Ausgabe 
31.1.1915
 
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Siebe zu seiner Heimat blieb in dem Manne lebendig, und nach 47jährigem Aufenthalt in Amerika ent­schloß er sich, nach Deutschland zurückzureisen. Er löste seine geschäftlichen Beziehungen, machte seine großen Besitzungen zu Geld und reiste ab. Zuvor hatte er seine noch am Leben befindlichen Verwandten von seiner Absicht, in die Heimat zurückzukehren, benachrichtigt, und mit Freuden sahen die Verwandten der Ankunft des Greises entgegen. Der Dampfer mit dem Heimgekehrten langte wohlbehalten in Bremerhaven an, und freudigen Herzens trat der alte Mann mit reichen Schätzen die Fahrt nach Sachsen an. Geschwister und Verwandte erwarteten den aus fernem Lande Zurückkehrenden am Bahn­hofe, und schon begrüßten ihn ein Tücherschwenkeu und heimatliche Töne, als plötzlich ein grausames Geschick die Sache vollständig veränderte. Beim Einlaufen des Zuges in den Bahnhof hatte der Zurückkehrende in freudiger Aufgeregtheit die falsche Tür seines Wagenabteils geöffnet und war an der verkehrten Seite ausgestiegen. Im selben Augenblick, als der alte Mann seinen Fuß auf heimatlichen Boden setzen wollte, fuhr ein Güterzug in entgegen­gesetzter Richtung heran, erfaßte den Heimgekehrten und zermalmte ihn. Die am Bahnhof erschienenen Verwandten hatten jetzt nur noch die traurige Pflicht zu erfüllen, der zerstückelten Leiche in heimatlicher Erde die letzte Ruhestätte zu bereiten.

Wie plötzlich! Ob der Verunglückte das Evan- gelium vo^Jesu gehört und die Botschaft angenom­men hatte, ist nicht bekannt. Aber das sehen wir wieder aus dieser Begebenheit, daß wir, ob alt oder jung, den nächsten Augenblick in der Ewigkeit sein

können. Hub die Schrift sagt, daß jeder, der die Erlösung durch Jesu Blut nicht angenommen hat, unter dem Zorne Gottes steht.

Der Tod trotzt aller Vorsichtsmaßregeln, Er bricht durch alles hindurch und kommt oft so schnell Wir brauchen nicht vom Zuge überfahren zu werden oder sonst einen besonderen Unfall zu haben, um plötzlich aus der Zeit in die Ewigkeit zu gehen. Gar manchmal greift der Tod ganz leise, aber mit kalter Hand dem Menschen ans Herz, und er sinkt hin und ist tot. Dann ist nur die eine Frage wichtig, ob man eine lebendige Hoffnung zu Gott hat. Hast du, lieber Leser, diese lebendige Hoffnung für die Ewigkeit? Wenn ja, dann vergiß nicht' Jesu dafür zu danken und Ihm zu leben. Wenn du aber deines Heils noch nicht gewiß bist, dann komm heute und ergreife die Retterhand Jesu, ehe die Hand des Todes dich erfaßt. Noch streckt sich Jesu Hand nach dir aus!

Noch ist die Türe nicht verschlossen.

Tie Gnadenzeit noch nicht verflossen,

Doch es ist Zeit!"

Vielleicht hast du schon oft den Gnadenrus Gottes vernommen bei dem Hören des Evangeliums, bei dem Lesen eines Evangelisationsblattes, bei der Krankheit oder dem Tode eines geliebten Familien­gliedes, oder wo und wie Gott mit dir geredet hat. Denke einmal darüber nach. Überhöre den Ruf nicht länger. Komm jetzt mit deiner Sündenschuld zu Jesu, dem Lamme Gottes. O. D,

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Bezirk Gießen.

Stadtmisfion Gießen, Löberstraße 14.

Jeden Sonntag \ l h Uhr: Sonutagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8 '/r Uhr: Versammlung. 4 1 /* Uhr: Christlicher Verein junger Männer.

Jeden Mittwoch, abends 8 V 2 Uhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 8 */r Uhr: Gebetsstunde. Sonntag, den 31. Januar: Nordeck und Wiß­mar; 2 . Februar: Altenbuseck; 3.: Kleinlinden; 5.: Wißmar; 7.: Altenbuseck u Beuern; 9.: Wieseck; 11 .: Beuern; 14.: Nordeck u. Wißmar; 16.: Alten­buseck; 17.: Kleinlinden, Frauenstuude; 19.: Wiß­mar; 21 .: Beuern und Altenbuseck; 23.: Wieseck, Frauenstunde; 25.: Beuern.

Bezirk Eich.

Lich, Vereiushaus: Jeden Sonntag 12V* Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8 Uhr abends: Versammlung.

Jeden Dienstag und Freitag: Kriegsgebets­stunde. 26. Januar: Ettingshausen; 27.: Ober­bessingen; 28.: Burkhardsfelden, 2 , Februar: Vil- lingen; 3,: Wohnbach; 4.: Watzenborn; 7,: Holz­heim; 9,: Dorfgill; 11.: Langsdorf; 16,: Ettings­hausen; 17.: Oberbessiugen; 18.: Burkhardsfelden; 23.: Villingen; 24.: Wohnbach; 25.: Watzenborn.