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S x p e ö f t i 9 n : Südanlage 21 .
Ar. 8V.
Telephon Nr. 362.
Samstag, dm 5. Oktober 1918.
Telephon Nr. 362,
31. Jahrg.
PriVZ Max vs« BnHsrr deutscher Reichskauzler.
DemoIraLisiernug des deutschen RegisrZmgssyfterns, dis MehrheitsparLeierZ KM Ruder.
ätöNig FerSinaAd vsm BnlgarieN abgedknEL.
Neue DnrchSrKchsvsrsUchs geschsiLert.
' KiWzlerwech?cl.
Berlin, 4. Okt. Eine Sonderausgabe des Rrichs- anzeigers macht bekannt, daß der Kaiser und König dem Retchskanzer, Präsidenten des Staatßmintstertums und Minister der Auswärtigen Argelegenhetten 5!)r. Grafen von Hertling die nachgesuchte Entlassung ouö seinen Aemtern unter Verleihung des OrdrnS vom schwarzen Adler erteilte und den Prinzen Maximilian von Kaden znm Reichskanzler, StaotLmlnister und Minister der Auswärtigen Angelegenheiten ernannte.
Ein Friedensschritt Hollands?
* Genf, 4. Glrt. Der „Temps" meldet, daß die Perbnudeten über? einen Friedens-Antrag einer neutralen Macht verhandeln, der am 2. Otztodrr eingrgansen fei.
maankung Honig ?crfliria!t«!$.
Sofia,. 4. Obi. (W. 23.) König Ferdinand hat gestern zu Gunsten seines Sohnes Boris abgedankt. König Boris hat gestern die Negierung angetreten.
Jltnüicfee üemsche QgrMricdie.
wlb. Großes Hauptquartier, 3. Okt. 1018. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppen Kronprinz. R r: p p recht und Boehn.
In Flandern wurden feindliche Angriffe nördlich von Htadeu, nordwestlich und westlich von Noesclare abgewiesen. Wir machten hierbei etwa 200 Gefangene. Ebenso scheiteeteN' am Abend Tülangriff'e L.s Gegners beiderseits dev Straße Z)pcrn— Menin. Armcntiereü und Lens wurden in der Nacht vom 1. zum 2. 10. kämpf
los geräumt. Wir bezogen rückwärtige Stellungen östlich
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dieser beiden Städte. Der Feind ist im Laufe des Abends teilweise nach starker ArUllcric Vorbereitungen auf verlassene Stellungen über die Linie Flenrbaix—La Bassee —Hulluck gefolgt. Vor Cambrai ruhiger Tag. Teilanqüffe des GegneiS aus d> c Schcldeniedecung der und südöstlich von Rumillh wurden abgewicsen. Stärkere Angriffe und Vorstöße gegen unsere neuen Linien nördlich und südlich von St. Quentin scheiterten.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Südwestlich von AniZY !e Chateau und nördlich von Filain schlugen wir Teilangnffc dcs Gegners ab. Schleswig-holsteinische Regimenter verteidigten ihre Stellungen auf dem Rücken des Chemin des Damcs gegen starke feindliche Angriffe. Vorfeldkämpfe vor unseren neuen Linien nordwestlich von Reims. Der Feind stand hier am Abend in Linie Chandardcs—Cormicy und dicht vor dem Aisnekanal. — In der Champagne setzte der Franzose mit starken Kräften seine Angriffe östlich der Suippes gegen St. Marie ä Ph sowie zwischen Somme-Ph und Monthois fort. Oectltche Elnbruchstellen südlich von Orfeuil wurd.-n in Gegenstößen verkleinert. Auf der übrigen Front sind die Angriffe vor unseren Linien gescheitert. Auch beiderseits der Ais ne und irr den Avgonncn blieben Teilangriffe des Feindes ohne Erfolg.
Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff.
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Berlin, 3. Okt, abends. Heftige Angriffe des Feindes nordwestlich von Roeselace und auf breiter F ont nördlich von St.Quentin und in dexChampagns sind unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert.
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wtü. GroßesHauptquartier, 4. Okt. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.
In Flandern giiff der Feind mit starken Kräften Zwischen Hooglede und Roesclare an. Beiderseits der Straße Graden—Roeselare drang ec in unsere Linien
ein. Bayerische und rheinische Truppen warfen ihn in schneidigem Gegenstoß wieder Zurück und machten hierbei etwa 100 Gefangene' — Vor Cambrai nichts neues. Teil- kämpfe südlich von Aubencheul und bei Proville, in denen 70 Gefangene eingebcacht wurden.
H eereLgruppe Boehn.
Auf breiter Front zwischen Le Catelet und nördlich von St. Quentin setzte der England c erneut zu einheitlichem Dmchbruchsversuch an. Beim etstrn Ansturm gelang es dem Gegner, Le Catelet Zu nehmen, bis Beaurevoic und Montbrehain vorzustoßen und in Seque- hart einzudringen. Beiderseits von Le Catelet warfen wir den Feind wieder in und über seine Ausgangsstel- lungen zurück. Teile der Resirve-JnfanLeriercgimenter 90 und 27 unter Major Goder, Rittmeister Frhrn. v. Wangenheim und Oberleutnant Slenner sowie Batterien des 2. Garde-Felda?.tillertecegiments und des Feld- axtillertcregimenls 208 zeichneten sich hierbei besonders aus. Beaurevoir wurde wiedcrgenommen. Umfassend an- qesetzwr Ang iff sächsischer, rhelnischer und lothringischer Bataillone brachte uns wieder tu den Besitz von Mont- brechatn. Slquchart blleb nach wcchselvollem Kampfe in Händen des Feindes. Am Abend folgten starkem Feuer südlich von St. Quentin feindliche Angriffe, die vor unseren Linien scheiterten.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Auf dem Rücken und an den Hängen des Chemin des DameL dauerten die heftigen Vorpostenkämpfe auch gestern an. Stärkerer Angriff der Italiener wurde abgewiesen. An der neuen Aisne- und der Kanalfront nordwestlich von Reims stehen wir überall in GefechtS- berühcung mit dem Feinde.— In der Champagne griff der Franzose mit teilweise frisch eingesetzten französischen und amerikanischen Divisionen auf breiter Front zwischen der Suippes und der Aisne an. Seit Beginn der Schlacht östlich d r Su'ppes und bei St. Marie ü Ph im Kampfe stehende westfälische und Jägerregimenter schlugen auch
(Fortsetzung auf der 4. Seite.)
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^ Rohstoffe aller hört.
Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe leisten, werden bei sonst gleichen Geboten bevorzugt. Die Nricgs- anleihe wird zum vollen Nennbeträge angc- rechnet und bis zur Höhe des Kauf- oder ZuschlagpOifes in Zahlung genommen. — Als Kriegsanleihe in diesem Ginne gelten sämtliche 5')sigen Gchuldverschreibungen des Reichs ohne Unterschied sowie die seit der 6. Anleihe ausgcgebenen 4'/r % igen auslösbaren Schatz- anwersungen.
Also: Niur die Kriegsanleihe, nicht der Besitz baren Geldes, bietet Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende das, was er braucht, aus dein freiwerdenden Nriegsgerät erwerben kann.
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