Ausgabe 
18.7.1915
 
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teeinem Wesen und Tun vor untere Augen. Aber es stellt auch uns vor Gottes Angesicht, denn es läßt uns wissen, was wir sind vor Ihm, was Er von uns weiß und denkt. So haben wir nicht- j tig,in den Himmel hinaufzusteigen," um Gottes Gedanken, Worte und Taten zu erfahren. Das Wort, das uns alles, der Wahrheit gemäß, bezeugt, ist in unseren Häusern und Händen, ja, mehr:Es ist dir nahe in deinem Munde und in deineni Herzen!"

Und was hören wir in Gottes Wv't? Wer sind wir in Gottes Augen? Wie stehen wir da vor Ihm? Gott sagt uns, daßwir alle abgewichen, allesamt untauglich geworden sind". sRöm. 3, 12.) j Das heißt, nach außen und nach innen sind wir unrein und verderbt. Wir müssen, wie Gottes Wort uns weiter sagt, begnadigt, gereinigt, j erlöst und gerettet werden, wenn wir nicht e w i g ' verloren gehen wollen. Wie ernst ist dies! j

Aber Gottes Wort sagt uns mehr. Es sagt uns auch, was Gott getan hat zu unserem Heil und Leben, um uns vom Verderben zu erretten und in Seine Herrlichkeit zu bOngen. Gott gab in Seiner Gnade und Liebe Seinen Sohn für uns dahin: ..Er hat Ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit." (Jes. 53, 6.) Dort am Kreuz auf Golgatha ist's geschehen; dort istChristus gestorben für unsere Sünden nach der Schrift. Und Er ist begrabe» worden, und Er ist auferweckt wor- den am dritten Tage nach der Schrift." (1 Kor. 15,3.4.)

Dies vollkommene Heil verkündigt uns Gottes teures Wort. Und was nun? O höre, wie gött­lich einfach doch:Wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott Ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du errettet werden. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde wird bekannt zum Heil." (Röm. 10, 9. 10.)

Der gebeugte, heilsverlangende Sünder nimmt also, indem er Gottes Wort oder Heilsbotschaft mit gläubigem Herzen aufnimmt, gleichzeitig Gottes Gerechtigkeit selber auf I Wie könnte es auch anders sein? Wer Gottes Wort ins Herz aufnimmt, nimmt Christum selber auf und damit Sein ganzes, ewiges, freies, volles Heil.

Aber es ist das Herz, welches glauben muß, wie wir gelesen haben:Mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit." Das Herz zeigt, indem es der Botschaft glaubt, daß es nicht verstockt oder gleichgültig ist gegen das ewige Heil; es kennt seine Armut und seine Schuld, und es hungert und dürstet nach Gottes Gnade und Gerechtigkeit. Es wendet sich Gott zu, der zu jedem Menschen sagt:Gib Mir dein Herz!" Das Herz glaubt also zur Gerechtigkeit; es liebt Ihn, der ihm die Gerechtig­keit erworben hat: es bekennt Jesum als Herrn.

Wie wäre es auch anders möglich? Wer könnte von Herzen an Jesum Christum glauben, daß Er der !j

Sohn Gottes ist; und wer könnte Ihn als seinen Heiland kennen und doch in dieser gottfeindlichen Welt seine Überzeugung verleugnen oder verhehlen? Wäre es nicht zum Gericht? Aber nein, es kann nicht sein. Der wahre Gläubige bekennt Jesum als Herrn zu seinem Heil mit Herz und Mund, und er wird überdies nur Dem zu leben begehren, der für ihn gestorben ist.

Teurer Leser, suchst du Vergebung deiner Sün­den und Rettung deiner Seele? Wende dich zu Jesu! Bekenne Ihm deine Schuld und deine Not. Glaube an Ihn, den Sohn Gottes; vertraue auf Sein kost­bares Blut, das da rein macht von aller Sünde, lind sei gewiß,wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und mit deinem Herzen glauben wirst, daß Gott Ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du errettet werden". So spricht Gott, der nicht lügen kann. E. D.

Pas Auch der Wucher.

Die Bibel ist in einem Zeitraum von mehr als anderthalb Tausend Jahren entstanden. Umstände, Zeiten und Verfasser der einzelnen Bücher sind sehr verschieden, und doch bildet sie ein Ganzes, in dem jeder Teil an seiner Stelle steht, ein jeder den an­deren ergänzt. Sie offenbart bei aller Mannigfaltig keit die schönste Einheit. Aus ihr spricht der Heilige Geist. In ihr ist Kern und Stern, Mittelpunkt und Ziel: Christus, der Sohn Gottes, dein Erlöser und Seligmacher! Ihr Inhalt reicht rückwärts bis zum Anfang der Welt und vorwärts bis ans Ende der Zeit und in die Ewigkeit hinein.

Unser Kaiser erzählte einmal:Ich lese oft und gern in der Bibel, die auf meinem Nachttisch liegt und in welcher ich die köstlichsten Gedanken unterstrichen habe. Begreifen kann ich es nicht, daß es so viele Menschen gibt, die sich sowenig mit dem Worte Gottes beschäftigen. Bei allem Denken und Tun lege ich mir die Frage vor, was wohl die Bibel dazu sagt. Sie ist mir ein Born; aus ihr schöpfe ich Kraft und Licht."

Und, lieber Leser, was ist dir die Bibel? Hörst du in ihr Gottes Stimme? Findest du in ihr den Weg zu Jesu, dem Sündenträger und Sündentilger, um Ihm deine Sünden zu bekennen und Ihn um Vergebung derselben anzuflehen? Ergreifst du in ihr die dir vom Heiligen Geiste ausgestellte Quit­tung:Das Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde" (1 Joh. 1, 7) und:Wer an Mich (Jesum) glaubt, der "hat das ewige Leben"? Ist dir die Bibel ein Bergwerk, aus dem du reines Gold gewinnst? Ist sie dir ein Garten, in dem du wundervolle Gottespflanzen pflückst? Ist sie dir eine Apotheke, aus der du die