, Strudel der Ereignille.
Echokc icr Grcignljfe ciihultfeln sich Tiuj 'vr •o, und in Weite, in Kleine wie in Größe neue
rirrniM C K lm r ?^ 12, ceitüc. i ( nt •». oftc.-ec die neue Ne« t erung das Friedens- und Waffenstlllstandsanoebot machte. ,! ,5"U- ^uorunung der Regierung und der ganzen innerpo- -il ichcn Verhalttn„e eingetreten, die auf keinen fr,11 schon J? rC, L^ d;iu & Scfunden hot, wie die eben erst verös- K ulichlen Bejtlinmungen über dre Zensur und das Versamm- lungsrecht beweijen. Wenn gefragt wird, ob wir auch diese Feuerungen im letzten Grunde auf Wunsch des ameritoni- scheu ^rajidenten schaffen, so ist es müßig, auf solche Frage zu antworten, da es doch eine unbestrittene Tatsache bleibt, rau alle die,e Anc^dnungen auf Veranlassung und mit Wll- iiu der dcntich «n Re,chstagsmehvheit ge »nacht werden, pwenn wir die letzte Woche überblicken, so ist diese besonders reich an Ereignissen, die gewissermaßen als Folge der Reu- pronung im deutschen Reiche angesehen werden müssen. Der pt-arUtler des Deutschen Reiches als Bundesstaat macht es ja auch notwendig, daß die Politik, die aus Berlin aus- «cahlt, auch von den E-inzelregierungen übernommen wird. Wir haben daher in der vergangenen Woche von weitgehen» den Verfassungsänderungen sowohl in Bayern und Württemberg wie auch in Baden und Sachsen, den größten Bun» dcsstaaten nach Preußen, gehört. Die politische Bewegung tu den Bundesstaaten ist einfach eine logische Folge der in Preußen und im Deutschen Reiche vorgegangenen Ver- Änderungen.
In der inneren Politik hat in der vergangenen Woche resonders die Frage die Gemüter erregt, ob es notwendig ist, daß auch der Kaiser die Ävnsequenzen ans der veränderten Sachlage zieht oder nicht. Hier stehen sich zwei Kundgebungen gegenüber, die gewissermaßen jede für sich
J Enges. {Me llnterflf fT***^#; t»#t nutet bei
veranttvortltcken Reich-'kanzl-t tfl bnr^Wri
Eine weichende Bmnestl- murd- r r T»»ff*n. «RreTtfrel- nnd Versammlungsreckft sind gewährleistet. Doch viel dlelbk noch zu tun.
Die Umwandlung Deutschlands ln r1»'n Valksstaat, de: ou poIHifcTrr v*h on n--- Mufft f?|»
&er Welt zurücksiehen soll, wird entschlossen weitet gesübrt. Die R-v^nffnng ^-*•—** rnb bellende
Wirkung nur w-"n n- <*-*«? f* h*n D'rwal.
tun^. und Militärbehörden sind-t, d-r ihre Zwecke erkennt und fordert. Wir erwarten von u^^r^n die
in awtllch-t Stellung dem G-m^lun^sen zu dl'neu berufen sind, daß sie uns freiwillig- yerden.
Wir 6rflTi(fx»n ln h-**% des
3H(fc'9 Me Aufrech^ertettung d-r vffenMch-n Sicherheit durch das Volk selbst. Wir Hoden Vertrauen zn dem deutschen Volk. Es tet ftA In vl-t furchtbaren Krieasfohr-n glLnzend oen'Zl'tt. Es wird sich nick^ nen Phantasten sinnlos nnd nutzlos ln neues Elend und Vrderben bin-intr''ib-u lassen. Selbstzucht nnd Odrnuna tn-u not. I^de Dlsffulinlostgkeit wird den Abschluß eines baldigen Friedens aufs schwerste gefährden.
