Ausgabe 
5.10.1918
 
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32000 Tonnen A-Bsotdeittt.

WTD. Berlin, 8. Oll. Amtlich. Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote 82 000 DAT., darunter einen amerikanischen Lruppentransportdampser von etwa 7000 BRT. Außerdem wurde ein anderer amerikanischer LruppentransportdampserMount Vornan^, der frühere Schnelldampfer des Norddeutschen LloydKronprinzessin Lascilie"» torpediert. Der Erfolg konnte nicht beobachtet werden. Nach feindlichen Presseuachrichten ist der Dampfer beschädigt in einen Hafen eingebracht worden.

Der Chef des Admlralftabes der Marine.

Spat eingestandener Verlust eines Dampfers.

WTB. Als Opfer eines Unterseebootes zählt die erst jetzt eingetroffene Ehikago Daily Tribüne vom 20. 7. den eng­lischen Dampfer Elysia von 6397 BNT. auf, der am 23. 5. m Dttttelmeer ohne Menschenverlufte versenkt wurde.

Die ZvkvmmenlUikt des Reichstages.

TU. Berlin, 3. Okt. Der Ältesten-Ausschuß des Reichs­tages beschloß gestern, die nächste Sitzung des Reichstages am nächsten Dienstag oder Mittwoch abzuhslten. Der neue /Reichskanzler wird fein Programm entwickeln, und danach werden die Parteien Stellung dazu nehmen. Rach 2 oder L Tagen wird sich dann der Reichstag, wenn sich nicht in- zwischen Gründe für eine sofortige Fortsetzung der Tagung ergeben, wieder auseinander gehen. Der Hauptausschuß des Reichstages tritt vorläufig nicht zusammen.

Berlin, 3. Okt. Die deutsch-konservative Fraktion des Reichstages hat in ihrer gestrigen Sitzung folgenden Beschluß gefaßt: Die konservative Partei war und ist entschlossen, sich Luf den Boden des kaiserlichen Erlasses vom 30. Sept. d. I. Hu stellen und sich auch unter Opfern der Überzeugung an einer Negierung zu beteiligen, die sich zur Aufgabe macht, alle Kräfte des Volkes in geschloffener Einheitsfront für die ehrenvolle Beendigung des Krieges einzusetzen.

Herrenhaus uk& WahlrechLsrrssrM.

Die Hoffnungen, die von der Regierung und von weiten Kreisen des Volkes auf die Arbeit des Wahlrechts aus schusses des preußischen Herrenhauses gesetzt wurden, h.ben sich er­freulicherweise erfüllt. Der Ausschuß hat dem gleichen, all- gemeinen und direkten Wahlrecht nach der Regierungsvorlage unter Hinzufüoung einer Zuso^llimme für ein Alter von 40 Jahren zugestimmt. Zwar wird man an der Alterszusatz, stimme von ollen Seilen umnches auszusetzen haben. Die Haltung dieser Körperschaft kann nicht ohne Einfluß aus das Abgeordnetenhaus bleiben. Bei einigen Mitgliedern, die bisher gegen die Reoierungsvvrla.ee gestimmt haben, hat sich angesichts der gegenwärtigen Lage bereits ein Umsckmmng der Ansichten vollzogen. So baden dm westfälischen national- Liberalen Abgeordneten beschlossen, für eine sofortige Ver­ständigung unt der Stantsregipruna arf der Grundlage des 'gleichen Wahlrechts einzutreten. Es ist onzunebmen, daß sich auch die übrigen Nationallibe^alen. die bisher Gegner der Regierungsvorlage waren, vielleicht bis auf wenige Un­entwegte zu diesem Schritt entschließen werden, so daß d.'init * von einer Revision der Anschauungen im Zentrum ganz Abgesehen bereits e-ine Mehrheit gesichert wäre.

Die Verhandlungen ub^r die Wahlrechtsvarlogr.

