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Meine lieben Freunde von den Kruppschen Werken! Es gilt heute, dem Kruppschen Direktorium, den Werksleitern, den Arbeitern und Arbeiterinnen Meinen kaiserlichen Dank vuszusprechen für die geradezu überwält^"nde Art und Weise, in der die Kruppschen Werke dem )en Heere und seinem Obersten Kriegsherrn zur Verfügung gestanden haben und weit über menschliches Ermessen und hoffen Hinaus das Material geliefert haben, das die Armee im Laufe der steigenden Anforderungen in diesem gewaltigsten aller Kriege an |te hat stellen muffen. Gewaltiges ist geleistet worden, trn n Direktorium herab bis zum letzten Arbeiter und bis zur letzten Arbeiterin, und das unter steigenden Schwierigkeiten^^Schwierigkeiten der Ernährung, Schwierigkeiten in der Bekleidung, Verluste, Trauer und Sorgen aller Art, von denen kein Haus verschont geblieben ist, weder das Fürstenhaus, noch das schlichte Arbeiterhaus. Vor allen Dingen möchte 'ch Meinen warmen Dank als Landesvater aussprechen, den Frauen so- wohl wie auch den Mädchen und den Männern, dag sie so opserwillig ihre Pflicht getan haben, trotz der drückenden Sorgen von Not und Elend, die uns alle getroffen haben.
Es soll keiner in unserem Volke glauben, daß Ich darüber \ nicht Bescheid weiß. Ich habe auf Meinen Fahrten durch das Land mit mancher Witwe, Mit manchen Bauern und im fernen Osten und Westen mit manchem Landwehr- und Landsturmmann gesprochen, der das Herz schwer hatte von Sorgen, die aber überstrahlt wurden von dem Gedanken: Evst die Pfluht, das andere kommt später. Ich habe Eure Sorgen im tiefsten Herzen empfunoen. Was an landesväterlicher Anregung
Ich bin jahrelang an der Front gewesen, immer so nahe wie möglich, um meinen Truppen nahe zu sein. Da traf Mich die^Nachricht von der Erkrankung der Kaiserin. Ern leder Lotte unter Ihnen weiß, w'- das heisst, wenn man so schwere Verantwortung tragt, und dann so!a)e Nachrich. bekommt. Mit Gottes Hilfe ist die Kaiserin wieder auf dem Wege der Besserung. Es waren dies drei schwere Wochen. bln beauftragt, in Erinnerung an die schönen Stunden, die Ihre Majestät im vergangenen Jahre hier verlebt hat, rhre bfcjä* Uchsten und innigsten Grüße zu übermitteln und Luch, Aran. ner, Frauen und Mädchen, aufzufordern, nicht locker zu lassen, nicht anders als auf die Stimme des Gewissens zu hören und Eure Pflicht trotz der schweren Feit zu tun, bis der
Friede da ist. ., _
Wir haben ein schönes Wort, das uns die heilige schrift luntft, das heißt: „Alle Cure Sorge werfet auf Ihn, er forg^ für uns." Dazu das andere Wort: „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes, so wird Euch solches allen zufallen." Das soll heißen, daß wir die irdischen Sorgen von uns werfen, da- mit wir frei stnd für unsere Aufgaben: Wie können wir Gott gefallen und sein Herz erreichen? Dadurch, daß wir un.ere Pflicht tun. Worin besteht unsere Pflicht? Unser Vaterland frei zu machen. Infolgedessen haben wir auch die Verpflichtung, mit allen unseren Kräften auszuhalten imKampfe gegen seine Feinde. Jeder von uns bekommt von oben feine Ans- oabe zugeteilt. Du an Deinem Hammer, Du an Deiner Drehbank und Ich auf Meinem Thron, wir müssen aber alle auf Gottes Hilfe bauen. Und der Zweifel, das ist der größte Undank gegen den Herrn. Und nun frage ich Luch ganz einfach und ehrlich: Haben wir denn eigentlich Grund zum Zwei- feln? Seht doch mal die vier Jahre Krieg an, was wir für gewaltige Leistirngen hinter uns haben. Eine halbe Welt
Lord NorthcNffe stellte ihm feinen riesigen Propaganda.