Die Realernva und mit ; *x die Leitung von Heer nnd Flotte nvö g den Frieden. Sie wollen ihn edeNch nnd sie mosten fbn bald. Dis dabin milsten mir ^le Grenzen vor dem Einbruch des Feindes schützen. D;n seit Wucher W hartem Kmvnf stetendrn Truppen muß durch Ablösung Rüge verschafft rverdcn. Nnr zn Mesem Zweck. ans keinem naderen Grnnde, stnv i»? Einberufungen der letzten gelt
besonders die Frage die Gemüter erregt, ob es notwendig ^urck^fZbrt worden. Den Mannsck-af^- de- Landheeres und l>l, daß auch der Kaiser die itmtienurniPTt n,,s h*r no»-. J' CT ww' mle Ihren Führern fteHlM unser Monbert
Dansi Du"ck Wt+n -^mut und ihre Manneszucht haben sie das Vaterland g-reitet.
einen Stanopuntt bedeutet. Auf der einen Seite der Brief wickcki^'»" g^ört der fb.au
des Staatssetrelärs Scheidemann an den üierhstanzler. aus ; unserer Drlkswirtfck»aft, damit dle pi d-? r^corf ln dle
5. — v . • i v • * , 7 Vf - Vv^ t m a 5 ä .rt . i
ijl Deutschland durch den Verlust der Adria gezwungen, oen
U'Bootkrkeg im Mittelmeer -t beenden.
Amerika soll deutsche Koloni-n erbalten.
MTB. Die Londoner konservative WAnschrift Spektator" oerSffentlicht einen Artikel über die Zukunft der deutschen Kolonien, m dem die Hoffnung ausgesprochen wird, daß man nicht versuchen werde, sie unter einen knterr.ationo- len Ausschuß oder erne andere geimfcMc Ornonisation zu ncllcn. -The Spektator^ schreibt, die Kolonien seien wie rliuder. Kinder könnten sich nHtf elü^lich und out ent- wickeln, wenn sie von einem Komitee erzogen würden, an- statt von den Eltern. Die internationale Verwaltung sei tm Kongo erprobt worden und wie man wisse, mit Erg^b» Nissen, deren Widderhol'.'.ng niemand wünsche. Die Kolonien erforderten einen sehr hoben Grad von Opfern, die von einem internationalen Ausschub ni-mils aebrarbt werden wür- den. Tropische Kolonien wie Ostafrika und Neu-Guinea konnten niemals unabhängig werden oder sich fcr* n v-ra>al.
S?Mf^?® e J??S ftoh>rÄ m bcr M-brheii dos.
britischen Volkes, auch in Do7"lnions, kehr erfreut sein werde, wenn die AmerkZaner eln-n grob"n Teil der srü- Heren d«itschen Kolonien kl>ren Schutz nehmen und! zur Entwickelung bringen würden.
Die Tschechen ln den Reihen der Entente.
lf,t . tte “ ,p9 Aus der Krleq.k»,
f renz teilte am Sonnabend mittaq Clemenceaa den Eintritt
b'd Rett"°drrA°Ürtt".'
Jurn Bevollmächtigte nahm am Sonnabend
-um ersten Male an den Sitzungen de» Kriegstats teil.
Lie erbarmungsioirn Ledinguirsea tUr vlterrriür-8n§krn.
Die von Onerreich.Unaarn ....» ..
der andern Seite die Kundgebung de tenntnis zu den erfolgten dteuordnungen Kai fersrage wird ooraus>»cht!ich in allernächster Zeii eine ledigung finden, und wir haben schon betont, daß cs im Intercsje des deutschen Volles liegen würde, wenn die Erledigung der Frage im monarchischen Sinne aussiete.
Aber nicht nur auf dem Gebiete der inneren Politik, sondern auch auf dem der äußeren ist die vergangene Woche außerordentlich reich an Ereignissen gewesen. Der Zerfall der Habsburger Rionarchie trat in sein letztes cnt>cheio->.iloes Stadium, und die bedingungslose Wasfenjtreckung des öfter- reill-iich ungarischen Heeres kann gewissermaßen als das Signal zum vollständigen Zerfall der uns bisher befreundeten Doppelmonarchie angesehen werden. Was für ein Chaos inzwischen in Österreich-Ungarn entstanden ist, geht am besten aus den Meldungen hervor, die von bewaffneten Zusammen- stoßen von Ruihenen und Polen melden, und die besagen, daß Kaiser Karl die letzte Konsequenz aus den Ereignissen gezogen hat und sich zur Abdankung entschloß. Der Kampf zwischen Polen und Ruihenen, die Besetzung Lembergs und Przemysls lenkte unfereBlicke auch auf dtePol-N-Pot-itu, die in der letzten Woche in ihrer ganzen Schärfe Beweis dafür ge- gebeil l)at, wie wichtig dieses Problem bei den bevorstehenden Fliedensvcrl-andiungen fein wird.
