DeutsMnLs Antwott.
Dennglerch wir nicht genau wissen, ob nlcht etwa doch l pettunpen der Entente, die der Meinung Ausdrruk na. ven daß Wilson mit seiner Antwort an Deutschland das Sie. sprach abgebrochen hat Recht haben, schien es uns doch rich.
^ ntroor x t ols eine Aufforderung zum Fortfüh.
r ??? n y i ßöcn -l‘ ^ Waftenstillstandsgesprächs anzusehen.
lagt sich gewiß nicht leugnen, daß uns folck-e Fortführung des ""^erfeits vertrauensvoll begonnenen Gesprächs nicht ganz leicht fallt. Denn Wilsons Antwort auf unser Überaus 'loyales Zugeständnis, selbst seine außerordentlich weitgehende Forderung, die von uns noch beseht gehaltenen Gebiete zu raumen, unsererseits zu erfüllen, war zum mindesten einiger- niaßen unwirsch, aber auch dunkel und sicherlich nicht von ^ rohnngen aller Art. Wenn wir dennoch uns dazu ent- schlossen haben, genau so offen und ehrlich, wie wir dies Frie- vensgesprach anfingen, es fortzusehen, so geschah dies, weil Die neue deutsche Regierung nichts verabsäumen will, was da- zu helfen könnte, der gequälten Erde endlich wieder Ruhe zu geben. Und wenn schon der Präsident der Vereiniaten Staaten wirklich nicht mehr die Macht besitzen sollte, vielleicht auch nicht mehr den guten Willen, nach seinen eigenen Grundsätzen den Weltfrieden herbeizuführen, so ist es nur richtig, day Deutschland sich von jeder Schuld freihält, auch von der Schuld, das Gespräch frühzeitig abaebrochen zu haben. Der- jsaat Wilion, so soll er auch den Mut finden, dies einzuae- stehen. Indessen, noch ist es nlcht so weit. Freilich, den Druck, unter dem Wilson heute handelt, darf man nicht außer acht reisen. Man wird abwarten müssen, ob die kriegswütioen Machtpolitkker der Entente so viel Einfluß gewinnen, daß das Friedenswerk an ihrem Wahnsinn zerschellt.
Die deutsche Rote ist das Ergebnis langer, forofältioer Beratungen aller in Frage kommenden Faktoren und ist er- füllt von dem echten Geiste der Friedensliebe, der es an Ent. geoenkommen nicht fehlen läßt. Dieses Entaeaenkommen njlt besonders für den U-Bootkrieg, der ja von jeher für Wil'on eine Kriegsursache höchsten Grades gewesen ist; er wird die Zugeständnisse, die wir gerade hier zu machen bereit sind, hoffentlich richtig bewerten. Auch was die sogenannten Rück, zugsgreuel betrifft, Vorgänge, die wir durchaus bestreiten und die ganz gewiß nicht der geistigen Verfassi'.ng unserer Soldaten und Offiziere entsprechen, haben wir alles getan, was man billig von uns verlcmoen kann: wir unterstellen uns der Kontrolle durch Neutrale. Was schließlich Wilsons Herden Zweifel betrifft, ob denn nun die neue Reoieruna wirklich frei und unbehindert von irgend einer absoluten Mackst zu handeln vermag, so haben wir Wilson darauf eine bestimmte und klare Antwort gegeben und besonders betont, daß auch über Krieg und Frieden von nun an nur noch das deutsche Volk zu bestimm n hat.
