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Erscheint wöchentlich einmal.
Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.
bering der Buchhandlung der Pilgermission Kietzen.
Redakteur: Stadtmissionar .Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nächst, G. m. b. H., Cassel.
Nr. 7.
Sonntag, den 14. Februar 1915.
8. Jahrg.
Zehn Wrüder.
Zehn Söhne eines Hauses im bunten Rock. Eine ganze SoldatenfamilieI Welch prächtiger Anblick! Wenn unser Kaiser dies Bild sähe, würde wohl auch sein Auge mit Wohlgefallen auf diesen kräftigenGestalten ruhen, denn man sieht es den zehn Brüdern an, daß sie es als eine Ehre betrachten, die Uniform tragen zu dürfen.
Und als der König rief, kamen sie alle und stellten sich freudig in die Reihen der Kampfer, alle von dem einen Gedanken beseelt, für Kaiser und Reich zu kämpfen, bereit, Blut und Leben zu opfern, wenn es sein soll. Und die Eltern? —
Ach, für sie bedeuten diese zehn Söhne im Felde zunächst wohl eine zehnfache, bange Sorge, vielleicht auch einen vielfachen Schmerz. Und doch liegt
auch auf ihrem Gesicht ein Zug von stolzer Freude. Ja, es ist eine Ehre für deutsche Eltern, ihre Söhne als Soldaten im Felde zu haben. Und willig, wenn auch schmerzbewegt haben viele das große Opfer gebracht. Und die Freude der alten Eltern wird noch größer sein, wenn, will's Gott, der eine oder andere dieser zehn Brüder zurückkehrt, die
Brust mit dem Eisernen Kreuz geschmückt. Ob sie wohl alle wiederkommen?
Hat dieses Bild uns nicht auch etwas zu
sagen? Zehn Brüder — zehn Kampfer für Kaiser und Reich. Der König rief, und alle, alle kamen. Der König der Könige braucht auch Soldaten.
Und Christ fein, heißt Kämpfer sein.
„Wer nicht gekämpft, trägt auch die Krön'
Des ew'gen Lebens nicht davon."
Wo sind bei uns solche Familien, die ganz dem König Jesus gehören? Ach, es sind jo wenige! Und doch gibt es kein größeres Glück als: Eine
ganze Familie für Jesum! Ihr Eltern, habt ihr das schon als eure heiligste Elternpflicht und als die höchste Elternsreude erkannt? Ihr werdet einmal Rechenschaft über eure Kinder oblegen müssen!
Und du, lieber Leser, hältst du es auch für ein Vorrecht, ein Streiter Christi zu sein? Zu diesem Dienst ist niemand wegen körperlicher Schwäche untauglich; auch Schwerleidende in Krankenstiiben können und sollen mitkämpfen. Frauen und Jung- srauen. Alte, Gebrechliche und auch schon Kinder dürfen mit in die Reihen eintreten. Jeder hat auf seine Art zu wirken und zu kämpfen, wie die zehn Brüder aus unserem Bilde auch ganz verschiedenen Truppen teilen angehören. Aber das Ziel ist bei allen gleich. Sie dienen doch alle dem einen obersten Kriegsherrn. So soll es auch bei uns sein. Es kommt nur


