7089 Tonnen vmem.
WTB. Berlin, 17. Sept. (Amtlich) Im Sperrgebiet um England sind von unseren U-Booten 7000 BRT. versenkt worden. Der Ches des Admlralstabes der Marine.
Srotzer englischer WssaslerdaMpser versruit.
TU. Der englische Dampfer „Galvay Castle", 7080 BRT., der am Dienstag von England nach Südafrika abgefahren war, ist am Donnerstag morgen torpediert worden. 34 Mann der Besatzung und 120 Passagiere werden »ermißt. Der südafrikanische Eisenbahnmimfter Vurto» wurde gerettet. Hunderte wurden dnrch Rettungsboote bet stürmischer See südlich von Plymouth gelandet. Die Gesamtzahl der Paffa- giere an Bord beläuft sich auf 800.
WTB. Zu der Torpedierung der Galvay Castle wird ge- meLet: Der Torpedo traf zwischen Maschinen- und Heizvamn. Das Schiff wurde bis zum Oderdeck aufgerissen und droht« tn zwei Teile zu brechen. Ein Boot wurde von einer avo- hen Woge auf die sich drehenden Schraubenflügel der Propellers geschlendert, die es in Stucke rissen. Lin zweites Boot ist nur mit Mühe demselben Schicksal entgangen. Das Schiff hatte 740 Passagiere.
Aus Rußland.
Schreckenstage in Petersburg.
TU. Svenska-Dagbladet (Stockholm) meldet aus Helsing- fors: Aussagen von Augenzeugen, die aus Petersburg zurück- gekehrt sind, bestätigen die Angaben über den wachsenden Terror in der Stadt. Offiziere, Geschäftsleute, Professoren und Künstler werden in Massen getötet. Insbesondere ver-
B t man Offiziere jeder Nationalität. Täglich finden Hausungen statt, wobei Lebensmittel und SclMeine beschlagnahmt werden. Zahlreiche Hinrichtungen finden statt. Die Lebensmittelpreise sind unerhört. Petersburg zu verlassen ist sehr schwer. Nur 10 Personen täglich dürfen von Peters- bürg aus über die Grenze fahren.
Lenin empfiehlt ek» Schutz- und Trußbüudnis mit einer anderen Macht.
bb. Dom Krankenbett aus hat Lenin folgende Erklärung an die Arbeiterräte gerichtet: Die Loge an der tschecho-slo- wakischen Front wird mit jedem Tag gefahrdrohender. Mit jedem Taae überzeugen wir uns mehr und mehr, daß wir allein machtlos sind. Für den Arbeiterrat gibt es nur einen Ausweg, das ist, ein Schutz- und Trutzbündnis mit einer anderen Riacht zu schließen. Um die Macht der Arbeiter und Bauern zu retten, dürfen wir sogar vor einem Bündnis mit hen Imperialisten nicht zurückschrecken.
Der Vormarsch der Japaner ln Sibirien.
TU. Aus Wladiwostor wird gemeldet, daß die japanischen Streitkräfte schon am 5. September in Eharborowsk einmarschiert sind, sich aber in der Stadt fast gar nicht oufiiielten, da ste scharf den sich gegen Blagoweftschensk zurückziehenden Feind verfolgen. Wenn man bedenkt, daß die Japaner ihre Operationen erst am 28. August begonnen haben und in neun Tagen bis nach dem 650 Klm. entfernten Eharborowsk vorgerückt sind, so muß man über die Schnelligkeit desjopcmischen 'Vormarsches staunen. Die Administration in Eharborowsk, die einer Diktatur gleichkommt, hat der durch verschiedene Hverreltaten bekannte General Kalikow übernommen.
Deutschland braucht keinen Wirt- schaltskrieg zu fürchten.
„Unfaire" Geschäftsgebräuche, unanständige Staatsbe- günstigunaen und ähnliches werden in Ententekreisen als Ursachen des gewaltigen Dordringens des deutschen Außenhandels angegeben. 2tur seltene Ausnahmen geben offen die wirklichen Ursachen zu und halten meist auch die deutsche Handelsweise ihren Landsleuten als Muster vor. Ein Beispiel dieser Art bildet ein Bericht der britischen Handels- kammer in Marokko.