Diese Erwägungen lassen unsere Gedanken auch am Beginn der neuen Woche dahin eilen, wohin die Gedanken der ganzen Welt gerichtet ist, nämlich nach Paris u..d Ver- sailles, wo jetzt die Verhandlungen über den Waffenstillftaud scheinbar zu ihrem Aschluß kommen. Es hieße Zeit verschwenden, wollte man müßige Betrachtungen über den vermutlichen Inhalt der Waffenstillstandsbedingungen anstellen. Die Ereignisse werden stärker sein wie Hoffnungen und Wünsche, und nur ein mit innerer eiserner Ruhe und Festigkeit ausgerüstetes Volk, wie es das deutsll/e ist, t>nn den entscheiden- jden Tagen, die uns die angebrochene Woche bringen wird, würdevoll entgegen sehen.
Das größte Problem bei der ganzen Waffenstillstands- .frage ist ja das Verhalten der amerikanischen Politik selbst. Man muß unbedingt den Eindruck gewinnen, daß die Angelsachsen die Wclt»)errschast über den europäischen T'.Üut- trcis und über sämtliche 5 Kontinente zugleich vervollstän- sdigen wollen. Die Bedrängnisse, denen Holland ausgesetzt Ist, die Zumutungen, die dem kleinen Lande in Betreff der lSchcldeniündung gestellt werden, die Verlockungen Däne- ,marks, von deutscher Erde das im Jahre 1804 verlorene Gut .wieder loszulösen, sind die Zeichen dafür, daß die Angelsachsen .die Zustände, die zur Zeit des seligen deutschen Vundes- jtages herrschten, in Deutschland wieder zurückrufen wollen, um in einem ohnmäckstigen Europa ihre Macht wieder auf- richten zu können. Die Nachrickiten, dle vor einigen Tagen .durch . Presse gingen, und die auf nichts anderes Hinzielen, als aus die Wiederaufrichtung des Rheinbundes, verfolgen elbstverständlich dieselbe Tendenz. Leicht wird ja Dilsan eine Arbeit gemacht durch Osterr^ich-lipg^rn, dem Was- enstillstand bedingungslos zugestimmt hat. Wilson hat es dadurch erreicht, daß durch Zerlegung Öste. ‘riete und Ua- garns in einzelne Völkerschaften ein neuer Balkan und damit ein neuer Unruheherd in Mitteleuropa geschaffen worden ist. Schon mehren sich die Stimmen, die die europäische Kultur zu Hilfe rufen gegen den wachsenden Einfluß der Bolschew-iki, die ihre Macht sedeinbar ger.rde in diesen Tagen über ganz Europa auszudehnen trachten und diejenigen scheinen Recht zu haben, die von iahet ^elcmt h"ben. daß Amerika der lachende Erbe sein wird, wenn das arme, von vier blutigen Kriegsjahren zerfleischte Europa am Boden liegen wird. Was dle kommende Woche uns aber auch bringen wird, wir können allen Anstürmen, Ne unsere Heimat von außen bedrängen werden, getrost entgegen sehen, denn noch hoben wir die Gewähr, daß unser Heer im Westen allen Anstürmen trotzt. Und wenn wir auch Faustpfänder aus der 5>and gegeben hoben und geben wollen, das Faustpfand dieses unbesiegten Heeres kann uns niemand, auch Präsident Wilson nicht, streitig machen.
Attsrul an das drntRe Wf.
DTB. Dle Rot der Zelt lastet aus der Welt und ans ^em deutschen Volk. Wir müssen MMe jcM- vn ^r--'- und Übrc Folgen überwinden. Heute schon müssen wlr arbeiten ffic d e lilü-lichc-ren Zeiten, aus die das dentsck)-e Volk ein Recht hat. Di» neue R"gieruna f r t am Werke, diese Arb-.lt ?u »eisten. Wichtiges ist erreicht: Das gleiche Wahlrecht für Breißen ist gesichert, eine neue Regierung hat sich aus den
Kaisers, die »ein Be- i ^mat -urück7ehre„d"n SMtet-n urb Matrosen in geord- mnoen enthält. Die JJften «erMti , |*T«n die rorf^D-n. sich hte n"d
rnuMitcr teu eine ac- I '1 er ?n sich rn. Asse vroßrn Arbeit-
aederverbande bab^n sich b-r-U erNart, ihre früteten, s,sst Ungezogenen Angesirliten und Rb-.sster sofort wieder einzu- stellen.