Wenn auch die deu.tsche Regierung bestrebt ist. das Tor zum Frieden offen zu halten, so dürfen unsere Gegner doch keineswegs erwarten, daß ein Volk von 70 Millionen, das in 4 Kriegsjahren unter größten Opfern die höchsien Leistunoeu vollbracht, sich bedingungslos unterwerfen werde, wie es die feindliche Presse in ihren zustimmenden Kommentaren zu Wilsons Auslassungen fordert. Das Maß des Entgeoenkom- mens, das die deutsche Recsteru.na in ihrem Friedensschritt bewies, hat alle Erwartungen weit übertroffen. Aber es gibt Grenzen der Zugeständnisse, die. einmal überschritten, den schmachvollen Untergang eines Volkes bedeuten. Wenn uns der Geaner zum Äußersten treiben sollte, so wird er ein eins, ges Volk hinter der deutschen Regierung finden, entschlossen, auch die letzte Kraft zur Verteidianng von Haus uuid Hof heranzuziehen. Die zahlreichen Kundgebunoen der letzten Tage dürften nicht ohne Einfluß auf unsere Ge^enantwort an den Präsidenten der Dereiniaten Staaten aeblieben sein. Höchst bemerkenswert ist eine Kundgebung des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei, der u. a. saut: „Deutschland und das deutsche Volk ist in Gefahr, das Opfer der Eroberunas. sucht englisch-französilcher Chauvinisten .und Eroberunas. Politiker zu werden. Vas wir am 4. Auaust 1914 erklärt ha- ben: „In der Stunde der Gefahr lasten wir unser Vaterland nicht im Stichs gilt heute im verstärktem Maße. Mit einem Frieden der Veraewaltigu.na. der Demütigung und der Ver. letzunq seiner Lebensintercsten wird sich das deutsche Volk nie und nimmer abfinden." Dieses und ähnliche Kundgebungen dürfen Wilson belehren, daß er nicht mit einem Volke verhandelt, das am Ende seiner Kräkte steht. Wir sind bereit, einen Frieden zu schließen, der uns Lickst und L"kt zum Leben läßt, aber wir sind entschlossen, uns "e-^en einen Gew"ltkrieh"n zu wenden, der uns zu dauernder Ohnmacht verurteilen will.
Der Wortlaut der Note.
9BCTV Berlin. 21. Eept. fJfmtlW.') Die deutsche Re- 'pieri'.ng ist bei der Annahme des Vorschlaaes zur Räumung der besetzten Gebiete davon ausoeocmaen. daß das V"rkahren bei der Räumung und die Bedingungen des Waffenstillstandes der Beurteilung militärischer Rataeber überlassen sei und das gegenwärtige Kräfteverhältnis an denFronten denAbmachun- gen zugrunde zu legen ist. die es sickern und verbürgen. Die deutsche Negierung gibt dem Präsidenten anheim, zur Rege- lung der Einzelheiten eine Gelegenheit zu sckmffen. Eie ver- traut darauf, daß der Präsident der Bereinigten Staaten keine Forderungen gutheißen wird, die mit der Ehre des deutschen Volkes und mit der Anbahnung eines Friedens der Gerechtigkeit unvereinbar sein würden.
Die deutsche Regierung legt Verwahrung ein gegen den Vorwurf ungesetzlicher und unmenschlicher Handlungen, der gegen die deutschen Land- und Sccstreitkräfte und damit ge- gen das deutsche Volk erhoben wird. Zerstörungen werden durch Deckung des Rückzuges immer notwendig sein und sind insoweit völkerrechtlich gestattet. Die deutschen Truppen ha- ben die strengste Weisung, das Privateigentum zu schonen und für die Bevölkerung nach Kräften zu sorgen. Wo trotz- ^>em Ausschreitungen Vorkommen, werden die Schuldigen bestraft. Die deutsche Regierung bestreitet auch, daß die deut- icke Märine bei Versenkung von Schiffen Rettunasboote mit deren Insassen absichtlich vernichtet hat. Die deutsche Regie- rung schlägt vor, in allen diesen Punkten den Sachverhalt durch neutrale Kommlssionen aufklären zu lassen.
