Kind hat meine Seele gerettet," und gab ihr Namen und Adresse.
„Gott segne Sie, meine Herren, für die Liebe, die Sie einer armen hilflosen Frau erzeigt haben!" Und ehe noch eine Antwort erfolgen konnte, war sie fort.
„Meine Herren, diese Frau hat recht, und ich habe mein letztes Glas Branntwein verkauft; will noch jemand was haben, so muß er anderswo hingehen," sagte der Wirt.
„Und ich habe mein letztes Glas getrunken," sagte ein Jüngling, bei dem schon alle Hoffnung zur Rettung aufgegeben war. „Hier ist ein Mäßig- keitsverein, dem werde ich mich sogleich anschließen. Wer geht mit mir?"
„Ich —ich —ich —ich —und ich," und fünfzehn Namen wurden gezeichnet.
Am nächsten Tage verschloß der Wirt seine Schenke, fing ein besseres Geschäft an und lebte dann glücklich und zufrieden mit seiner Familie. Alle wurden gerettet und dankten Gott für Seine Liebe, daß Er sie vom Verderben erlöst hatte. —
Lieber Leser, du bist wohl kein Knecht des Bräunt- weins, aber die Sünde ruht doch in deinem Herzen, Sinn und Gemüt. Vielleicht bist du von einer Sünde geplagt, die dich unglücklich macht, z. B. du bist bald zum Zorn gereizt und du wirst sehr grob gegen deine Mitmenschen, du hast unreine Gedanken und Begierden, bist geizig, hoffärtig, unzüchtig oder vielleicht lügst und stiehlst du gar. Von derartigen Sünden kannst du frei werden, wenn du dich zu dem HErrn Jrsu wendest und Ihm deine Sünden bußfertig bekennst. Er will dir olles vergeben, wenn du Ihn bittest. Glaube an Ihn! Wer den Namen des HErrn anrufen wird, soll selig werden. Laß dich von Ihm zu einem neuen Menschen machen! Bekehre dich zu Ihm!
„Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen." „Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht." Und die Sünder werden nur dann in das Himmelreich kommen.
wenn sie Frieden durch Jesu Blut suchen und sich von ihren Sünden erlösen lassen.
(Abdruck eines Traktats, herausgegeben von der D. E. Buch, und Traktatgesellschaft, Berlin.)
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As
Kr Seiet wieder.
Eine Arbeiterfrau hatte ihren Mann ausziehen lassen. Er war seit Jahren fertig init der Religion. Oft in den vergangenen Jahren hatte die Frau sich danach gesehnt, daß er wieder mit Gott rechnen möchte, doch es gehörte damals nicht zum guten Ton in der Fabrik. Nun ist der Völkersturm gekommen, der die Seelen durchrüttelt. Eines Donnerstags am Nachmittag befällt das Weib daheim eine furchtbare Angst. Sie geht auf und ab in der Stube und ringt um das Heil ihres Mannes. Nach wenigen Wochen kommt er wieder, leicht verwundet. Er ist so still, und in seinen Augen ist etwas Neues gegen früher. Er erzählt: „Eines Donnerstags, am Nachmittag, lag ich im Schützengraben, über mir Granaten, neben mir Schrapnells. Kameraden fallen. Da steigt es in mir ans: Solltest du jetzt nicht beten wie ein Kind? Doch nein, sagt der Zweifel, das hat ja keinen Wert. Außerdem bist du besser als deine Kameraden, willst du ein Privilegium beanspruchen? Aber es kommt wieder, und nicht nur als Angst vor dem Geschoß, sondern als der Drang, mit dem Unsichtbaren doch noch einmal eins zu werden zu dauernder Gemeinschaft." Da hat er wieder gebetet wie ein Kind und kommt nach Hause als einer, der nun wieder beten kann. — Ich erzähle das Beispiel nicht, um eine Bewahrung vor der tödlichen Kugel zu konstatieren, sondern damit wir davor stillstehen, wie Gott wieder den Kindeslaut des Gebets Hervorbrechen läßt. Jene denkwürdige Stunde war die gleiche, wo sein Weib für ihn eintrat. Ein anderer schrieb seinen Eltern: „Ich habe meinen Arm verloren, aber meinen Gott gesunden."
Gibt es etwas Höheres als dies: zu Gott sagen können, Du bist mein und ich bin Dein? G. Sch.
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, köberstr. 14.
Jeden Sonntag Vit Uhr: Son,rtag?ichul,: 4 Uhr: JuugsraukN- verein; 8*/i lltji Versammlung. 4 1 /» Nlrr: if br.filutet Verein junger Männer. Jeden Miltwocki abends 8'/, Uhr: Vibelslunde.
Jeden Freitag 8'/, Ulir. Gebetrsiiiude.
Sonntag, den 6. Jlini: Aordeck und Wißmar; abends 8 Uhr: Grün« berg, Frauenstunde; 8.: Altenbuseck; S.: Kleinlinden.
Bezirk Bellnhausen.
Sonntag» den 6. 3uni, nachmittags 2 Uhr: Versammlung im Freien in Oberwalgern.
Bezirk Niederweisel.
JnNiederweijel jeden Sonnlagnmtuniltag 8 Uhr: SonntagSschule, abendk8Nhr: Versammlung. jeden Donnerstagabend: Vibclsiunde. I» Kirch-
Anzeigen für die Nummern 25—28
g iS»3 jeden Sonniagn-chmllia, >/,< Uhr: Versammlung. In Butzbach jeden Mon,ag-i,n« 7.9 UHi • V.'i'ammlnng. In Fauerbach am 2. Pstngst- tag 8 Uh, : Gemelnschajlssest; v Juni, 8 Uhr nachmittags: Versammlung: 8.: Veijammlunq Zn Gxnbach: 30. Mai, »achmillags 4 Uhr: Versammlung: 1. und 15. 3«m: Versammlung. In Münzenberg: 80. Mat. nachmittags ‘/»4 Uhr: Versammlung.
Bezirk Sellnrod.
Sellnrod, jeden Sonntag, 12 Uhr: Soimtagischule; abend» »'/«Uhr: Versammlung: jeden Abend: ©ebetSftunfce.
0. Jnnl. 2Vi Ubr: Klkla-Ejchkn: Versammlung Im Freien: abends 8>/> Uhr: Ober-Seibertenrod und Kte!n-E>chen: 8.: Unter-Seibertenrod; 9.: Helpershain; 10.: Groß-Eichen; 11.: Wohnjeld.
bis zum 6. Juni ds. Js. erbeten.


