ttrti’ft icürocif« nach stärkster Feuervr obere itung wiedccholten /Endlichen Anstürme führten zu erbitterten. M* in die fc/un- fetortt andauernden Kämpfen. Beiderseits Gouösoucn'.rt veim<indLe der Feind in den hartnäckigen Graben.mnp.-en auch Flammenwerfer. Ebenso westlich Bellicourt. w>> er >e.no SLnrmtruppen in gepanzerten Lasttrastwag^n -bis in das oor- ilqe Kampfgelände heran,'ckraffte. ZrRkchen Gou^saneourt und Omignonbach wurden gegen 50 zerschossene Lanks gezr.Y.t. Bei der Tankabwehr zeichnete sich besonders das Feld^Art.- Reaiment 108 und das Reservebataillon des Mo-Art.-^Ägrs. 241 aus. Die blutigen Verluste des Feindes sind^ außerordentlich hoch. Eine Brigade der 3. kanadischen Dtvtnon me.- dcte durch Funkspnuh allein 54 Offiziere und riber 1050 Mann an Toten und Verwundeten. Südlich des Onngnon- baches begann der feindliche Angriff 8,30 Uhr morgens.. In zäher Verteidigung wiesen hier unsere Truppen alle bis »um Abend mehrfach wiederholten feindlichen Amrürma ao. We,t« lich St. Quentin kam ein anscheinend beabpchtvgter selnokäM Angriff in unserem erfolgreichen Mwebeleuer nicht zur fcni- Wicklung. Beiderseits Orvillcrs entwickelten sich nach kurzem starkem feindlichen Feuer Tcilangriffe, die unter Ombel)alt einer größeren Anz-adl Gefangener restlos angewiesen wurden. festlich des Suippes machten w,r rn örtlichen Kämpfen am Hexenberg eine größere Anzahl Gefangener. Das starke Artiiteriefeuer griff auch auf das Hoch engelande westbch der Suippes über. In der Champagne begann der tis,gegliederte feindliche Angriff am Vormittag gegen 8 Uhr nach vorher- gegangener starker Feuervorbereitung. Der Hauptdruck lag -wischen Somme-Ph und Ardeuil. Gegen Abend, griffen starke Fliegerocrbände in den Endkampf ein. Der wiederholt mit Panzerwagen gegen dir Höhen südwestlich Apremont an- stürmende Feind wurde abgeschlagen, östlich Älpremont er- folgte am Vomnittag in Richtung Exermont nach mebvsach abaewicsenen Tankangrifsen ein amerikanischer Einoru.ch. Eigener Gegenstoß warf den Feind über seine Ausgangsstellungen zurück, gufa-mmenaefaßtes Artillemefeuer schlug vernichtend in den zurückflutrnden Feind. Glerchzeltm wur. e Avremont, das bereits mehrfach den Besitzer gewechselt hatte, zurück-',enmnmen. Zwischen Lierges und Drisulles rannte der Amerikaner mit starken Truppen 8 Uhr vormittags beginnend mehrfach gegen unsere Linien an. Ein 4. gegen den Südrand r.^s Waldes von Eunel am Nachmittag unternommener Ansturm brach im zujammenqcfaßten Artillerie- und Maschinen- aewehrfeuer ebenso verlustreich-zusammen, wie seine übrigen Anstürme bei Diera es und Drieulles. Das 3. Bataillon des Inf -Regts. 150, das am 23. bereits 10 feindlickn Anorff,-« oboewiesen hatte, schlug gestern wiederum zwei feindliche Lankangriffe ab und brachte 10 Tanks zur Strecke.
Drr englische Bericht.
bb. In dem amtlichen englischen Bericht heißt es: Die Marinedtvision und die Kanadier drangen in die Außen, viertel von Cambwi ein. Die britischen Truppen machten in drei Taaen 20 000 Gefangene und erbeuteten 300 Ka- öanen. Aus dem letzten örtlichen französischen Bericht onuyt hervor, daß die Franzosen den Höchstpunkt des Damen-, rdeaes erreichten. Sie sind zwischen Ailette und Arsne nao.) dem letzten amtlichen Bericht rund 3200 Meter duvchschnitt- Sich vorgerückt. — Rach einem amtlichen Bericht aus Palästina stieg die Fahl der von den Engländern bis zum 27. September gemachten Gefangenen auf 50 000, die Zahl der erbeuteten Kanonen auf 325.
