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Nr. 14«.
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1d:'ü ■■-:r .Gießener Zeitung", Gießen.
Kt. 382. 31. Jührg.
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Die Asdien am >?. 3amiar.
Berlin, 19. Dez. In bei hcuttgcn Sitzung des RcichSkortgrcss.s der Arbeiter- uiib Soldaten! äte Deutsch- lanbS wurde d'L Antrag Cohen,Neun, wonach die Wahlen zur Nattonalv rfammfam; om 19. Januar pattfinden sollen, mtt großer Mehrheit urttec dem Beifall des Hauses und dem Wid ttspruch der Mrnde-H it 6N- genomm.n.
Die ÄadlorMung zur HationaKJerfatmiiSuns.
* Im „Reichsanzeiger" ich j tzt die Wohlordnu q für bte Wahlen zur Nattonaiv.rsammlung veröff-ntticht worden. Sie enthalt u. -N folgende Bestimm ungen: Wählertifterr sin - mindestens ötet Wochen ödc dem Wahltag auf Die Dauer von ach! Togen zu i-bennunns Einsicht auszulegni. Hebet die nachträgliche Aufnahme von Ängehöiig.n d^s Heeres, der Marine und Kcicgs- gefangcn.», die später heiwk.hcLn, erueyt eine besondere Verordnung. Beim Wahlkommissar sind mindestens 2t Tage vor dem Wahltag Wahlvorschläge cinzu- reichen. Sie müssen von mindestens 100 im Wahl
Das B ispiei zeigt, daß die D'Houdlsche Berechn-ngs
- weise im Veiglttch zu, H?. schm di'- giöfiten Par-
- r e r c ^ z u Ungunsten der kleinern bevorzugt.^ Die f klein n ParteU n weiden also, wollen sie mit ihren Etim
' nun Wi kung erzielen, g^nölrtt sein, ihre L-steu mit Lltzi« größerer Patteien verbinden zu losten, was
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Wahlordnung ausdrücklich vorsieht-
Hein weiterer eintnarfefc der erneute.
Berlin, 19 Dez. Aus Holland wird dem O , an der Unabhängigen „Der Fee hell" gem-ldet, daß die Frage der wntt-.cn Besetzung deutschen GcbiettS bisher in engüsäitn amtlichen Kreisen nicht ernstlich erörtert worden ist. Meldungen über den beabsichtigten Einmarsch wer. di a>s vollkommen unzustcffind bezeichnet. Die Entcnteregtecunaen wollen in den nächsten Tagen zur Frage der Zuständigkeit der j'tzigrn deutschen Regie, lung Stellung nehmen und werde ihren Standpunkt ln einer amtlichen E ktärung festlegrn.
Die friedeiwerftanffluflgeii.
** Berlin. Nach einec Meldung' des „Berliner
kreise zur Ausübung der Wohl bcr.chtigten Pdsonem!,Tageblottcs" aus Genf ist der Beginn der F-? dd-^kom untcrzctchnkt sein und dürfen nicht mchc N-m-n entM-r-nz noch mmer mcht ^ r.b S tUi fl iMt.m.nt. «laubt
halten, als Abgeordnete im W?hlkr< zu wählen sind. Mehrere Whlvorschlchd könner mit . rmder verbunden werden. Die Namen auf den i»zr .n Stimmzetteln dürfen nur einem einzigen b\i. öff ntirch rtlonnt^eßebencn Watzlvorschläge entnr mmen fein. Gewählt wird mit Verdeckten St rnwzettr! n. Abwesende können sich weder fcai icn laste-, noch sonst an der Wahl teilmhmcn
Zur Verteilung der Abgeorduetenfitze auf die Wahlvorschläge lint.n di< aus dw nz.lne Wahlvoc- sa läge entfallende Stimn A nzahlen nacheinander durch 1, 2, 3, 4 usw. gctei: bis von den sid hierbei ergebenden Teilzühlen so .. cst Höchstzohi : der Größe nach ansgesondere werde« können, wir Abgeordnete zu wählen sind. Jeder Wahlvocfchlag uimtt so viele Ab- gkoi dnet^sitze, wie auf ihn Höchstzahl!n knlfalltti. We?n die an Ktzttr Stelle stehende Hüchstzahl auf mehr re Wahlvorschläge zugleich entfällt, entjcherdet das Lind verbundene Wahlvorschläge vorhanden, so ll.d
bet der Verteilung der Abgrottm-tensitze auf die ^ir z inen Wühlvouchlgge jede Gruppe vnt'.mrdrnn' Wahlvo. sch'ägc als ein Wahlvorschlog angesehen-und ih. die ih' .e Ge° samtstimmenzatz! cntsprcchtnde Zahl von Abgeordutten- sitzfn zugcwtesen. Ist so die Zahl Ab/ ordnet.nsitze festgestell!, dir auf jede Gruppe verdnndrnec Wahlvo - schlüge zusammen entfallen, so w lden dir Abgeo-'dnkt<u- -sitzc aus die einzelnen, miteinander Verbund nrn Wahl- Vorschläge untervetteill. Je Wastkceis w-ü n\ S t i v. m - bezirke geteilt, die du? chs.r all!. st. 2500. höchstens 3500 Emwohnrr umfAssen sollen.
