dich da ist, der dich noch mehr liebt als eine Mutter, Einer, der uns allen zuruft: „Ich will euch trösten, wie Einen seine Mutter tröstet"?
Dieser „Eine' ist unser Heiland Jesus Christus. Er ruft dich, Er sucht dich. Er wartet nun schon so lange auf dich. Laß Ihn nun nicht noch länger warten. Gib Ihm dein Herz und Leben; laß Sein Werk und Wille, laß die Bibel fortan deine Richtschnur sein. Nimm an, was Jesus längst für dich bereit hält: Seine Gnade, Seine Liebe, volle Erlösung, Freiheit von den Fesseln der Sünde. Oder willst du Ihn noch länger warten lassen?
I. v. Hindenburg.
Pier Wörtlein.
Bier kurze Wörtchen haben mir in meinem Leben mehr Gutes gelan als sonst irgend etwas, sagte der im Jahre 1887 Heimgegangene Pastor Ninck in Hamburg. Es waren die Wörtchen, die meine Mul,er mich lehrte: „Du, Gott, fiehest mich." Dafür werde ich ihr noch in Ewigkeit danken. Ich sehe sie noch vor Augen, als wenn's heute wäre, die gute, selige Mutter, wie sie an jedem Morgen, wenn sie mich angekleidet und mit mir gebetet hatte, mir die Hand auf mein kleines Haupt legte und gar feierlich zu mir sagte: „Nun vergiß es den ganzen Tag nicht, mein liebes Kind: Du, Gott, fiehest mich!" Leider habe ich's doch oft bei den Spielen unter den Kameraden im Laufe des Tages vergessen und habe namentlich, wenn mich das Auge der Mutter nicht sah, vielmals ihr Gebot übertreten. Wie beschämt sah ich dann unter mich, wenn sie mich nach dem Abendgebet auf ihre Knie nahm und mich bis ins Herz hinunter fragte: „Hast du auch heute immer daran gedacht: Du, Gott, fiehest mich? Auch wenn kein Menschenauge auf dich achtet, wenn du ganz allein im Garten oder im dunkeln Keller bist, Gottes Auge ist überall und sieht alles, was du tust. Darum hüte dich, daß du in keine Sünde willigst, noch irgend etwas tust wider Sein heiliges Gebot!" Das ging mir tief zu Herzen und hat mich durchs aanze Leben begleitet, ja, ich kann in Wahrheit sagen: Kein Eindruck ist mir von der Kindheit Tagen so lebendig geblieben und so ununterbrochen nachgegangen als der, den meiner Mutter vier kleine, aber stets wiederholte und auch vorgelebten Worte auf mich machten: „Du, Gott, fiehest mich!"
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Eine ungläubige Mutter.
Ich stand in einer Stadt in meinem Sprech- zinimer an der Tür und sah eine Frau, ivelche bitter, lich weinte. Ich redete sie an, aber eine andere
Frau ergriff sie bei der Hand und zog sie von mir weg. Ich sagte: „Was ist Ihr Wunsch?"
„Dies," sagte sie, „ist meine Tochter, und ich will nicht, daß sie etwas mit Frommen zu schaffen hat. Ich hasse die Frommen."
Ich versuchte ein vernünftiges Wort mit der Mutter zu reden, aber sie riß ihre Tochter weg. Die Tochter weinte und bat ihre Mutter, sie möchte sie hier lassen.
Liest dieses Blatt eine solche Mutter? Gott möge Sich ihrer erbarmen I Es ist tausendmal besser für eure Töchter und eure Kinder überhaupt, mit Frommen Gemeinschaft zu haben, als dem Tode zu verfallen und in alle Ewigkeit in der Gemeinschaft des Teufels und seiner Engel zu sein. Alle, welche die Ungerechtigkeit tun, werden in das feurige Meer geworfen, die aber, deren Namen im Buch des Lebens geschrieben sind, werden Macht haben an dem Holz des Lebens und wandeln auf den kristallenen Straßen des Himmels. Der Herr mache euch jetzt, in dieser Stunde, weise, daß ihr von den alten Ge- nossen und Gesellschaften flieht und nach dem ewigen Leben trachtet! Treibe nicht dein Spiel mit einer so wichtigen Sache! Sei weise und nimm das Heil deines Gottes an! Moody.
Stehst du im Klauben?
Die Mehrheit der Menschen verachtet Gottes Güte, sie weisen Seine Gnade ab und spotten über Sein Wort. Gleich Pharao sagen sie: Wer ist der Herr, des Stimme ich hören müsse? (2 Mose 5, 2.) Öder wenn sie das Dasein Gottes anerkennen, dann betrachten sie Ihn als einen harten Herrn, der mehr von uns fordert, als wir leisten können. Aber diese Menschen haben keine Ruhe für ihre Seele, sie fürchten die Zukunft und zittern vor dem Tode.
Schon in den frühesten Tagen vergaßen die Menschen Gott so völlig, daß sie sich Götzen machten und sie anbeteten. Später verachteten sie nicht nur das Gesetz Mosis und das Zeugnis der Propheten, sondern sie verwarfen den HErrn der Herrlichkeit, Gottes eingeborenen Sohn.
Auch das Evangelium, von den Aposteln bezeugt, wurde von der Menge verachtet.
Und im Blick auf die Zeugnisse der Schrift, die von dem Kommen des HErrn sagen, lesen wir: „In den letzten Tagen werden Spötter kommen, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sacen: Wo ist die Verheißung Seiner Zukunft? Nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist." (2 Petri 3, 3. 4.)
Der Unglaube verioirft Gottes Wort; der Glaube ruht auf ihm.
Die Lehre von der Wiederkunft oder Ankunft Christi und der Verwandlung und Entrückung der