N'^g-für^ra^ u^d andere o-* h*-fem Gebiet sind
teils in Derbrr-lfn^q, fch->n vu^a^ssil'rt.
Mi^ d-n, Fried-nskchluß wird sich Mrld eine D-ssernng der Ernabrnnn ln ^llen si-ü^nsver^Zf^irlen
Deutsche ^änn-r und Fra"-n! Kamvf nnd sind
unsere q-meinfnme A»?k-a-e. Staat und Reich sind unsere gemeinsame Zukunft. E'»-r D^rtraui-n. «na un-"»b 7 br. sich ist kn der Stunde ter Ctefate, isi in «u^rbeft nichts an- ters oia das Vertrauen d"g de^tfckvn RoNa« -n sich falbst und zu fclncr Zukunft. Die gesicherte Zukunft Deutschlands ist N"fer G'leitsiern.
Der! ln. 4. il. 18.
D r R''ch-»fau?k-t: M g". von Baden. Der SteNverlr. d. Reichskanzl. v. Pager.
Der Dlj »räsident d-«, *-renülkch-n S^aatsmlnlsterkume:
Dr. Frlcdberq.
Die Stat--.s--kretüre: Dr. Soll. Graf von Dr. von
Kraus-, Rüdsin, v. Wvldnw, Fr",terr n. Sl-in. i^-mann, Gröter, Srzbrrger, Hausmann, Bauer. Trkmborn.
Der SLaatssekkLi^r d"s Ritter v. Mann.
D»r Krk-^a-—lnlsier: Sch-nch.
Deutschland und m öl^rreich s »»e KauNulafteu.
A>DB. Dle Negierung hat gestern die Konscaueüzeu beraten, die sich für Deutschland aus dem Abschluß der Was.
ftisstillstandsbedkngun^n zn>i'cheu Österrelch.singarn und der Entente ergeben können. Da unsere mklktqnsck>e Lage zu keln-rlel Eile Anlaß albt, können diese Errräoungcn in aller Ruhe erfolgen, zumal die Italiener der geschlagenen öfter- reich! schon Armee nur langsam nachrücken. ' Außerdem ist we- gen der Unordnung der Dersehrsverhältnisse und der Der- pfleaunasschwicrlaleiten ein schneller' feindlicher Aufmarsch nicht möglich. Unsererseits sind schon militärische Vorkehrungen getroffen.
Lor w'chtlien dsr
TU. Heute tritt d^e sozialdemokratische Fraktion zu einer Sitzung zusammen. Man darf mit Recht annebmen, daß die SoUaldemvkratie Beschlüsse von besonderer Wirlstigkcit fassen wlrd.
b?e Frage, ob die sozialdemokratischen Mitglieder der Ae- glerunq in ibren Ämtern verbleiben wollen, stehen.
Der deutsche Bevollmaitckiat- für die Waffenstillstands- Verhandlungen.
TU. Die Germania erführt, teß von deutscher Sekte General von Winterfeld die W.fffe"siillsrandsverl>and. lungen an der W-stfrant süf'rt. General Wfnt"rfeld war vor dem Kriege Militärattachee in Paris. Er wurde bei einem Automobilunfall wahrend der französischen Manöver schwer verletzt und kehrte bei Kriensbeglnn n^ch Berlin zitrück, wo er im stellvertretenden Generalstab und dann als Vertreter des Hauptquartiers bei der Zioilregierung tätig war.
Die VMGkHtntfrczt fordern MUL-MinmMg.