WTB. Berlin, 3. Otü In der gestrigen Sitzung der 17. Kommission des Herrenhauses wurde m der Einzelbevatung .der Bestimmungen der Wahlrechtsvorloge fortgefahren. Als ^wesentliches Ergebnis der Verhandlungen und Abüimmun- 'gen ergab sich dabei bisher Nachsteherü)cs: 1. Unter Aban- bcrnng der Beschlüße des Abgeordnetelckzauses wird di- Re­gierungsvorlage wieder hergestellt, indem die für die Aus­übung des Wahlrechts vorgeschriebene Zeit des Wohnsitzes von zwei Jahre auf ein Jahr ermäßigt wurde, ferner wird nun- rnehr derjenige, welcher innerhalb derselben Gemeinde aus einem Wahlbezirk in den anderen zieht, dadurch nicht für die Wartezeit seines W-chlrechts beraubt, sondern er wählt inner- halb dieser Zeit mach in seinem friiheren Wahlbezirk. 2. Die Wahlausschließungsgründe bleiben im wesentlichen wie im Abgeordnetenhaus? beschloffen. 3. Die Wahlfrist wurde bei- del)alten unter Abänderung der Strafbestimmungen. 4. Die Feststellung der Wählerlisten soll alljährlich erfolgen mit bin­dender Kraft für ein Jahr.

Sächsischer Krön rat.

Tll. Dresden, 3. Okt. Lin Kranrat tra* gestern unter dem Vorsitz des Königs und in Gegenwart des Krou- vrlnzen zusammen. Es ist anzuuehmen, daß cr sich mit der innerpolitischen Entwicklung im Reiche und mit der Stellung. Rahme Samens hierzu beschäftigt hat. Uber dar Ergebnis des Krouratcs ist nichts bekannt.

Der deMche WsMmcht.

DTV. Berlin, 2. Okt. (Abends. Amtlich) Heftige Teilkampfs in Flandern und in der Champagne. Vor Caür- drai ruhiger Tag.

L e LLrttscheu Linien im LWerr.

WTB. Der englische Heeresbericht vom 29. 9. abends be­handelt die Kämpfe zwischen dem Sensee-Fluß und St. Quentin und sagt dann wörtlich: Nördlich von St. Quentin, 'an der äußersten Rechten unternahm das 20. Korps um 5,50 Ilhr früh einen Angriff über den Scheldekanal von einschließ­lich Dellenglise nach Norden. Die 46. Division, die mit Schwimmgürteln, Matten, Tragbahren, Brückenmaterial und Flößen ausgerüstet war, stürmte unter dem Schutze eines ton- zentrischen Artillerie- und Ma,chlner>>ewehrseuers die Haupt- verteidigungswerke der Hindenburglinie, die hier längs des Ostufers des Kanals läuft. Wir ersehen hieraus wieder, daß das Propagandamanöver der Entente mit dem Namen Hindenburglinie noch immer nickst abreißt. Wir kennen keine Hindenburglinie. Das im Frühjahr 1917 zur Verkürzung der Front von uns bezogene SteLungsfystsm wurde auf Hin- denburgs Befehl erbaut und erhielt, wie auch feine Fort­setzungen nach Norden und Süden Namen aus der Nibelan- xesfage, wie z. B. Siegfried, Wotan, Hagen ufw. Es handelt sich hierbei nicht um eine einzige Linie, sondern um ein viele Kilometer tief ausgeöautes Stellungesystem, das vielfache Stellungen hintereinander aufweist. Wenn also der Feind l)Ux und da in den vordersten Linien dieses Stcllungssystems F liegt doch noch das Verteidlgunasnetz ln seiner gan­zen Tiefe vor ibm. Die Absicht dcr Engländer ist zu durch- fr Wig. Sle möchten die Welt glauben machen, als ob nun- v"'ir der Durchbruch gelungen fei. Das ist bewustte Fäl­schung tk't T'cksachen.

Höchstleistungen unserer Bombenflieger.