Aus der Wahlo. > u .g erg bi sich, daß d Vettci lung bic Abgcvtdn-tenfitzr aus die einzeln-.n Listen in anderer Weise vorgenomwin wird, rstr- man ansangs an- nahm. Die neue Wahlordnung schreibt folgendes Bertel' lungSweiss vor, nämlich die zuerst von dem Franzoseri T' Hondt engee.ebene. Ihr Wesen brst.hr darin, daß man nochstnündLr die Stimmenzählca durch 1, 2, 3, 4 usw. teilt und dann die Sitze den größten Testzahlen za weist.
Eirl Beispiel möge die Berechnung veranschaulichen. Es-mögen erhalten haben die Patt -n Z 185 000, S 253 000, D 115 000, U 87 000. ■> 45 000, X 70 000, Y 25000 und es mögen 13 Abgeo. 0 o.t-: zu wählen sein.
aber, daß die Konferenz sicher in d r ersten Hätste des Monats Januar b gimug Wirde.
vie ^dscdnMe ürr neuk.alrn Zone.
Die Einteilung der 10 Kilometer breiten neutralen gone erfolgt entsprechend dem Besahungsgebiet der alliierten Truppen so, daß vier Abschnitte entstanden:
Albschnitt 1 umfaßt das Gebiet von der holländischen Grenze bis zum Nordrand des Brückenkopfes Köln bei Natingen,
Abschnitt 2 das sich daran schließende Gebiet bis zur Ecke zwischen den Brückenköpfen Köln und Koblenz, ausschließlich Honnef,
Abschnitt 3 geht bis zur Ecke zwischen den Brückenköpfen Koblenz-Mainz einschließlich Lorch,
Abschnitt 4 umfaßt die ganze neutrale gone von da ab bis zur Schweiz.
Im Abschnitt 1 ist der Sitz der Kommandantur Wesel. Die Besatzung besteht aus einem Bataillon Infanterie in Wesel, einem Bataillon in Düsseldorf, sowie einer Eskadron in Wesel. Die Kommandantur des Abschnitts 2 ist Wipperfürth. Die Besatzung besteht aus 1 Bataillon Infanterie in Remscheid, einer Eskadron in Wipperfürlh und 1 Eskadron in Eitorf. Die Kommandantur für den 3. Abschnitt liegt in Westerburg. Die Besatzung setzt sich aus 1 Bataillon Infanterie in Hachenburg, einem Bataillon in Limburg und einer Eskadron in Westerburg zusammen. Die Kommandantur des letzten großen Abschnittes ist in Karlsruhe. Die Besatzung besteht aus einer Eskadron in Homburg, einem Bataillon Infanterie in Frankfurt, einem Bataillon Infanterie in Darmstadt, einer Eskadron in Darmstadt, einem Bataillon in Mannheim, feiner Eskadron in Schwetzingen, i einem Bataillon in Kc«:lsruhe, einer Eskadron in Karls- ! ruhe, ehern Bataillon! in Lahr, einer Eskadron in Lahr ! und einer Eskadron in Müllheim.
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rechnet d;e Quottc sieben Frößten sind Stimmenzahltn in
: 1 : 2
nten und silcht D^s ^istt fo Tausenden):
3 : 4
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: 5 : 6 ! Sitze
S 253
126,5
84,3 63,3
50,6 42,1
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62,5
61,6 46,2
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57,5
38,3 28,7
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Na- i der Haiesst.. Recknung würden cntfallen sein
auf S 4, Z 3, D 2, U 2, X 1 und K 1.
Paffierlc&eitte für das befeizte 8eMet.
Gesuche um Pasfimcheim: sist den Berkchv von der , ncut. nlcn Zone nach dem besetzten Gebiet sind, wie be- j relts veröffentlicht wurde, durch die Kommandanten der ' Bezirke der sreutvalen Zone au die alliierte Militürbe- ! hö.rde zu richtev. Di Kommandanten (Abschnitt^kommun- deur«), an die also die Passierschelngesuchc jeweilig für E ncttsc in di.' den betreffenden Abschnitten'gegenüber- liegenden besetzten Ge bitte zu richten sind, haben ihren Sitz:
a) Abschnitt. 1 (holländische Grenze Gegend Aachen, belgische Armee): W^sel,
b) Abschnitt H (BrückenkopfKöln, englisch-/ Armee): Wipperfürth.
e) Abschnitt Hl (Brückenkopf Koblenz, ikanische Armee): Westcnbuxg (Gennaimajor Schütze).
6) Abschnitt IV (Brückenkopf Mainz bis Schweizer Grenze, französische Armee): Karls'uh.e (Genkralmaior Ullrnann).