apparat zur Verfügung, der ihm kongeniale „Arbeitsmmist.r Luabes ist zu jeder Unterstützung bereit, und Samuel Go.w vers der amerikanische Gewerkschaftsführer und Kriegsist ja offenbar nur zu dem Zwecke übers Meer ge»
tarnen,' um die enMch^n Arbiter von allen frieLensfteund- lichen Betätigungen abzuhalten. Auf dem Frühstück im See- mannsheim haben denn auch Hughes und Gompers tu Knouck-out-Reden gegen Deutschland gewetteifert, und das Bedauerliche dabei ist, daß der Bericht stürmischen Befall bei ihren Kraftworten vermelden kann. Em guter ^ell der britischen Arbeiterschaft schwimmt eben vollständig rm Fahr- wasser des kricoswütigen Iingotums. Diesen aber wollte der Konareß gleichwohl bei der Stange halten. Darum foule ein Beschluß gefaßt werden, auf dem sich alle oenmrgen könnten. Die Resolution ist ja dann auch gegen nur 6 stimmen angenommen worden. Aber sie gleicht dem berühmten Messer ohne Klinge, dem das Heft iehlt. Man verlangt zwar eine Erklärung der Kriegsziele durch die interalliierte Kon- ferenz in London, aber bidfc Erklärung ioll keineswegs einen Frieden ohne Entschädigungen und Eroberungen fordern, sondern lediglich eine Art internationaler Polizei einrichten. Damit erhält der P'ölkerbundgedanke eine Interpretation, der auch Lloyd George und Clemenceau sicher zustimmen können. Daß dle Arbeiter die Beteiligung an einerFriedens-Konferenz verlangen, ist schließlich eine billige Selbstverständlichkeit, der aber natürlich Lloyd George nicht zustimnien wird. Der ent» scheidende Punkt in der angeblichen Friedcnsentschlletzung ersucht die Regieruna. „sofort die Friebensverhairdlnnaen zu eröffnen, sobald der Feind freiwillig oder gezwungen Frank, reich und Belgien räumt." Diese Forderung macht das an. schließende Bekenntnis zu den Grundsätzen der Internationale mehr als illu/orisch. Die englischen Arbeiter liaben Mit die. sm Beschluß ihre geschichtliche Mission verkannt. Um den Schein einer Einigkeit aufrecht zu erhalten, haben sie einen Beschluß gefaßt, der sachlich darauf hinausläuft, die Kriegs. Verlängerung zu billigen. Mit Recht hat der Arbeitsminister Roberts aus ihm herausgelesen, daß dieser Beschluß den Ar. beiler-Kongreß verpflichte, die Durchführiing des Krieges zu mindesten zu fördern, bis die Deutschen aus Frankreich und Belgien getrieben feien. Was verschlägt es dagegen, daß einzelne Redner auf die englische Regierung schimpften, daß der Kongreß selbst noch eine Entschließung gegen die Verwe,. aerunq der Pässe annahm, in der die Politik der Regierung als Herausforderung der organisierten Arbeiter erklärt wird?
! Die Einzeläußerunaen mögen ehrlich gemeint fein, der T&
| schluß bedeutet sachlich, daß in England nicht nur seither bei ollen Parlamentsverhandlungen es nie zu einer Fne» dens-Resolution gekommen ist, die der des deutsch«, Reichs, tages veraleichbar wäre, sondern daß auch nicht einmal dir britische Ärbeitspartei sich zu einer Resolution für den Dev» ständigungsfrieden aufzuraffen vermag.