Iln-scklnßige Witterung vcrmna henke weder bei O7-, nv-st bei Nackt unsere Luftstreitkräfte an erfolgreicher -u hinvern. Dag bewiesen unsere Bombengcschwa- - 11 : iu SW;: zum 29. v. trotz eines Sturme» vou 20

Metern in der Sekunde und starker Bewölkung das feind­liche Hinterland mit 75 975 Kg. Boniben bcleaten. Ein Ge­schwader warf in mehreren Flügen allein 32 925 51g. Bomben ad. Eine Besatzung slortcte in dieser Nacht viermal andere sogar fünfmal. Die unermüdliche Arbeit unserer Bomben- flieger beweist am besten die Tatsache, daß ein Geschwader seit dem 1. 1. bis zu dieser Nacht über 700 000 Kg. Bomben abwarf. Don 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens wurde das gesamte Kampfgebiet in Flandern zum Teil mw sehr nie­driger Höhe durch Masseneinsatz von Maschinengewehrmuni- tion in Atem gehalten. Der Kolonnenverkehr auf den Stra- ßen und Transportzügen auf mehreren Strecken wurden er- folgreich mit Bomben beworfen und unter Maschinengewehr- feuer genommen. Feuernde Batterien wurden zum Schwei- gen gebracht, Scheinwerfer und Fluoabwehrkancmen lange Zeit 'niedergehalten. In zahlreichen Ortsrurterkünften und Waldlagern um Ppern, Arras und Dapaume und St. Ouentm erzielten unsere Bombengeschwader einwandfreie Treffer. Auf den Bahnhöfen Poperinghe, Peronne und Roisel ent- standen durch Boniben zahlreiche Brände und Explosionen. Sämtliche Flugzeuge kehrten unversehrt ln ihre Heiinathäfen zurück.

Der eiserne derttfche Widerstand im Msieu.

bb. Im Eorriere della Sera schrvibt Barzini von der Westfront unter dem Titel:Der deutsche Widerstand": Der Angriff der Armee Gourynd stößt auf der ganzen Linie au einen ungeheuren Widerstand, welcher schon bel der Einlei- tnng der Bewegung klar vvrauszusehen war. Auf dem hüge- ligen Gelände, welches sich ryor der Armee erhebt, sind die Möglichkeiten einer planwäß:<pn Verteidigung bis zum äu­ßersten unersckwpstich. Die Deutschen, die sich aus der vor­geschobenen Zone zurückgezogen haben, haben sich in ihren stärksten Verteidigunglinien festgesetzt und sino zu jedem Opfer bereit, um sie zu halten. Der Kampf nimmt also ge­genwärtig den Charakter des Stellungskrieges an. In einem so schwierigen Gelände, welches von riesenhaften W^krn durchsetzt ist, kann ein Durchbruch nicht erfolgen.

m Wt Politik.

Aus dem Ausfall der neunten Kriegscrnleihe werden unsere Feinde wie an einem Barometer ablesen, ob wir fesistehen oder müde werden, ob wir Vertrauen zu unserer Führung hc.ben oder an uns selber irre werden, ob wir auch nach einem vorübergehenden Rückschlag im Felde die Ein­mütigkeit und Zähigkeit einer großen Ration zeigen oder ob wir mit einem Erlahmen im Schlußkampf cfleT Erfolge dieser Kriegsjohre in Frage stellen. Jedes Nachlassen in un­serer finanziellen Opferfreudigkeit würde den Feinden eine Bresche in unserer moralischen Rüstung verraten, und das würde bei ihrem von neuem angefchwollenen Vernichtung^- willen das gefährlichste FriedenÄ)indernis sein, das sich denken ließe. Lirrnm muß dir neunte Krisg^Tck-rihe zs einer erbarmungslosen E«ttLnschu.:ng rv-erden für die «<hl- bckannte feindliche Propaganda, die auf die deutset« Ilnei- nigkoit oder aus ein erwerben einst überheblicher Stiu^ mungen spekulieR. Einfache Pflichterfüllung ist also im Augenblick die l>este Politik. Das ganze Volk muß es wissen, daß es keine nichtigere Unterstützung aller Frieden^bestre- bungen geben kann als ein Ergebnis der Kriegsanleihe, das den Feinden die absolute Unzerlü;.i.>irkeit unserer irmercn Front AU Gemüte führt. Karne der bisherigen Kriegsanlei- l>en hat ein solckies moralisck)es Gewicht gehabt als wie diese! Nur der höchste ftnonzielle Erfolg wird entscheidend dazu baitragen, das Tor zum Weltftiedeu auszustoßcn.

