Ausgabe 
21.3.1915
 
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Gemeinscbaftsblatt für Ressen. r

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Erscheint wöchentlich einmal.

Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.

Verlag der Buchhandlung der Pilgermijsion eichen.

Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Cassel.

Nr. 12.

Sonntag, den 21. März 1915.

8. Jahrg.

Unsere Marinesotdaten.

Unsere tapferenblauen Jungen" wie be­geistert zogen auch sie in den Kampf, auf ihre Schiffe! Da steht nun eine Schar und wartet ungeduldig auf die Abfahrt. Bald bringt der Zug sie fort aus ihrer Heimat, zum Hafen, zum Schiff. Nur der eine blickt mißmutig vor sich hin er steht gar nicht so stramm" da wie die an- deren, ihn scheint die Begeisterung noch nicht erfaßt zu haben. Ich denke mir, er war zu Hause derJüngste" und wurde von der Mutter gründlich verzogen. Eine Torte hat sie ihm ja auch noch mitgegeben, weil er gar so gern wasSüßes" ißt. Das wird nun bald aufhören, und das scheint ihm bedauerlich. Die be­vorstehenden Strapazen und Entbehrungen schei­nen ihm sehr bedenklich!

Aber wir wollen zu seiner Ehre annehmen, daß der verwöhnteJüngste" bald anders denken wird, daß er bald ebenso stramm und aufopfernd seinen Dienst tun wird wie die anderen. Vielleicht wird er bald an die Mutter schreiben:Mir geht es sehr gut, ich kann stramm meinen Dienst tun; Mutter, es war die höchste Zeit für mich, daß ich aus der Verweichlichung herauskam"

Ja, unsere tapferenblauen Jungen", unsere

Matrosen! Wie herrlich haben auch sie die Treue gehaltenbis in den Tod!" Wie wußten sie als Helden zu sterben auf jenem Schiff, das von allen Seiten umzingelt und beschossen wurde von viel größeren englischen Kriegsschiffen, so daß in diesem

ungleichen Kampf ein Sieg völlig ausgeschlossen war! Jeder stand bis zuletzt auf seinem Posten: der Kommandeur auf der Kommandobrücke, die Mann- schäften an den Kanonen. Das Schiff wurde in Grund geschossen, es sank langsam tiefer und tiefer.