Um alles zu verhüten, was das Friedenswerk erschweren könnte, sind auf Veranlassung der deutschen Regierung an sämtliche Unterieebootscommandanten Befehle ergangen, die eine Torpedierung von Passag'erlchiffen oussch ließen. wobei jedoch aus technischen Gründen eine Gewähr dafür nicht über, nommen werden kann, da d'eser Befehl jedes in Eee be- findliche U-Boot vor seiner V.irckkehr nicht erreicht. Als Grundlagebedingung \-rz den Frieden bezeichnet der Präsident die Beseitigung jeder auf Willkür beredenden Macht die für sich unkontrolliert und aus eigenem Belieben den Frieden der Welt stören kann. Darauf antwortet die deutsche Regierung: Im deutschen Reiche stand der Volksvertretung ein Ein. fluß' auf die Bildung der Negierung bisher nicht zu. Die Verfassung sah bei der Entscheidung über Krieg und Frieden 5 ine Lu^oirtung der Vottsvert etung vor. diel^m 1
Verhältnis ist ein grundlegender Wandel elngetretc,». Die crn-^rJ^ f run ^ Est in völliger Übereinstimmung mit den Wünschen der aus dem gleichen, allgemeinen, geheimen und Wahlrecht hervorgeganoenen Volksvertretung qebil. oet. Die Führer der großen Parteien des Reichstages aehö- ren ru ihren Mitgliedern. Auch künftig kann keine Regierung ihr Amt antreten oder weiterführen, ohne das Vertrauen der Mehrheit des Reichstages zu besitzen. Die Verantwortung r*?r*r c c ^ an ^ ers geaenüber der Volksvertretung wird ge- tehlich ausgebaut und sichergestellt. Die erste Tat der neuen Regkerimg ist aber, dem Rekchstaae ein Gesetz oorzulegen, durch das die Verfassung des Reiches dahin geändert wird, daß zur Entscheidung über Krieg und Frieden die Zustim- mun^ der Volksvertretung erforderlich ist. Die Gewähr für die Dauer des neuen Systems ruht aber nicht nur >'n den ge- tetz ichen Bürgschaften, sondern auch in dem unerschütterlichen Willen des deutschen Volkes, das in seiner großen Mehrheit hinter diesen Reformen steht und deren energische Fortfüh. nmg fordert. Die Frage des Präsidenten, mit wem er und die gegen Deutschland verbündeten Regierungen es zu tun haben, wird somit klar und unzweideutig dahin beantwortet, daß das Friedens, und Waffensilllstandsarmebot ergeht von einer Regierung, die. frei von jedem willkürlichen und unver- antwortlicken Einfluß, getragen wird von der überwiegenden Mehrheit des deutschen Balkes.
Berlin, den 20. Oktober 1918.
(gez.1: S o l f. Staatssekretär im Auswärtigen Amt.
WTB. Die Rote an Wilson aing vergangene Nacht in oie Schweiz ad zur Weitergabe nach Washington.
Günstige Stimmung km Reichstage.
TU. über die Stimmung im Reick>?taae erfährt das Berliner Tageblntt: D"n Eindruck, den die Form und der Inhalt der deutschen Antwort hernoraerufen haben, fgnn als aiinstka bezeichnet werden. Hernoraerufen wurde ins. besondere die Einigkeit des deutschen Friedenswillens die in der Art *,?m Ausdruck komme, wie man hofft, daß die Di«, kussion über den Frieden fortgesetzt wird und daß Wilson nunmehr die Gelegenheit wa-hrnehwen werde, der Welt den von ibm propagierten dauernden Reckstsfrieden zn dringen. Vormittags und Abends fanden im ReicksGge Frafiions. befpreckumgen flott. Den Gegenstand bildete' natürlich in erster Linke die deuttckn Antwort, ferner die Anträge auf 2lbänderimg der Verfassung und schließlich auch Geschästsord- nungsfragen für die heutige Vlenarsitzung. Auch heute vor- mittag werden nach einige Parteien'vor der Plenarsitzung Fraktionsbesprechunaen abh^lten.