Professor Hermann O n ck e \u ' 'M /

Die gtte&füsU'ßge im Sßerreichjsche» MßLoröürieMLie.

WTB. Wie«, 3. Okt. Das Abgeordnetenhaus begann gestern die Erörterungen über die Erklärungen des Minister­präsidenten, sowie ü^er die Anträge betreffend die Frie­densfrage. Die Siidflawen, Tschechen und Allpolen verlan­gen in einem gemeinsamen Antra g eine wal)rl)eitsaetreue Dar- jtellung des Standes der Friedens frage, insonderheit betr. den Standpunkt der Rcgiicrung zum Selbstbestimmungsrccht der Nationen. Die deutsä)en Sozialdemokmten verlangen in ihrem Anträge einen Frieden auf folgernder Grundlage: Errichtrmg eines Bölkerbnndesj, Vermeidung eines Wirt­schaftskrieges, kolne Annexionen, Wiederherstellung Serbiens, Rlonteriegros und Delgüns, keine Kontributionen, Neuvrd- nung der Ostfragen auf Grund des Eelbstbesiiinmungsrechts Abänderung des Brester und Bukarester Friedensvertrages, Lösung der Polenfrage durch die polnische Konstituante, Lö­sung der territorialen Streitfragen im Süden ans Grundlage des Selbstbeslimmungsrcchts der Italiener mrd der füdslawi- sck>en Völker, Neugestaltung der Beziehungen der Nationen Österreichs zum Reiche auf Gnmdlage der Freiheit und Selbst- regierung aller Völker. Die Ukrainer beantragen, daß künftig vom Minister des Äußeren beabsichtigte FriedensaUioncn erst nach Anhörung des Reichsrates, bez-w. der Delegatümen unter- nommen werden. In einem anderen Antrag protestieren die Ukrainer gegen die Auslieferung Ostgalizicns an 'das Königreich Polen. Die Polen Daschinski, GlombtnrN und Tertil verlangen in chrcm Antrag namens des polnischen Volkes Wiederherstellung eines unablchngtgen, aus fämtltchen polnischen Landesteilen, zusammemresetzten ;wlntfä)en Staa- tes mit eigener Meeresküste und aus allen vorrviegend von polnischer Bevölkerung bew>ol)nten Gebieten, insbesondere Schlesiens, sowie der Teilnahme der Vertreter des Polen- Volkes an dem Weltfriedenskongreß, der die polnische Frage zu lösen bat. Der tschechisä-e Abgeordnete Stanee entwickelte das tschecyo-flowaklsche staatsrechtlicl-e Prex^ramm und betonte, die Solidarität zwischen Tsä>eck)en, Südstcvwen und Polen. Er erklärte, ein Frieden könne nur durch Annahme der 14 Punkte Wilsons erreicht werden. Als der Redner im Ver­läufe seiner Ausführungen unter heftigen Angriffen auf Deutschland die Lsckiecho-slowakischen Legionäre verteidigte kam es zu luftigen Lännszenen. Gegen den Ab^. Teufer, der die Rede als Schurkerei bezeichnete/nmrf der ischechisck-e So- rialdeinokrat Soukup die Aktentasche eines Ministers von der RSinisterbank. Ein anderer tschechischer Abgeordneter warf ein Mctallstück von hiner Schreibgarnitur der Minisierbank gegen Teuser, ohne zu treffen. Der RLinister sprach fein Bedauern über diese Vorfälle aus. Sümec wurde im Laufe seiner Rede von dem Präsidenten zur Ordnung gerufen. Der Abg. W c .ner wies die Rede Etanecs als Verrat und schamlosen Staatsbruch zurück und erklärte, wir iverden in gemeinsamem Verteidigungükamps im Bewußtsein der Gerechtigkeit unserer Sache mit aller Kraft untrennbar vereint mit unseren ikm- desgenassen ( ! v-jf. nr im 0.au,nfe für den