Wer ist Samuel Gompers?
bb. „Feuille" in Genf gibt folgendes Bild des SoMi- stenfübrers Gompers:: Samuel Gompers ist weder Sozran>L noch Arbeiter, noch echter Amerikaner. Er hat niemals zur amerikanischen sozialistischen Partei in Beziehungen gestanden. Er ist außerdem ein in den Vereinigten Staaten natura» listerter Engländer und hat niemals aus seiner ultra-eng» landfreundlichen Gesinnung seit Kriegsbeginn ein Hehl ge» macht. Er ist ein in allen Sätteln gerechter skrupelloser Po. litiker. Durch feine Geschicklichkeit in der Organisierung von Streiks, erlangte er eine autokratifche Stellung. Er ist in der amerikanischen Arbeiterschaft gefürchtet, aber wenig populär. Er hat ein hübsches Dermügen zusammengebrach^ das ihm ein komfortables Leben gestattet. Sern Sohn hat eine gutbezahlte Stellung in einem der Departements der Regierung in Washington, und es ist ein offenes Geheimnis in ganz Amerika, daß die berül)mten Eisenbahnerstreiks n> Herbst 1916, die zugunsten der Streikenden von Wilson an. gebahnt wurden, und ihm die Stimmen der Eisenbahner bei seiner Wiederwahl eingebracht l)aben, auch das Werk vor, Gompers waren, der sie ohne Zweifel auf Befehl seines lwhen Chefs in Szene setzte. Es fei schließlich benrerkt, daß Gornpers ein Israelit ist und aus Böhmen stammt.
Sozlalistenkonferenz in London.
TU. Die interalliierte Arbeiter- und Sozialistenkonferen- wird in der nächsten Woche in London stattfinden. Der fran- zösische Allaenreine Arbeiterbund und die sozialistische Partei haben ihre'Delegierten für die Konferenz ernannt, die Ende der Woche nach London abreisen werden. Wie das Journal meldet, wird Gompers nach Schluß der Konferenz nach Paris koinmen.
Serbien und Montenegro stnd erledigt. Nur im Westen kamp. fen wir noch, und da sollte uns der liebe Gott im letzten Augenblick noch verlassen? Wir sollten uns schämen über unseren Kleinmut. Der kommt aber dann, wenn man Gerüchten Glauben schenkt. Aus den Tatsache n. die Ihr selbst er- lebt habt, da schmiedet Euch den festen Glauben an die Zukunft Eures Vaterlandes.
Wir haben oftmals daheim und im Felde, kn der Kirche und unter fteiem Himmel „Eine feste Burg ist unser Gott gesungen, daß es hinausgeschallt hat in des Himmels Blau und in Gewitterwolken hinein. Ein Volk, aus dem ein 'olches Lied entstanden ist. das muß unbezwingbar sein. Meine
■v ct ö v * 1 ‘■«'t , i““ vk ". — "7'.. ' l l . T \, i ftünb aegen UNS und unsere treuen Verbündeten, und Iktzi
hat geschehen können, um die Last nach Mögll b.ert zu müb.rn I wrr Frieden mit Nußland, Frieden mit Rumänien;
und die Sorgen unseres Volkes zu verteilen, das ist geschchen. I yaoen wir .»rwoen „ ? —
Es hätte manches anders gemacht werden kennen, und dag darüber hier und da Mißstimmung herrscht, ist kenl Wunder.
Aber wem verdanken wir dies letzten Endes? Der hat davon schon bei Anfang des Krieges gesprochen, daß d,e deutsche Frau und das deutsche Kind ausgehungert werden sollten j Wer ist es gewesen, der den furchtbaren Haß in diesen Krieg hmetngebracht hat? Das waren die Feinde! Wir wollen uns doch darüber klar sein, wie die Dinge stehen. Ein jeder von Euch bis in die fernste Ecke unseres Vaterlandes wer», daß ich keinen Schritt unversucht gelassen habe, unserem Volke und unserer gesamten gesitteten europäischen Welt diesen Krieg möglichst abzukürzen. Im Dezember des Jahres 1916 habe Ich ein offenes, klares, unzweideutiges Friedensangebot im Ra- men des Deutschen Reiches und Meiner Verbündeten den Gegnern übergeben. Hohn und Spott und Verachtung ist die Antwort gewesen. Der da oben kennt mein Gefühl der Verantwortung. Wiederholt in den vergangenen Monaten ha den verantwortliche Leiter aus der Regierung des Reiches in unzweideutiger Weise jedem, der es verstehen wollte, zu verstehen gegeben, daß wir jederzeit bereit sind, die Hand zum Frieden darzubieten. Die Antwort war der ausgesprochene Vernichtungswille, die Aufteilung und Zerschmetterung Deutschlands. Es gehören eben zum Friedenmachen zwei.