Straßburg. 5. Rov. Eine au« allen Teil-w des Landes stark besuchte Versammlung von A'tc-UZssern de'r verschiedensten Parteirlchtungen und, V-rnsestJude im Scknoer- haus kn Straßburg gab folgende Erklärung ab: 1. Sie spricht ihr Bedanern aus. daß dle Fraktlon der Zweiten Kammer des Landtages in dem j»tz''g-n Angenbl'ck, wacher üter die G schick- unserer Heimat entsch-idet, durch !hr vassives Verhalten flch dem Gebot der Stunde entzieht. 2. Sie erhebt unter R?ai"- hung auf dle Grundsätze, die ln den Bct^chastm d^z Präsi- deuten Wilson, Insbesondere ln der Bc-ffch^ft vom 3.1. 18 nie- drraeleat sind. Anspruch auf das Recht der Ssschstb?st'mm''ng für das elfaß°lothrk»»gsichr Volk nnd fordert ^-mgemaß. daß das Schicksal von Glsaß-Lothringen nnr durch eine Bolk«nb- stimmung der Elsaß-Lothringer entschl-den werde. Ein in dem Sinne des 2. V mktes gebaltenes Telegramm wurde an den Präsidenten Wilson gesandt.
rischen Zeiten der Menschengeschichte selten'waren. Mit der Räumung der noch von den ö;:erreichksch-unqariichen Truv- pc» Oeblete ist bic fast gänzlich? SÄ
jerring des Landes, seiner — •" - - ■
lg, seiner Schiffe, seiner L
grlchcn Punkte und Befestigungen verbunden. Während
seiner (5r- seiner strate-
Auslieferung des Landes, seiner Betriebsmittel Zeugung, seiner Schiffe, seiner Luftstreitträfte, sei gsschen Punkte und Befestigungen verbunden Osterrelch-Ungam gezwungen wird, nicht nur seine besten Kriegsschiffe und Unterseeboote — selbst die in seinen Häfen llegenden, chm gar nicht gehörigen deutschen Unterseeboote — auszuliefern, sondern auch sein gesamtes schwimmendes'
Schiftsmatenal dem Gegner zur Verfügung zu stellen, erklärt der Verband fnf* _
_. .. . sind sofort auszuliefern, wähl
rend die gefangenen ^sterrclcher und Ungarn in der Gefan? genichaft verbleiben, und wenn auch versichert wird, daß dis- le'ndliche Armee die gänzliche Knebelung Ssterreich-Unaorns zu Wasser und zu Lande nickt zu einem Angriff auf Deutschland ausnutzen werde, so ist doch dieser Waffenstillstand im ganzen die nackte unb kaltherzige Zumutung, durch die eigene Entmannung auch den Verrat an seinem deutschen Bundes- genossen zu vollenden.^ Es ist verfrüht und steht uns nicht zu, darüber ein Urteil auszufprechen, ob unser bisheriger Kampfgenosse, dem wir in allen Röten nach besten Krä'>n beigestanden haben, einen so schmählicken Ausgang' nich^ hätte verrneiden können, wenn er zur rechten Zeit in die innere Zerichung eingegriffen und dadurch wenmstens die Kraft ge- fu.nden hätte, einer so unbarmherzigen Überantwortung an ben Gegner noch einen Widerstand entgeaenzusetzen. der diesen zu menichlichen^ Bedingungen gezwungen hätte. Für uns kommt die VerosfenUichung dieser Bedingungen noch ae- rade zur rechten Zeit, um dem deutschen Volke an einem kras-' scn Bcijpiel vor Augen zu rücken, was auch uns bevorstehrn würde, wenn wir uns selbst aufgäben nnd wenn eine innere. Zersetzung uns hilflos einem Gegner ouslieferte. der unbekümmert um die Zukunft Europas nur seinen brutalen Machte instinkten folgt.
Trient von den Italienern besetzt.
TA. über den Vormarsch noch Trient meldet der Masi
lllnder ®'
J«. ' , sn.
"'-^chffchan Truppen bei Mori leiste.
Was die Feinde erhoffen.