Zum dsuisch-eugltfchs« Gcfaegeueru-.bkommen.
WTB. Berlin, 1. Okt. Reuters Bureau hat kürzlich die Halbamtlichen deutschen Erklärungen zur Frage der Boll- ziehung der deutsch-eiuglischen Vereinbarung vom 14. Julr dieses Jahres über Kriegsgefangene und Zivilpersonen als ungenau bezeichnet, aber dabet keiirerlei Tatsachen Vorbringen können, wodurch die Erklärungen entkräftet werden. Diese werden vielmehr voll aufrechterl-alten. Der Sachsiand ist gegenwärtig der, daß die deutsck-r Regierung den Abänderungsvorschlag der britischen Regierung zu der Ver- einbarung abgclehnt hat. Dieser ging dahin, baß die U- VooLLesatzungen von der He-imbejörverung völlig a-usge- sthlonen werden sollten, was für die deutsche Regierung unannehmbar ist. Deutscherseits ist die Vermittlung der niederländischen Regierung in Anspruch genommen wor- den, um der britischen Regierung die Bereitwilligkeit zur Vollziehung der Vereinbarung auszuspreclxi, falls gen,aß dem von den deutfcl-en Vertretern boi der Unterzeichnung gemachten Vorbehalt die Lage der Deutschen in China unter englisck)er Mitwirkung eine befriedigende Regelung erfährt. Bon der britischen Regierung hängt es nunmehl ab, ob die Vereinbarung vom 14. Juli zur Durchführung gelangt.
Der österreichisch-unsarUHe tzeeresLerjcht.
WTB. Wien, 50. Sept. Amtlich wird verlantburt: Auf ve» italienischen Kriegsschauplätze erfolgreiche Pirirourllen- unteruehmungen. Unmittelbar westlich des Ochrlda-Sees ha- ben wir, der Lage an der bulgarischen Front Rechnung tragend, nach örtlichen einen Gelönbestreifeu geräumt.
Der Chef des Geueraistsbe».
Mmge Frsgrn.
Don einer Persönlichkeit, die in den letzten Tagen fortgesetzt mit den umßgebeiwcn Rolchsstellen und Mtgliedern des Reichstages verhandeln konnte, erhalten wir folgende Darstellung: De' Sonderschritt Malinows hat angeblich die deutsche Regtcru"J überrascht. Schon vor einigen Taarn war es llar, daß mit einem jolchrn Plan des bulgarischen Wnisterpräsidenten zu rechnen war. Politiker, Militärsund Kaufleute, die sich in Sofia aufhielten, haben seit langem die Gefahr erkannt und gewarnt. Im Auswärtigen Amt war man aber ger<ckezu überrascht, man hatte keines- falls an eine solche Entwicklung gedacht. Es wäre dcll-er -u erwarten gewesen, daß von Seilen dieser Reühsstelle sofort mit allem Nachdruck in Sofia gearbeitet worben wäre. Man kennt allerdings die Persönlichkeit Malinows. Man weiß, daß er in Rußland ferner Militä'pfllcht genügt f>ct; in sin weiß daß seine Frau eine Russin ist. Und ihn hat mau als oeu großen Deutschenfreund gefeiert! Die Entwicklung irr Bulgarien ist vielleicht wieder einmal ein Be- mit dafür, daß wir in Veutichlmrd zu se'ttimenlal vorgehen. Mer abgesehen versteht uin es nicht, lote dir deutsche
Neglorung es venia-cht Hai, Vertrüge mit Bulgarien abzu- schließ,»», die so dehnbar ftlch, da^j ein berart^ier Schritt :^cm E<U«n -stncs buhp^tscheu Ministrrprüslde^ttn unter- 'warmen werden kann, »hire 02 k man Dvursitzt« d oecfüin- digt, um Suck scägt und ans seine En1schilezu«g hört.
W«»m über -lese Ding« Wohrbeil unb SkirJacU gefordert wird, tann mi& si« arvch ^vrbLrt darüber, wie es zirögitch d«ch «tngeredct wer-
t'Äii der fei Ende cep-
»eiulm- 1018 man au der gerne! nsamru
a-a^edonrjchea §ri>.>i ntchss voa ?4e(cji Gerüchten/ Ferner v»»b«bEc^ n»:ch 'v^rbcn: lst es richtig, daß
i Dkjlituw 4 '•*» aun.cickastst'chi:
schaft ln Gosia, der natürlich der unbehinderte Drahtvsr- kchr' mvgblch war, mit dein Entente-Oberkommando in Saloniki verhandeln konnte? Ist es ferner richtig, daß der Rückzug der bulgarischen Trnrpprn bis zu einem gewissen Grad sogar verabredet war?