Diese Mitteilung begründet den Rückgang des englischen Handels und das Aufblühen des deutschen in Marokko vor- wiegend mit der verschiedenartigen Organisation der Schifffahrt beider Nationen. Während die Engländer sich streng an ihren Fahrplan und an ihre eimnal festgesetzten Frachtbedingungen hielten, waren die Deutschen stets zu Entge- genkommen bereit, sandten bei Bedarf einen Sonderdampfer, ließen die Schiffe ruhig alle vorhandene Ladung verstauen, wenn auch die fahrplanmäßige Aufenthaltsdauer überschrit- ten wurde usw. Weiter heißt es: „Es lag an der Regel- Mäßigkeit und Vorzüglichkeit dieses Dienstes unv nicht an der Billigkeit der Frachtsätze, wenn der britische Handel vor dem Kriege zum großen Teil und in den südlichen Häfen Marokkos fast ganz von den deuffchen Dampfern abhängig war.'' — ,.... es kam so weit, daß eingeborene Kausleute, die in Manchester Waren bestellten, sich ausbedingen, diese Waren durch deutsche Dampfer abgeliefert zu erhalten. Es war dies für sie das einzige Mittel, sich pünktlühe Lieferung zu sichern."
Dann geht der Bericht auf die Geschästsweise der beut- scheu Kaufteute ein, die Leute aussandten, um die Bedürft niste der Eingeborenen zu studieren, er rühmt „die Inanspruchnahme von Künstlern, welche die Ortschaften besuchten,
um unter Mithilfe der Eingeborenen und Farbe von ihnen gewünschten Bekleidungsstücke zu skizzieren."
Schließlich sagt der Bericht, die weitgehende Kreditbewilligung der Deutschen hätte ihnen großen Nutzen gebracht, da, wer in Ndarokko Handel treiben wolle, lange Kredite geben müsse. Dir englischen Häuser aber hätten nier.vals solch« Kredite eingeräumt.
Aus diefrn -.«tzerungen hervor, wie di« wirklichen Gründe für Deutschland, Wirtschaft ich« Macht im Auslanbe aussahen. Sie geoen vor allem aber auch unseren Kauft leuten eine Bestätigung der Zweckmäßigkeit ihrer Handels- weis« und einen Fingerzeig dafUr, wie sie es inachen müssen, um nach dem Krieg« im Ausland wieder festen Fuß fassen zu können.
Bor allem aber zelat der Bericht wieder, daß deutscher
e del, deutsche Gewerbe, deutsche Industrie nicht zu ent- en sind. Manch« Völker haben sich viel zu sehr an deutsche Waren gewöhnt, als daß ste diese auf die Dauer entbehren könnten, manche deutsche Baren sind überhaupt nicht ersetzbar, und vor allem hat der ausländische Kaufnrcrnn gelernt, daß er sich auf den deutschen Kaufmann verlassen tarnt, was Promptheit der Lieferung und Güte der Waren betrifft.
Sollten unsere Feinde dies nod} nicht rechtzeitig ein selben und wirklich noch einen Wirtschrftslriea nach dem Krieg« beginnen wollen, so werden si« es -u ihrem Schaden schnell genug erfahren.
ver Barme«, 17. Sept. Nach dem Borgantz Vü« MÄUl-
Ans WeftdrsMllmd.
Köln, 17. Sept. Dem Vernehmen nach ist in der Sache der lach- Arbeitervereine eine Entspannung eingetreten. Der zeitig« Direktor des Westdeutschen Arbeiterverbandes, welch letzterer 7 Diözesen umfaßt, Prälat Pieper-MGladbach, wird dieses Amt niedeclegen und der birhsrig« Diöze» sanpräses Dr. Müller an dessen Stelle treten.