bb. Das Tageblatt schreibt: Der Eindruck, den die Farm und der Inhalt der deutschen Antwart an Wilion im Reichs, tag hernoraerufen hat. kann als günstia bezeichnet werden. Servoraehoben wurde insbesondere die Ehrlichkeit des de"t. chen Friedenswillens, die zum Ausdruck komme. Man hofft, daß d'e Diskussionen über den Frieden fortoeletzt werden, um der Welt den dauernden Rechtsfrieden zn bringen. — Im Vorwärts liest man: Aus der Antwort ivricht ein vallia ver- ändcrter Geist. Was gleich aeblieben ist, ist nur der W'lle zl'r nationalen Selbsterhaltun«. d. h. jetzt aber nicht mehr zur Selbst^rhaltnng regierender Kasten und veralteter Staats- einrichtunaen. sondern zur Erhalt'-ng des deutschen Volkes elbst. Wenn es dem Gegner ernst mit dem Frieden der Demokratie und der unparteiischen Gerechtigkeit ist. so lieat ein Weg vor ihm offen, auf dem kein Hindernis mehr zu überwinden ist. — D'e fraisinniae Zektuna schreibt: Die de"t- che Regierung will, soweit es irgend angänoia ist. alle Hin- dernisse au.f dom Friedensmeae beteiligen. Sie bleibt ihrem Vro-n-amm treu und sie antwortet darum dem amerikanischen Präsidenten nicht in dem von ihm anaeschla^enen Ton. son- dern bewahrt ihre Ruhe und Sachlichkeit, um. falls das Dl"st- veraießen wstt"r fortgesetzt werden muß/bewe!sen zu können, daß auch nickt der Schatten einer Sck"ld und Verantwortung )ierauf auf sie falle. — Die Kreuzzeibu.ng kann sich nur mit den ersten Punkten der Rote einverstanden erklären, und sie gibt sich über das Eckickial der Rote keinem Optimismus hin. Die letzte Wilsonnote und auch die neuerdings an Österreich o"richtcte haben in brutaler Offenheit enthüllt, welche Pläne Wilson hat. Damit tritt die Frage kn den Vordergrund, ob es lohnt, den Weg über Wilson weiter zu verfolgen. Deshalb würden wir es mit Freuden begrüßt haben, wenn gleichzeitig mit der Rote ein Appell an das Volk gerichtet wäre.
In der Norddeutschen wird redaktionell geschrieben: Die Note ist sachlich und inhaltlich das Er^-bnis längerer Verhandlnn- gen und stellt den politischen Willen, den sie zum Ausdruck bringt, dar als die vbere'nstimmende Meinung aller znr Mit- wirk"na ber"fen"n Stell«n in der heutigen deutschen Volks- regierung. Die Roie stellt Wilion erneut vor die verantwortungsvoll" Frgge. ob er die unzmstfekholte deutsche Friedens- bere'tick'aft als Hebel benutzen will, um seine Ideale zur Verwirklichung zu bringen, oder ob er sich der Mackst beugt, die o"ck ietzt no-tz eine Fortsetzung des Krieges verlangt, um auch künftig die Welt nach den Grundsätzen der Macht und der Gewalt regieren zu können.
kansdswnks Frledens^rdeit.
WTB. Nach der „Daily News" fand in der Essexhalle in London eine stark besuchte Versamml'mg statt, die das Lansdowne?omitee einberufen hatte. Die Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, die besagt, es. sei im Interesse Englands, einen ehrenvollen Frieden auf Grund von Wilson voraeschlagcnen und von Deutschland anoenom- menen Bedingungen zu schließen. Es sei zu hoffen, daß ein Waffenstillstand, der angemessene Bürgschaften vorsehe, schleunigst vereinbart werde. Der Vorsitzende Huah Bell saote, die Bedingungen Wilsons ließen Spielraum für Verhandlungen. E*^ Frieden auf Grund von Verhandlungen fei das, was sie * :er erstrebt hätten. George Lansbury fill>rte aus, er habe ^ srtrauen zu dem arrten Glauben Wilsons, aber nicht zu den Leuten, die Enalond leiteten. Das Parlament scheine außer Stande, die Minister zu einer deutlichen Erklärung ihrer Politik zu nötigen. Ehe das geschehen sei. wisse man nicht, was Wilsons Alliierte wünsckchen oder glaubten. Hätte England Führer aehabt, die ihre Ziele und Bedingungen klar formuliert hätten, so wäre der Krieg längst beendet. Noel Vuxton sagte ,seine Freunde wollten Wilsons Volitik und nichts als diese. Gegen die Erniedrigung der militäri- schen Führer Deutschlands sei nichts einzuwcnden. Wenn aber dem deutsck)on Volke eine Erniedrigung zugefügt werde, gehe man einem neuen Kriege entgegen.
Friedensfreund^ in Frankreich.