Das deutsch- Volk und seine Vertretung, der Reichstag, hoben heute nicht nur das Recht, fsndsrn o«ch di« Pflicht, ote Antwort auf soW« Fragen zu erlangen. Auch auf deutscher Seils find tn den bulT-arifck'en Angelegenheiten einige Fehler gemacht worden, dir man offen zugeftHen muß. Da cM es nichts anderes als dl« eine Forderung: Ungeschminkte Wahrheit! -
Str kuWcMr Kerresderfcht.
Sofia, 30. Sept. GrNsralstoLsKerliüt vom 20. Gept.: Mazedonische Front: Westlich des Wardar setzten uuserr Einheiten ihre Brwrgnngen plangemäß fort. FDlfchen Wardar und Struma Kämpfe der Nachhuten mit schwachen feindlichen Kräften. Im StrAmatsle erfo?gre!che PatrouiLengesechte.
Die bul§arks'.hs Abrrtznrrng beim Feinde.
bb. Reuter meldet aus Paris: Der französische Ober- komuwndierende in Saloniki empfing die bulgarische Abordnung, die über die Bedingungen eines Waffensit Mundes unterhandeln sollte. Cie besteht mis dem bulsrcrrischrn Ft.wnzminister Ltpketoff, dem kommandierenden General der 2. bulgarischen Arms«, Lukeff, und dem früheren TU- nister Rad eff. zcMst
Dir BeHingungen der Erbrüt« für Bulgari?«.
db. Dl« holländische Press« sagt zu der vorläufigen Antwort der britischen Regierung auf das Waffenftillstmidsan- gebot Bulgariens, daß der Frieden, der sich in dieser Antwort und in den englischen und französischen Pressest'immen der letzten 24 Stunden cxbzeichnet, sich s^r wenig von demFrieden von Litaulsch-Brest, der von der Entente fortgesetzt als schändlich bszoichnet wird und den sie bekämpfen zu müssen vorgibt> unterfchedbet, im Gegenteil, er enthält dis Richtlinie eines viel entehrenderen und ernlvdrtgeirderrn Frirbensfchiusses als der von Litauisch-Vrest. Es ist sehr wohl Möglich, daZ dieser Frieden fllr Bulgarien eine Wolfsgnibr wird, weil die Entente die Regelung oller territorialen Fragen der späteren Frlc- dencckonfercnz Übertragen will, wo Bulgarien vielleicht noch schlechter abschneiden wird als steut«.
König Ferdinand v«rfichsrt feine Bsudestreue.
Berlin, 1. Okt. Wie wir bestimmt hören, hat Könkg Ferdinand von Bulgarien an Kaiser Will>elm ein Telegramm gerichtet, in welchem er ihm in gleicher Weise wie in seinem Telegramm an den ^riser von -östrrrsich seiner Vunbrstreue versichert.
Neues bulgarisches Kabinstt.
bb. Laut Voffifcher Zeltuug bst d?r Einmarsch der demt- scheu mib der bftcrrrichisch'kngorische« Truppe« in der Haupt- stadt Bulgariens im «Lgemeiue» eine q»te Wirkung a«sg«- kbt. Dem Bernshuken nach stehe die BUbung eines previfsri- fchen Ka^netts bsvüt, in dem auch mehrere General« Platz l.whtn x-erdc«. Mit der Leitung des Kabinetts foH Pefchrw betraut Verden, der Ut Ministe;um Rvdoelaworv UaterrM^. 4 «- miuistrr »ar und der in der Ssüranje ÄH«r einen grußLn Anhang verfügt.
Die Lage in Sofia.
TU. W l t w, 1, Okt. Die Blätter erf-ahrrn von rmt«rr:H- teter Seite, daß die La^e in Sofia nach wie vor uugekiLrL ist. Feststeht, daß in drr SoLranje sich elu starker Widerstand gegen Mauuo« heL-.erkL»ar macht und sich um den früheren Minister- prÜsidenteu Radsslawow alle jene bulgarischru Patrioten schar««, welche mit dem Frlsdrasschrltt Malinows nicht einverstanden siud. Diese werden in bu Sobranje den Kampf gegen Malinorv anfnehmen.
