Der ewige Sohn Gottes, der Heiland Jesus Christus, hat gesagt: „Ich bin der Weg." Ja, Jesus ist der Weg. Willst du errettet werden aus der Gewalt des Satans?
Dann laß dich durch das Licht Gottes überzeugen, daß deine Sünden dich von Gott trennen, erkenne deine Schuld, und dann fliehe zu dem gekreuzigten Erretter.
Das Lamm Gottes ist geopfert zur Sühnung deiner und meiner Sünden, und wer mit Sündenbekenntnis sich zu Ihm wendet, der empfängt Vergebung seiner Schuld.
Die Gottestat von Golgatha war dem Johannes Hus und Tausenden vor und nach seiner Zeit so bestimmt und klar zum Bewußtsein gekommen, daß sie lieber den qualvollsten Tod erduldeten, als von dem Bekenntnis zum Sohne Gottes abzulassen. Und stehen wir einen Augenblick still, denken wir darüber nach, damit auch wir ergriffen werden von der großen Tat des Lammes Gottes. Er hatte die Macht, herabzusteigen vom Kreuz, aber freiwillig hat Er die ganze schivere Sündenlast der Menschheit aufs Fluchhvlz getragen. Fürwahr, Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt.
rechter Lammesart hat der inenschgewordene Gottessohn unsere Schuld auf Sich genommen. Er schalt nicht wieder, da Er gescholten ward, Er drohte nicht, da Er litt. Willig und stumm ließ Er Sich zur Schlachtbank führen.
Es gehört ein Herz von Stein dazu, um bei dem Anschauen dieser wunderbaren Tatsache nicht bewegt zu werden Bewegt es dich auch, mein lieber Vejer? <Jt es dir schon zum Bewußtsein gekoinmen, datz dieses Gotteslamm auch deine Sünde getragen hat? Willst du iveiter deine Last selbst tragen, unter welcher du schon bisher so sehr geseufzt hast? Schaue Jesum anl Er will dir die ganze Schuld vergeben. Er will dir deine Last abnehmen und dich glücklich machen. O. D.
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Ooltes Kedanken im Kriege.
Daß Gott durch den große» Krieg Gedanken des Friedens und der Gnade hat für unser deutsches Volk, ist allen einsichtigen Christen klar. Es steht geschrieben: „Denn Ich weiß ja die Gedanken, die ^rh über euch denke, spricht Jehovah, Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück, um euch Aus- gang und Hoffnung zu gewähren. Und ihr werdet Mich anrufen und hingehen und zu Mir beten, und
werde auf euch hören Und ihr werdet Mich iuchen und finden, denn ihr werdet nach Mir fragen
mit eurem ganzen Herzen; und Ich werde Mich von euch finden lassen, spricht Jehovah." (Jer. 29, 11—14.) Offenbar will Gott in unserem Volke Buße und demütige Beugung bewirken, damit Er dies Sein Segensziel erreichen kan». Jedoch, ob Er es erreicht, dafür tragen wir alle Mitverantwortung. Es ist bemerkenswert, daß draußen am Feinde viel mehr Herzen für den lebendigen Heiland aufgetan sind als in der Heimat. So schreibt ein Bataillons, kommandeur: „Es wird in meinem Bataillon sehr viel gebetet und stehen durch Gottes Gnade viele Herze» dem Evangelium offen."
Zahllos sind die Zeugnisse, brieflich und münd- lich, von erlebten Wundern und Gebetserhörungen, von erstaunlichen Bewahrungen und Durchhilfen. Sie kommen von Generalen, Offizieren, Unteroffi. zieren, Soldaten und Matrosen. Diese Männer haben die Macht, Gegenwart und Hilfe des lebendigen Gottes erlebt. Da sind also viele, welche auf. richtig bezeugen: Gott ist gegenwärtig! Er hat meinem Gebet geantwortet! Jedoch dann bleibt noch eine Frage: Werden alle diese Männer nun Jesum, den Versöhner der Schuldigen, als ihren Erretter in ihr Herz aufnehmen als HErrn und Gebieter, und werden fie dann Bekenner und Jünger dieses wunderbaren Heilandes werden? Sieh, mein Freund, darauf hat es Gott ja abgesehen, bei denen draußen und bei denen daheim. Er'hat Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück. Aber dieser Frieden ist nur zu finden zu den Füßen des Kreuzes durch den Glauben an den rettenden Heiland.
Leider sind manche Herzen so hart und ober- flächlich daß sie durch diesen Krieg noch nicht a». gefaßt wurden. In bezug auf solche Menschen, deren Herz und Gewissen durch den Krieg noch nicht bewegt wurde, hörte man einmal sagen: Denen ge- bühren vierzehn Tage Russen oder Franzosen in das Haus, damit sie lernen, auf die Stimme Gottes zu merken! Was soll nian sagen von der Frau eines Reservisten, die einen Feldpostbrief ihres Mannes empfängt, worin er schreibt: „Liebe Frau, wenn ich durch Gottes Gnade gesund heim kommen darf, so sollst du einen neuen Alaun empfangen, und wir wollen mit des Heilandes Hilfe dann ein neues Leben anfangen"? Als die Frau diesen Brief gelesen hatte, brach sie in die Worte aus: „Ich glaube, mein Alaun ist verrückt geworden." Sieh da, >vas es für steinharte Herzen gibt!
Vielen von denen, welche mitten im Lande nur für die alltäglichen Dinge, für Essen, Trinken, Geldverdienst, Lebensgenuß besorgt sind, wäre es gut, wenn man sie einmal nach dem Kriegsschauplatz im Westen oder im Osten führen könnte. Dort sieht man zerstörte Dörfer, in Trümmer geschossene Ge- Höfte, verwüstete Felder, vernichteten Wohlstand, hungernde Familien, kranke Kinder, für die kein Obdach da ist uiw. Da lernt man, wieviel unser Volk dafür zu danken hat, daß der Krieg im Osten


