Ausgabe 
3.10.1918
 
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Nr. 88.

Telephon Nr. 362.

Donnerstag, d.u 3. Oktober 1918.

T c! e p h o n Nr. 362.

31. Jahrg.

Jlnllkbe aeutscde CigesfeericbU.

Berlin, 30Sept. Im Sperrgebiet um England ver­senkten unsere U-Boote 13809 BruLtocegistcrtonnen.

Der Chef des Admtralstabes der Marine.

9 .

wtb. Großes Hauptquartier, 1. Okt. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht.

Nahe an der Küste nahmen wir bei einem erfolg­reichen Vorstoß einige hundert Belgier gefangen. Unsere neue Front in Flandern verläuft im Zuge der in der vorjährigen Flandernschlacht ausgeöauten rückwärtigen Stellung von dem Handzome-Abschnitt Wests, von Roeselare vorbei über LedegemGcluve nach Werv k und dann in der Lhs Niederung nach unserer alten Stellung bei BrmentiercS. Der Feind griff gestern nachmittag zwischen Noeselace und Wervik an. Ec wurde vor unseren Linien abgewiesen. Neben Belgiern und Engländern nahmen wir gestern hier auch Franzosen gefangen. Vorstöße des FeindrS Zwischen Fleurbaix und Hulluch und Teilangriffe gegen die Höhen von Fromelles und AuberS schctrerten. Beiderseits von Cambrai setzte der Engländer tagsüber seine heftigen Angriffe fort. Am Nachmittage gelang es einer neu eingesetzten kanadischen Division, vorübergehend nördlich an Camb rat vorbei auf Namillics vorzustoßen. U tec Führung des Gencrallcutnants von Fritsch warf die in den Kämpfen zwischen Arras und Cambrai besonders bewährte württembergisch^ 26. Reserve'Division den Feind wieder auf Tilloy zurück. Auch südlich von Cambrai haben wir unsere Stellungen gegen den mehrfachen An­sturm des Feindes restlos behauptet.

Heeresgruppe Boehn.

Beiderseits von Le Cateüt nahm der. Feind am Vormittag seine Angriffe zwischen Vandhuille und Jou- court wieder auf. Auch südlich von Jovcourt und südlich der Somme entwickelten sich am Abend heftige Kämpfe. Angriffe des Feindes wurden überall abgcwrrsen.

Heeresgruppe Deutscher Kroupriuz.

Gk'gen unsere Linien zwischen Aisne und Vcsle und über die VeLle zwischen Breuil undJouch-v richtete der Franzose heftige Angriff-?. Trotz mehrmaligem Ansturm sind sie bis auf einer^Teilerfolg, der den Feind 'auf die Höhen nördlich von Breuil führte, gescheit.'t.' In b?c Champagne beschrankte sich der Feind auf Teilangriffe

ErfMreichs Uhwehr im WefteN.

östlich dcr Suippcs gegen St. Marie ä Py, nördlich von Somme-Py U)it> gegen unsere neue Linie, die wir in der Nacht nördlich von Aure und Meryaux bezogen hatten. Sie wurden abgewtesen. Bei St. Marie ü Ph nahmen wir hierbei zwei französische Kompagnien ge­fangen. Mit stärkeren Kräften griff der Amerikaner östlich der Argonncn an. Brennpunkte des Kampfes waren wiederum Apcemont und der Wald von Mon- trebeau. Wir schlugen den Feind überall zurück. Ec erlitt auch gestern wieder besonders schwere Verluste.

Heeresgruppe GallwiH.

Auf dem westlichen Maasufer blieb die Gesechts- tätigkelt auf Störungsfeuer beschränkt. Infanterie, Pioniere und Artillerie haben an dcr Vernichtung zahl­reicher feindlicher Panzerwagen gleichen Anteil. In den letzten Kämpfen taten sich hierbei besonders hervor: die Leutnants Suhlig und Burmeistec vom Reserve-In­fanterie.Regiment 90, die Vizeseldwebcl Jolkmann vom Garde Reseive Schützen-Bataillon und Pauguth vom Reserve JnfanteLie Regimr'nt 27, die Leutnants Kerbel vom Feldartillerie-Regt. 40, Schreplec vom Feldartillerie- Regt. 74, Ribbelt vom Feldart-Regt. 108, Mayer und Bcäuer vom Reserve-Feldart.-Regt. 241, Darninghaus vom Res.-Fcldart.-Regt. 63 und Unteroffizier Thele vom Feldart. Regt. 40.

