Ausgabe 
12.10.1918
 
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Drr Kandrsverelrr Ober Hessen dev Dentschen Uaterlarrdspartet

hat sich für die Stellungnahme der Hauptleitung d r Deutschen Vaterlands Partei zu der gegenwärtigen polt' tischen Lage erklärt. Die Stellung der Hauptleitin g ist in folgender Entschließung zu erblicken:

Die Deutsche Vaterlands-Partei erblickt in d c BerhandlungSgrundlagk, die die Negierung anzuneh men sich bereit erklärt hat, das notwendige Ergebnis einer schwachen und zi Hofen politischen Leitung seit Beginn des Krieges. Die Deutsche VatcrlnndSpartei hat seit ihrem Bestehen diese Politik auf das Leb* Hafteste bekämpft, leider ohne Erfolg! Jetzt sehen wir unS einem Scheute gegenüber, den wir als Tatsache hinnehmen müssen und nicht mehr ändern können. Wir halten cs aber für unsere Pflicht, schon sitzt auf die furchtbare Gasuhr hinzuw/isen, in die wir uns be­geben würde», wenn wir durch itnetf Waffenstillstand England und unser n Übrigen Feinden die ersehnte Möchttchkeit geben, sich neu zu vcrsorgrn, und uns w wehrlos machen würden, bevor wenigstens eine Gt und läge der Verhandlungen ststgelegt ist, die Ehre, Be­stand und Zutuns! des deutschen Volkes wah t. Uns aber und allen G> sinnuligögcnossen erwächst die heilige Pflicht, mit äußerste Kraft alles zu tuu, um doü deutsche Volk zur Erkenntnis der ihm drohenden Ge­fahren zu bringen und. wenn nötig, zur höchsten Wider- standskraft gegen unsere Feinde auzuspocncn. Nur dann, nur, wenn unsere Feinde eine solche Gesinnung im deutschen Volke erkennen, kann es noch gelingen, statt einer schmad vollen, unsere Zukunst zcrtrümmer- den Unterwerfung einen ehrenvollen Frieden zu eo reichen".

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Uorstcht bei Giferrbahnfahrtcir. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Eisenbahnreisende infolge deS bei den meisten Zügen herrschenden starken Andrangs beim Ein und Ausstetgen zu Schaden kom­men. Täglich muß beobachtet werden, daß die Personen dicht zusammengcdcängt auf den Plattformen und auch auf den Trittbrettern der Wagen stehen, ohne sich oft an einem Handgriff festhallcn zr/ können. Auch v r- suchen ständig Neisende den schon in der Fahrt bcarlf» fcnen Zügen nachzueilen und aufzuspcingen. Im Hin blick auf die hierdurch entsteh nde große Gefährdung der Passagiere, die im Winter in erhöhtem Maße u muß immer wieder darauf hingewicsen werden, alle entbehrlichen Netsen zu vermeiden, auf Reisen selbst aber die größte Vorsicht zu beobachten.

Der g e we rbsnr ei stige Schleichhandel io-

wie oic Schleichversorgung mit G e treibe und Kartoffeln, d. h. der unberechtigte Auskauf dieser Früchte durch Verbraucher M den Erzeugern hat in diesim Jahre einen Umfmist erreicht,- der drc Abliefe- rungLverpflrchtuug .der Komlnunaiverbände aus das Ernsteste gefährdet. EL besteht die Gcfah-, daß bei einer Fortdauer nicht nur des gewerblichen Schleich­handels, sondern auch der Schlcichversorgung die be stehende Mehl- und Kar off.-lration, deren Duechhalten int 5. Krtegsjahre das wichtigste eenährungsmirtschaft ltche Gebot bedeutet, ernstlich bedroht wird. Aus diese Gefahr nnd ihre unvermeid'.tchen Folgen, deren Trag weite gar nicht ernst genug bewertet werden können, muß wiederholt mir dem größten Nachdruck hingewtestn werden. Sowohl die NeichSgetreide- als auch die Niichs kartvffelstelle lassen die Kommunalverbände schon heute nicht lm Unklaren, daß sie ihre Ansprüche an die Koni muna'vcrböndc aus Rücksicht aus solche BeUuste durch Schleichhandel und Schleichveisvrguug in keinem Falle mindern könne«. In erster Linie darf die landwirt- schasiltch tätige Bevölkerung darüber nicht im Zweifel gelassen werden, welche Gefahr sie selbst bedroht, wenn eine die Erfassung der erforderlichen Mengen beein trächtigende HerabUtindc'.nng der Vorräte notwendiger Weise zunächst zu einer Herabsetzung der Kopfquote der Selbstversorgung führen müßte. Jeder Erzeuger hat daher an der Bekämpfung dieses Nebels das dringendste Interesse. Auf der andern Seite müssen auch die Ver­braucher mit allen Nachdruck auf die Gefahr aufmerk­sam gemacht werden, die durch jenes unverständige und eigennützige Hamstern herbeigeführt werden können.

Mehr Haferrralirimg Für das laufendr Wirt«

schaftsjahc stellte der ^tnatßfäftetci-* eine verstärkte Her stellung von Hafecnähcmittekn 1, Aussicht.

** Das Ergebnis der Kmibber-jammlirng im

V- e.ch- /> - 18. ?! beträgt 6^00 Z nIr.ft. J'tzt kommt die ''.'ch-ck'^cujammlung au deNih', von deren forgfältiglr Vo:lusliluns und dinckstöh-'U'g a^'u sich Uly OM vn spcickil. Füe dos Kilo Buch ffitn werden 1,6') Mark v cgütet.

" * Kad Uanheim. Das Gieß n r Schwingericht vcru> teilte d>n 24 jährigen FtiranzanltSgehtlst n Hugo Moeitz Von hier w-'gel« VekbcechcnS im Arm. zu 1-h Monat u Gefängnis. Der Angeklagte hatte ourch Fast jungen derLobnlisi n für die htesi^ri Fo> st rbeitec irn Laufe vo.t zwei Jahren etwa 20000 Macl unter. fdi J a .i und das Geld m!tDamen" in hiesig« n nnd Frankfurter Weinkucip-n veipcaßt. Dem An,u.'klagtrn wi: i' - mildernde Umstände zugebilltgt, insosein, als fast jde Konteollc über scinr Abrechnungen fehlte'.

BekanntmaÄnng.

Arachtstückgüter werden am 10., 11. und 12, Oktober 1918 von Stationen des Direktionsbe- zirks Frankfurt (Main) zur Beförderung nicht an­genommen.

Die außerhalb dieser Sperrtage gültige Freiliste für den Stückgutversand ist eingeschränkt worden.

Nähere Auskunft erteilen die Auskunftsstelle für Güterverkehr, Frankfurt (Main), Hohenzollernplatz 35, sowie die Güterabfertigungen.

Frankfurt (M), den 8. Oktober 1918.

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