Aas Wort Gottes.
Das Wort Gottes, die Bibel, ist eine große Gabe Gottes, wofür wir Gott viel Dank schuldig sind.
In der Bibel ist ein unerschöpflicher Reichtum, und wer nicht eigenwillig seine Augen verschließen will, muß zugeben, daß eine unwiderstehliche Anziehungskraft in ihr enthalten ist. Trotzdem es das älteste Buch der Welt ist, ist es doch keineswegs veraltet. Nein, die Bibel altert nicht. Dieses Buch ist mit Erbitterung zerrissen, mit Wut verbrannt, ja, furchtbar angefochten worden.
Aber die Völker redeten vergeblich wider das Wort Gottes. Die Könige der Erde lehnten sich auf, und die Herren ratschlagten miteinander, wie man Gottes Wort vernichten wollte; aber der im Himmel wohnt, lachte ihrer, und der HErr spottete ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in Seinem Zorn, und in Seinem Grimm wird Er sie schrecken. Trotz aller Bemühungen der Menschen konnten sie den Siegeslauf des Wortes Gottes nicht aufhalten.
Heutzutage druckt allein eine von den mehr als fünfzig Bibelgesellschaften, die es gibt, die ganze Bibel oder Teile derselben in über 440 Sprachen, und die Statistik beweist, daß sie täglich etwa 25000 Exemplare des heiligen Buches verbreitet. Man hat ausgerechnet, daß am Ende des neunzehnten Jahrhunderts schon 300 Millionen Exemplare des Wortes Gottes verbreitet waren, und seitdem wächst die Zahl der Exemplare, die die Presse verlassen, noch jährlich um ein Bedeutendes.
Voltaire würde über diese Zahlen staunen. Hatte er doch gesagt: „In fünfzig Jahren wird die Bibel ein vergessenes Buch sein!" Die Bibel vergessen!? Im Gegenteil bleibt sie, was sie war, und wird es immer bleiben: die Quelle aller Fortschritte, die Hoffnung aller derer, die nach Gott fragen, die Grundlage aller wahren Freiheit, der Leuchtturm, dessen strahlendes Licht mehr und mehr die Dunkelheit der Unwissenheit und des Irrtums erhellt.
Was ist es denn, was den Inhalt dieses Buches unterscheidet von dem der besten Bücher, die die Menschheit hervorgebracht hat?
Nun, das, was die Bibel besonders von ihnen unterscheidet, ist, daß sie nicht nur Erklärungen und Verhaltungsmaßregeln gibt, sondern daß sie Gottes Buch, Gottes Brief an die Menschheit ist.
Andere Bücher mögen , uns bilden und be- lehren •— die Bibel allein kann uns die Weisheit geben, die uns rettet. Andere Bücher mögen unser Wissen bereichern, aber in der Bibel allein fließt der mächtige Strom wahren geistlichen Lebens.
Und die Erquickung, die die Bibel der dürstenden Seele bietet, der Frieden und die Ruhe, die sie geben kann, sind so köstlich, daß der, der sie einmal kostete, lieber alle Erzeugnisse der größten Geister
preisgibt, ehe er auf den Reichtum verzichtet, den ihm das teuer gewordene Gotteswort bietet.
Deshalb: „Laßt das Wort Christi reichlich unter euch wohnen." (Kol. 3, 16.) „Laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und tust allerdinge nach dem, was drinnen geschrieben steht." (Jos. 1, 8.) „Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht, sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem Heiligen Geist." (2 Petri 1, 19—21.) „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn ein zweischneidig Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdeckt vor seinen Augen; von dem reden wir." (Ebr. 4, 12. 13.) O. D.
Die Wibet.
Ich ffnde immer, daß die Bibel mit ihrem Hinweis auf Gott und die Ewigkeit wirklich eine vernünftige, denkende Menschen wahrhaft befriedigende Weltanschauung bietet. Ja, wenn man tiefer eindringt in die Gedankenwelt der Bibel, dann findet man, daß es eine höchst beglückende, ja, beseligende Welt- und Lebensanschauung ist. Da wird einem auch gezeigt, und da allein, wozu man in der Welt ist. Weil man ein hohes Ziel bekommt, bekommt man auch eine große Aufgabe. Das Leben bekommt Ewigkeitswert. Wir sehen, daß unser Leben und darum auch all unser Tun sein eigentliches und letztes Ziel in der Ewigkeit hat.
In der Bibel ist uns der Plan Gottes mit der Menschheit im ganzen und Sein Wille an jeden einzelnen dargelegt. Da kann ihn jeder studieren und dann unter Mitwirkung des göttlichen Geistes zur Klarheit kommen, was er in seinem kleinen Leben zur Verwirklichung der Gedanken Gottes beitragen kann und soll. Jeder hat da eine Aufgabe, eine größere oder eine kleinere.
Mitwirken für das große Weltziel, das Reich Gottes, das kann jeder in jedem Beruf und ohne große Kunst. Von entscheidender Bedeutung ist es, ob wir die Gedanken Gottes kennen und ob wir willig sind, unser Leben in die Richtung dieser Gedanken Gottes einzustellen.


