Ausgabe 
16.10.1918
 
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Friedenswille und Abwehrkraft.

Seit dem Tage, da der Weltkrieg heretnbrach und von Ost und West und Süd feindliche Uebermacht des Deutschen Reiches Leben und Zukunft bedrohten, ist das ganze Deutschland, Volt und Führer an den Fronten und in der Heimat einig gewesen und entschlossen in dem Willen, das Vaterland dis zum letzten Atemzuge verteidigen. Dieser einzige Wille hat uns übermensch­liche Kraft zum Widerstande gegen alle Uebermacht, zum Ausharren in aller der Kriegsnot gegeben. *U n v e r- gängliche Waffentaten, glänzend errun­gene Stege im Angriff, schwer erstrittene Erfolge in der Abwehr haben der Welt gezeigt, was der einige deutsche VerteidtgungSwille vermochte. Und, wenn es nicht anders sein' kann, werden die Taten der Zukunft denen der Vergangenheit würdig Dessen ist sich jeder Deutsche im Heer und in der Hei­mat ohne Unterschied von Stand und Partei stolz und ernst bewußt.Ter Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte", so heißt es, wie in vergangenen Tagen der Not und Befreiung dem Deutschen auch in dieser schweren Zeit.

Seit dem Beginn dieser furchtbarsten aller Kriege ist aber im ganzen deutschen Volke der WiUe, Vaterland und Freiheit bis zum letzten Blutstropfen zu verteidi­gen, getragen worden von dem innigen Wunsch, sobald als möglich die blutige Arbeit des Krieges mit der segensreichen des Friedens wieder vertauschen zu kön­nen. Das WortFrieden" hat auch in den Tagen erhitztster und erfolgreichster Kämpfe in den deutschen Herzen seinen heiligen Klang nicht verloren. Der Wille zum Frieden hat niemals in Deutschland den Willen zur Verteidigung schwächen können, aber er ist niemals weniger stark gewesen als dieser.

Das wissen Führer und Volk, das weiß der Krie- cptx draußen, der arbeitende Mann daheim, das wissen Deutschlands tapfere Frauen. Der Wille des deutschen Volkes zum Frieden ist wirksam geworden in dem Friedensangebot von 1916, in der Friedensresolution des Reichstags vom Juli 1917, in der Antwort auf die Friedensnote des Papstes, er ist nun zur Tat geworden in der Note der deutschen Reichsregierung an den Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Als der Reichskanzler am 5. Oktober im Reichs­tage bekannt gab, daß er im Namen der neuen, auf eine gewaltige Mehrheit des Volkes gegründeten Regie­rung dem Präsidenten der Vereinigten Staaten ge­bbeten habe, da lag es wie eine selbstverständliche feierliche Zustimmung über der gesamten Volksver­tretung. Kein Zeichen deS Widerspruchs ward laut oder sichtbar. Man empfand die Schwere und die Größe einer Tat, die breiter begründet, die tiefer ver­wurzelt war als nur im gewissenhaften Beschluß eines einzelnen verantwortlichen Staatsmannes.

Tiefer Schritt zum Friede« war eine Tat des ganze» Deutschlands;

da- gibt ihm seine wahrhafte Bedeutung. Bon Art und Ernst der Beratungen, die dem Friedensschritt vor- angeaangen waren, konnte naturgemäß in die Öffent­lichkeit nichts dringen. Im Reichstag, in politischen Kreisen der Reichshauptstadt war man wohl unter­richtet. Draußen im Lande nicht in gleichem Maße, und eS konnten da vereinzelt Auffassungen Raum gewinnen, die der Bedeutung der Wucht der Tatsachen nicht voll gerecht wurden.