TA. Eine H-vu-n^te meldet zur Unl^rreickwung des Waffenstillstandes durch (dsterreisl -Ungarn: Die Kapitulation war die notwendige Folge des Zusammenbruchs Dulaariens und der Türkei. Die Deutschen werden davon nickt mehr ^ überrascht [ein als die Alliierten, ober sie werden die Folgen i nicht weniger oror/am zu fühlen bekommen. Wir nehmen
VcrtrUrrn der Mehrheltspartoien des Ncick-stages gebAdei. Sj an, daß die Alliierten die freie Verfügung übe" die Vevbin ö\t Rr.chskonAer und feine Mit^rs bedürs n '-u y dungswege haben werden, durch die es ihnen ermöglicht wird. Amidstlhrung dce Vertrauens des Reichstages und damit fre die Feind' guck n-,.f au-szu
Bott ». dehnen. Bayern, das bisher von Kr'egsgreueln verschont
GtUttdlcgende Rechte sind von der Person des Kaisers * blieb, siebt sich nunmehr von der Invasion bedroht. Deutsck- out h* VoltSoertr, lang übertragen worden. Krleg'-crklornnll t land wird d"r Rohstafie und Verpfleg,.ngsguellan beraubt.
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uau unicdicßcn der Genehmigung ueo Rcl
>hne d'e eine Forlselnum des Krteires
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noch starken Widerstand. Am. 2. N^remter rmrrde Ro- vrreto beseht nnd noch selben Toges drangen unbehelligt verj ben ö^ereichisch-ung eischeu Truppen die Italiener in Tr!-' ent ein.
Auflösung des kaiserlichen Hofstaates in Wien.
WTB. Die Wi'ner Ko-.-refponden- Wilhelm meldet: Die Ruchricht von der bevorstehenden Auflösung des Hofftavtes^ und der Entlossung der Garden entspricht den Tatsachen.. Dagegen ist die Rachricht van einer angeblich vor einigen Tagen mit dem Ziel Budapest abgetretenen und sodann in Preßburg unterbrochenen Reife ' es Kaisers nlckch richtig. D'uffch.Ostcrreichs Anschluß an DeutschLaud. bb. Der Staatssekretär für Auswärtiges von Deutsche Österreich, Dr. Viktor Adler, bergab sich zum deutjchen Lot-' fdjaftcr Grafen Wedel und Überreste ihm eine Kundgebung des Etaatsrates, in der zum Ausdruck -gebracht wird, daß Deutsch-Österreich den größten Wert uwf c-ine enge und dauernde Gemeinscl-ast mit dem deutsck>en Reiche lege. Sie wird als Vorläufer des endgültigen Anschlusses an Deutsch»' land betrachtet, über den die Rationalversamrnlung das entscheidende Wort zu sprecl-cn l-aben wird.
Deutsch-Schlesien.
WTB. Wien, 6. Roo. Die ^Deutschen Nachrichten^ meL den aus Dielitz: Entgegen anderen Nachrichten ist deutsch- Schlesien fast bis zur Grenze auf friedlichem Wege umer die. Verwaltung des deutschen Volksstaates gestellt worden. Die Städte Vielitz. Teichen, Friedek, Mistel sin-d vo.k der deutschen Rationalgarde besetzt worden. Die deur.'ch-frcundli'- cken Palen halfen mit. die Ordnu.ng aufrecht zu erhalten. Das polnische Inf.,-Regt. Rr. 55 streckte in Dielitz auf dem^ Marktplatz freiwillig dle Waffen. Aus Tefchen wurde an d,> golizische Grenze Artillerie-Hilfe gesandt, da man einen Ein»' fall dort plündernder bolsch-ewistischer T^anden befürchtet. Rach Krakauer Blättern hat das tschechische Kommando hty Schlesien einen Befehl gesandt, nach welchem Schlesien als tschechisch zu betrachten sei. Gleichzeitig wurde die Besetz, '.ngi von Oderberg und Teschen durch tschechische Truppen anoe- ordnet. ^Ru * berichtet, daß die Polen in Oderberg di^ Besetzung der Stadt durch die Tschechen verhindert haben.
l^farn. f .
Gesehesvorlaqen des Grafen Karolyl.
WTB. Ministerpräsident Graf Michael Karolyk wird iin ungarischen Abgeordnetenhause folgende Gesotzesvorl(u>e^ einbrinaen: 1. Ein die volle Unabhängigkeit Umrarns aus» spreck>endes Grundgesetz. 2. Entvn'.rf eines all«n-meinen, glei« ä en geheimen, auch aui das weibliche Geschlechl ausgrdohnten Walflreckis. ll. Entwurf betreilend die Vresüreipeit. 4. Ent»! wurf hptreffrud die r^eeins und Versauiullungssretheit und Ferner i Ernlbtuns tiiut ^auii>naLa>adÄ.


