Kannst du, willst du sie retien? Aknr vorher die Fragei „Hast du selbst dich schon retten lassen?"
Gerettet sein
Gibt Nettersinn.
Hat Gottes starke Hand, aus Gnaden, dich schon herausgerettet aus dem Strudel der Gottesferne, dann ivill und wird Er dich brauchen, um auch andere aus derselben Gefahr herauszuretten. Entziehe dich diesem Vorrecht nicht. Achte nur den Tag ober darauf: wann, io o und wie du, liebreich, die Retterhand einem Hilfsbedürftigen entgegenstrecken kannst. Halte ihm dann nicht lange Reden, sondern fasse zu, — beweise ihm deine Rettccliebe: hebe ihn enipor, stütze ihn, — und du wirst's erleben: es gibt nichts Herrlicheres auf der Welt, als „Retterdienste" zu tun. I. v. Hin de n bürg.
Wertraue auf Gott.
Auf Israels Zuge in das Land der Verheißung war ihm Amalek in den Weg getreten; es galt einen harten Kampf, denn an Streitkräften war ihm der Feind überlegen. Menschlich gerechnet, hätte es unterliegen müssen, aber vor Mosis Blick stand der -Lieg, denn Moses hatte den Stab Gottes. Den Stab hatte ihm Gott gegeben, als Er ihn an die Spitze Israels stellte und ihn sandte, das auser- wählte Volk aus dem Lande der Knechtschaft zu führen. Diesen Stab hielt er als das Zeichen, daß er nicht auf eigenem Wege ging, sondern in des lebendigen Gottes Dienst stand, und daß er sich an Ihn, ben allmächtigen Helfer, halten durfte. Mit dem Ltab ging Moses hinauf auf den Berg, wäh- rend Israel im Tale gegen Amalek stritt, und solange Moses seine Hände mit dem Stab emporhielt und Gott für das kämpfende Heer anrief, siegte Israel. Unten im Gewühl der Schlacht wird es den einzelnen bei ihrer furchtbaren, blutigen Arbeit kaum bewußt geworden sein, wo im letzten die Antriebe herkamen, wenn es in der Schlacht mit überwältigen- den Kräften voranging, aber oben auf dem Berge, wo der Mann Gottes seine Arme zu Gott ausbreitete, da war es klar zu sehen, woher Israel die Siegeskraft empfing: „Der HErr ist nahe allen, die Ihn au rufen, alle», die Ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtige» begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen."
Dürfen >vir in dieser Zeit nicht wie einst Moses vor unseren Gott hintreten und Ihn anrufen : HErr, es ist nicht unser eigenes Wollen, das uns in den Krieg geführt hat, Du hast es nach Deinem heiligen Ratschluß zugelassen, daß alle Völker der Welt sich erheben zu grauenvollem Ringen, Du führst auch uns in dieses Toben hinein, führe uns hindurch!? Gewiß, wir dürfen es!
Wie schwer kommen viele Menschen zum Glauben an den lebendigen Gott, an den Gott, der nicht
nur ein Raine ist, sondern an den Gott, der in der ( Höhe thront, dem alles untertan ist und der sich aus der Höhe herabläßt zu den Niedrigen, um jebem nahe zu sein, jedem zu helfen, jedem Anteil zu geben an seinem ewigen Reich der Gnade. Großen Scharen ist die Weltentwickelung nur die Entwickelung starrer Gesetze, und dieser starren Entwickelung stehen sie mehr oder weniger unfrei ohne innere Mitarbeit gegenüber. Wieviel wird von Glück geredet da, ivo Gott einen guten Ausgang schenkte, ivieviel von Unglück da, wo Gott dunkle Wege führen mußte! Wer trägt in seinem Herzen die Gewißheit, daß die Wege eines einzelnen Menschen w e die der ganzen Völker wirklich bis ins kleinste hinein von Gott gelenkt werden?
L
Jie rettende Gnade.
Die rettende Gnade Gottes sandte nicht einen der hohen Engelfürsten auf die Erde hiuab, nicht Gabriel, nicht Michael, nein, Gott sandte den eingeborenen Sohn, den HErrn der Herrlichkeit. Der erschien auf Erden, welcher des ewigen Vaters eivige Wonne ivar, Der, durch welchen Gott Himmel und Erde erschuf, dessen gewaltiges Schöpser- ivort Sonnen und Sterne aus dem Nichts ins Dasein rief. Den, welchen alle Heere der Himmel anbeten, sandte des Vaters Liebe in das Tal der Sünde, des Todes und der Tränen, um Schuldige zu begnadigen und mit Gott zu versöhnen. Gott iandte Jejum nicht in dem Glanze göttlicher Maje- stät, um diese Botschaft zu bringen, sondern Gott sandte Ihn, um auf dem Kreuze von Golgatha das Urteil des Schuldigen auf Sein schuld- loses Haupt zu nehmen, u m z u l ei d e n und zu st erbe n als der Bürge derer, welche Gott begnadigen wollte. Gott vollstreckte in heiliger Gerechtigkeit an Seinem geliebten Sohne das gerechte Urteil, ivelches der sündige Mensch verdient hatte. Das ist Gnade, daß Gott selbst auf Erden erschien in Christo, „der Sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm. In Seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, erniedrigte Er Sich selbst, indem Er gehorsam war bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze." (Phil. 2, 7. 8.)
Was hat es Gott gekostet, um den Weg der Gnade zu finden für eine Welt von schuldigen Sündern? Es hat Ihn Seinen eingeborenen Sohn gekostet.
Aber ivie groß, wie allumfassend ist diese Gnade! Der Schuldigste, der verkommenste, der bösartigste Sünder darf die Botschaft einer vollkommenen Gnade glaubend ins Herz fassen und dem ewigen Gott persönlich begegnen. Er darf Dem, der auf dem Thron der Himmel thront, nahen, um mit Ihm zu reden und Ihm alles ins Herz zu sagen, was sein Herz bewegt: alle Schuld. Schmach, Bestellung — nichts