Dür Bs«bestreue der Türkei.
WTB. KoxstLntinopel, l. 'Okt. Das osm-anische Volk hat die Probe, aus die es die bulgariscl)« Nachricht stellte, vollkommen würdig bestanden. Die erst« Überraschung wich ruhiger KaltblütigÄt, besonders nach dem Ely' ■ .ffen. der Rach. Acht von der Ankunft deutscher und öfters. ^ ischer Truppen irr Bulgarien. Di« Presse weist darauf hin,' daß «in solcher Schritt von Mckinow, dem Russen- und Ententesremck), seit Antritt in die Negierung erwartet wurde und daß er schon unter Äradoslcnoow die Disziplin der Armee untergrub. Der beulige ^Terdjuman^ erklärt, vielleicht konnte Malinow bei der Auflösung der Armee nicht anders hairdsln, aber Aä> linow verursachte eben die Ltuflösung.
Franzisische Presirsiimmr».
TU. Das buloarisll^e Friedensangebot rief tn Paris groß« Erregung hervor. Allgeuwin wird mit großer Befriedigung der höflich« Ton der Antwort des Genesis Fvanchet d'Lspe- cey hervorgehoben. Plastisch erklärt im Petit Parisien, man dürfte Bulgarien nicht allzugroßes Vertrauen entgegen bringen. Dos bulgarische Heer sei noch nicht geschlagen und das bulgarische Gebiet noch nicht vollständig besetzt. Der ^Temvs" hebt hervor, daß die militärischen Operationen gegen Ditlga- rien keinen Stillstand erleiden. Wenn Bnlgarisn auch den Friederl wolle, so müsse es ohne weiteres die Fr leben 5-bedin- gungen der Entente annehmen. Der ^Petit Parisien" enrp- fiehlt das äußerste Mißtrauen gegen Bulgarien; bei etwaigvn Frrederrsverl-andlungen könne es sich nicht nur um bi« Zerstörung der bulgarischen Borherrschcrft arff dem Balkan handeln, virlmehr müßten Serbien, Griechenland und Rumänien unbedingt di« chnen gehörigen Gebiete wieder ergingen.
H»Ländisch« Stimnreu.
VTD. Amsi-erb»'K, 1. Okt. .Het Baberland" schreibt: Selbst rw'nn die Türkei und sogar Osirrre«ch dem bulgarischen Beispiel folgen, wird Deutschland den Krieg fortsetzen. Eine andere Aussicht können wir nicht sehen, es sei denn, daß Deutsch! ri> einen Frieden erreichen kann, der es nicht wirtschaftlich lähmt und deutsri^s Gebiet unberührt läßt. Den Krieg an der wirklichen Hcnrptsrvnt, nämlich der Westfront, führt Deutschland dl>ch so gut wie allein. Die Türke! und Bulgarien sind für Deutschland Bundesgenossen gewesen, demn es mehr geben mußte, als es von ihnen empfing. mer wieder muß Deutschland bei springen, um ihnen aus der Not zu helfen. Nun kann es feilte Kräfte, dir cs hierzu ab- splitterte, auf der Westfront ansetzen. Wird Deutschland imstande sein, einer Welt von Feinden die Stirn zu bieten? Wir glauben es. Diese vier Kriegsjahre haben dülvbig bewiesen, daß eine gewaltige Kraft im dentsck-en Volke steckt. Sein Widerstandsvermögem seine Hilfsniittel ftir den Krieg, sein Unternehmungsgeist schiienen unerschöpflich.
Düsseldorf, 1. Okt. Für die bevorstehenden Stadtvev- ordnetenwahben ist zwischen der Liberalen Bereinigung, der Zcntrumspartei und der Eozlaldemokcatischen Partei, die bisher in der Etadtverorduetenversammlung noch nicht ver- treten war, ein Abkommen getroffen word-.'n. Dos Zentrum tritt an die Sozialdemokraten drei Sitze tn der dritten Abteilung ab. Dafür erh'ilt das Zent'um von den Liberalen swel Sitze, und rnxir eitlen dauernd und einen abwechselnd kür IWnic.