Kaiser und Kanzler an der Spitze sind die Führer Deutschlands zusammen ge treten: die führen­den Männer der Parteien, in denen die große Mehr­heit des Volkes in der Heimat vertreten ist, und die führenden Männer der Obersten Heeresleitung, die Kraft unvergänglicher Erfolge vom Vertrauen des Heeres, des deutschen Volkes in Waffen getragen sind, sie alle sind in dem Entschluß einig geworden, dem deutschen Willen zum Frieden vor der gesamten Welt Ausdruck zu leihen. Das Zusammenwirken aller der Männer, die berechtigt sind, im ganzen Vaterlande Glauben und Vertrauen zu fordern, gibt dem Frie­densschritt seine äußere und seine innere Stärke, seine populäre Kraft. Wohl bewußt, daß die deutsche Hei­mat das Maß der getragenen Entbehrungen, daß das deutsche Heer die Summe der vollbrachten Heldentaten höher und immer höher zu steigern vermag, wenn Freiheit und Leben des Reiches es fordern, haben die fürstlichen, die militärischen und die bürgerlichen Füh^ rer Deutschlands den Frieden anzubahnen unternom­men, der unter Wahrung von Recht, Gerechtigkeit und Ehre den Schrecken des Krieges ein bleibendes Ende setzt. Kaiser, Fürsten und Heeresleitung, Bundesrat, Reichstag und Reichsregierung, sie alle haben gewußt, daß das der Wille des ganzen deutschen Volkes ist, daß neben dem Willen zur Verteidigung den Willen zum Frieden in seiner starken Seele trägt.

Einig ln der Anspannung seiner Kraft, wie Deutsch­land im August 1914 in den schwersten der Kriege eintrat, so steht es in diesen Tagen weltgeschichtlicher Entscheidung einig da, in kraftbewußter Ruhe, freudig entschlossen, dem ehrenvollen Frieden die Hand zu reichen, bertt aber, wenn es der VerntchtungSwille der Feinde verlangt, einzutreten in der Kraft reinen Ge­wissens in den letzten furchtbaren Entscheidungskampf.

Deutschland will raumen!

Die deutsche Antwort an Wilson ist eine weltge­schichtliche Tat von gewaltiger Tragweite. Deutschland reicht dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, der einen Beweis seines ehrlichen Friedenswillens forderte, die unbewehrte Hand und gibt damit einen Beweis von Vertrauen auf Wilsons Ritterlichkeit, der nicht ohne starke Wirkung auf die feindlichen Völker bleiben kann.

Der deutsche Rückzug aus den besetzten Gebieten im Osten und Westen ist kein Eingeständnis begange­nen Unrechts, sondern nur ein Bekenntnis zu unserem Wort, daß wir auf der Grundlage der Wilsonschen Punkte mitbauen wollen an den dauernden Weltfrieden und daß wir auch bei den Gegnern den guten Willen zur Verständigung annehmen. ES ist verständlich, daß >ü Kreisen der Schritt der deutschen Regierung

mit Sorge ausgenommen wird, zumal dort, wo man noch kein rechtes Vertrauen auf die neuen Männer hat. ANe denen, die mit Bangen daran denken, daß unsere Truppen, die sich so todesmutig gegen die Uebermacht schlagen, jetzt die Waffen auf einmal niederlegen und an : die Ehrlichkeit eines Gegners vertrauen sollen, der sie in diesem Punkte so oft enttäuscht hat, sei versichert, daß die verantwortlichen SteUen nicht unüberlegt ge­handelt haben und daß sie überzeugt sein dürfen, daß der deutsche Schritt die Lage nicht verschlechtern wird. Eingehender darüber zu sprechen, wäre ver­früht.

Tie Voraussetzung.

Zur Frage der Räumung der besetzten Gebiete teilt das nationalliberale Parteiorgan mit:

Tie nationalliberale Fraktion hat den Reichskanz­ler nicht darüber im unklaren gelassen, unter welchen Voraussetzungen sie den Entschlüssen der Regierung zustimmen kann. Sie hat diese Zustimmung nur dann in Aussicht gestellt, wenn feststeht, daß die politische Leitung in der Räumungsfrage keine Schritte unter­nimmt, die mit einem Votum sämtlicher Heerführer und Generalstabschess im Gegensatz stehen würden."

Eine rasche Entscheidung.