TU. Als Beweggründe der Mißhelligkeiten der Kammerlinken gegenüber Elemeneeaus Losungswort ^Drr Krieg wird fortgesetzt" heben die „HumanUee" und andere friedensfreundliche Blätter die relativ geringeren Verluste d"S deutsckien Heeres bei den jüngsten Overatconen hervor. handelt sich keineswegs um eine militärische Spielerei. Allzu leichten Herzens übernehme die Entenleführung die Derav.t- uiertnng für die nLabfcjbareu Opfer,, falls Deutschland durch
<>az« h«yq»,,annk« Sorbrtangett die heimatliche Srde ver. retvrgen müsse.
vsterreichs oo^oussichalche Antwort an Wilson.
ri S11 - 8? d'r Wilson Note an Sl»errel»-Un<iarn »rföfirt das wrllncr Tnoedlott von unterrichteter WI"n»r Seite- Die k R^Ierunq mar von dem Ton nnd dem Inhalt der Ü*. n, Ä m * t * rhow< «l-Ichv.-if!>, überrascht. Blle Nach.
^'"'"nde somob, wie ans d-m 1 sfnvebischr befand Schaft |„ Vien an da, ^bk, «oberen qslanat waren. Ile»'« er- Mtitm, doft Wrlson der Zertrümmernnq k>N»rr'ich, n'cht in-
^ n7d"k. ^ ""^-Ibunn" der Dina. mled ll
, " ^ 2 >-runa ,n versübnllchem Sinn» antworten nnd ^'»«"den Richtlinien- Durch da, Monifel, vom bem. «ms Wilson anstrebr. bereit, an. don?"!- d'r unabhünotnen S'oaten. die sich
DiderotIvaebiide -usammentMIeften sollten, sei DI. k. »nd k. Reqlernnq schlnqe dah-r vor. daft de^ ""binett, nachdem die Den-Übr beffebe. doft
* ,l4,l l! l S f ^ n Sin-elltoeten voüe Fre'best d-r weile., b'« '«r Selbüünd'o'eit oeq-ben sei.
BinLnh.?'! m v^dindere und ehesten, ,« Wetten, di^me^ '!"^"^n werde, mitbrend welcher
n . ^ f cn der grenzenlosen Erbitterung, die in Dien
omfcfÄr 0 ? ‘l uncr)mcn begriffen ist. und
am lbend in der deotich-nattonalen Versammlung Ausdrnck
stnden wtrd. ist dag Erstaunen über die beiden letzten Reden Durians ankerordentlich, und die Gerückte Ub-r einen bevor! stehenden W echfel am Ballnlatz gewinnen wieder an Boden Ezernkn w'vd wieder als Netter genannt. Es ist lehr die 4 °^ WMons Antwort sick als ein Danaer-Ge^ckenk an d e Tschechen erwersen wird. In Wien wurden aesterv Nach, richten aus Prag verbreitet, daß die radikas.sorialistiscken dort st and'g an Boden aewinnen und Stanek nicht ^ Me unbeschränkte Mackt aenieße. die langsam, aber sich« an Klofae und die bolschewistischen Elemente übergehe.
Die NiliUriWe Lage.
Aemde werden as.s der Tatsache, daß mir ihnen Ostende, Lille und den größten Teil der flanderischen Küste überlassen halben, einen großen Sieg machen. Es muß zu, geneben werden, daß die Feinde enieut in der Laae sind, dem Kriegswillen ihrer Völker durch den Hinweis auf die Er- folge in Flandern neue Nahrung zuzuführen, deren diese Völker drinaend bedürfen: denn die Krieasmttdiakeit hat in England. Frankreich und Italien einen außerordentlich hol>en Grad erreicht. Die Crnährunasschwieriakeiten. mehr sec och noch die Koblennot. verschlechtern die Lage unserer feinde non Taa zir. Tag. Die Nachrichten van.der Front, die der Verband zi, oralen Sieaen stempelt, können daher zwar vorübergehend die Stimmung der feindlichen Völker orleich- tern. einen nachhaltiaen Eindruck um lo weniaer hinterlassen. als dag strategische Ziel des keindlicken Oberbefehls- Habers in immer weitere Ferne rückt. Dieses Ziel ist der Durckbruch der deutickzen Front, welcher allein, mit einer Um- fassung und Vernicht"ng der d"iitichen Streitkräkte. die non Fock unter Einsatz aller nerfiiabaren Kraft onaestrebte Ent- scheid,'.ng des Krieoes brinaen könnte. Der