Ausgabe 
1.8.1915
 
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! Aufwärts!

| Qenieinscbafisblatt für Ressen.

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Erscheint wöchentlich einmal.

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Verlag arr Sucbdsiutluag der Pllgermission Kletzen.

Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. £>., Cassel.

Nr. 31.

Sonntag, den 1. August 1915.

8. Jahrg.

Wichet und IaKob.

Unser Bild zeigt uns zwei Nachbarn aus dem Dorfe B Als sie in hohem Alter waren, gab Gott eine besondere Gnadenzeit für ihre Gegend. Auch in B. wurden Versammlungen gehalten, und das Wort vom Kreuze Christi wurde mit Beweisung des Geistes und der Kraft verkündigt. Die Frauen dieser beiden Männer besuchten auch die Versamm­lungen, und darüber haben sich Michel und Jakob recht geärgert.

Oft haben sie in jenen Tagen darüber gesprochen, ob es nicht besser wäre, den Frauen unter allen Um- ständen den Besuch dieser Zu­sammenkünfte zu verbieten.

Auch das tägliche Bibellesen und das kniende Beten der Frauen war den Männern zuwider. Als aber die Frau des Michel, des älteren Mannes, eines Abends kam und ihm erzählte, daß sie nun Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum hätte, und ihn dann so herzlich um Verzeihung bat wegen aller ihrer aufgeregten Worte, die sie ihm so oft entgegenge- schleudert hatte, und Michel merkte, daß alles, was seine Frau sagte, aus der Tiefe ihres Herzens her- vorkam, da fing er an über seine Vergangenheit nachzudenken und kam zu der Überzeugung, daß er nicht vor Gott bestehen könne, und am nächsten Abend saß er neben seiner Frau in der Versammlung.

Schon bei dem Gesang der Worte:

Dem, was Dein Gesetze spricht,

Kann mein Werk genügen nicht"

war es dem Michel so ums Herz, als ob diese

Worte nur für ihn paßten. Als in der Ansprache von der Sündenschuld der Menschen geredet wurde, da war es dem Michel ganz klar, daß er ein ver­lorener Sünder sei, und als dann die Botschaft von der Versöhnung durch Jesu Opfertod gepriesen wurde, wie öffneten sich da seine Ohren, und plötzlich, ja.

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