Glegb«rg, 1. Okt. Den 100. Geburtstag feter^ i« köv^ perltcher und geisti-er Frische StsiterLinnÄpn« a. D. Ircktus
Roche von hier.
Dortmund, 1. Okt. Mit der. Frags der Derkürzung der Arbeit«zeit beschäftigte sich eine Versammlung von Ärbeiter- ausschllssen Dortmunder Werke. Die Versiünnckuna yahm eine Entschließung an. tn bet es u. o. heißt: .Nach den Er« klärungen eine« Teils der Werke, daß nach Erleichterung der Krisgslaa« di« Frage der Aroeitszeitverkürzung ernvuß erörtert werden solle, glaubt die Versammlung ihren Mitarbeitern empfehle« zu können, der augenblicklich besonder« schwierigen Kriegskme Rechnung zu trc«en und zurzeit von der Durchführung ihres Forderungen Dbstvnü z« nehmen. Die Versammlung erwartet aber, daß die Herre« Arbeit» geber dank der erneuten Forderung der Arbeiterscbaft auss «nbsprechend« Verkürzung der Arbeitszeit verständntsvoÜ auf der ganzen Linie Rechnung tragen und nicht etwa Kon» kurrenzrüchichten als Ablehnunasgrund in« Feld führst Wenn die Verfmunilung sich entichLießt, ihren MtarüeltM-, däes zu empfehlen, dann erwartet sie, dak einostei!« für em« bessere Ernährung Sorg« getragen wird, andernteils ab«- auch die Arbeitgeber ihnen insofern Entgegenkommen zeb,. aen, als sie ihrer Arbeiterschaft die Weitertraaung diese« ürngen Arbe-itszeit und die Zahlung der kbsrmaßige« Leu^ erungspreise auch ermöglicht.
Dortmund, 1. Ott. Die 1000 Iungmmine«, bk <hh 2& Juli aus westfälischen Städten nnü Hamburg zur Hilft-^Ä- stung an der Obsternte lm besetzte« Gebiet ausrückten, ftntz zurückgekehrt. Die Verpflegung und der Gesundheitszustand der jungen Leute war während des ganzen Aufenthaltes mtf» französischen Boden gut. Die Ernte war ür Vergleich zum Vorjahre mäßig.
Fröndenberg, 1. Okt. Von merkwürdigem Dünger erfährt men aus hiesigen landwirtschaftlichen 5tteis«n. Auch aus Ergste, Menden usw. wird Äihnliches berichtet. sind dort ganz« Wageirtabungen vsrdorbeuer alter Kartoffeln angeUefert worden mit der Weisung, sie ju — Drlngezweckeiß zu verwenden. Die Erregung in der Bevölkerung ist «ichj gering.
A»s dem Bogelsöerg, 1. Okt. Zn diesem Herbst« sind dir Pilze sehr gilt geraten. Nasses und feuchtes Wetter ist Pilz» weiter. Bedeckten vorher die Tristen und Bergwiesen dl« Champignons in selten vorkommender Anzahl, so ist es jetzt einer der allerbesten Schwämme, der Steinpilz, der häufig im Wald« anzutreffen ist. Daneben steht der Gleichfalls leicht zu erkennende Pfifferling in nicht geringer Zahl. Schade mi«. daß die besten Pilze auf dem Lande so gänzlich unbekannt sind, wie überhaupt noch alle Scbwammkunde tm Dunklen hier liegt. Gewiß gibt es noch mehr eßbare Pklze, aber dlestz drei genannten sollte jedermann kennen lernen, «umal si« in einer Zeit des Fleifchmangels einen trefflichen Ersatz bis. trn. Von einer Bewegung für die Pilzkunde, wie sie im oori» en Jahre anhob, hört man in diesem Jahre nichts.
Sscst, 1. Okt. Die anläßlich der Fleischvergiftung in. Kanren Argen die Fleifchmehlfabrü in dem benachbarten^ Lohne e^odenen Verwürfe haben sich insofern als unbs». gründet yerausgestellt, als die bisher bekannt gewordenen, Verfehlungen von Anaestellten ohne Dorwiffen der Inbaberv ausgeführt worden sino. Der Werkmeister Eledhoff und de^ Knecht Glatze! haben allording» tu einer ganzen Reihe vorj Fällen Fleisch von gefallenen Pferden zum menschlichen Gemtg nach Kamen und anderen Orten verkauft. Auch gtgeune« haben Fleisch erhalten. DevierLenswert ist, daß der Kncä)L Glatze! von Kamen stamvit und dort längere Fett gewohnt hat. Dolde Angeschuldigte befinden sich noch tn Haft.