Köln, 17. Sept. Vor der Strafkammer hatte sich eine Frau Krämer zu verantworten, deren Kind infolge Verschul- oens dieser Frau an völliger Gntkräfttmg gestorben war. Als wegen eines Diebstahls eine Haussuchung vorgenommen wurde, fand man noch 2 Kinder halb verhungert vor. Auf dem Kleiderschrank lag ein Skelett; die Leiche eines Knaben jenes entmenschten W-eibes. Fliegen, Maden und Wür- mer hatten das Fleisch der Leiche vertilgt. Die Frau führt« als Granatendreherin einen liderlrchen Lebenswandel, 5 Kinder hatte sie gehabt, von denen früher bereits 2 gestor- den waren. Das Gericht verhängte ein Jahr Gefängnis strafe bei sofortiger Derhaftung.
Slegburg, 17. Sept. Steuereinnehmer a. D. Julius Rothe begeht am 23. ds. Mts. seinen 100. Geburtstag. Seine Geistes frische ist bewundernswert.
Aachen, 17. Sept. Ein Landwirt, der bei einer Haferlieferung an die Heeresverwaltung irr zwei Säcken Hafer Steine im Gewicht von 28 Pfund verpackt hatte, wurde wegen Betrug von der Strafkammer zu 300 Ji bestraft.
Jülich, 17. Sept. Polizei und Gendarmerie faßte am Schlachthof einen aus Köln stammenden Dieb ab, der dort einen Zentner Butter gestohlen hatte, und nahmen ihm die Beute ab.
Oedt, 17. Sept. Als Täter des großen Plüschdiebstahls im Werte von 20 000 JL wurden mehrere 17jährige Burschen, festgeftellt. Ein großer Teil der Beute wurde in einem Echweinestall verborgen aufgefunden.
Krefeld, 17. Sept. Kürzlich wurde in einem Hause der Rheinstraße ein Unteroffizier erschossen und die Grete Reh- wald als mutmaßliche Täterin verhaftet. Eie bestritt an- fangs jede Schuld, gibt aber jetzt zu, mit dem Getöteten „gerungen" zu haben, wobei der verhängnisvolle Schuß ge- fallen sei. Sie ist zwar aus der Haft entlassen, wird jedoch bald vor Gericht gestellt, da die Sache für die „Ringkampferin, von Beruf Schreiberin, jedenfalls ziemlich „brenzelig" steht.— Der Kriegsbeschädigte Viesers aus Hüls, der wegen Totschlags des Krefelder Polizisten Rellis in Untersuchungshaft sitzt, soll vom Kriegsgericht äbgeurteilt werden, da der Tatort auf Hülser Gebier liegt, also zum Bereich des 8. Armeekorps gehört. Er ist jetzt teilweise geständig, bei der Verfolgung durch zwei Krefelder Beamte „mit einem Gewehr unvorsichtig hantiert" zu haben; die Waffe und Blendlaterne, die Viesers in der Nacht mit sich führte, wurden in feiner Hülser Behausung in einen: Versteck gefunden.
M.-Gladbach, 17. Eept. Die verunglückten 31 Ferien- kinder wurden gestern vormittag um 11 Uhr vom Rathausr aus, wo sie aufgebahrt waren, unter Vorantritt der evangel. und kathol. Geistlichkeit, unter Beteiligung von Vertretern der städtischen und staatlichen Behörden, der EisenbahndSektionen von Köln und Posen, unter Beteiligung der Angehörigen der Kinder, der Schulen usw. zu Grave getragen. Die Straßen waren von einer ungeheuren Menschenmenge dicht eingefaßt. Am offenen Grabe wurde in bswegten Worten der armer: Kleinen gedacht. Eine Unmenge von Kränzen und Blumen war den Opfern gewidmet worden. Aus dem kaiserlicher: Zivilkabinett traf erne herzliche Beileidskundgebung ein.
ier
Neuß, 17. Sept. Eins unangenehm« Überraschung macht« eine aus den Ferien zurückkehrende Dame. Sie fand l)re Wohnung beraubt und zum Teil in böswilligster Weise zerstört. Halbwüchsige Burschen sollen daran beteiligt sein.
Zur Unterhaltung und Belehrnng.
Was man alles vom Reichstag erwartet.