DieKöln. Ztg." erwartet von dem Inhalt der Antwortnote eine rasche Entscheidung. Sie schreibt:

Es liegt im Zuge dieser schicksalsschweren Zeit, daß, seitdem aus der Krise der grundlegende Wechsel unseres Regierungssystems wurde, jeder Tag Ereignisse oder Kundgebungen voll grundlegender Bedeutung bringt und dazwischen keine Zeit bleibt, sich ihrer Tragweite wirklich bewußt zu werden. Die Weltge­schichte hat am Ende des Weltkrieges ein rasendes- Tempo angenommen, und wenn nicht alles trügt, vollzieht sich der Schluß des furchtbaren Krieges so schnell wie der Beginn."

Alle Parteien daflir.

TieKöln. VolkSzta." meint, die Brücken zum Frieden seien, wenn es Wilson ehrlich meint, geschlagen. Der Frieden kann über diese Brücken kommen. Wil­son wird aus der deutschen Antwort erfahren, daß dieses Friedens- und WaffenstillstandSangeoot Deutsch­lands kein diplomatischer Schritt und keine bloße Hand­lung der Regierung war, sondern daß alle deutschen Parteien, von den Konservativen bis zu den Sozial­demokraten, hinter dieser Frtedensanftage stehen, sie vertreten und garantieren."

Eine konservative Erklärung.

Die deutsch-konservative Fraktion des Reichstages hat folgende Erklärung beschlossen:

Unsere Heere stehen noch immer weit in Feindes­land. Dre Räumung 'des besetzten Gebietes, ehe ein ehrenvoller Friede und die Unversehrtheit des Reichs­gebiets gesichert sind, kann verhängnisvoll werden. Jede Preisgabe deutscher Erde ist mit deutscher Ehre unver­einbar. Weite vaterländische Kreise erwarten mit uns eine Erklärung der Regierung, daß sie hieran unverrück­bar festhalten wird. Das deutsche Volk ist entschlossen, den heiligen Boden des Vaterlandes bis zum Letzten zu verteidigen."

Stimmungsumschwung drüben.

DerCorriere della Sera" meint, daß die allge­meine politische Lage für Friedensbesprechungen gün-? stig sei. Italien sei in Verbindung mit den Alliierten zu Friedensbesprechungen bereit.

Meldungen aus London besagen, daß ein Teil der Regierungsblätter, darunter auch die Northclisfe-Blät- ter, die bisher für eine unbedingte Fortsetzung des Krie­ges eintraten, in verschiedenen Leitartikeln zum Aus­druck bringen, daß die Zeit zu Friedens- und Waffen­stillstandsverhandlungen nicht mehr fern sei, wenn die Deutschen die Bedingungen Wilsons restlos angenommen haben.

Lausing gegen veu Geist der Rache.

Aus Newyork wird berichtet, Lansing hielt eine Rede im theologischen Seminar Auburn im Staate Rewyork. Er erklärte, daß die Friedensverhandlungen dicht in unserem Bereich seien, und daß man nicht zu lassen werde, daß ein G e i st der Rache die Be­ratungen beeinträchtige. Eine rachgierige Haltung der Verbündeten würde den aufrichtigen Geist der Gerech­tigkeit, der für die Gründung eines dauerhaften Frie­dens wesentlich sei, stark beeinträchtigen. Das ameri­kanische Volk müsse weiterhin jeden rücksichts­losen Haß gegen diejenigen fahren lassen, welche unter der Militärdiktatur der Mittelmächte gedient laben. Man müsse einen Unterschied machen zwischen den Herren und ihren Dienern. Das sei die Pflicht derer, welche die öffentliche Meinung beeinflussen könn­ten, darauf zu sehen, daß die Leidenschaft des Hasses die Verwirklichung der Pläne zur Neuregelung und Neuordnung der Welt nach Wiederherstellung des Frie­dens nicht verhindern würde.

Betont wird, daß Lansings Rede dem Präsidenten zur Genehmigung vorher vorgelegt wurde. DerCen­tral News" versichert, daß Wilson ebenfalls der Ansicht sei, daß man nur die deutschen Gewalthaber und nicht das deutsche Volk für den Krieg verantwortlich machen könnte.