Wenn nicht beide wollen, kann es der eine nicht, vorausgesetzt, daß er den anderen nicht niederwirst.
So steht der absolute Vernichtungswille unserer Gegner uns gegenüber, und dem absoluten Vernichtungswlllen müsien wir den absoluten Willen, unsere Existenz zu wahren, entgegenstellen. Unser tapferes Heer draußen hat Euch diejen Willen durch die Tat gezeigt. Es kommt nut darauf an, daß der Gegner möglichst viel verliert. Das ist erfolgt, und das geschieht noch weiter. Unsere todesmutige Marine hat es Euch bewiesen; gegen starke Überlegenheit hat sie den Feind am Skagerrak geschlagen. Unsere U-Boote nagen wie der verzehrende Wurm am Lebensmark der Gegner.
Diesen unvergleichlichen Heldentaten unseres Heeres und unserer Flotte muß ein RücNM geschaffen werden nicht bloß in der Arbeit, sondern auch in Sinn und Gedanken unseres Volkes. Es handelt sich nicht barum, unserem tapferen Heere und unserer ( braven Marine Material und Ersatz nachzuschieben, sondern es handelt sich darum, daß ein jeder Deutsche weiß, daß wir um unsere Existenz kämpfen und ringen, daß wir das Äußerste aufbieten müssen, um uns siegreich zu wehren. Wir wissen alle aus unserer Jugend, aus unserem heu tigen Leben, aus unserer Beobachtung: auf der Welt ficht das Gute mit dem Bösen; das ist einmal von oben so eingerichtet; das Ja und das Nein. Das Nein des Zweiflers gegen das Ja des Erfinders, will Ich mal sagen zu Euch, das Nein des Pessimisten gegen das Ja des Optimisten, das Nein des Un- gläubigen gegen das Ja des Glaubenshelden, das Ja des Himmels gegen das Nein der Hölle. Nun, Ich glaube, Ihr werdet Mir darin Recht geben, wenn man diesen Krieg bezeichnet als hervorgegangen aus einer großen Verneinung uno fragt Ihr, welche Verneinung es ist: es ist die Verneinung der Existenzberechtigung des deutschen Volkes, es ist die Verneinung aller unserer Kultur, es ist die Verneinung unserer Leistunaen und unseres Wirkens. Das deutsche Volk war fleißig, in 'sich gekehrt. Der Neid veranlaßie unsere Gegner zum Kampf, und es kam der Krieg über uns, die wir ahnungslos waren. Und jetzt, da die Gegner sehen, daß alle ihre Hoffnungen, die sie in den ftüheren Jahren gehabt haben, trüge risch gewesen sind, da unsere gewaltigen Heerführer, nach deren Ncnuen mit Recht Eure neuen Werkstätten genannt werden, Schlag auf Schlag ihnen versetzt haben, nun erhebt sich auch noch der Haß dazu.
Nun, meine Freunde, wer haßt? Der Deutsche, der Germane, kennt keinen Haß; wir kennen nur den Wcllen, der dem Gegner einen Schlag versetzt, wenn er aber danieder, liegt und blutet, reickzen wir ihn: die Hand und sorgen für seine Heilung. Der Haß zeigt sich nur bei den Völkern, dre sich unterlegen fühlen. Wir wissen nicht, wann das Ringen beendigt sein wird, aber das eine wissen wir, daß wir den ssampf bestehen müssen.
Jetzt kommt es auf die letzten Anstrengungen an; es geht rms Ganze, und weil unsere Feinde es wißen, weil sie vor ^em deutschen Heere den größten Respekt haben, wert sie em- sehen, daß sie unser Heer und unsere Marine nicht nieder- zwingen können, deshalb versuchen sie es mit der Zersetzung un Innern, um uns mürbe zu machen durch falsche Gerüchte und Flaumacherei. Das kommt nicht aus den Kreil«: des deutschen Volkes, das sind künstliche Machwerke. Aber em jeder, der auf solches Gerücht hört, ein jeder, der unverbura-L Mchrichten in Eisenbahn, Werkstatt oder anderswo weitergibt, er sündigt sich am Vaterland, der ist ein Verräter und herber
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Strafe verfallen, ganz gleich, ob er Graf sei oder Arbeiter. Ich weiß sehr wohl, daß ein jeder von Euch Mir darin Recht ' ;; t. Glaubt Mir wohl, es ist für Mich nicht leicht, jederi I' bic Sorge der Verantwortung für ein Volk von 70 Millio- - i - i tragen und dazu u-re^c als 4 Jahre alle die Schwierig. V,Y;.und die zunehmende Rvt des Volles zu sehen.