Dem Reichstage sind in der Kriegszeit nicht weniger als 6000 Bittschristen aller Art zugegangen. Alle Kreise des Volkes wenden sich vertrauensvoll an das Reichstagsparlament und tragen chm chre Wünsche vor. Auf einige besonders hervorstechende sei, den D. R. folgeub, hingewie- [en. So bittet ein Bayer um Aufhebung der Vorrechte der mediatisierten Adelsfamilien hinsichtlich der Wehrpflicht und Einquartierungslasten. Einige Westfalen fordern die gesetzliche Festlegung eines Mindestlohns für Kriegsbeschädigte. Auch sotten die Arbeitgeber gesetzlich gezwungen rverden, in erster Linie Kriegsbeschädigte anzustellen. Ein Hannoveraner möchte gern aus den: Bereich eines Armeekorps ln den eines anderen versetzt werden. Ein« treue Gattin verlangt die Beförderung chres Gatten zum Gefreiten und ersucht den Rclchst<>g, sich dafür einzusetzen. Ein guter Reffe bittet um die Zurückziehung seines Onkels an« der Feuerlinie. Ein braver Sohn wünscht seinen in Lodz angestelllen Vater bezüglich der Lebeiunuittclver- ftrguirg. ebenso gestellt zu sehen, wie die anderen deutschen Beamten. Ein Schrveriner regt ar., eine Abstimmung aller 9fei«bstagswäl)ler über die Art des kommenden allgemeinen Friedens zu veranstalten. Ein Leipziger Diicherrevisor überreicht «wen fertig ausgearbeiteten Vorschlag zum Ab- schluß eines Wettfrittten*. Ein Düsseldorfer Pkaler will einer: Kriegs-Mtterordui schaffen, um möglichst viel Knöpft ldchsr K» füll«» ttai vachi« regt bi« G: J.nbimg ein«* «uro-
päisch-asiatischen Staatenbundes an. Einige Eingaben wol- len den Titel „Ingenieur" nicht gesetzlich geschützt sehen, wie andere Kreise es wünschen. Bäcker empfehlen das dauernde Verbot der Nachtarbeit. Hannoveraner wollen eine Reichszollverwaltmrg schaffen. Ern Krefelder verlangt die Erhöhung des Schadenersatzes für in Verlust geratene Postpakete. Verschiedene Schriftsteller fordern die Verbreitung ihrer Schriften. Ein Schöneberger bietet Luftschiffe am Ein Elberfelüer führt Beschwerde über den preußischen Kultusminister. Ein Herr aus der Mark verlangt vom Reichstag einen Bezugsschein für Seife, Soda und Leim. Ein Königsberger fordert die Sicherstellung der Ernährung fei- ner Familie. Die Gold- und Silberschmiede sprechen sich gegen die Luxuesteuer aus. Eine Frau will gesetzlich die Fortbilbungsschulpflicht für DWchen festlegen. Eine andere rLgt die Emftlhrung ^emer Reick)smutterschcvstsversi- cherung an. Line Anzahl Staatsbürger will von:. Hilfsdien Ü befreit sein, aiü)ere wollen im Hilfsdienst besckmftigt werden. Kaufleute empfehlen die Schaffung eines Kcmf- m».:nLknnmergesetzes. Ein RMnchenec legt feine Zug- sicherungsbremse vor. Ein Kölner beschwert sich über einen Eisenbahnbeamten. Einige Schauspieler treten für eine Neuordnung des Theaterwesens ein. Lin Berliner Dichter empfiehlt seine neue Kaiserhymne: „Heil dem Kaiser, Heil!" Lin Fabrikbesitzer in Eberswalde schlägt vor, entbitterte Luvinen zur Volksernähvung zu verwenden. Die Gastwirte wollen ins preußische Herrenhaus einziehen. Einige Vereine verlangen eine bessere Erziehung der Jugend. Ein Koch reicht ein neues Kartoffelkoch-Re-ept eim Ein West-
arbeiter hat nunmehr auch die Arbeiterschaft der Textilnk dustri« des Bergischen Landes eine Bewegung für ein« Ver. kürzung der Arbeitszeit eingeleitet. Die Arbeiter fordern «ine 48stündig« Arbeitzeit in der Woche und einen entsprv chenden Lohnausgleich.