Ter Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 1. Okt., abends. Hastige Angriffe des Feindes in Flandern, beiderseits von Cambrai und in der Campagne wurden abgewü'scn-

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wtb. Großes Hauptquartier, 2. Okt. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

In Flandern, beiderseits von Cambrai und in der Champagne wehrten wir heftige Angriffe des Feindes ab. An rührigen Frontabschnitten: bei St. Quentin, nordwestlich von Reims und westlich der Argonrnn nahmen wir Teile voffpringendlr Linien in rückwärtige Stellungen zurück.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Nördlich von Staden machten wir bci Abw hr feindlicher Angriffe etwa 100 Gefangene. Zu beiden Seiten der von Ipern auf Roeselare und Mcnin führenden Straßen griff der Feind mehrfach vergeblich an. In Ledagen faßte er Fuß. Im Gegenstoß nahmen wir den Ostteil des Ortes wieder. Nördlich von Menin zeichnete

sich das sächsische Reserve-Grenadier-Regiment 100 unter Führung des Oberstleutnants v. Sigedi ganz besonders aus. Auch das In antecie Regmt. 132 unter Führung des Majors Panse hat hier bet den letzten Kämpfen Besonders geletstet. Feindliche Teilangriffe südlich von La Boffee wurden abgewiesen. Der fünfte Tag der Schlacht um Camprai endete wiederum mit einem vollen Mißerfolge für den Gegner. Nördlich von Sancourt schlugen schlesische und kurhesstsche Regimenter achtmaligen Ansturm des Feindes ab. Weiter südlich drang der Feind vorübergehend über Abancourt, Bantigny und südlich von Blecourt auf Cuvtllers vor. Unser Gegenangriff bei dem sich das Reserve-Infanterie Regiment 55 wiederum be­sonders auszeichnete, warf den Feind über Abancourt und Bantigny hinaus zurück und befreite die tapferen württembergischnr Verteidiger von Blecourt aus der Umklammerung durch den Gegner. Bei und südlich von Cambrai brachten Regimenter der bewährten 3. Marine- Jnfanterie-Division sowie schleswig-holsteinisch: branden- burgische und bayerische Regimenter den feindlichen An­sturm zum Scheitern. Rumillh blieb in Feindes Hand.

Heeresgruppe Boehn.

Zwischen Le Catelet und dcr Oise verlies unser Front seit vorletzter Nacht östlich von St. Quentin vorbei nach Berthcnicourt an der Oise. Gegen die Abschnitte von EstreesJoucourtLesdin entwickelten sich im Laufe des Tages heftige feindliche Angriffe. Beiderseits Seque- hart drang der Feind ein. Gegenangriff ostpreußrscher und posensche Bataillone unter persönlicher Führung des Divffionskomondeurs Generals v. d. Chevallerie warf Ihn wieder zurück. St. Quentin, in den gestern nur noch Ertundungsabteilungen standen, wurde vom Feinde besetzt.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nordwestlich von Reims nahmen wir unsere Truppen von der Beste in rückwärtige Stellungen zurück. Der Feind folgte mit schwachen Abteilungen und stand am Abend in Linie VintelayDillers Franqueux. In der Champagne nahm dcr Franzose seine einheitlichen Angriffe wieder auf. Sie richteiea sich am Vormittag gegen die Front St. Marie ä Py bis Monthois und im Laufe des Tages geg'e.r unsere Linien zwischen Somme-Py und Aure. Seine Angriffe sind gescheitert. Oertliche Einbruchsstellen wurden meist durch Gegenstöße wieder gesäubert. Neben den schon seit Beginn der Schlacht in Front stehenden preußischen und bayerischen Divisionen zeichnete (Fortsetzung auf der 4. Seite.)

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Also: PAir die Kriegsanleihe, nicht der Besitz baren Geldes, bietet Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende das, was er braucht, aus den: freiwerdenden

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