habt durch die trrundlicheii Worte des Herrn Krupp - gehört, baft Ich wn Ner Kaiserin, Mei- i
Lattlrr w*t> Eurer Lanbesmutter. komme. J
Bitte und Meine Aufforderung an Euch und durch Euch an die gesamte Arbeiterschaft, die sich so ausgezeichnet und rüch. tia bewährt hat, und durch Euch an das gesamte deuffche Bo l geht dahin: für Mich und Mein Verhältnis zu Meinem Volk sind maßgebend Meine Worte vom 4. August 1914: „Ich kenne keine Parteien, Ich kenne nur Deutsche". Unsere Parteien haben es nicht verstanden und stnd im Kriege nicht auf der Höhe. Es ist jetzt keine Zeit für Parteiungen: wir müssen uns jetzt alle zusammenschlietzen zu einem Block und hier ist wohl am ersten das Wort am Platze: Werdet stark wie ^i^h^ ***10 bzx deutsche Dolksblock, zu Stahl zusammengeschweißt, der soll dem Feinde seine Kraft zeigen. Wer also unter Euch ent- schlossen ist, dieser Meiner Aufforderung nachzukommen, wer das Herz auf dem rechten Fleck hat, wer die Treue halten will, der stehe jetzt auf und verspreche Mir, anstelle der gesamten deutschen Arbeiterschaft: wir wollen kämpfen und ourchtzal- ten bis zum Letzten. Dazu helfe uns Gott. Und wer das will, der antworte mit Ja! (Die Versammelten antworten mit lautem Ja.) Ich danke Euch. Mit diesem Ja gehe Ich jetzt zum Feldmarschall. Es gilt nun für jeden von uns, die gelobte Pflicht auch zu erfüllen und an Geistes- und Körper- kraft das Äußerste einzusetzen für das Vaterland. Jeder Zweifel muß aus Herz und Sinn aebannt werden. Jetzt heißt es: Deutsche, die Schwerter hoch, die Herzen stark und die Muskeln gestrafft zum Kampfe gegen alles, was gegen uns steht, und wenn es noch so lange dauert. Dazu helfe uns Gott! Amen. Und nun lebet wohl, Leiüel
Der deutlSr
WTV. Berlin, 11. Sept. Abend». Amtlich. An den Kampffronten ruhiger Tag.
WTB. Die ftanzostschen Blätter verzeichnen llberemstim- mend die Verniehrung der Hindernisse in der Nähe der dto'i Siegfriedstellung. Große Gebiete seien besonders westlich Cambrai unter Wasser gesetzt. Laut Temps' wurden btc Schleusen des Nordkanals gesperrt. Sensee und Scarpe sind verschüttet, so daß nördlich des Havrineourtwaldes eine un- zugängliche Zone gesck-affen ist. Der Frontberichterstatter des Petit Parisien betont, daß die Uberfcknvemmungen die^ Der- wendung von Tanks ausscha!ten. Alle Frontberichterstaffer erklären, daß die neuen deutschen Stellungen außerordenUich stark befestigt sind und ein Hindernis bilden, dessen Überwindung schwerste Kämpfe kosten werde. Daher sei in den Kampfhaiidlungen ein Stillstand zu erwarten. Das Jour- nal des Debats äußert, der deutsche Rückzug sei beendet.
Munnschafismangrl in England.