Duisburg, 17. Sept. Die gestern hie, tagende 8. ©* nevalverscnnmluna de» christlichen Metollarberterverbande» Deutschland, beschloß, folgende Depesche an den Kaiser ab- zvsenden: Di« in Duisburg in der Tonhalle tage nid« Gsneral- verfarnnckuna de« christlich-nationalen Metaüarbeiterverban- bc* Deutschlands, der ca 100 000 Mitglieder umfaßt, findet Eurer Majestät ehrerbietigsten Dank für di« landesvsterli- chen Worte, di« Eure Majestät von den Kruppschen Werken au» an di« gesinnte deutsche Arbeiterschaft gerichtet Haberl und die in unser aller Herzen den wärmsten Widerhall ftn- den. Oie christlich-nationale Metall-Arbeiterschaft gelobt Euerer Mc^estüt unverbrüchliche Treue und weist den Versuch der Feinde, zwischen dem derttschen Volke und seinem Kaiser Mißtrauen -u stiften, mit Vernchtuna und Gmp»«::^ nlrück. Wir wollen drirch restlose VfliäKerfullung „hart wie Stahl"' in der Front wi« in der Heimat helfen, den Vernichtung», willen der Feind« z« brechen, dem deutschen Daberlcmde «in» neue glückliche Zukunft zu sichern. Wtebe», v«bcMdsVorsitzender."
Bochum, 17. Sept. Propst Dr. Frvhliug tg pua Drfinitor de» Dekairatev Bochum ernannt worden.
Iserlohn, 17. Sept. Auch in unserer Stadt ist kürzlich kn der Altstadt ein« Geheimschläcbterei entdeckt worden, die augenblicklich noch untersucht wird. Weiter« Geheknsschläch. trreien beftnden sich noch in anderen Stadtteilen. — Im weiteren Verlauft der Untersuchung über die Gehednschläch- teret auf dem Giebel wurde der Metzger SclM. au» der <&* aenb von Kesbern verhaftet. Er hat, wie er zuaab, 6 Küh« bei dem W. geschlachtet, der ihm für jede Schlachtung angeblich 20 Mark gezahlt hat. Das Fleffch ist in dt« banachbartmf Städte gegangen.
Aus aller Welt.
Gitzuug de» preußischen Staatsmiulsteriums.
TU. Das preußische Staatsministerirun trat gestern unttU dem Vorsitz seines Präsidenten, des Reichstanzlers Grafen Hertttng, zu einer Sitzung zusammen. Es ist anzunehmen, daß das Staatsministsrium sich dabet u. a. auch eingehend mit der Wahlrechtsfrage in der Kommission des Herrenhcurfes schäftigt hat.
WTB. Berlin, 17. Sept. Der Reichsanzetger u«ldet die Derlethung des Stern zum Kronenorden 2. Klasse an den
f ürstbischof von Breslau, Dr. Bertram, die Verlechung des ichenlaubes zmn Orden Pour le merite an Oberst Krähe, die Verleihung des Ordens Pour le merite an die Oberstleutnants Rothenbuecher und d'Alton-Rauch, an die Majore Freiherr von Wedekind, von Harder, Müller (I.-R. 135), von Kasch Otto und Miiller (Res.-Feld.Art..Regt. 3) und an den Le:tt- nant der Reserve Veltfens. — Der Reichsanzeiger veröffentlicht ferner eins Bekanntmachung betr. die Meldepsiicht fü* gewerblich« Verbraucher von mindestens 10 Tonnen Kohlen, Koks oder Briketts monatlich nn Oktober 1918.
WTB. Wien, 17. Sept. Rach einer Meldung der Korrespondenz Wilhelm wurde auf der Sttecke der Fvanz-Ioseft Bahn gestern nachu:ittag ein von Gmünd kommender Personenzug beim Ausfahren aus der Statton Eggenburg von einem in der Station rangierenden Zug gestreift. Drei vollbesetzte Waggon- wurden vollständig zertrümmert, ein« 8^ fon wurde getötet und 13 Personen schwer verletzt.
