Ausgabe 
10.1.1915
 
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Du yast Jesum vergessen!"

Während des Deutsch Französischen Krieges wurde ein französischer Offizier schwer verwundet in ein Lazarett gebracht. Derselbe hatte in einem abgelegenen Teil des Schlachtfeldes gelegen und war deshalb lange übersehen worden, wodurch sein Zustand natürlich sehr verschlimmert war. Man sagte ihm, daß das zersplitterte Glied abgenommen werden müsse, daß aber sein geschwächter Zustand es sehr zweifelhaft erscheinen lasse, ob er die Operation überstehen werde. Er bat, man möchte die Operation vornehmen, aber, falls er sterben sollte, dies seiner Frau, die in der Nähe wohne, mitteilen und ihr seine Leiche ausliefern. Dies versprachen die Ärzte und machten sich an ihre Arbeit. Er starb während der Operation. Kurze Zeit darauf, als die Arzte noch um ihn beschäftigt waren, trat die Frau, die man gleich benachrichtigt hatte, mit ihrem Töchterchen ein. Als ihr klar wurde, daß ihr Mann nicht mehr lebe, brach sie in krampfhaftes Weinen aus, so daß auch die Ärzte zu Tränen gerührt wurden. Dann wandte sie sich zu ihrem Töchterchen und rief aus: O mein Kind, unser bester Freund, unser Beschützer und Geliebter, ist dahin, und du und ich, wir sind nun ganz verlassen in dieser Welt der Trübsal!"

Da legte das Kind zärtlich die Arme um den Hals der Mutter und sprach:O Mama, du hast Jesum vergessen!"

Bei diesen Worten kam eine merkwürdige Ruhe über die Mutter, und sie sagte:Ja, mein Liebling, in meinem Schmerze hatte ich Jesum vergessen."

Die Macht, welche dieser Name auf die schmerz­gebeugte Mutter ausübte, durchdrang wie ein Pfeil die Seele des jüdischen Arztes. Er sah die Kraft des Evangeliums, und dies überzeugte ihn. Er wurde nicht wieder ruhig, bis er zu den Füßen des Heilandes niedersinken und ausrufen konnte:Mein Herr und mein Gott!"

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Versöhnung und Arieden.

Suchst du Versöhnung und Frieden? Siehe, dort auf Golgatha ist beides für dich erworben worden. Dort gab Jesus Christus nach Gottes herrlichem Gnadenratschluß sein teuresLeben als Löse- geld" hin für dich. (Mark. 10, 45; Joh. 3, 14. 16.) Aber ach! wie furchtbar muß dein Teil sein, wenn du unbegnadigt und unversöhnt aus dem Leben scheidest in die Ewigkeit! Denn wollen wir das gerechte Urteil Gottes über die Sünde kennen lernen, so sehen wir es am Kreuze auf Golgatha, wo Gottes Sohn für fremde Schuld von Gott verlassen war. Ja, getrennt und verlassen zu sein von Gott, das ist das Teil aller Selbstgerechten und Uubekehrten in Ewigkeit.

Warst du je ernstlich um das Heil deiner Seele bekümmert, und hast du je im Geiste vor dem Kreuze Christi gestanden und hast dich im Gefühl deiner Schuld vertrauensvoll zu Christo um Ver­gebung und Errettung gewandt? Dann kannst du auf den schmerzvollen Notschrei des HErrn:Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" anbetungsvoll antworten:HErr Jesus, um meinet­willen warst Du ans Kreuz geschlagen und verlassen; es floß dort Dein teures Blut, um mich von aller Schuld zu reinigen und mit Gott zu versöhnen. Und durch den Glauben au Dich und Dein Blut bin ich nun versöhnt. Ich bin nun Dein, Dein auf ewig und darf Dir nun leben, der Du für mich gestorben bist."

Versammlungs-Anzeigen.

(Versammlungen innerhalb der Landeskirche.)

Brbelkurs in Gietzen.

Vereinshaus, Löberstraße 14.

Sonntag, den 10. Januar, nachmittags 3 Uhr:

Die Bereitschaft der Jünger Jesu.

Referent: Herr Pfarrer W i t t e k i n d. Abends: Evangelisation.

Montag, vormittags 99 3 A Uhr: Gebetsvereinigung. 10 bis 12 Uhr: Das prophetische Wort, eingeleitet von Herrn Pfarrer Knipp. Nachmittags 24 Uhr:

Die Bereitschaft der Jünger Jesu.

Referent: Herr Pfarrer Wittekind.

Dienstag: Fortsetzung der Themen in derselben Reihenfolge. Vom 11.17. Jan. wird Herr Pfr. Knipp Evangelisations Verträge halten. Wir laden in dieser so großen, ernsten Kriegs­zeit zu diesen Glaubensversammlungen ganz besonders ein.

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