Der Dcvollmächtigte des GenerälkommandoS des 18. Armeekorps; gez. v.' Studnitz. Gencralmajv''.
ein heMcim ScbMlprogram?«
Beim hessischen Kultusministerium liegt eine Eingabe des BundkShesfischer Schulreformer vor, die in großen Zügen die Wünsche für die Neuregelung des hessischen Schulwes.ns aus'pricht Die La-e dir Zeit rechtfertigt wohl die Erwatung, dost im gtoßea und gavz-n nach diesem Gesichtspunkten Verfahren werde. Die hesjischrn Wünsche sind in mancher Beziehung maßvoller als die des preu'
ßischenKultusministerium . Sir verlangen Uebernahme dec
Finanzieiuvg des -z.csamten B st.rn tt.v sms auf den Staat, um dadurst vo. "llem auch di', kleinen Landschulen leistungssäh'g zu machen. Ferner soll die Selbstverwaltung der Schule ausgcbaut werden. Lehrer und Eltern sollen Printer zu Ottsschulräten, Kceisschulräten und zum Landssschulrur wählen, wobei stets der pädagogisch-. Fachmann mit dun Vorsitz zu betrauen, im übrigen das Laienelemcnt in der Mehrzuhl^zu beteiligen wäre. Die Einheitsschule wird -.efottierst, ober so, daß sie auf den unteren Stufen nach dem Mannheimer System, in den späteren Jahren noch Fachschulen gegliedert wird. Die bisherigen soginannten .höheren Schulen" sollen -infach auch als Fachschulen gelttn, Ucheeschätzung der sremdsplachl'chc.n Bildung ausböcen und der Kasten, geist überwunden werden. Dir Leh Pläne sollen Wahlsreihe t zugestehcn und dadurch die k:ä'tigere Entwicklung blondere Begabungen ermöglichen. Die Trennung vo^ Ki:ch urd Sckule wird angenommen, aber ein all- gemeine'.' Reli: ionsunterricht auf der Grundlage des deutsch r. philosohstch"n Jdralttwus soll den konfessionell.^ ( setzt:i'. E-n gewiss'.'s Mnß von Schülerselbst- verwallnnq würde die staatSbürgrriiche Belehrung zu unterstützen habenl Die Mädchenbtldung soll im Sinne der modernen Frau nschule hauswirtkchaftlich und staats bürgerlich ergänzt werden. Die LandeSerzichungSheimt gelten in mancher Hinsicht als Muster der kommenden deutsch« n Nationalschule, und auch der Idee der Arbeitsschule soll durch Handwerk und Gartenbau Rechnung uetrogen w^den. Endl'ch wird noch die Errichtung ttner ordentlichen püdagoestschen Prostssur an der Landes- Universität Gießen als w'.sstnschaftlrcher Rückhalt für das gesamte hessische Erziehungswesen verlangt.
Mm üm beicd
* Die Mahlen zur kunstituierenden Laudes- versamm l u n g für Anhalt hatten folgendes Ergebnis: Gewählt sind 22 MchihettssoziLliftkn. 12 bürgerliche Demokraten, 2 Volktporteiler (deutsch-national). Die Mtttelftändler erhielt n im Hinbl'ck auf die geringe *Stimmlnzahlen ke'.nen Vi ttreti :, . u Ilnabhängigki: konn ten eine eigene Liste nicht ausfteÜen, da sic die ersocdec- liche Anzahl der Unterschriften nicht' aufbcachten.
Hu? Stad! UKd LsnS.
** Anlagen }tiv Altersrente. Nach einem Erlaß des Reichsversichelungsamts erhalten nunmehr auch die Empfänger von Altersrenten für die Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. Dezember 1919 eine im voraus zahlbare Zutage .zu ihttr Rente in Höhe von 8 Mark monatlich. Und zwar wird die Zulage nur für volle j Monate gezahlt. Ihre Auszahlung erfolgt monatlich ' ;m voraus mit der Rente zugleich durch die Post gegen > Vorlage einer besondere«, rmierschriestl.ch vollzogenen ! und mit der.: Dienstsiegel cims zur Führung eines öff-ittst.chen Siegels bkrechtfgten Person vollzogenen Quittung. In den ehemals Goßh. Hessischen Landge- meInden find die Zulagequittungen bei den Bürger- mr-sterew , i^ den Städten bei den Poltzeiämtern bezw.- Reviere» erhältlich.
Die Frarrxofeu am Rhein. Die größeren Octe
. Nh inhessens sind nunmehr ausnahmslos mit französt- ! scheu Truppen besetzt. Kleinere Orte unter 500 Etn- woh .rn solle», wir: verlautet, keine Einquartierung er- j halte«, während größere Gemeinden mit etwa 5 Prozent ihrer Einwohnerschaft durch feindliche Besatzung belegt werden. Die Feinde, die sich der Einwohnerschasr gegcn- über selbst zurückhaltend und ruhig verhalten, wurden von der rheinischem Bevölkerung überall mit kühler Zurückhaltun. und Würde empfangen. Nirgends ist etwas von Zwischenfällen bekannt geworden.
Fvankfnrt a. M. In einer geschlossenen Mit. ! gliederVersammlung des Demokratischen Vereins Frankfurt wurden nach einer lebhaften und anregenden Aussprache als Kandidaten für die Nationalversammlung " wählt: Bürgermeister Luppe, Professor Max Weber,