Marl, 1. Okt. Am 18, September kam ln Drewer das IX Jahre alte Kind K. dadurch zu Tods, daß es beim SpielLv» in eine hinter dem Hause gelegene Senkgrube aefallen und ertrunken war. Der Hauseigentümer K. hatte sich vor dem, hiesigen Schöffengericht wegen fahrlässiger Tötung des Kindes zu verantworten. Die hinter dem Hause gelegene Senkgrube war vom Angeklagten nicht gehörig adaedeckt worden. Auchs eine Umzäunung der Stelle was nidjr vorhanden. Dev Angeklagte wandte ein. daß er mehrere Jahrs lm Felde wesen sei. Sein Versuch,, die Grube neu einzudeckrn, sej nicht durchführbar gewesen, da er Ersatzftücke an Holz usnx. nicht habe bekommen können. Das Gericht kam ru eines Freisprechung des Angeklagten von der Ankura« der fahrlüss^ gen Tötung und ervannte lediglich wegen lloertretung oej Baupolizeiverordnung, welche das Nicutabdeck^n derartigeff Gruben mrter Strafe stellt, auf 30 Ji Geldstrafe.
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Ass sker Wett.
Berlin, 1. Okt. In der gestrigen Sitzung de» ButtdesvcttG wurden angenommen: 1) der Entwurf einer Bekanntmachung' über die Festsetzung de» IahresavbeitsverVienftss tn der land-t^ wtrtschafüichen Unfallverficyerung, 8) der Entwurf einer Be-^ kanntnuichung Über den Betrieb von genehmigungspstiästiger« gewerblichen Anlagen. 3) der Entwurf einer BerordnünF über den Verkehr mit Zucker.
WTB. Berlin, 1. Okt. IN Berlin sind ta drn letztE Tagen sieben Fälle von asiatischer Cholera vorgekommen, vor^ denen sechs tödlich verlaufen sind. Die Grkrantten waren Krankenhäusern abgesondert. Die erforderlichen Diatzregelrr sind getroffen. Ein Grund zur Bsunruhtgurrg liegt nicht ov«
Laüiau, 1. Okt. An dem tm Kreise Labiau gelegenen. 18 Kilometer langen ^Großen Friedrlchsgraben^, Tei^.streÄ des Pinnenschlffohrtsweaes Könlgsberz-Cilstt-Rußland, hat^ ten sich im August 1914 die Russen festzesetzt und hier durck^ zahlreiche mutwillige Brandlegungen und durch umfassendVl Plünderung in der bekannten Weise gehaust. Durch dc» Sieg bei Tannenbevg wurden sie dann zum Abzüge gezwun*' gen; so sind die verschisdenen an dem wichtigen WasserzugL sich hm ziehenden Ortschaften vor der gänzlichen ZerstörunF bewahrt geblieben. Um das Gedächtnis der beiden Befreiet Ostpreußens dauernd mit dieser Gegend zu verbinden, Ifll kürzlich beschlossen worden, die Namen zwrier am lfriedrichs^ graben gelesenen, gleichnamigen Ortschaften nach Hindenü bürg und Ludendorsf zu tzen^'N^n. diachdem die beiden Feldherren dem Landrat des s ihr« Zustimmung $ut Namensänderung erklärt hatte rrunrnrhr durch allerhöchsten Erlaß vom 9. August d. Zs. aeneKmigt worden, daß drei Landgemeinde Groß Friedr'^c>rvLden I den Namen Hinder»-' bürg und dls Landgeuicinde Groß ffriedrlchsgraben ll Namen Lrrderrdorff erhält.
Haft»efehle gegen frühere rumänische Musstet.
WTB. Bakareß, 1. Ott. Drr parlomvntarische Un suckMng»au»s<huß !)at einen Haftbefehl gegen den fr " BLikarester Polizeiprafekden Corbeseu erlassen, der stck der Perch^ftuira durch die Flucht entzogen hat und m niutltck) m Begarobieu versteckt hält. Der ausschutz ordirete ferner die zwangsweise VorsiWE^ fiuiwwn Htsrolen Ministers CvnjüurtinL»^ «a. %


