selbst zu lesen. Er glaubte, derselbe habe ihn falsch verstanden, und so fragte er ihn noch einmal, welches Werk über die Inspiration oder Glaubwürdigkeit der Bibel er ihm zu lesen rate. Und abermals erhielt er die Antwort, er solle die Bibel selber lesen. Der Grund, der für diese Antwort angeführt wurde, war, daß diejenigen, welche der Bibel entgegentreten, selten viel von ihr verstehen. Der Rat wurde befolgt, und der Zweifler, ein tüchtiger Rechtsgelehrter, wurde zum Glauben an die Bibel zurückgeführt, ehe er das 20. Kapitel des 2. Buches Mose durchgelesen hatte. Sicherlich war dieses Kapitel der Wendepunkt gewesen; die Vortrefflichkeit des Sittengesetzes prägte ihm die Überzeugung von der Wahrheit der Bibel ein.

Das ist der Jammer, daß man sich bei der Bibel ohne Sachkenntnis zu urteilen erlaubt. Wer sie reckt kennt, verlernt das Zweifeln und Spotten gar bald.

Kampf den Trinkunfitten!

(Aus dem Themabüchlein des Jugendbundes.)

Montag, den 2. August. Ernste Fragen Spr. 2», 2935.

Dienstag, den 3. August. Des Stammvaters Gebot. Jer. 35, 12-19.

Mittwoch, den 4. August. Unser Beispiel. Rom. 14, 17 bis 23.

Donnerstag, den 5. August. Weise Gesetze. 2 Mose 21, 28-36.

Freitag, den 6. August. Höhere Interessen. Kol. 2, 612. Sonnabend, den 7. August. Der beste Beweggrund. Eph. 5.

15-20.

Sonntag, den 8. August. Wie kämpfen wir gegen die Trinkunsitten. Eph. 3, 1421.

Venn das wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Sotteskrast. Venn es steht ge- schrieben: »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den verstand der verständigen will Ich verwerten.«" i Kor. 1, is. 19 .