Der sächsische König in Sofia. *
WTB. Sofia, 17. Sept. Der Empfang des Königs von Sachsen fand unter denselben Feierlichkeiten wie vor einigen Tagen der des Königs von Bayern statt. Der Hofzug trah gestern früh in Sofia ein. Der Könia urrd der Kronprinz befanden sich in Begleitung des Eisenbahnministers Mollof und des Generals Stantscheff, die zur Begrüßung bis an die Grenze entgegengestchren waren. Sie wurden in Sofia von dem Zaren, dem Kronprinzen Boris, den divlomatischen Vertretern der verbündeten und neutralen Mächte u^: den Militärbevollmüchttgten empfangen, gar Ferdinand und König Friedrich August begrüßten sich auf das herzlichste. Der gar stellte die Minister dem Könia, 5tronprinz Boris stellte sie dem Kronprinzen Georg vor. Die Herrscher unte> hielten sich einige Zeit miteinander und mit den anwesenden Persönlichkeiten. Die sächllschen Offiziere, die sich zur gett in Sofia befinden, wurden oem König von Sachen ebenfalls vorgestellt. Eine Kompagnie Schüler der Milttärschule mtt Mustk und Fahne erwies die Ehrenbezeugung. Rach dem Dordeimarfch begaben sich die Herrscher r« Hofwagen zur Stadt. Am Eingang zur Stadt bot Bürgermeister Kalinroff den Gästen in hergebrachter Weise Brot und Salz dar. Hinter dem Truppenspalier hatte sich ein zahlreiches Publicum angesammelt, das die hohen Gäste freuuduch bearüßte. Rach der Ankunft im Palast wurde das Frühstück im kleinen Kveift genommen. Sodann fand eine kurze reliaiöse Feierlichkert statt, woran sich eine Truppenparade anschloß. Nachmittags besuchte der König verschiedene Museen. Im Gefolge de» Königs befindet sich der sächsisch« Gesandte in Wien v. Nvsttz- Malwitz, der auch bei dem bulgarischen Hof« und bei der bulgarischen Regierung beglaubigt ist. Abends fand Hals-
iafel statt.__
——I «WW»»W»W»»»>W»»»MW>»l»>SS»WW»« ftle will die Ehescheidung erleichtern. Ein Universttätsprv- fessor regt an, alle Parteien abzuschaffen. Ein Major will alle Fre:::dwörter abschaffen. So melden sich alle Polls- kreife, m BvUsverireteL» ihr« LelHWMa fiU Mitteln. v
*
Der kostbarste Baum der Welt steht natürlich in Amerika. Es ist ein RiesenbiriGaum, dessen Früchte den Namen „Alligatorbirmen" tragen und das Stück zu fünfzig Cent» bis einen Dollar verkauft werden. Der „Eantor avocado", wie dieser Baum genannt wird, steht m der Rühe voi: Wittier in Kalifornien. Er wirst lährlich^ 3000_ Dollar ab. Bis vor kurzem war er bei einer 30 000 Dollar versichert, aber stellte die Bedingung, daß der einen hohen Staketenzaun gegen Wind schaden und swrstig« Beschädigung geschützt werde. Da dem Besitzer der IauA unbecjuem wurde, entfernte er ihn und MjMMzWß!« grssihchaft erklärt« die Police für erloschen,. ^
Echt kindlich.
Ein kleines Mädchen befand sich zum Besuch b«t etner ebenso kleinen Freundin. Hier bekam sia unter anderenj Hcnng vvrgesetzt. „Sag einnml, Älnna", fraßfc sie da» „A \yM wohl eine Biene geschlachtet?"
Zerstreut. „Ich möchte um die Hand Ihr«r Tochter an- halten, Herr Professorl" — „Woher wissen Sie, daß ich eins Tochter habe?" — Sie hat mir's selbst gesagt, Herr Profsssai^ — O, diese Frauenzümner, daß dnck drr, W- UW balL«^ Launen"' ^