^Unsere Antwort an Wilson. ^

In Beantwortung der Fragen des Präsidenten der Verelntgten Staaten von Amerika erklärt die Deutsche Regierung:

Die Deutsche Regierung hat die Sätze angenom- men, die Präsident Wilson in seiner Ansprache vom 8. Januar und ln seinen späteren Ansprachen als Grundlage eines dauernden RechtSsriedens niedergelegt hat. Ter Zweck der elnzulettenden Besprechungen wäre also leviglich der, sich über praktische Einzelheiten ihrer Anwendung zu verständigen.

Die Deutsche Regierung nimmt an, daß auch die Regierungen der mit den Vereinigten Staaten ver­bundenen Mächte sich auf den Boden der Kundgebungen oe§ Präsidenten Wilson stellen.

Tie Deutsche Regierung erklärt sich im Einver­nehmen mit der Oesterreichisch-Ungarijchen Regierung bereit, zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes den Räumungsvorschlägen des Präsidenten zu entsprechen. Sie stellt dem Präsidenten anheim, den Zusammentritt einer gemischten Kommission zu veranlassen, der ** yh.

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liegen wvrde, Me zur Räumung erforderlichen «ev-

einbarungen zu treffen.

Die jetzige deutsche Regierung, die die Verantwor­tung für den Friedensschritt trägt, ist gebildet durch Verhandlungen und in Uebereinstimmung mit der großen Mehrheit des Reichstages. In jeder seiner Handlungen gestützt auf den Willen dieser Mehrheit spricht der Reichskanzler im Namen der deutschon Re­gierung und des deutschen Volkes.

Berlin, den 12. Oktober 1918.

gez. Solf

Staatssekretär des Auswärtigen Amts.

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Die Antwort an Wilson ist eine weltgeschichtlich« Tat von gewaltiger Tragweite. Deutschland reicht dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, der einen Bewei­seines ehrlichen Friedenswillen forderte, die unbewehrte Hand und gibt damit einen Beweis von Vertrauen aus Wilsons Ritterlichkeit, der nicht ohne starke Wir­kling auf die feindlichen Völker bleiben kann.

Allgemeine Kriegsnachrichten.

Ter Umschwung in der Türkei.

Ueber die neuen Ereignisse in Konstantinopel schreibt dieRationailiberale Korrespondenz":

Es gewinnt den Anschein, als sei diese Gestal­tung noch nicht die letzte Schwierigkeit, vor die wir m weltpolitischer Hinsicht gestellt werden. In der Tür­kei ist Enver Pascha mit seinem treuen Mitarbeiter Taalat Pascha von der Leitung der Geschäfte zurück- getreten, und wenn auch die neue türkische Regierung nicht in dem ausgesprochenen Sinne wie Herr Mali- now der Entente zuneigt, so bedeutet der Regierungs­wechsel in Konstantinopel doch zweifellos eine weitere Belastung unserer bundesgenössischen Beziehungen. Man mußte mit einer solchen Entwickelung nach dem bulgarischen Zusammenbruch als wahrscheinlich rech­nen. Heute haben wir die Gewißheit, daß auch am Marmarameere die Stützen unseres Waffenbundes in^ Wanken kommen.?

Serbische Annäherungsversuche an Deutschland?

Der Korrespondent desFeuille" meldet aus Bern: Man benachrichtigt mich, daß Serbien Schritte tue, damit die Entente mit den Zentralmächten auf dec Grundlage eines billigen Friedens unterhandle. Da. die Liberalen nicht mehr die Unterstützung des russi­schen Panslawismus haben, akzentuiere sich die kon­servative Bewegung. Diese Partei sehe eine Annähe­rung an Deutschland voraus. Man erwartet in den. nächsten Tagen eine osfizielle Erklärung in diesem Sinne.

Wirkungen französischer Propaganda in Bulgarie«.