WTB. „Nieuwe Notterdamsche Courant" zufolge greisen „Daily News" und „Daily Chroniele" die eirglische Regierung wegen der unbesonneiwn Maßregeln zur Ergänzung des Mannschaftsmaterials an der Front an. die nock) Anpcht dieser Blätter an der jetzigen ernsten Lage m der Kohlen, industrie und in den Sckstffswersten schuld sind. „Daily Chro- nicle macht darauf aufmerksam, daß von den 50 000 Bergarbeitern, die Lloyd George in seiner Rede vom 9. April oer- langt nur 25 000 tatsächlich ausgehoben feien, und daß es jedermann klar sei, daß es überhaupt nicht notwendig gewesen wäre, Bergarbeiter in die Armee einzurell>en. Das Zu- sammenscha-cren von Bergarbeitern im April und Mai, um sie in die Armee zu stecken, und das gegenwärtige Zusammcn- scharren von Bergarbeitern in der Armee, unr sie wiederum nach den Berawerien zurückzuschicken, zeige einen bedauerli- chen Ricmoel cm Voraussicht. Durch eine ähnliche Einsichts- losigkeit sei auch die Produktion dec englischen Echissswerf- ten benachteiligt worden.
Z8S MmMtmim der emWm Arbeiter.
Gerade die Anhänger des Verständkgungsftckedens in Deutschland werden es aussprechen müssen, daß die Iubi- läuntsttmserenz der englischen Arbeiter in Derby für alle Friedensfreunde eine herbe Enttäuschung bedeuten muß. Die Lag»r der britischen Arbeite'-vartei ist gewiß nicht zu verken- nem Drccht doch der krieg^tolle Führer der englischen See-
MUand.
Rußland und Finnland.
TU. In einer Versammlung des Rates kn Moskau hat Trotztt in einer Rede geäußert, daß die Friedensverträge mir Finnland, deb Ukraine und der Türkei direkte Folgen des Brester Friedens seien. Die Umstände, welche die Wiederher»
stellung friedlicher Beziehungen zu Finntänd erklären, erge» den sich aus dem Fall der Festung Ino und den englischen Unternehmungen an der Marnmnrüste.
lenke, bem sein Terrorismus gegen alle seefahrenden Der mittler in die Krone gestieegn ist, mit der Gründung einer eigenen und natürlich nationalen Arl-'Uerpartei. Havelock cofreut. sich bei seiner Agitai^s.r hoher G önnerschaft,
Buchanaus Heuchlenvorte über Rußland.
TU. Der Bossischen Zeitung wird berichtet: In einer An- spracke vor dem englisch-russischen Klub zollte der ehemalig« englische Botschafter^in Petersburg, Sir Duck^anan, dem An» denken des Zaren einige warme Worte. Er tadelte die gefühlslose Roheit, mit der die Nachricht von der Ermordung des Zaren in England aufgenomemn wurde und protestierto gegen die zahlreichen Filme, die den Charakter des ehemaligen Bundesgenossen entstellen und besudeln. Duchanan »chrelvh den Zusammenbruch Rußlands der inneren Schwäche und Uns sähigkeit des Landes zu. Er erzählt, daß er in letzter Stunde dem Zaren die Ernennung eines fortschrittlichen Komitees an- geraten habe. Nikolaus 2. verbat sich jedoch eine derartige Einmischung. Bucha nun forderte, daß ein neues Rußland aus der Intervention der Entente entstehen müsse. lDresr Worte im Munde eines Mannes, welcher die Ursache des russischen Niederganges ist, nehmen st ) wie blu.rger Hohn aus. D. Red.)
Vrim Friedrich Ksri mn Men sim'-Mer Kvniq?
TU. Nach einem Telegramm aus HUsingsors hat Priuz Friedrich Karl von Hr^n sich bereit erklärt, di? Känigskrone Finnlands auzunehnreu Der finnische Landtag tritt 26. September zusammen.
Prinz Friedrich Karl von Hessen entstammt der ältere^ nicht regierenden landgräflichen Linie fria Fürstenhauses Hessen. "Er ist der einzige Sohn des 1888 gcstordenen Lan-^ grafen Alexander Friedrich und wurde mn 1. Mul Schloß Banker geboren. Seit 1893 ist er vermähl »- mit öc V | Prinzessin Margarete von Preußen, der Schwof
\ des Kaisers. Per Ehe sind 6 Söhne rnUvrosse»u