Durckbruch. die Auseinonderreißuna der deutschen Front ist den Feinden nicht gelungen und sie wird ihnen auch nicht gelingen. Trotzdem die gewaltige Kraft fast der gesamten Großmächte der Welt gegen unsere Front wirkte, ist die deutsche Front nnaebrochen aeblieben. Do die deutsche Führung das Festhalten non Frontabschnitten für aeboten hielt, behaupteten in Helden, hastem Widerstand rinsere branon Trupven ihre Stellunaen, wo die Vereitelung des feindlichen D^rrchbruchs in elastischem Ausweichen zweckmäßig erschien. w"rde die Front nicht unter dem Zwange des Feindes .sondern aus freier Entschließung der deutschen Fübruna zurückaenommen. Ob wir größere oder kleinere Gebiete Belgiens oder Frankreichs anfaeben. spielt für unsere militärische Laae aor keine Rolle. Für uns kommt es ganz allein darauf an. daß die Front ein in sich geschlossenes Ganzes dleibt. Konnte der Feind in den ersten drei Monaten seines Rinaens um die Entscheidung die deutsche Front nickt zu.m Zerreißen bringen, obwohl er seine unae. schwächte Anariffskraft einletzen konnte, so wird die Erreichung seines Zieles anocsicht« de« fortschreitenden feindlichen Kräfteverbrauchs immer aussichtsloser.
Wir können daher mit immer größerer Zuversicht den weiteren Kämpfen entgegensetzen. Die deutsche Wider- standskraft ist unerfchüttert Weit draußen in Feindesland schirmen unsere Truppen die Heimat, verhindern, daß die Greuel des Krieges in unser Vaterland getragen werden. Wollen die Feinde den Krieg fortsetzen. so tun sie es auf Kosten des belgischen und französischen Gebietes, auf Koste» seiner Bewohner.
Tn denAre AbendÄericht.
WTB. Berlin, 21. Okt., abends. (Amtklch.1 Der Feind beschrankt sich an den Kawvffronten aus Teikangriffe, d^s von uns obgewiesen wnrden Unsere Gegenangriffe g"gea bis von dem Feinde besetzten Höben ans dem Ssillchen Dis ne- Ufer beideickeits van Veuziers sind kn gutem Fortfckp"-iteu« Der Erste Gsneralqnartiermeistsr: Lndendorff.
Der Kriegsminister sttzer die neuen deutschen
Tanks.
WTB. Der Kriegsminister empfing den Direktor Sto^ berg der »Rorddentschen Allg. Ztg." Im Verlaufe der Unterredung kam das Gespräch auf die neuerliche Behauptuna der gegnerlschen Proste. Deutschland sei aus Mangel au Krlegs» material z'-m Frieden g-Zungen. Der Kriegsminkster er» widerte: Ich kenne die P ' unserer Gegner zu gut. um zu wissen, daß sie mit solchen falschen Behauptungen, die Fr^e- denssehnfucht der feindlichen Dölk"r — denn in jedem Volke drängt ja die Hoffnung auf den Frieden — abschwacken wollen. Trotz des Ansturmes der Gegner konnten alle Anforderungen der Front, insbesondere an Geschützen und Kei"as- material, ohne Unterbrechung erfüllt werden. Untere Ma- tcrlalrrserven, unsere Mnnitionserzeugnisse u. die Fertigung von Gewehren, G^ckrützen nnd Kriegsgerät sind für die Deckung der Ausfälle der letzten Wachen mebr als ausreichend. Was a^o die Entent^artikU sagen, sind wiederum bewußte falsche Bebauvtungen der G?an-r. Dentschiand wird nie aus Mangel an Kriegsmaterial Frieden zu schließen brauchen. Die augenblickliche Überlegenheit des G-gners liegt hauvt- sächlich in dem Gebrauche der Tanks. Gs wird b"nits feit längerer Zeit tatkräftig daran gearbeitet, diese als wichtig er- kannte Waffe in gegebener Zahl herzustellen, segaß wir hinreichend Hilfsmittel zur erfolgreichen Durchführung des Krieges haben werden, falls wir gczwuugrn we-den sollten, iha i fortz.:setzen.