DieAgence Bulgare" veröfftntlicht einen For­mellen Protest der bula arischen Regierung, wonach sich die deutschen Truppen, die Bulgarien ver­lassen, Vorräte und Materialien der bulgarischen Armee gewaltsam aneigneten, daß sie Material und AuS- rüstungsgegenstände des Roten Kreuzes mitnehmen und die verwundeten bulgarischen Soldaten zwängen, ihre Kleider und Stiefel auszüzieheu, und sie halb nackt auf der Landstraße ließen.

Der Ton dieses Protestes läßt darauf schließen, daß der französische Propagandadienst die Leitung der Agence Bulgare" übernommen hat. Eine Erwiderung aus den Inhalt erübrigt sich.

Politische Rundschau.

:: Tie Aenderungen der Verfassung. Der Artikel 11, der dem Kaiser das Recht verleiht, im Namen de- Reiches Krieg und Frieden zu erklären, zu schließen, Bündnisse und andere Vertrage mit ,rc.noen Staaten -einzugehen, Gesandte zu beglaubigen und zu empfangen soll geändert werden. Die Befugnis des Kaisers, über Krieg und Frieden zu entscheiden, soll an die Zustim­mung des Reichstags gebunden sein. Vor der russischen Kriegserklärung telegraphierte unser Kaiser an den Zaren:Tie Entscheidungen, die zu treffen sind, sind ln ihren Folgen so furchtbar ernst und weitrechend, daß es ganz unmöglich ist für irgend einen sterblichen Herrscher, die Deranttoortung dafür aus seine eigenen Schultern zu nehmen, ohne die Hilfe und den Rat eines Volkes." Diese Folgerung tm größten aller Kriege der Welt zu ziehen, ist gewiß eine Forderung der Stunde, mit deren ErsüUung Herrscher und Volk gleichenvetse gedient sein würde. Außer dem Artikel 11 soll auch der Artikel 17 der Verfassung einer Umge­staltung unterzogen werden. Er handelt von der V e r- antwortlichkeit des Reichskanzlers für die von ihm planmäßig Unterzeichneten Gesetze. Man will auf dem Wege der Gesetzgebung die Art bestimmen, wie der Reichskanzler für seine Amtshandlungen zur Ver­antwortung gezogen werden soll.

:: Zum Wechsel in den Regierungsstellen. Die Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß Unterstaatssekretär Dr. August M ü l l e r aus dem Kriegsernährungsamt ausscheidet. An seine Stelle tritt der sozialdemokra­tische Reichstagsabgeordnete Robert Schmidt, der sich chon bisher im Ernährungsbeirat des Reichstags be- ätigt hat. Dr. August Müller tritt als UnterstaatS- ekretär in das Reichswirtschaftsamt über.

Dr. August Müller wurde als Sohn eines Gärtnerei- besitzers in Wiesbaden am 23. November 1873 geboren, wurde zunächst Gärtner, ging dann zur Universität und promovierte in Zürich zum Dr. der Staatswissenschaft. Er wurde geschästSführendes Vorstandsmitglied deS Zen­tralverbandes deutscher Konsumvereine in Hamburg. Nach­dem er vem Borstande des Kriegsernährungsairues schon längere Zeit angehört hatte, erfolgte Anfang August sgin« Ernennung zum Unterstaatssekretär in diesem Amte und -um tellvertretenden BundesratsbevoUmächtigten.

Robert Schmidt wurde am 15. Mai 1864 zu Berlin geboren. Sein Vater war Tischler. Er lernte den Beruf eines Klaviermachers und war bis 1893 in diesem Berufe, tätig. Sodann wurde er Redakteur amVorwärts". Er ist seit 1903 Mitglied der Generalkommtssion der Ge­werkschaften Deutschlands.

:: Ter neue Chef des Kriegsamts. Als Nachfolgen des zum Krtegsmtnister ernannten Generalleutnant« Scheüch ist der Generalmajor Hoffmann an die, Spitze des Kriegsamts berufen worden.

Der neue Ehef des Kriegsamts übernahm betz Kriegsausbruch das Lentr«l-Departement v»n dem in-