Lri^-ttswiUen un> «"ich ,. u icu ^viuvr.. fU-hem

In der südslawischen Frage stimTnrft die Deutsches der mv atischen Lösung zu, verlangen jedoch Gegengervährung unq Di6>erstellung der Interessen Österreichs. In der PlTlenftaqe billigen sie die Lösung auf Drmrdlage der freien Entschließ ßung des polnischen Volles. Die Deutschen sind bereit, deq nationalen Autonoinie zuzusiinmsen, durch welche allen Volks- stüiim»en die nötige Elrtwicklung ornEglicht, jedoch der eigene; nationale Bositzstvnd insonderheit in den Minderheitsgebis^ ten gesichert und die Lebenokraft des SlaatSl-cmLcn zur Wa^l vung der gemeinsamen In-teressen unangetafiek bisibt. Mini­sterpräsident v. Huff«rek: Heute vormittag durch eine drin^ gende Beratung an der Anwesenheit im hohen Hause verhin­dert, habe ich erst aus den stenogwphischen Aufzeichnungen ersehen, daß der erste Redner bei seinen Grörterungen in maß. loser Weise Auffassungen vertreten hat, welche, wie ich fest überzeugt bin, nicht die des tschechischen Dolles sind (lebi^ Beis ll links). Der Kampf für nationale Ideale kann nicht durch Verherrlichung von Hochverrat und Feloni und durch Defchimpftrng jener Staaten geführt werden, deren Truppeck an der Seite der unsrigen fechten. Das Deutsche Rech vnS sein Oberhaupt, der ungarische Staat und die ungavische Rc^ tton stehen zu hoch, mn durch Beleidiguny^^ dieser Art ge­kränkt zu werden. Aber als Ehef der Regierung bi» ch ver­pflichtet, foiche Äußerungen zurückzuwetsen. (Lebh. Zustün- muna Lnke, Gegenrufe bei den Tschechen.) Ick wahre die Würde Österreichs gegen solche Ausschreitungen des Ehau« vinlsrmls, der jeden inneren Halt und jedes DerMrdnis für die Wirklichkeit verloren hat und auf den blanken Schild un­serer Staatsehre und unsere nnerschältterÄche Treue gegen diq ruhmvollen Verbündeten ksirren Schalten zu wersen vermag! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen links, Gegenrufe bei den Tschechen. Der Mtnisterpräsidchrt wirb begKckw-ürft^

Ilechset Taglklid mit bsldiserr FciLdes;. VrrdMSiorrsek?

LA. Kspeuhage«, 8. Okt. Rach einem Londover Telegramm des Eoening Standard güinüt man iu Gnalanü nicht an baldige Parlaments wählen. Die Wahlen wLrde« wohl verschoben werden, weil m«n mit der Stäglic^elt rech­net, daß bald allgemeine Friedensbesprechnngen einsetzen.

"^"UWestitzlsL '

Köln, S. Okt. In Frechen starb unter Dergistuugsersckei- rrungen eine Fabrikorbviterin. Es soll sich um ein Derbreche« viner weisen Frau handeln, weohaL die StoaLLamoaiLscha^ dir Leichr beschürgirohmt hat.

Solingen 8. Okt. Der Ehvensäbal für GEvcilfellrmavt schall von Hindcrckurg, den auf Beschluß des Stodtverordno» terckollecKums die Stadt Solingen dem GerrercrlfvidnmrschaA von Hindenburg anläßlich seines 70. Geburtstages widmetet ist fertiggestellt. Es handelt sich um ein Prachtstück der So4 linger Iirdustrie, das seinem Verfertiger, dem Münzeisen^ sckmrtder und Ebrü>ll*ildhauer F. Otto Hopve, wte der aus» führenden Ftrnn, Alexander Eoppel zur hoyrif Ehre gereicht^' Die Klinge des Säbels ist aus bestem Darnaszensr Siahl ge- scheniedet, mit Goldtcurschierung verschen und entbält auf der Vorderseite folgende Widmung:Dem Heros der Deut^ schcn, dem rrchn.reichen Führer des Bolkes in Werfen, Ge» nera!feldmarschall von Hindenburg zmn 70.>urtstag, 3. Oktober 1917, die dankbare Klingcnstadt Soiir^eiu^ Auß der Rückseite befindet sich der Spruch: Daß Du gewandt de^ Lebens Not Mit siegfriedseisenstarker Hcmd Zum Schutz untzi Trutz von Schwarz-'wciß-rot. Das dankt Dir. Held, Dein Sk* terl«ck>. In besonder» künstlerischer Ausführung ist de»' Stahlkorb gehalten, der in Stahlschnigerei Mguren enÄ l)ält, die Front und Heimat versinnblldlicken. Der Knauß des Dege^rs ist aus einer OpalmatriL gebildet. Die Kapp^ enthält das Wappen Hlndenburgs urid da» der Stadt So­lingen. Das Etickcklatt enthält in 13 Feldern Embleme dey kviezswichtigen Arbcilsgel>iete. Der Griff ist ein aus Elfen., dein geschnitztes Stabbündcl, die Einigkeit versinnblldllchend^ Die Scheide des De^ns ist aus brüniertem Stahlrohr ge. fertigt und mit Silberdeschlag und vergoldeten Ornamentes versehen. "" ~ r " " " ' ^

hervorra

demnüchs . __ _ __

der Stadt Solingen dem Ge«eraisLL>murjchoÜ überreich

werden.

Viersen, 3. Okt. Die Sb^dlverordneken stellten 86 006 Mark für Weihnachtsliebesga-ben für die von bier Etnberu- fcnen bereit. Die Stadt hat noch einen Vorrat von 40 000 Zigarren, die bei den Liebesgaben Verwendung finden sollen.

RheHdt, 3. Okt. Am 9. Oktober sollten die letzten von hier cmsgesandten Ferie:ckinder aus dem Kreise Dublitz hier wieder eintreffen. Nrrnmehr teltt die zuständige Eisenbahn- direktion mit, daß die Rückreise bis auf weiteres verschoben werden müsse oregerr Wagemnangels.

Bochum, 3. Okt. Der Brotmarkenschwindel Hierselbst hat immer weitere Kreise gezogen. Der Landkreis soll, wie man annimmt, dadurch um 36ÖOO Zentner Mehl geschädigt sein. Schon seit Jahren ist der Schwindel betrieben vwrden. Be­teiligt sind daran eine Reil)eAngeftellLe einer hiesigen Druk- kerei, sowie Geschäftsleute und andere Personen, die in Bo­chum, Dortmund, Essen. Elberfeld usw. Handel mit den Brotmarken trieben. Einer der Druckereiangestellten batte sich schon 28 000 Mark zur Sparkasse gebracht. Der Verdienst der Schwindler wird auf mehr als eine Million Mark bezif- fert. Fortgesetzt erfolgen weitere Verhaftungen, bis jetzt bereits 60. Auch GehelUlschlächtereien ist man im Nachbar­kreise Hattingen auf die Spur gekommen,' auch hier sind n^h. rere Verhaftungen erfolgt.

Minden, 3. Oft. Nachdem vor kurzer Zeit zwei Bauern, gehöfte in einem Dorfe des linken We-fernfecs von Soldaten lyftematljch umstellt, die Bewohner beorvht und cursaeplün» dort wurden, ist neuerdknas sin schwerer RaubübcrfnL in einem Dorfe rechts der Weser ausgesübrt. Vor einigen Nächten drangen zwei Männer, ein Zivilist und ein vnkwr- mierter. ohne Rücksicht auf das Geräusch bei einem Landwirt ein, drangen auf den Boden und packten Me Fleischvor^te Hru Sic ließen sich auch nicht stören, als die Hansbewo-e,er hinzukamen. Inzwischen litten sie ihre Sacken zusamnien- gepackt, bedrohten den Hauswirt mit einem 'Beil und zogen unbchelligl mit ihrer Skute durch das Haustor von dannen.

Am aller Welt.

BerNrr, 3. Oft. Der landwlrtsck)aftttckeu Hvchül»»le !ü das Recht verliehen worden, die Würde eines Dvttors der Landwirtsämft und auch chrerüxrlbrr an Perso«vl zu vev^i- hen, die Verdlcnste um die Landwiriftixrft

Attentat auf Trogkl.

Tll. Nach einer Meldu'.y aus H« Uiugfor» ist auf Trotzft in der Stadt Voin<-fk' ein «c« s »wrd»». Trost kl ev

tzü'lt elue Lchutzwaud« in di» stüe ad « »lcht dd